Transusigkeit bis zur Salzsäule
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Sobald er unsicher wird, friert er förmlich ein. Aber auch bei normalen Situationen, wo ich keine Angst mehr feststellen kann - ist er so transusig, dass es oft nervt. Wer merkt, dass ich genervt bin, wird er noch langsamer und weiß auf einmal nicht mehr wozu er Füße hat.
Annewillo
Hallo Annewillo und herzlich Willkommen!Wie oben geschrieben hast du ja schon wichtige Dinge selber erfaßt.

Wie lange ist sie bei dir....6 Monate?
Ich habe hier auch eine Hündin, die mit 5 Monaten zu uns kam und nichts kannte. Die Mutter wurde auf der Straße erschlagen, sie und ihr Bruder wurden von einer TS aufgelesen und nach Deutschland gebracht.
Diese Hunde sind oft sehr sensibel, erfassen Stimmungen noch stärker und reagieren auf Körpersprache sehr stark.
Auch "spielen" diese Hunde oft nicht, kennen sie nicht und haben es nicht gelernt, denke brauchen sie auch nicht.Wichtig ist nun Geduld, Geduld und nochmal Geduld!

Mich fasziniert Buffys Art und sie ist bestimmt nicht dumm oder zurückgeblieben, nein sie erspürt kleinste Nuoncen, mag keine lauteren Worte und schnelle Bewegungen, reagiert sofort auf meine Körperhaltung...ich könnte sie mit meinem Körper praktisch lenken. Sie ist ja, eher sehr unauffällig, möchte immer gefallen, doch wenn man sich an der Leine zu ihr umdreht bleibt sie direkt stehen und friert ein....nicht weil sie doof ist, sondern meine gerade und frontale Körperhaltung es ihr sagt / zeigt. Drehe ich mich seitlich entspannt sie sich und laufe ich munter (nicht genervt vor), läuft sie auch sofort hinterher.
Hohe, freudlich ausgesprochene Töne mögen diese Hunde besonders und fühlen sich dann wohl und ermuntert.Wir haben innerhalb der ersten 3 Jahren an unsere Bindung gearbeitet und aus einem total ängstlichen, unsicheren und traumatisierten Hund, einer selbstbewussten Hündin gemacht und dazu gehörte unglaublich viel Geduld !
Sie wird im April 10 Jahre alt und sie wird nie so vollkommen unbeschwert sein wie andere Hunde, weicht hecktischen Bewegungen und schnellen Handbewegungen immer noch aus und wenn ich mich mal zu schnell umdrehe, friert sie auch noch ein...doch ich weiß ja wie ich damit umgehen muss.Nein, sie muss auch nicht mit uns "spielen" und ich schaue ihr lieber zu wie sie ganz ruhig und von sich aus, ihre Runden im See zieht, oder im Urlaub das Dünengras mit unendlicher Geduld niedertritt und sich kaum sichtbar dahinter niederlegt und die Gegend beobachtet. Sie besitzt einen so tollen Charakter und ich bin dankbar, das sie ihren Platz bei uns bekommen hat und unsere, von uns liebevoll genannte "dumme Nuss"
ist einfach nur eine große Bereicherung in unserem Leben!Wenn du meinst es nicht alleine zu schaffen, suche dir bitte einen guten Verhaltenstherapeuten der dir und dem Zwerg zur Seite steht.
LG Sabine
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10. Februar 2012 um 20:28
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Transusigkeit bis zur Salzsäule - Vor einem Moment
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Ich denke, das Problem deines Hundes ist, dass er nichts kennengelernt hat.
Ausser, dass es keinen Sinn macht sich mit Menschen abzugeben. Ich kenne das
Problem von meinem Bungee, der war auch zu keiner Zusammenarbeit zu motivieren.
Siehe es mal als natürliches Verhalten, welches jeder Hund zeigen kann, sie schwankt
zwischen Passivität, Meideverhalten und devotem Verhalten.
Das könnte dein Ansatz sein ihr zu zeigen, dass das nicht das Verhalten ist was du
möchtest. Bei Bungee wa rdie Lösung ihn während des ausweichens noch weiter
wegzudrängen statt ihn zu locken. Hört sich nur zuerst wiedersprüchlich an, aber es
hat ihn dazu bewogen aktiv mir gegenüber zu werden.
Inzwischen macht er begeistert Agility, ZOS und lernt Tricks. Ist immer ansprechbar und
sehr aufmerksam. -
Zitat
Mich erinnert die Beschreibung sehr an einen sehr sensiblen Hund, der total dicht macht, weil er zu unsicher ist, oder angst hat. Der Hund ist nicht dumm, sondern blockiert nur, weil er überfordert ist.
Gesendet von meinem GT-I9100 mit Tapatalk
Dem kann ich nur zustimmen!
Was sagst Du denn dazu?
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Ich berichte dir mal von meinem "Dummie". Resi hat die ersten 4 Lebensjahre auf einem Sofa bei einer alten Dame verbracht. Dort war sie denke ich ausser zum Pippimachen und Fressen, danach war sie ein halbes Jahr bei einem lieben Mann untergebracht, er hat sie noch weiter verhätschelt aber sie kannte dann zumindest schon mal Essen vom menschenteller... Dann kam sie zu mir auf die Pflegestelle. Ich lernte ein beissendes 12kg Sofakissen kennen dass nicht mal richtig stubenrein war.
Das erste halbe Jahr war Horror! Entweder biss sie gerade mal wieder um sich weil sie auf meinem Bett saß und nicht runterkam oder sie hing mir draussen laut schreien in den Hacken. Wollte ich etwas von ihr packte sie damals immer noch als ersten ihre Zähne aus. Das hab ich irgendwann weg bekommen aber das war ein langer Weg. Sie lernte so langsam und was sie einmal toll gemacht hat tat sie danach unter Garantie nicht so schnell wieder weil sie mit Lob nichts anfangen konnte. Da machte sie einfach dicht. Es gab Zeiten da war sie so verwirrt dass sie draussen in irgendwelche Büsche krabbelte und sich da hinhockte weil sie gerade gerufen worden ist. Sie schwankte ständig zwischen riesengroßer Begeisterung und absolutem dichtmachen.
Ich habe dann irgendwann einfach aufgegeben ihr tolle Sachen zeigen zu wollen, sie lief nebenbei mit und wenn sie sich anbot bekam sie genauso nebenbei ein Leckerlie und was soll ich sagen nach einem Jahr stand dieses inzwischen nur noch 6kg Hündchen neben mir als ich mit meinem Großen trainierte und verkündete sie kann jetzt auch Sitz! Da war sie dann ca 6 Jahre alt. Von da ab ging es etwas bergauf, sie vertraute mir und versuchte es mir recht zu machen. Und genau das ist für sie so schwer da Verhaltenveränderungen bei ihr einfach nur sehr langsam bis ins Mark gehen. Eine falsche Geste von mir und zack war es vorbei mit lustig. Neue Dinge lernt sie bis heute nur mit unendlicher Geduld und Ignoranz. Fürs Platz haben wir gut ein Jahr gebraucht bis sie es verstanden hatte und nicht mehr glaubte das das eine Todesart ist. Sie zu irgendwas zwingen oder körpelich helfen geht nicht da macht sie dicht entweder man findet die Minilernschritte für sie oder sie begreift es nie, länger als 30 Sekunden arbeiten konnte sie nicht auch wenn es bis dahin toll war blockierte sie bei mehr total. Mit 8 Jahren lief mein Prinzesschen als Tagesbeste die BH bei 2°C im Dauerregen. Ich war so stolz auf sie.
Nun mit 10 Jahren und weiteren 2 Jahren üben kann sie Steh aus dem Sitz und die Box aus dem Obi wie ein Wirbelwind.
Was ich sagen will es gibt HUnde sie geistig nicht so sehr rege sind, kommt dann noch eine schlechte Aufzucht oder eine Vergangenheit dazu in der die Hunde nie lernen durften zu lernen dann hat man genau die Probleme die meine Resi und so wie es aussieht auch dein Kleiner (wie heißt er denn?) haben. Da fehlen einfach die Synapsen.
Aber sie sind nicht wirklich dumm Ich staune oft wie Resi sich immernoch entwickelt. Sie fing vor fast 3 Jahren an mit meinem Großen zu spielen und hat ihm Dinge aus ihrer kleinen Welt gut vermittelt. Und ihn sich erzogen. Aber dann gibts Momente da fall ich vom Glauben ab. Sie springt gerne auf Bänke oder Steine weil sie dann dann ein leckerlie bekommt. 100x die Gleiche Bank ist noch lange keine Garantie dafür dass sie nicht beim 101.x mal wieder voll planlos dagegenrammelt. Manchaml kann sie auch einfach kein sitz mehr oder hat vergessen das ein Ball kein Mordinstrument ist. Das sind Momente in denen sie mir uneendlich leid tut denn man sieht wie verständnislos sie der Welt gegenübersteht mit ihrem kleinen sonnigen Gemüt. Und das sind auch die Momente in denen ich so sauer auf ihre Züchter und dieOma bin dass sie aus diesem tollen Hund sowas gemacht haben. Wäre sie von anfang an bei mir gewesen, wäre sie ein total geiler kleiner Sporthund geworden und kein Wesen dass immer unsicher durch eine Welt geht die sich ihm nicht erschließt.
Ich wünsche dir viel Ruhe für deinen Hund, gute Nerven und auch den Mut zu sagen hey dann ist heute eben ein Schiettag und wenn du nicht kannst dann ertrag ich die Welt für dich und du kommst unter meine Jacke. Das ist besser als sich aufzureiben. Also im richtigen Moment auch einfach mal emotionslos abschalten, Hund schnappen und weiter gehts. Man darf sie einfach nicht erdrücken und kommentarloses rausnehmen aus einer Situation schont da beide Parteien mehr als man glaubt. Akzeptier du den Hund wie er ist und du wirst sehen du bekommst hin und wieder Geschenke von ihm die alles andere wieder wett machen.
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Ach Lockenwolf das hast du so schön geschrieben. Man liest die Liebe zu diesem "schwierigen" Hund aus jeder Zeile.
Ich bin immer wieder ein Stück mehr beruhigt, wenn ich solche Geschichten lese. Ist es doch bei uns nicht viel anders.
Schara etwas beibringen funktioniert nur, wenn sie einen Sinn darin sieht. Tricks wie Peng, tot, Rolle usw. wird sie nie lernen, will sie nicht, tut sie nicht, macht sie nicht! Ende der Diskussion.
Ihr ist alles erstmal suspekt. Warum sollte sie so etwas machen? Was folgt danach? Warum geht meine Hand über ihren Körper hinweg? Das ist alle bedrohlich, führt zu nichts und ergibt keinen Sinn.
Intelligenzspiele macht sie gerne und gut. Vielleicht hat sie die das Leben auf der Strasse doch gelehrt. Sogar die Anfänge von ZOS kann sie bereits. Sie tippt das Feuerzeug an und bekommt dann von mir ein Leckerlie.
Sie hat eine gute Orientierung. Wenn sie zurück schaut und merkt ich bin einen anderen Weg gelaufen, kann es sein, dass sie trotzdem ihren Weg weiterläuft und erst den nächsten paralellen Weg einbiegt um wieder zu mir zu gelangen.
Ihr Mißtrauen bleibt jedoch. Streicheln, schmusen kann man mit ihr ohne Ende. Aber wehe ich habe etwas in der Hand was da nicht hingehört. Keine Chance, dann sitzt sie im Eck unter der Eckbank.Spielen wird sie nie, wozu auch. Das hat sie nie gelernt. Ihr Leben war ein Überlebenskampf, kein Spiel. Bälle, Zerrspiele, interessiert sie alles nicht. Ich habe wirklich schon alles versucht. Bis ich Schara bekam dachte ich immer alle Hunde hätten das Spielen im Blut. Nun sie hat es eben nicht.
Aber um zur Ausgangsfrage zurück zu kommen.
Geistig behinderte Hunde gibt es sicherlich, warum auch nicht. Scharas Gehörlosigkeit wird vom Gehirn gesteuert. Die Reize werden nicht weiter geleitet. Warum sollte da nicht auch noch etwas anderes betroffen sein?
Manchmal steht sie da und starrt vor sich hin. Ohne Plan ohne etwas genaues anzupeilen. Sie steht einfach nur da, meist mit gesenktem Kopf.
Ich hole sie dann da raus, was auch immer gelingt. Ich weiss nicht wie lange sie sonst so dastehen würde.Es ist bei mir wie bei Lockenwolf, ich lass den Hund jetzt so sein wie sie eben ist. Freue mich an den positiven Seiten (und derer hat sie viele) und orientiere mich nicht an dem was andere Hunde können.
Toll wenn ein Hund Agility macht, Tricks beherrscht, Spaß am Ballspiel hat, nun meine wird das nie machen und das macht auch nichts. Sie ist wie sie ist und so lieben wir sie und vielleicht ist das auch der Grund warum auch sie uns ein kleines bisschen gern hat.Nimm deinen Hund so wie er ist. Sehe die positiven Seiten an ihm und erfreue dich daran. Stell keine Vergleiche mit anderen Hunden an. Unsere Hunde sind was besonderes, was einzigartiges! Hat doch auch nicht jeder!

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Ich will ihn nicht frustrieren damit, damit dass ich ständig übe und es doch nicht mehr bringen kann.
AnnewilloWarum muß es denn "üben" sein und Hundeplatz, wenn es so garnicht das ist, wozu der Hund Lust hat?
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Wow,als ich das gelesen hab dachte ich erst mal ganz großen Respekt an euch

Ich gebs zu,ich könnte das nicht.Absolut nicht.
Ich wäre so dermaßen unglücklich mit diesen Hund,dass ich dem Hund und mir zuliebe dem Hund ein anderes zu Hause suchen würde,wo jemand damit klar kommt.So unangenehm mir das auch ist,dies zugeben zu müssen.
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Na ja hecuda, du hättest dir diesen Hund ja gar nicht ausgesucht. Man schaut ja im vornherein schon ein bisschen nach seinen Vorlieben. Ich z.B. wollte eher einen ruhigen Hund, also hab ich halt keinen Energiebolzen.

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und Resi hat einfach beschlossen zu bleiben. Kann ich ja nichts machen
Wollte nie ne Hündin, nie nen Zwerg und vorallem nie nen Schnauzer... Leben ist eben das was passiert -
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Ich wünsche dir viel Ruhe für deinen Hund, gute Nerven und auch den Mut zu sagen hey dann ist heute eben ein Schiettag und wenn du nicht kannst dann ertrag ich die Welt für dich und du kommst unter meine Jacke. Das ist besser als sich aufzureiben. Also im richtigen Moment auch einfach mal emotionslos abschalten, Hund schnappen und weiter gehts. Man darf sie einfach nicht erdrücken und kommentarloses rausnehmen aus einer Situation schont da beide Parteien mehr als man glaubt. Akzeptier du den Hund wie er ist und du wirst sehen du bekommst hin und wieder Geschenke von ihm die alles andere wieder wett machen.@ Lockenwolf:
Mich hat Dein Beitrag sehr berührt...
So liebevoll geschrieben.., so kanns auch gehen.
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