Transusigkeit bis zur Salzsäule

  • Hallo Forumsgemeinde,
    mein kleiner Mix-Hund (?) kam vor gut einem Jahr über die Tierhilfe zu mir. Wir haben viiiieel geübt und versucht Selbstsicherheit zu lernen. Die Angst ist deutlich besser geworden. Meine Frage: Der Hund (weibl. ca 2,5 jahre alt) ist extrem langsam. Ist er "krank" oder bloß doof? Sobald er unsicher wird, friert er förmlich ein. Aber auch bei normalen Situationen, wo ich keine Angst mehr feststellen kann - ist er so transusig, dass es oft nervt. Wer merkt, dass ich genervt bin, wird er noch langsamer und weiß auf einmal nicht mehr wozu er Füße hat. Also wappne ich mich mit Geduld und versuche ihn soviel selbt machen zu lassen wie es geht - also ihn nicht über die Treppe zu tragen oder so. Auch im Umgang mit anderen Hunden und Spielzeug ist er "zurückhaltend". Ich war schon beim Tierazt, weil ich dachte der Hund ist krank. Ist er aber nicht, er ist einfach lauffaul. Im normalen Alltag ist diese Tranigkeit nervig. Solange ich den Hund behandele wie meine geistig behinderte Nichte, isses o.k.. Kann es sein, dass dieser Hund auch "geisig behindert " ist? Manche Übungen (auf etwas deuten - er guckt den Finger an, nciht das Leckerchen 2m weiter) kapiert er einfach nie. Es scheint, als haben wir das Maximum erreicht was in dieses kleinen Kopf reingeht. (ich hatte schon meherere Hunde, so ein "Doofi" hatte ich noch nie!) Gibt es einen Begriff dafür, das ein Hund extrem langsam ist?
    Liebe Grüße
    Annewillo

  • Warst du mal beim Tierarzt? Wurde der Hund von einem Fachmann neurologisch und orthopädisch durchgecheckt? Sind die Augen untersucht worden?

    "Doof" ist der Hund ganz sicher nicht. Ich würde mich eher fragen, was ich falsch mache, dass mein Hund mich nicht versteht...

    LG Eva

  • Ich glaube wenn jemand so wenig Liebe für mich empfinden würde, wäre ich genauso transusig.
    Dein Posting macht mich grad nur traurig, aber auch wütend wie du so lieblos von ihm schreiben kannst.

  • Ja, aber die Frage ist, was untersucht wurde. So eine normale 2-Minuten-Blick-Untersuchung, würde mir da nicht reichen. Daher die Frage, ob es ein Spezialist war...

    Ich denke aber auch, es liegt weniger am Hund als am Halter!

    LG Eva

  • Hallo,

    gibt's denn nichts woran du dich erfreuen kannst an dem kleinen Kerl? Dein ganzes Posting klingt so wahnsinnig negativ, total abwertend dem Hund gegenüber. Ganz ehrlich, das macht mich traurig zu lsen :sad2:

    Zitat

    Ist er "krank" oder bloß doof?


    Zitat

    ist er so transusig, dass es oft nervt.

    Zitat

    Im normalen Alltag ist diese Tranigkeit nervig.

    Zitat

    so ein "Doofi" hatte ich noch nie!)

    Was hat der Tierarzt gecheckt? Blutbild? Gangbild? vielleicht hat er ja Schmerzen?

    Vielleicht ist er einfach ein zurückhaltender Geselle ohne großen will-to-please? Ist glücklich wenn er dabei sein kann? Freut sich über einfache Spaziergänge und durch die Welt schnuppern? Vielleicht hat er in seinem Leben schon etwas erlebt dass ihn so werden hat lassen?

  • Auch mich trifft dieser lieblose Text sehr.

    Würden meine Hunde so reagieren und ich hätte neurologisch/orthopädisch alles abklären lassen, würde ich an mir arbeiten und mich fragen, was ich falsch mache, ob ich zu doof für diesen Hund bin.

    Mein Rat, stelle ihn Spezialisten vor und wenn er gesund ist, gehe zu einem guten Hundetrainer, der dir zeigt, wie dein Hund zu einem fröhlichen Tier wird.

    Gaby und ihre schweren Jungs

  • Es gibt tatsächlich so Hunde, die sind nachdem sie in ihrer Vergangenheit einiges erlebt haben, schlicht und ergreifend fertig mit dieser Welt.

    Entweder, sie haben gelernt, einfach alles hinzunehmen und mit sich geschehen zu lassen oder sie haben komplett aufgegeben und existieren einfach nur noch vor sich hin.

    Solch einem Hund wieder Selbstvertrauen und Lebensmut zu vermitteln, ist eine riesengrosse, aber auch eine ganz besondere Aufgabe, für die man Geduld, gute Nerven, Zeit und unendlich viel Liebe für solche Wesen braucht.

    Wenn tatsächlich gesundheitliche Ursachen ausführlich ausgeschlossen worden sind, würde ich mich (bzw. habe ich das mit einem meiner Hunde auch schon getan) an einen TA für Verhaltenskunde wenden. Hier ist z. B. eine bundesweite Liste nach PLZ:
    http://www.gtvmt.de/

    Bei solch einem Hund würde ich im Grunde alles an zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausnutzen, um ihm wieder Lebensqualität zu geben: ein THP ist ein guter Ansprechpartner, ganz besonders für "Gemüts-Symptome", auch Bachblüten können gute Dienste tun, Hundetrainer, die sich auf den Umgang mit Angsthunden spezialisiert haben, andere "Helferlein" wie DAP oder Zusatzfuttermittel mit bestimmten Aminosäuren....einfach alles, was diesem armen Tier aus dem Loch helfen kann.

    Natürlich gibt es auch besonders schlaue Hunde, ganz normale Hunde und Hunde, die einfach keine grossen Leuchten sind - grad bei Auslands-Hunden stecken da aber auch oft Kopfverletzungen hinter.

    Nur - ehe ich mich damit abfinden würde, dass ich über einen bestimmten Punkt mit diesem Hund nicht hinauskomme, würde ich erst noch einmal richtig "reinklotzen". Allein schon für den Hund, dem es so momentan sicher auch nicht gut geht mit der Situation. Auch, wenn Du versuchst, Deine Ungeduld zu verbergen, wird die Hündin es merken und sich dadurch nur noch unsicherer fühlen.

    Aber ich kann mir vorstellen, dass Du, wenn Ihr für Euch einen guten Weg miteinander finden könntet, doch noch einiges mehr erreichen könnt.

    LG, Chris

  • Mich erinnert die Beschreibung sehr an einen sehr sensiblen Hund, der total dicht macht, weil er zu unsicher ist, oder angst hat. Der Hund ist nicht dumm, sondern blockiert nur, weil er überfordert ist.

    Gesendet von meinem GT-I9100 mit Tapatalk

  • Was soll man dir sagen :ka:

    Einen Hund mit unbekannter Vorgeschichte kann immer ein Ü-Ei sein.
    Deprivationsschäden, Ängste und Unsicherkeiten nix ungewöhnliches...aaaaber,
    dass TS- Hunde mit ihren unterschiedlichen Schicksalen ggf. etwas anders ticken
    ist nun ebenfalls kein Geheimnis. Sie lernen unter erschwerten Bedingungen und
    haben eigentlich ein Recht auf einfühlsame, verständige und liebevolle Halter die
    genügend Geduld mitbringen.

    Hmmm...als Halter eines Hundes der ebenfalls "anders" ist, finde ich die Art, wie
    du deinen Hund beschreibst ebenfalls recht befremdlich. Meine Mulle ist sicherlich
    kein "leichter" Hund aber sooo würde ich sie niemals beschreiben. Eher freue ich
    mich an jedem noch so kleinen Fortschritt ( und Sitz und Platz oder andere Tricks
    gehören da sicherlich nicht zu ).

    Susanne

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