Rückruf...ich verzweifel noch!!
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Du verzweifelst, weil dein 20 Wochen! alter Junghund nicht perfekt funktioniert? Na dann warte mal ab. Ehrlich, bleib mal locker. Das eine klappt schneller, manches braucht.
Als erstes würde ich Leckerli wenn üpberhaupt nur noch als Belohnung einsetzten, nicht
als Lockmittel. Leider glauben inzwischen viele Halter, dass sie nicht mit einem Keks
konkurrieren können. Da sollte dein Ehrgeiz ansetzen, du bist wichtiger als jeder Keks.Was mag dein Hund denn gerne? Tobespiele, kraulen oder was, ausser fressen.
Ruf sie nur, wenn du glaubst sie bekommt das auch mit. Ablenkung langsam steigern.
Zu viel Ehgeiz deinerseits schadet nur, dafür such dir lieber was, wo du nicht mit einem
Lebewesen zusammen arbeitest. Und etwas Humor hat auch noch nie geschadet
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Zitat
Dann ziehe ich sie an der Schleppleine zu mir.
Bitte nicht so!Dein Hund ist 20 (!) Wochen alt und weiss ganz offensichtlich noch nicht, was der Rückruf bedeutet. Mit dem Heranziehen bringst du ihm jetzt bei, das Herkommen was Blödes, Unangenehmes ist, anstatt was ganz Tolles. Ohne Leine wird es dann erst recht nicht klappen.
Bau den Rückruf positiv auf, in so kleinen Schritten, dass der Hund nicht überfordert wird. Ruf den Hund nicht, wenn du nicht sicher bist, dass er kommen wird. Die Schleppleine kannst du draussen zur Sicherung benutzen, aber nicht zum Heranzerren des Hundes.
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Wenn sie zu Dir zurück kommt, beschäftige Dich mit ihr, z. B. ein Zerrspiel, gemeinsames Suchen nach Leckerlis,
einen kleinen Trick, etwas, was Deine Hündin wirklich gern macht.
Bei uns hat das super geklappt, wenn Fine gemerkt hat, bei mir passiert dann etwas viel tolleres, als z. B. an
der Stelle wo sie grad schnüffelt.
Wenn der Rückruf dann richtig gut sitzt, kannst Du das ja nach und nach wieder abbauen.
....Das war bei uns auch das Ausschlaggebende - ich mußte etwas finden, was für den Hund interessanter war als alles Andere, oder, andersrum: ich mußte für den Hund interessanter werden als alles andere. Und daher gabs bei mir nach Rückruf immer Party mit Spielen, Zerren, Toben, und wieder weiterlaufen. Beim Anmarsch zu mir her schon angefeuert (mit "super", oder einfach "hejaaaaa! Feiiiiin!"), anfangs auch schon das Spielzeug aus der Tasche geholt, während er schon zu mir lief (nicht, bevor er sich in Bewegung setzt, das wäre Locken!). Die Leut bei uns hier dachten anfangs sicherlich "die spinnt ja" - aber heute gucken sie alle dumm - denn MEIN Hund kommt zu mir, wenn ich ihn aus dem Spiel abrufe. Das klappt auch, wenn ich ihn beim Rennen in Richtung anderer Hunde ausbremse und abrufe. Generell gibt es oft, wenn cih unterwegs bin, irgendwas bei mir: eine kleine Suche nach seinem Zerrseil oder Futterbeutel, der dann in nem Baum hängt, oder Suche nach der Leine, die überm Zaun hängt (da dran darf er kurz zerren, die kann das ab, und er zerrt auch ausschlie´ßlich dran, wenn er die Erlaubnis kriegt, also beim Gassigehen kommt er nicht auf die Idee). So weiß er, daß es bei mir immer wieder mal was Spannendes gibt, und seitdem entfernt er sich gar nicht erst mehr so weit weg - könnte ja was versäumen.
Ganz selten leine ich den Hund an, wenn er dann kommt, damit er nicht verbindet, daß der Spaß zu Ende ist, wenn ich ihn rufe, und wenn er dann mal angeleint wird, dann ganz freudig, mit einem "Jeeetzt geh mer heim" oder irgendeinem Blödsinn halt, aber so verheißungsvoll ausgesprochen, als wär´s das Größte überhaupt.... *gg Dann freut er sich n Loch in den Bauch..... *gg Das hat dann zur Folge, daß der Hund auch dann gerne und freudig kommt, wenn ich die Leine schon in die Hand genommen habe.
Allerdings hab ich das Bestätigen nie ganz abgebaut. Der Rückruf ist für mich das Allerwichtigste überhaupt, wenn der nicht funktioniert, kann das Jagdmonster nicht frei laufen. Daher ist es mir auch heute noch wichtig, den Kerle beim erfolgreichen Abruf zu bestätigen. Aber heute eher verbal (das aber immer, und wenns nur ein ruhiges "feeein" oder "jawoll, priiima" ist), ab und an nehme ich ein Spielzeug oder Leckerli mit, neulich hab ich z.B. für den Rückruf-Pfiff einfach mal Katzenfutter mitgenommen als Bestätigung (den Pfiff hab ich aber nicht als "Superpfiff" - denn ich seh das so, wenn er gerufen wird, hat er zu kommen, Punkt. Wenn er net zu kommen braucht, rufe ich ihn nicht. Da unterscheide ich nicht zwischen "kommen-müssen normal" und "kommen-müssen bei Hasensicht" oder so. Ich nutze die Pfeife eher, wenn er recht weit weg ist, einfach, um die Stimme zu schonen, alternativ zum verbalen Rückruf sozusagen, auch wenn die Stimme mal erkältungsbedingt versagt.)
Jo - bei den Terriertieren muß man sich halt ab und an was einfallen lassen.... *gg
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Dein Hund ist 20 (!) Wochen alt und weiss ganz offensichtlich noch nicht, was der Rückruf bedeutet. Mit dem Heranziehen bringst du ihm jetzt bei, das Herkommen was Blödes, Unangenehmes ist, anstatt was ganz Tolles. Ohne Leine wird es dann erst recht nicht klappen.....Wo ist eigentlich die DANKE-Funktion geblieben? Naja, dann geb ich eben so in etwa 10 grüne Bömmels.... ;-)
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Hallo zusammen,
meine Jack Russell Dame ist jetzt knappe 20 Wochen jung und macht sich prächtig.
Sitz, Platz, Bleib, Leinenführigkeit ist alles kein Problem.Du hast ganz schön viel geübt mit Deinem jungen Hund. Das ist sehr viel für sein ein kleines Hundehirn.
ZitatIch bekomme auch von allen Seiten Lob dafür, wie gut die Kleine schon ist und wir werden als Streber bezeichnet

Mach Dich auf den Einbruch gefasst. Das, was Du da alles übst, kann sie jetzt noch nicht kontinuierlich leisten. Ich würde mich auf die wichtigen Dinge konzentrieren... wie:
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ABER........wir haben eine riesen Baustelle und zwar der Rückruf.
Es klappt einfach nicht. Ich lasse sie jetzt schon nur noch an der Schleppleine laufen, damit ich wenigstens ein bisschen die Möglichkeit habe mein Kommando durchzusetzen."Durchsetzen"? Das würde voraussetzen, dass der Zwerg das kann. Können heißt, dass der Rückruf bereits in allen (ALLEN) erdenklichen Situationen bereits perfekt funktioniert hat, über mehrere Wochen. Dann könnte man was durchsetzen, denn ansonsten ist nichst zum Durchsetzen da, denn wie soll der Hund das verstehen, wenn er es noch nie konnte?
ZitatWir übben das schon seit Wochen
Super. Mach aus Wochen Monate, dann kommt es der Realität näher

Bleib entspannt. Sichere sie mit der Schleppleine, zerr nicht dran rum und belohn sie ausgiebig dafür, wenn sie auf Dein Rückrufsignal auf Dich zu läuft. Benutz es nur, wenn Du Dir 100%ig sicher bist, dass die Ablenkung es nicht zum Scheitern bringt. Und das machst Du jetzt noch ein halbes Jahr mit langsam steigender Ablenkung. Dann kannst Du mal testen, ob Dein Hund den Rückruf beherrscht.
Viele Grüße
Corinna -
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Vielen Dank für Eure Antworten.
Aber so abwägig ist das was ich möchte glaube ich gar nicht, denn komischerweise können es die anderen aus dem Junghundkurs ja auch und das sogar während des tobens mit anderen Hunden.
Meine Hundetrainerin veranstaltet am Sonntag ein "Rückruftraining pur" das heißt 3 Stunden Tipps und Tricks zum Rückruf. Da haben wir uns natürlich gleich angemeldet. -
Natürlich können es viele Hunde, aber viele eben auch nicht. Es kommt immer ganz drauf an wie es gelehrt wird.
Und ich meine du willst zuviel mit deinem Hund. Du solltest Prioritäten legen und daran arbeiten, nicht alles gleichzeitig. -
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Vielen Dank für Eure Antworten.
Aber so abwägig ist das was ich möchte glaube ich gar nicht, denn komischerweise können es die anderen aus dem Junghundkurs ja auch und das sogar während des tobens mit anderen Hunden. vielleicht können diese Zwerge aber nicht "perfekt" Sitz, Platz und Leinenführigkeit
- sondern die Besis haben ihren Schwerpunkt auf den Rückruf gelegt!?!
Aber wie auch immer - Deine Kleine ist erst 5 Monate alt - mach Dir keinen Stress! Kein Hundekind kann in kurzer Zeit alles Wichtige lernen
Bau den Rückruf mit den tollen Tipps auf, die Du hier gelesen hast - dann klappt das schon. Du bist doch nicht auf einem "Wettbewerb" sondern hast ein lebendes Wesen neben Dir, das, genau wie jedes andere Lebewesen Schwachpunkte aber auch tolle Seiten hat
Ihr packt das schon - sei geduldig
Meine Hundetrainerin veranstaltet am Sonntag ein "Rückruftraining pur" das heißt 3 Stunden Tipps und Tricks zum Rückruf. Da haben wir uns natürlich gleich angemeldet.
Aber nicht mit der Kleinen? 3 Stunden am Stück? -
Durch das Üben mit dem Signal und die vielen Male, wo es nicht funktioniert hat, ist euer Signal dafür wahrscheinlich schon verbrannt, es bedeutet für den Hund etwas anderes, als ihr wollt. Ich würde ein neues Signal wählen und es kostbar hüten und sorgfältig aber sparsam üben.
Wenn sie super Sitz macht auch unter Ablenkung, dann geh in der Welpenstunde so nahe zu ihr hin, wie es geht, ohne dass sie abhaut und lässt sie absitzen, dann hockst du dich dicht vor sie hin und lobst sie, wenn sie in dem ganzen Trubel das schon kann. Eigentlich würde ich nichtmal sitz verlangen bei der stunde, dass sie nicht abhaut ist schon schön genug. Dann zuhause. Sitz. Erwartet sie dann ein Leckerlie? Wenn ja. Du rückst auf Armeslänge weg, hockst dich hin, breitest die Arme aus und rufst sie. Den Abstand vergrößerst du dann wirklich zentimeterweise. Rufst nur, wenn sie dich auch wirklich aufmerksam ansieht und du es quasi im Po krabbeln siehst, dass sie kommen will. durchdenke euren Alltag, wann kommt sie gerne zu dir geflitzt, morgens zum kuscheln, wenn die Futterschüssel klappert. Was hat sie für Lieblingsspielsachen? Wenn du die Tür öffnest fürs rausgehen. Da liegen dann die Verstärker für deinen Rückruf rum.Also nicht verzweifeln, kreativ werden und Ruhe bewahren. Als ich vor 14 Jahren meinen ersten eigenen Welpen bekam, erwartete niemand, dass ein Hund unter einem Jahr zuverlässig kommt. Wenn er es mit neun Monaten konnte, waren die Leute tief beeindruckt, sagten einem aber gleich, das ändert sich auch wieder in der Pubertät. Heute in Zeiten der Früherziehung und Welpenkurse hat man schnell den Eindruck, es ist schon alles zu spät, wenn etwas nicht sofort funktioniert. Das ist aber nicht so.
Liebe Grüße und viel Spaß mit deinem Jungspund! -
Ich schliesse mich den anderen an. Geh locker an die Sache ran. Mit allem anderen tust Du weder Dir noch dem Hund einen Gefallen.
Mein Hündin hat als Welpe auch grossartig gehorcht - inklusive Abruf. Ich habe ihr alles spielerisch beigebracht und sie hat deshalb gern mitgemacht.
Mit 6 Monaten begann sie auch die Welt links und rechts von mir wahrzunehmen. Schnüffeln war mitunter lohnender, als Sitz, Platz, Hier. Dummerweise hat mich dann auch ein bischen der Ehrgeiz gepackt. Und ich hab mir z. B. mit dem Einsatz der Schleppleine meinen eigentlich guten Abruf "versaut" (Fehler aber noch rechtzeitig bemerkt und mittlerweile wieder ausgebügelt). Angestellt, hab ich das so wie Du jetzt - mit Hund ranangeln.Sehr viel besser funktioniert es bei meiner Hündin, wenn ich den Abruf als Spiel in einen Spaziergang einbaue. Dazu warte ich einen Moment ab, in dem gerade nichts Interessantes los ist oder sie mich ohnehin anschaut. Dann renne ich kommentarlos in irgendeine Richtung weg. Sobald der Hund mir nachsetzt, rufe ich und lobe ihr Rankommen. Zur Belohnung gibt's was Feines, ein kurzes Spiel oder ich renne einfach weiter, weil sie es liebt mit mir zu laufen. Die Belohnung muss immer fetzen, damit der Hund aufmerksam bleibt und man das Spiel am besten sofort wiederholen kann.
Ich höre mit dem Spiel auf, sobald mein Hund richtig heiss darauf ist, weiterzumachen (drückt sich bei ihr durch Rumhopsen oder erwartungsschwangeres Angucken aus).Bei meiner Hündin sitzt der Abruf wesentlich besser, seit er wieder Verheissung auf ein zünftiges Spiel bedeutet.
VG
Annika - Vor einem Moment
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