• Zitat

    okay..das mit dem auf den rücken legen haben wir von der hundeschule so erklaert bekommen das es uns eingeleuchtet hat. von wegen: so wird er unterwuerfig das machen die erwachsenen hunde ebenfalls so, auch wenn wir als menschen das ungern/unangenehm machen/finden. anscheinend verschlimmbessert dies alles

    Naja - in der Natur maßregelt ein Hund einen anderen (erst nach etlichen erfolglosen Verwarnungen in steigenden Eskalationsstufen-mit dem Blick fixieren, erstarren, Lefzen hochziehen, Knurren, etc.... ), der andere unterwirft sich (nicht WIRD unterworfen!), dann ist der Konflikt beendet.

    Wenn Du als Mensch das machst, ohne jegliche Vorwarnung, ist das für den Hund, wie wenn der Himmel grundlos über Dir einstürzt, und der Hund kann das nicht verstehen. Es ist einfach unverhältnismäßig heftig. Außerdem wie oben geschrieben, unterwirft sich der unterlegene im Rudel freiwillig, der wird nicht in diese Position gebracht wie wenn Du das machst - und dann ist die Verunsicherung für den Hund perfekt...

    Wenn Du bei sowas ein schlechtes Gefühl hast - hör auf Dein Bauchgefühl! Laß das einfach künftig.

    Zu der Frage mit der Box weiter oben: Box als kurze (!) Auszeit, wenn der Hund das Teil schon kennt, ist völlig ok, aber Du mußt das auch so rüberbringen, nicht als "Strafmaßnahme". Das hat Shila-Shadow oben so schön erklärt.
    Zum Abgeben können: ja, er sollte es können aber nicht mit 14 Wochen, das zu verlangen wäre gleichbedeutend damit, einem 5jährigen ne Abituraufgabe vorzulegen, und ihm dann ne Tracht Prügel zu verabreichen, wenn ers nicht lösen kann..... ;-) Laß Dir und dem Kleinen Zeit, lernt Euch erstmal kennen, keiner wird mit dem Schulabschluß in der Tasche geboren!

    LG,
    BieBoss
    PS: meinen Hunden kann ich alles wegnehmen - aber wenn die auf der Straße was auflesen, das vergiftet sein könnte, ist das nochmal ne ganz andere Nummer - da bin ich meist eh zu langsam, und die beiden schlingen das schnell runter, bevor ich das NEIN zu Ende gerufen hab..... *gg Insofern eigentlich sinnlos, das Ganze, das diente nur dazu, daß ich, wenn sie was Suspektes unterwegs aufnehmen, sie ausbremsen zu können....

  • Durch auf den Rückenlegen wird kein Hund unterwürfig. Wäre unterwürfig würde er sich selber auf den Rücken schmeißen. Kein erwachsener Hund - sofern souverän und kein Spinner - wird einen anderen Hund auf de Rücken legen, sondern immer der Situation angemessen reagieren. Die Spinner versuchen das auf den Rücken legen in der Form, das sie den anderen Hund aus dem Gleichgewicht bringen und sich dann blitzschnell drüber zu stellen. dazu brauchen sie in der Regel noch nicht einmal die Zähne.

    Wenn ich dem Hund aktiv etwas zu knabbern gebe, warum sollte ich ihm das wieder wegnehmen. Das ist für den Hund genauso unverständlich, als wenn du ihm das reguläre Futter wegnehmen würdest. Damit wirst du für den Hund nicht automatisch das, was man anerkennt und dem man gerne folgt, weil der weiß wo es lang geht. Ganz im Gegenteil, damit signalisiert man eher, das man nicht weiß was man will und wird damit so richtig schön unberechenbar und das ist in keiner Beziehung gut. So lernt der Hund nicht abzugeben. Dazu sind diese Ressourcen viel zu wertvoll.

    Geduld sehe ich bin den Beschreibungen auch nicht wirklich viel, wenn man sich schnell mal Handschuhe anzieht, als an einer Beißhemmung zu arbeiten, die für einen Pinscher das wichtigste überhaupt ist.

  • Tut euch selber einen Gefallen und wechselt die Hundeschule. Wenn du sagst, aus welcher Ecke du kommst kann dir hier im Forum vielleicht sogar jemand etwas empfehlen.

    Ich bin jetzt auch nicht so der Tauschtyp, wenn meine draußen etwas aufnehmen, dann nehm ich das weg und gut ist. Ich unterscheide aber genau, ob ich ihnen etwas gegeben habe...das nehme ich dann auch nicht wieder weg, oder ob sie sich selbst etwas "geklaut" haben.

    Meine Hunde wissen, was ich ihnen zu futtern gebe gehört ihnen und da darf auch kein anderer ran. Wenn ich dazukomme, gibts entweder noch etwas dazu, oder ich passe auf, das keinen Katzen nerven und manchmal halte ich den Knochen auch für sie und sie können dran nagen. So lernen sie, dass sie mir gegenüber kein Futter verteidigen müssen. Gegen andere Hunde oder gegen unsere Katzen dürfen sie aber weiterhin. Hier ist es meine Aufgabe aufzupassen, dass jeder an seiner Schüssel bleibt.

    Das mit dem Geschirr ist auch so eine Sache. Ich habe das gleiche Problem im Moment. Mein Collie ist zwar schon fast 9 Monate, aber erst seit kurzem bei uns. Da sie noch meist noch an der Schleppleine laufen muss, gibts bei uns auch ein Geschirr an. Findet sie blöd, muss aber sein. Ich setze mich dann auch hin und warte, dass sie zu mir kommt, meist klappt es jetzt schon ganz gut.

  • Aber es muss immer ein "praktisch kurzhaariger, mittelgroßer" Hund sein.
    Dass DP durchaus mal anecken und schwierig sind, hat euch keiner vermittelt, oder?
    Hat euch der Züchter eigentlich eingehend über solche Sachen informiert?

    Ich krieg immer die Krise, wenn Ersthundehalter (seid ihr, oder?) auf solche Sachen so dermaßen verquer reagieren... DP gehören nicht zu den Hunden, die sowas kritiklos hinnehmen...
    Sorry, ist etwas OT, aber musste mal raus. (kann mich ansonsten nur den anderen Beiträgen anschließen.)
    Eine Freundin von mir möchte auch momentan gerne einen DP, weil sie so hübsch und kurzhaarig und mittelgroß sind.
    Grüßle
    Silvia

  • nochmal:

    natürlich kann bzw soll dein hund irgendwann (!) lernen, etwas was er hat, dir zu geben. das könnte sogar mal lebenswichtig sein.

    und auch ein frühes anfangen mit dem üben von derlei dingen ist nicht verkehrt.

    nur die art, wie du übst, die ist nicht ganz optimal. üb das konsequent und spielerisch mit tauschgeschäften. immer und immer wieder. daheim, draussen - mit schweineohren, bällen, spielis...was weiss ich. in verschiedenen situationen mit verschiedenen dingen.....aber mach es LANGSAM mit viel geduld und ruhe!

    ebenso das mit dem geschirr anziehen - keine hektik. mach ein spiel draus.

    im übrigen habe ich noch keinen hund gesehen (und ich hab drei hier) der einen anderen packt und auf den rücken wirft weil er sich "dominiert" fühlte.

    wenn überhaupt, werfen sich meine hunde von alleine auf den rücken - im spiel. ab und an auch, weil sie deeskalieren wollen - aber dem geht so viel an hündischer kommunikation voraus - das können wir menschen unmöglich immitieren. also lassen wir es lieber bleiben.

    unterwürfig möchte ich meine hunde nie haben. mit keiner methode. ich persönlich möchte einen hund/hunde, die schlicht gern mit mir zusammenarbeiten, mit mir zusammen leben, die in meinen alltag passen und die sich an einfache regeln halten.

    das erreich ich aber nicht, in dem ich sie "unterwerfe" - das erreich ich dadurch, dass ich sie erstmal in ruhe lernen lasse, was sie lernen sollen, dass ich ihnen liebevoll-konsequent zeige, was geht und was nicht und dass sich sie jeden tag aufs neue motiviere (motiviere - nicht irgendwie dominiere oder unterwerfe) mit mir zusammen etwas zu lernen oder etwas zu tun.

    das hat auch nix mit wattebäuschen werfen zu tun - denn regeln sollten schon sein - aber eben mit konsequenz - und mit fairness gegenüber dem eigenen hund.

    dein hund gibt dir sein lerntempo vor - da hilft alles nix. erwarte nie, dass alles sofort oder für immer richtig sitzt - sondern nimm das an, was dein hund anbietet und bau das in ruhe weiter aus.

  • Zitat

    spielen laeuft so ab: 1. wird nur gespielt wenn ich das möchte. gespielt wird mit einem spielzeug. das funktioniert auch gut. irgendwann wird er ganz wild drauf und beisst nicht nur das spielzeugt sondern auch mich, und weil ich das nicht will (wildes spielen) stehe ich auf und geh. das verwirrt ihn. kurz zeit spaeter beisst er irgendwas in der wohnung an und schaut ob ich das sehe (er weiss das er nichts ankauen darf). wenn er nicht aufhoert sag ich ihm "nein". klar jezt bekommt er was er will - aufmerksamkeit. dann wird er noch wilder und ich kann ihn zu nichts mehr bewegen..kein sitz, kein platz ..somit kann ich ihn nicht zur ruhe bringen...dann kommt er in die box...bis er sich beruhigt hat..und darf dann auch wieder raus.
    er geht auch von alleine in seine box..er schlaeft dort..er verbindet anscheinend nichts schlechtes damit.


    Für mich liest es sich so, als ob ein wenig zu lange, und/oder sogar zu heftig gespielt wurde.
    Der Hund ist grad extrem hochgepuscht, und hat sich deshalb nicht unter Kontrolle.
    Du machst es schon richtig, wenn Du dann abbrichst.
    Dein Hund kann das noch gar nicht. Er ist ja noch hochgepuscht.
    Deshalb steht er grad derart unter Anspannung, die er ja irgendwie wieder loswerden muß und dies auch gerne will.

    Kauen beruhigt einen Hund ungemein.
    An einem Zerrseil kauen hilft Deinem Hund jetzt mehr, als wenn Du anfängst, den Hund mit Worten zu bombadieren, die er ja eh noch nicht kennt, und auch nicht so richtig verstehen kann.
    Daß er dann bei einer Standpauke "wilder" wird, liegt nur daran, daß Du von dem Kleinen eine Menge erwartest. Viel zu viel, denn er kann Deine Erwartungen (noch) nicht erfüllen. Du baust dann, ganz unbewußt, einen enormen Druck auf den Hund auf.
    Und er ist ja noch vom Spielen extrem hochgepuscht.

    Jetzt kann gar nichts mehr klappen. Erst recht keine Aufmerksamkeitsübungen.
    Richtig "helfen" tust Du nur, indem Du versuchst, Deinen Hund besser zu lesen, und das Spielen schon lange vorher abbrichst, ohne daß er so "sehr aufdrehen" kann.

    Und wenn Du einen Tick zu spät bist, dann biete ihm was zum Kauen an. Gerne einen Kauknochen, sonst einen Kauseil. Er kann dann langsam herunterkommen. Denn Kauen beruhigt und hilft beim Streßabbau.


    Zitat

    ich habe von vielen gehoert das sie ihren hund anleinen oder in die box sperren, wenn er ruhe geben soll. ist dies wirklich so falsch?

    "Falsch" ist etwas schwer zu sagen!
    Es kommt auch immer auf den Hund an.
    Mit manchen Hunden funktioniert das ganz gut, und sie fahren sofort runter.
    Andere werden erst recht gestreßt und drehen auf.
    Da wirst Du schon auf Deinen eigenen Hund achten müssen.
    "Hör" auf ihn, denn er zeigt Dir schon, ob Du alles richtig machst ;)

    Zitat

    was soll ich annehmen? der eine sagt: knochen muss er abgeben koennen, der andere sagt nein. die einen sagen box die anderen nein.

    Ich würde es nicht so verallgemeinern.
    Es kommt auch dabei auf den Hund selbst an, und was für ihn seine wichtigste Resource ist.
    Für Deinen scheint es dieser ganz bestimmte Knochen zu sein, Futter und Schweineohr ist "okay".
    Andere Hunde sind ganz extrem auf ihre Bälle fixiert.
    Wieder andere wollen "ihren" Menschen nur für sich alleine haben und verteidigen diesen gegen alles.

    Je nach dem, wie der Hund "tickt", wirst Du Dein Training anpassen müssen, wenn der schon unbedingt seinen Knochen ausgeben muß. Nicht mit Ach und Krach, sondern wirklich mit viel Geduld, und nochmals Geduld!


    Zitat

    ich kann ihn doch nicht einfach machen lassen..wenn er knurrt und schnappt?

    Ich versteh Dich schon, wie Du es meinst.
    Bedenke bitte, daß Knurren und Schnappen eine Warnung ist!
    Dein Hund kommuniziert mit Dir, er "sagt" ganz genau, was ihm paßt, und was nicht.
    Darauf solltest Du eingehen. Zeig ihm, daß Du ihn verstanden hast. Dann such einen anderen Weg, um Dein Ziel zu erreichen. Und das geht nur, indem Du Deinen Hund ganz genau "erklärst", was Du meinst.
    Nur so läuft das Ganze zwischen Euch zweien konfliktfrei ab.

    Wenn Du jetzt zum Beispiel anfangen würdest mit "Mein Hund hat nicht zu Knurren!", und auch ganz massiv dort trainierst, könnte es später sein, daß Dein Hund zukünftig seine "Warnungen" ganz sein läßt. Denn Du "hörst" ja eh nicht darauf. Dann könnte es sein, daß er "plötzlich" sofort zubeißt.


    Zitat


    ich merk schon, ich bin gerade extrem verunsicher und weiss nicht mehr wo hinten und vorne ist


    Versuch mal ein wenig auf Dein Bauchgefühl zu hören!
    Was sagt Dir Dein Bauch?

    Und les Dich mal ein wenig ein.
    "dieschweizer" hat Dir ja einiges an Bücher empfohlen.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

  • es schockiert mit grad etwas das dies dann in der hundeschule den "herrchen" beigebracht wird....klar wir haben uns sehr viel informiert vorher, auch das man dies nicht macht. aber die trainer haben uns so beruhigt und so lange klar gemacht das das nicht schlimm ist das wir den "echten" trainer mehr geglaubt haben als unseren büchern und unserem gefühl..da wir dachten, wenn jemand erfahrung hat dann die hundetrainer....wir werden die schule wechseln!

  • Hi, Silvia,

    hast ja generell recht, aber: mit solchen Methoden würden Du aber genauso bei anderen Rassen scheitern, die falsche Erziehungsmethode ist ja nicht rasseabhängig...

    Schlimm ist es, wenn sich jemand solch einen anspruchsvollen Hund zulegt und nichts damit macht, sondern einfach "vor sich hinwurstelt" nach Tips von irgendwelchen althergebrachten Hundeführern. Aber die/der TE möchte es ja besser machen, geht in die Hundeschule (wenn auch keine gute, das merkt sie/er ja am Verhalten des Hundes), und fragt hier nach, um eben etwas zu verändern... Sowas fällt bei mir noch nicht wirklich unter "Kapitalverbrechen" *gg.....

    Und jede Hunderasse, ja jeder Hund hat seine Eigenheiten, und weiter kommt man da immer nur, wenn man genau darauf einzugehen bereits ist, unabhängig von der Rasse. Auch ein Ersthundehalter kann mit einem schwierigen Hund umzugehen lernen, wenn er sich dessen bewußt ist, daß es Probleme geben könnte, und er bereit ist, sich etwas sagen zu lassen und daran zu arbeiten - und den Eindruck habe ich hier auf alle Fälle.

    LG,
    BieBoss

  • Zitat

    wenn jemand erfahrung hat dann die hundetrainer....wir werden die schule wechseln!

    Leider kann sich heute jeder Hundetrainer nennen. :/
    Und man muss, wenn man zu einer Hundeschule gehen will, sehr genau hinsehen und auswählen. :smile:

  • Puuuuh, da fällt mir ein Stein vom Herzen, wirklich...

    Es gibt leider tausende schwarze Schafe unter den Hundetrainern und Hundetrainerinnen. Das ist kein geschützter und anerkannter Beruf und es kann sich jeder, der Lust und und Laune hat, Trainer nennen und eine Hundeschule eröffnen. Das ist traurig, aber leider wahr. Man muss da als Hundehalter immer die Augen offen halten!

    Schön, dass ihr so einsichtig seid. :gut:

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!