Pech, selbst schuld oder einfach nur Zufall?
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Nachdem nun eine Hundepsychologin bei uns war um sich mal Blacky anzuschauen, kam sie zu einem relativ auch teilweise erschreckenden Fazit:
Sie war der Meinung Blacky hätte eine Art ADHS.
Das heißt, er möchte gefallen weiß auch ganz genau was gemeint ist, versucht es auch aber er KANN es einfach nicht, für ihn soll es eine viiiel größere Überwindung sein z.b. einem aufspringenden Hasen nicht nach zujagen! Als für einen "normalen Hund".
Er kämpft regelrecht mit sich selbst.
Das heißt nun für uns das wir weiterhin mit ihr Arbeiten werden und zusätzlich noch einen Trainer suchen der sich damit auskennt
Nun wollte ich fragen: Hatte jemand von euch schonmal so einen Hund?
Gibt es denn Chancen dass er "halbwegs normal" wird?
kenne mich mit solchen Sachen leider gar nicht aus....
Nun frage ich mich grade ob wir vlt. doch nicht sooo versagt haben in seiner Erziehung, wir haben uns wahnsinnig lange das vorgehalten, wir hätten alles verbockt aber nun liegt es vlt. doch nicht NUR daran
Naja, wir werden mal weitersehen wie es nun abläuft. - Vor einem Moment
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Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
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Versuchs doch mal mit Ritalin

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Versuchs doch mal mit Ritalin

Mal ernsthaft: Spannende Diagnose? Erzähl dochmal wie sie zu diesem Statement kam? -
Könntest du etwas mehr zu deinem Hund sagen? Was ist es für einer, wie lange bei dir, wie alt und was sind seine "ADHS-Symptome"?
Danke! -
Zitat
Mal ernsthaft: Spannende Diagnose? Erzähl dochmal wie sie zu diesem Statement kam?Mich würd sowas auch mal interessieren!
Meine Freunde und Geschwister meinen nämlich bei unserem Hund auch ab und an "da kommt der ADHS-Hund", wobei der doch so ruhig ist
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Ich wüsste auch gern etwas mehr, und sehe nicht ganz, was der übermächtige Drang, einem flüchtigen Hasen hinterherzuhetzen, mit ADHS zu tun hat. Was genau ist dein Problem mit Blacky, ist es "nur" der Jagdtrieb?
Mein Junior hat übrigens auch den Drang zu gefallen, kann es aber teilweise nicht, weil eine andere Motivation momentan noch stärker ist.
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Zitat
Ich glaub da wäre Hundi nicht so begeistert und die Psychologin auch nicht
Mal ernsthaft: Spannende Diagnose? Erzähl dochmal wie sie zu diesem Statement kam?Sie hat ihn nun ein paar Wochen lang beobachtet, bei Spaziergängen, zuhause,bei speziellen Reizen ect.
Dann noch wie er auf bestimmte Situationen Reagiert, Ansprechbarkeit, was in ihm vorgeht....
Ja, man hat deutlich gesehen, im Haus wo KEINE Ablenkung war also kein anderer Mensch der redet,kein Tier,nichts was gut riecht hat er keine bis wenige Probleme, aber schon im Garten wird er dann nervös, hibbelig unkonzentriert, ist sehr schnell abgelenkt.
Ja und nun warten wir noch wie sie weitermachen will
Zum Hund, unkastrierter Rüde, 4 Jahre alt, Border Collie hatte mal schon einen Thread zu seinen "Hauptproblemen" offen, da wurde mir zu einem Trainer geraten, haben keinen passenden gefunden dann hat uns eine Bekannte mal eine Psychologin empfohlen und so sind wir dann hier gelandet
Ich hab ihn seit er 9 Wochen alt ist, schon in der Welpenschule war das wohl erkennbar wir haben es eben nur nicht bemerkt, wer achtet denn auf sowas? Wir dachten einfach immer es liegt an unserer Erziehung.@Najira Aufmerksamkeitsdefizit, hat uns die Psychologin erklärt wäre eine Störung, die Probleme in Sachen Aufmerksamkeit und Impulsivität darstellt.
Wie bei Kindern in einer Klassenarbeit, sie können einfach nicht ruhig sitzen und sich konzentrieren wenn ein anderer Reiz da ist wie ein Vogel vor dem Fenster ect. -
Hallo Chihuahua252,
ich kenne aktuell einen Hund mit diagnostizierter ADHS.
Bevor ich hier aber weiter erzähle, würde ich gerne wissen, warum dein Hund ADHS haben soll?
Nur wegen der schlechten Impulskontrolle?
Hast du einen Bogen ausfüllen müssen?
Gab es einfach nur eine Diagnose und keine Tips?Du musst nur aufpassen, ADHS ist gerne mal (auch bei Kindern) die "Ausrede" für ein flattriges, agiles Gemüt!
LG
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Sorry, mein Beitrag kam zu spät.
wie siehts denn so mit der Körperwahrnehmung des Hundes aus?
Also springt er z.B. tollkühn in jede Hecke? Schlägt er sich ständig an, ohne das es ihn stört? Reibt er sich an Hauswänden..etc.pp.?Wenn du wirklich die Vermutung hast, dass der Hund ADHS haben könnte, dann wende dich bitte an Herr Gansloser. Der wird dir diese Frage besser beantworten können und auch gleich Ratschläge dazu erteilen!
LG
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Solche Hunde gibt es schon, klar, warum auch nicht? Ich werte das "eine Art ADHS" jetzt mal eher als möglichst verständliche Beschreibung eines Symptomenkomplexes und nicht als Diagnose. Ich sage bei unserem Buben auch gern "Cerebral-Allergiker", extra in Gänsefüßchen, damit Aussenstehende sich etwas darunter vorstellen können.
Oft stecken Hirnstoffwechselstörungen dahinter, neurologische Erkrankungen, Kopftraumen, es gibt alle möglichen Ursachen, auf die man leider nicht immer kommt, weil die Diagnostik auf diesem Feld noch gar nicht so weit fortgeschritten ist.
Mein Doggenbub z. B. hat als Ursache für seine Verhaltensauffälligkeiten eine wilde Mischung aus Reaktionen auf Art und Menge an Proteinen (manche Fleischsorten, auch Milchprodukte gehen gar nicht, bei anderen dürfen etwa 400g Muskelfleisch am Tag nicht überschritten werden), auf fast alle KH-Sorten, dazu hat er neurologische Auffälligkeiten, die leider trotz ausführlicher Diagnostik nicht "identifiziert" werden konnten und er ist mit Sicherheit auch psychisch traumatisiert, so dass da eines ins andere greift und wir zu Beginn einen Hund hatten, der entweder ein lieber Doggenbub war, oder aber ein vollkommen hysterisches Nervenbündel, das alles und jeden mit aller Macht fressen wollte.
Vieles haben wir deutlich verbessern können. Mit sehr intensivem Training, mit verhaltenskundlicher Unterstützung, mit kleinen Helfern wie Bachblüten, DAP-Halsband, Anpassung der Fütterung, mit Entspannungstechniken und mit "Notfall-Handling", wenn man ein tobendes Bündel Hysterie an der Leine hängen hat.
Eine gute Hilfe, um in Sachen mögliche Maßnahmen einen Überblick zu bekommen, ist das Buch "Der hyperaktive Hund" von Maria Hense. Da steht nichts drin, was man sich nicht auch so zusammensuchen könnte, aber in dem Buch hat man alles kompakt auf einem Haufen und bekommt auch einiges an Zusatzinformationen. Auch "Die Neuropsychologie des Hundes" von James O`Heare ist in solch einem Fall absolut lesenswert.
Unser Bub hat immer noch deutliche Konzentrationsstörungen, er ist bei zu vielen von aussen auf ihn einprasselnden Reizen, nicht in der Lage, diese nach Wichtigkeit zu filtern und einige davon einfach auszublenden. Das wird vermutlich ansatzweise immer so bleiben, aber man kann durchaus lernen, damit umzugehen und den Hund so zu führen, dass er sich bei Reizüberflutung auf einen ausgewählten Reiz fokussieren kann, um die "glühenden Synapsen" im Hirn zur Ruhe zu kriegen.
Auch die fehlende Impulskontrolle, die Du beschreibst, ist ein sehr typisches Symptom, aber auch daran kann man arbeiten, allmählich und geduldig und halt immer auf einem anderen Level als "Normal-Hundehalter".
Solche Hunde sind immer ein wenig abhängiger von uns Haltern, weil sie uns tatsächlich "brauchen", um die Welt da draussen meistern zu können.
Das heisst, man hat sehr grosse Verantwortung für sie - und auch für die Umwelt, das darf man nicht vergessen, aber auch genauso viel Freude, wenn mal wieder ein Schritt geschafft worden ist, der ein paar Wochen zuvor noch unmöglich erschien.LG, Chris
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