Wer braucht eine Hundeschule?

  • Wir gehen mit unserem neuen Hund, aus dem Tierheim, sehr unsicher und ängstlich, auch in eine Hundeschule. Zum einen, weil wir allein damit vielleicht nicht klarkommen und lieber das Problem gleich mit Hilfe lösen, als monatelang allein damit rumzumachen. Hundeerfahrung ist zwar vorhanden, aber die hilft uns in diesem Fall auch nicht weiter. Dazu kommen dann noch die Sachen, die man da lernt zur Verbesserung zur Distanzkontrolle und Beschäftigungsmöglichkeiten.
    Noch wichtiger ist uns dort aber der Kontakt zu anderen Hunden, weil er da sehr unsicher ist. Dort kann er ohne Leine mit anderen Hunden spielen und besseres Sozialverhalten lernen. Da sind die Hunde bekannt, wir wissen, dass alle verträglich sind, zusätzlich ist da ein erfahrenener Hundetrainer und -psychologe, der die Situation immer einschätzen kann, sollte es doch mal Stress geben.

    Selbst wenn ich mir viel Wissen anlese und auch einiges davon sehr gut funktioniert, ersetzt es doch nicht in jedem Fall die HuSchu.

    Ich finde, vielen HH und Hunden würde ein Schulbesuch mal gut tun, aber meistens gibt es ja angeblich keine Probleme. Auf Rückruf nicht kommen und mit Herrchen spazierengehen wie Hund lustig ist, sind ja schließlich auch gar keine.

  • Ich finde das frech:

    Ich habe einen anstrengenden Vollzeitjob, Haushalt, einen Garten, Ehemann, große Familie und

    ich gehe seit 2,5 Jahren einmal die Woche zur Hundeschule. Erstmal habe ich dort viel gelernt und zum zweiten macht es Spaß. Ob wir die Hundeschule noch "brauchen", steht auf einem anderen Blatt.

    So mancher Vollzeit-Hundetrainer würde mein Leben wahrscheinlich nicht so ohne Weiteres wuppen.

    Gruß Lilibeth

  • Es ist schon krass wie viele Profis sich hier tummeln |)

    Eure Kinder schickt ihr dann auch nicht in den Schwimmunterricht weil ihr selber wisst wie man schwimmt.

    Ich gehe gerne in die Hundeschule weil ich kein Profi bin sondern ein normaler manchmal sehr subjektiver Mensch dessen Lebensaufgabe aus noch hundert anderen Dingen wie dem Hund erziehen besteht.
    Es ist schön, dass andere Leute sich immer weiter bilden und mir für ein paar Franken in der Stunde ihr Wissen weiter geben und sich Zeit nehmen mich und meinen Hund von aussen zu betrachten, ganz objektiv, und mir bei meinem Weg zu einem harmonischen Mensch-Hund Gespann helfen.
    Ich nehme für mich nicht in Anspruch das alles selbst zu können und auch nicht das ich immer Herr der Lage bin und keine Verbesserung nötig habe.

    Und von wegen des Vergleichs mit dem Reiten. Ich reite seit 21 Jahren und habe es mir autodidaktisch beigebracht, nehme jede Woche eine Trainingsstunde und besuche Wochenendkurse.
    Das eine schliesst das andere also nicht aus.
    Ich bin weder Pferdeunerfahren noch habe ich sonst Probleme in meinem Leben welche verhindert das ich richtig mit meinen Tieren umgehen kann. Ich habe sogar verstanden wie Tiere lernen aber wie gesagt ich bin nicht so narzisstisch veranlagt das ich glauben kann nur ich wäre die einzig wahre Ausbildnerin egal ob Hund oder Pferd.

    Ich möchte besser werden in dem was ich tue und nehme dafür kompetente Hilfe in Anspruch.
    Ja ich finde man braucht eine Hundeschule oder einen Trainer.

  • Ich brauche die, und zwar nötiger als mein Hund :D! Als Ersthundbesitzer fehlt mir einfach Basiswissen, wie ich dem Hund etwas beibringen kann. Maja lernt nämlich gerne und ist alles andere als ein Problemhund. Ich brauche auch jemanden, der mich zwischendurch auf meine Fehler aufmerksam macht. Im Moment benutze ich beispielsweise das Handzeichen für "Sitz" auch ganz gerne, wenn ich ihre Aufmerksamkeit haben will. Geht natürlich nicht. Außerdem macht Hundeschule/-verein Spaß.

  • Zitat

    Es ist schon krass wie viele Profis sich hier tummeln |)

    Eure Kinder schickt ihr dann auch nicht in den Schwimmunterricht weil ihr selber wisst wie man schwimmt.


    Aus welchen Beiträgen du DAS wieder rausgelesen haben willst, ist mir ein Rätsel. :???:

  • Zitat

    ...
    "...Hundeschulen brauchen nur Menschen die auch sonst im Leben nicht klar kommen."...

    Solche Trainer braucht die Welt...... :/

    Ich drücks mal so aus: wenn eine Trainerin sowas sagt, hinterläßt das bei mir einen gewissen Eindruck davon, WAS ich bei ihr lernen kann. Denn damit sagt sie doch selbst, daß sie keine Ahnung hat, weil jeder das, was sie ihm beibringen könnte, selbst machen kann.

    Wenns aber so gemeint war wie pocoloco schreibt, muß ich das unterschreiben - dem Menschen geht heutzutage ein bißchen das Gefühl für den Umgang mit Tieren verloren, einfach, weil in der Stadt oft keine Haustiere mehr erlaubt sind, und der nächste Bauernhof weeeeeit weg ist. Und wenn Kinder schon glauben, daß Kühe lila sein müssen, braucht man sich nicht zu wundern, wenn genau diese Kinder später auch für einen unkomplizierten Hund in die Hundeschule gehen (und das dann zum Glück!), weil sie sonst alles falsch machen würden, was ihnen nur einfällt.

    Oder schaut nur mal Lassie, Kommissar Rex & Co. an - das ist doch das Einzige, was manche Menschen von Hunden wissen. Und dann kommt der eigene Welpe, und plötzlich pieselt "das Teil" einfach in die Wohnung, und kann halt eben nicht das Schulkind täglich sicher zur Schule bringen. Am Ende entwickelt "das Teil" sogar Jagd-Tendenzen, und versteht nichtmal, wenn man ihm tausendmal wortreich erklärt, daß Pieseln nur draußen ok ist. Stattdessen knurrt es auf einmal. :help: Fremdling Hund halt.... ;-)
    ("Das Teil" hab ich mit Absicht so ausgedrückt, weils für das Befremdliche oder die Hilflosigkeit steht, das diese Leute in dem Moment ja fast empfinden müssen.)

    Aber abgesehen davon, lernt man von jedem Trainer noch was Neues (und wenns ist, wie man nicht mit seinem Tier umgehen möchte...) und fängt an, sich Gedanken zu machen, wie man dem eigenen Hund etwas beibringen könnte, oder wie man ihn sonst noch beschäftigen könnte. Man lernt, wie man mit gewissen Dingen umgehen kann, weil der andere Hundehalter in der Welpenstunde ja genau dieses Problem evtl. schon hatte, und das irgendwie lösen konnte.

    Immerhin ist Hundeschule ja eigentlich keine Hundeschule, sondern Hundehalterschule, hat meine Trainerin immer gesagt. Nur, wenn man das Kind so nennen würde, käme keiner mehr..... ;-) Fand ich sehr passend....

    Und, last but not least, macht es ja auch Spaß, dorthinzugehen, zu sehen, wie die Kleinen ihre Welt und die anderen "Kumpels" entdecken, miteinander interagieren (vorausgesetzt, die HuSchu taugt, natürlich!), immer mutiger werden etc.

  • Ich finde diese Aussage ziemlich unverschämt.
    Nur weil es mit dem Hund nicht hundertprozentig passt soll man auch sonst viele Probleme haben? :???:
    Klar, wer das richtige Bauchgefühl hat und sonst gefestigt ist hat es leichter.
    Man füge aber nur einen schwierigen Hund hinzu und schon kommt man schnell an seine Grenzen.

    Würde ich bei Janosch nur nach Bauchgefühl handeln, hätte ich mir inzwischen wohl wirklich schon die Ziegelstein-Methode patentieren lassen :hust:
    Was spricht dagegen sich Methoden anzueignen um besser und schneller ans Ziel zu kommen?

  • Wir haben es lange ohne Trainerin probiert und festgestellt, dass wir uns nicht genug mit dem Hund auskennen und zudem unser Wissen nicht adäquat auf unsere Probleme anwenden könnten... Mit dem Satz der Trainerin stellt sie sich ja fast auf eine Stufe mit der Psychotherapeutin! Zudem: Sie nimmt damit Menschen wie Bloch und anderen die Rechtfertigung einer eigenstädnigen Profession. Nach ihrer Aussage könnten wohl alle Menschen wieder mit ihrem Hund klarkommen, wenn sie ihr Leben wieder in den Griff bekommen haben.
    Mal ernsthaft: Das Verhalten, das Leben des Hundes sind komplexe Strukturen, für die es je nach Zweig auch unterschiedliche Interpretationen gibt. Wenn ich versuche, pädagogisches Wissen über den Menschen auf eine Didaktik des Hundes anzuwenden, dann scheitere ich. Weil ich mich mit dem Hund nicht so sehr auskenne. Deshalb kann eine HuSchu für mich (und andere) sinnvoll sein.
    Allerdings sehe ich es auch so, dass irgendwann die HuSchu nur noch für den Hundesport oder regelmäßige Sozialisation (falls gewollt) gebraucht werden sollte. Man holt sich Infos über den Hund, man wendet sie in HuSchu an, damit Trainer sieht, ob Klient es verstanden hat und dann weiß man das, was man wissen wollte :D

    Ich kam schon vorher mit meinem Leben gut klar, aber jetzt komme ich noch besser mit meinem Hund klar! :gut:

    lg

  • Der hätte ich geantwortet 'Seminare braucht auch kein Mensch! Die gibt es nur, damit der Referent schnell gutes Geld verdienen kann' *fies grinst*

    Ich find es ziemlich unverschämt HH, die in eine HuSchu gehen, Unfähigkeit bzgl. des Lebens zu unterstellen. Jeder Hund ist anders. Wenn ich immer nur Pepps bzw. Hunde wie sie gehabt hätte und dann eine Lee gekommen wäre..oh ich wäre gestorben. Ich hätte gar nicht gewusst, wie ich mit dem Hund und den Problemen umgehen soll.

    Ich gehe in keine HuSchu, weil ich es nicht mag. Alltagsproblemchen schauen sich Trainer in ner Einzelstunde im Alltag an bzw. so haben wir es gemacht. Heute muß glaub keiner mehr schauen. Und das momentane Training hat ja nichts mit Erziehung, sondern mit Ausbildung zu tun..

  • ....aber ist doch zumindest gut, daß wir jetzt alle wissen, daß wir mit unserem Leben nicht zurechtkommen...... :headbash:

    (kriegt die Frau vielleicht Provisionen von dem Pschychotherapeuten unseres Vertrauens, nach dieser Erkenntnis?)

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