Hund von jedem anfassen lassen; ja oder nein?

  • Ich glaube, ICH hätte vor Schreck in die Hand gebissen. :pfeif:

    Lg Demona

  • Um kurz und knackig auf die ursprüngliche Frage zu antworten.

    Ich wünsche mir einen Hund der sich von jeden anfassen lassen würde.
    Ich möchte allerdings nicht, dass mein Hund ungefragt angefasst wird – und schon gar nicht von jedem.

    Hinzuzufügen wäre vielleicht noch dass mein Hund optisch nicht zum streicheln einläd :headbash:

  • Zitat

    Gib freundlich den Hinweis "Achtung, der hat(te) grad Flöhe" - dann sind sie bestimmt schnell weg :D

    Hilft sehr gut - kann ich aus Erfahrung sagen. Oder " Achtung die beißt!"

    Ich frag mich wie Leute ständig auf die Idee kommen ungefragt irgendwelche Hunde anzufassen. Selber hat man auch von den Eltern eingetrichtert bekommen : Erst fragen und wenn es nein heißt dann ist es eben nein.

    Mittlerweile bin ich da auch ab und an richtig pampig geworden und hab beschlossen mir egal was die Leute denken.

    von mir zu deiner Frage also ein klares NEIN!
    Wir suchen uns die Leute aus die sie anfassen dürfen.

  • Da ich eine Angsthündin hatte, bin ich echt rabiat geworden, was das Anfassen angeht.
    Spooks würde sich gern von einigen Leuten anfassen lassen, aber da er
    1. recht unsicher aufs Fixieren und Bedrängen reagiert und dann auch mal lautstark nach vorn verbellt,
    2. ziemlich groß und imposant ist und
    3. nie gelernt hat, dass man sich auch mal zurücknehmen kann,

    suche ich mir die Leute, die ihn anfassen dürfen, ziemlich sorgfältig aus. Ich kenne seinen "Typ", bei dem er auslöst, ganz gut, kann da intervenieren und verhindern, dass er als böser schwarzer Hund abgestempelt wird.

    Kinder dürfen überhaupt nicht an ihn ran, weil er durch seine Vorgeschichte ein großes Problem mit ihnen hat.
    Würde ich also zulassen, dass mein Hund ungefragt betatscht wird, lernt er irgendwann, dass verbellen nichts hilft, und langt direkt zu. Muss ich nicht haben.

    Menschen, die nicht zu seiner "Zielgruppe" gehören, dürfen gern an ihn heran, allerdings bekommen sie halt die Anweisung, ihm nicht direkt in die Augen zu starren.
    Den Aufschrei möchte ich hören, wenn ein Hund sich mal wehrt, weil der Besitzer den Kontakt nicht managet.

    Ich habe halt ausschließlich mit "gebrauchten" Hunden zu tun, da sieht man das ggf. etwas enger als wenn man einen Hund vom Welpenalten an sozialisiert.

    Typische Begegnung der blonden Katastrophe und einem beliebigen Passanten:

    P: Der ist ja niedlich!
    I: Bitte kommen Sie nicht weiter frontal auf ihn zu. Das macht ihm Angst.
    P: Aber der ist doch süß!
    I: Wenn Sie noch zwei Schritte näher kommen, hört er auf, süß zu sein.

    Glaubt mir nur keiner, weil: Der ist ja blond und plüschig. Wenn er dann explodiert, ist es immer meine Schuld, ich muss den süßen blonden Hund versaut haben. :headbash:

  • Ich fände es auch schön wenn mein Hund nix dagegen hätte von jedermann gestreichelt zu werden, macht einfach weniger Probleme. Er dürfte dann zwar nich zu jedem hin, aber wenn man nett fragt dürfte gestreichelt werden.

    Aber mein Hund findet das nicht gut, auch wenn er ruhig vorbei gehen würde oder absitzen würde ohne unerwünschte Aufmerksamkeit. Er trägt inzwischen Maulkorb, er ist angeleint und ich blocke ab (mündlich und Körperlich) und trotzdem wird mein Hund immer wieder an gegrabbelt... selbst wenn der Hund ausrastet haben wir schon den ein oder anderen getroffen der dann trotzdem meinte meinen Hund anfassen zu müssen. Weder ich noch Hund sind da nett gewesen und am Ende ist es darauf hinaus gelaufen das ich wortwörtlich weggelaufen bin weil der Typ uns gefolgt ist :hilfe:

    Ich freu mich für alle die solch Idioten noch nicht getroffen haben, anscheinend wohn ich hier in deren Nest...

    Im übrigen, nur weil ein Welpe von allem und jedem beschmust werden durfte heißt das leider nicht das er das später auch noch toll findet. ;)

  • Meine Hunde dürfen nur in Ausnahmefällen von fremden Menschen gestreichelt werden. Der Große ist rassetypisch reserviert, mag Körperkontakt sowieso nur mit bekannten Menschen und sagt das bei Fremden auch laut und deutlich (will heißen: er bellt und würde, wenn er lange genug bedrängt wird, wohl auch zubeißen); der Kleine ist noch Junghund und, höflich ausgedrückt, leicht zu begeistern... :D Der springt wie'n Flummi, wenn man ihn zu sehr "hochfährt", da habe ich mit fremden Leuten keine Lust auf Diskussionen bzgl. kaputter Brille, dreckiger Klamotten, umgeworfener Kinder, usw.

    Wenn jemand freundlich fragt (!), standfest ist, keine feinen Klamotten anhat, ich Zeit und Nerv habe und der Hund Kontakt möchte – okay, meintewegen gerne. Alle anderen werden eben freundlich weggeschickt (Kinder) oder mehr oder weniger freundlich abgewiesen (beratungsresistente Eltern, die anscheinend gerne einen Umsonst-Streichelzoo hätten, "Ich hab' schon seit 40 Jahren Hunde" - Besserwisser, die trotzdem mit der Hand auf den Kopf tatschen wollen, obwohl der Hund schon rückwärts geht, und jeder, der nicht vorher fragt).

    Wenn erklären nix hilft, haben meine Hunde immer Hautpilz. Der ist suuuper ansteckend, auch für Menschen... :p

    (Und zu der Akzeptanz-und-Werbung-Sache: Mit Menschen, die ein ganz höfliches "Nein" nicht akzeptieren, will ich keinen Kontakt, und es ist mir auch egal was die von mir im Besonderen oder von Hundehaltern im Allgemeinen halten.)

  • Zitat


    Menschen zu erlauben, den Hund zu streicheln, hat im übrigen nichts damit zu tun, dass der Hund Anspruch auf Ressourcen erheben darf, indem man ihn nach seinem eigenen Gutdünken und ohne Aufforderung jeden Fremden überfallen lässt :roll: .

    Klar gehört mangelnder Respekt des Hundes dazu. Der wird aber nicht größer, wenn man erlaubt, dass er sich überall (soziale) Ressourcen holt. Egal ob das nun von ihm ausgeht oder von den Leuten.
    Der lernt ja dann nicht "alles Gute kommt vom Hundeführer, also muss ich mich auf den konzentrieren und kooperieren", wenn er massenweise Alternativen hat.
    Wenn ich klarstelle, dass er nicht zu Leuten hin darf, die ihn locken oder dass er nicht irgendwo um Aufmerksamkeit buhlen darf, kontrolliere ich die Ressourcen. Darum geht es doch. Dann konzentriert sich der Hund auf mich und lässt die Leute auch mal links liegen, die ihn anlocken wollen.

  • Da ich auch einen unsicheren Hund habe, ist das Anti-Grabsch-Management ganz schön anstrengend. An gewisse Orte kann ich meinen Hund einfach nicht mitnehmen, aus Schutz vor leichtsinnigen Leuten. In einem Freizeitpark sah ich, wie ein kleiner Hund (an der Leine) im Vorbeilaufen einfach von anderen Leuten über den Rücken gestreichelt wurde. Der Hund ist ganz schön erschrocken.

    Neulich an einem der letzten Biergarten-Tage beobachtete ich, was sich ein hübscher (und Gott sei Dank entspannter) Bernersennenhund so gefallen lassen musste. Ein Passant zB. redete mit den Hundehaltern während er den Hund täschtelte. Der Hund wedelte entspannt und drehte sich zu seinen Besitzern um. Und dann hat dieser Mann doch tatsächlich - mir ist fast das Herz stehen geblieben - den wedelnden Schwanz des Hundes gegriffen und festgehalten :respect: Der Bernersennen hat dann erschrocken rumgeschaut, was da los ist und blieb zum Glück cool.

    Meine Güte, was denken die Leute denn überhaupt? :???:

    Einerseits ist es für die Hunde wahrscheinlich entspannter, wenn sie es gewohnt sind, von Fremden ungefragt angefasst zu werden. Andererseits denke ich, als Hundehalter kann man diese Risiko nicht tragen. Erstens kann man nie sicher sein, ob der Hund nicht doch mal einen schlechten Tag hat, und zweitens kommen manche Leute ja wirklich auf die ganz blödesten Ideen...

  • Schöner und einziger Vorteil des Klischees. Seit sie keine Miniwelpis mehr waren und man erkennen konnte was es eigentlich ist hat sich niemand mehr getraut einen der Spitze freiwillig anzufassen :lol:

  • Also ich lass es nicht zu, dass fremde Menschen meine Hunde anfassen. Es ist meistens kein Problem sie davon abzuhalten, aber ich verlange von meinen Hunden schon, dass sie sich in "Problemmomenten" anfassen lassen: TA, Physio, etc. Aber das sind andere Situationen und da bereite ich meine drauf vor.

    Taxi mag es nicht, wenn er plötzlich angepackt wird. Pika hat damit überhaupt kein Problem, aber sie habe ich dahingehend auch anders erzogen.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!