Gruslige Begegnungen mit Hund?

  • Ich finds krass, dass du dort geblieben bist, ich hätte wirklich eine scheiß Angst gehabt, ehrlich. Hast du dich trotz des Wissens, dass er einen Schlüssel für dein Zimmer hat, sicher gefühlt oder wie hast du das für dich selbst "überlebt"?

    So im Nachhinein weiß ich das ehrlich gesagt auch nicht genau. Ich glaube ich habe mir über die Tage gut einreden können, dass das bestimmt nicht so ernst gemeint ist und nur Gerede ist. Der letzte Satz hat mich tatsächlich sehr gegruselt und mich in Alarmbereitschaft versetzt, daher bin ich umgehend gegangen. Auf der Fahrt habe ich nochmal über die Tage dort nachgedacht und hab mich auch gefragt wieso zur Hölle ich nicht direkt von dort abgehauen bin :verzweifelt:


    Ich reise aktuell recht viel beruflich und ich würde lügen wenn ich sagen würde dass ich mich seit diesem Hotel-Aufenthalt nicht unsicherer in Hotels etc. fühle.. Bei dem ersten Aufenthalt in einem Hotel nach diesem "Vorfall" hatte ich tatsächlich meinen Rüden dabei (Man bekäme einfach mit wenn jemand an oder in das Zimmer kommt), alleine wäre ich glaub ich gar nicht erst gefahren.

  • Ich hatte letztes Wochenende mit Anton ein Erlebnis, das von zuerst gruselig dann auf eher traurig gewechselt ist.

    Wir sind als es bereits zu dämmern begann eine Runde gegangen, die eine Zeitlang über einen Feldweg, der parallel zu einer Regionalbahnstrecke verläuft, geht.

    Auf dem angrenzenden zugeschneiten Feld nahmen wir noch eine größere Gruppe an Rehen wahr, bei uns ist es sehr wildreich, und ich freute mich noch über den Anblick der Tiere. Ich wunderte mich noch, warum sie erst, als wir schon fast an der Stelle des Weges zögerlich in Richtung Wald davonrannten, als Anton auf einmal recht heftig zu knurren begann, was er sonst beim Anblick von Wild nicht tut.

    Ich ging also mit einem etwas mulmigen Gefühl, mit dem knurrenden und sich etwas sträubenden Hund langsam weiter bis ich so seltsame Hügel im Gleisbereich der Bahnstrecke wahrnahm. Und auf einmal stieg mir ein Geruch in die Nase, ein Geruch nach Blut und Eingeweiden. Anton hat das natürlich schon lange vor mir gerochen und war deshalb so aus dem Häuschen.

    Als ich näher kam erkannte ich dann die traurige Ursache. Offensichtlich waren drei Rehe beim Queren der Geleise vom Zug erfasst und getötet geworden. Zwei Kadaver lagen im Abstand von 5 Metern zwischen den Schienen, ein weiterer lag übel zugerichtet auf dem Bahndamm, ein abgetrenntes Bein mitten auf dem Feldweg.

    Ich rief noch an Ort und Stelle einen mir bekannten Jäger an, der dann die nötigen Veranlassungen traf und trat traurig meinen Heimweg an....

  • Ich finde solche Unfälle unerträglich. Allein schon die ganzen toten Tiere auf den Landstraßen und Autobahnen, einmal habe ich einen totgefahrenen Wolfswelpen gesehen... Generell sieht man die Fauna Deutschlands oft erst tot auf den Straßen, bevor man das Glück hat ein lebendiges Tier zu erblicken.

  • Ich war letztens wieder im Wald und schaue immer auf die Spuren um zu erkennen, ob evtl jemand frisch vor mir läuft... Der Hund war mega seltsam, ist nicht fröhlich gehüpft wie sonst, sondern starrte nur so an die wegränder.. bis mir langsam kam, dass es zwar mega viele Tatzenspuren auf dem Weg gibt, aber keine einzige Menschenspur.. joa.. wir sind definitiv Wolfsgebiet und dann bin ich umgedreht um wieder auf dem Hauptweg zu laufen. Sie rannte völlig kopflos richtig Hauptweg. Das sieht ihr gar nicht ähnlich. Als wir dann einen anderen Weg nahmen, war sie zwar nicht mehr ganz so angespannt aber immer noch durch den Wind.. denke wir waren da auf einem Wolfspfad unterwegs 🫣☺️

  • Ich finde solche Unfälle unerträglich. Allein schon die ganzen toten Tiere auf den Landstraßen und Autobahnen, einmal habe ich einen totgefahrenen Wolfswelpen gesehen... Generell sieht man die Fauna Deutschlands oft erst tot auf den Straßen, bevor man das Glück hat ein lebendiges Tier zu erblicken.

    Man kann aber als Autofahrer den Zusammenstoß mit Wild, das Überfahren von Wild oftmals nicht verhindern. Trotz angepasserter Fahrweise, trotz Bremsen und Ausweichversuch bei Sichtung.

    Ich habe leider zweimal ein Reh angefahren. Beide Male habe ich selbstverständlich angehalten, nach dem Reh gesehen und den Förster verständigt.

  • Mir tut es auch sehr leid um jedes Tier, welches ich tot am Straßenrand sehe.

    Trotzdem sehe ich deutlich mehr Rehe, Hasen, Kaninchen, Igel, viele Vogelarten und sonstiges Tier lebend in ihrem gewohnten Lebensraum, als tot am Straßenrand.

  • ja_nein_vielleicht ich kann das selbst nicht bestätigen, wir leben hier auch im Wolfsgebiet bzw. gehören da ziemlich viele Gassirunden dazu. Ich habe auch schon Gewölle gefunden, sie eingesendet bei Wolfsmonitor und gerade letztens noch mit einem Jäger gesprochen, weil überall Rehteile auf dem Forstweg verteilt waren. Ein Bekannter von mir ist Ranger in der Nähe, den habe ich auch nochmal angesprochen diesbezüglich.

    Meine Hunde reagieren gar nicht :ka: Die schnuppern bei Wildspuren interessierter hinterher ... Angst zeigt keiner der drei Hunde.

    Übrigens auch nicht bei einem Luchs. Einmal im Leben habe ich einen Luchs frei getroffen (vor 2 Jahren), da waren die Hunde interessiert mit der Nase in der Luft, aber gar nicht ängstlich.

  • letztens hatte ich auch so eine wirklich ungute Begegnung… Wobei ich kannte den Radfahrer vom sehen dennoch fand ich es etwas komisch als wir uns im nirgendwo trafen. Ich zum Glück mit Andy unterwegs, groß und schwarz und präsent. Er meinte das er überrascht wäre , dass ich hier denn im nirgendwo gehen würde allein (naja mit Hund) und da doch sonstwas passieren könnte und es keiner hören würde. Ja sowas will man echt hören 🙈

    Zum Glück hat dieser Mensch Respekt vor Hunden und hält Abstand. Dennoch finde ich solche Aussagen in der Situation echt irgndwie merkwürdig

  • Ich wollte eben schön Brötchen holen und vorher noch eine kurze Runde mit Bert drehen. Auf dem Parkplatz angekommen, habe ich einen Mann gesehen, der auch gerade los lief. Soweit so harmlos.

    Ich bin dann mit Bert einen Waldweg rein, der irgendwann zu Ende ist. Man muss dann rumdrehen und auf dem gleichen Weg zurück. Der Mann, der vorher noch eine andere Richtung ging, ist umgedreht und hinter uns her. Immer wieder ist der stehen geblieben und hat in den Wald gesehen, auch dabei habe ich mir noch nichts gedacht. Ein wenig unangenehm fand ich es aber, das ist ja eigentlich mein Problem, nicht das des Mannes.

    Ich kam am Ende des Weges an und bin rumgedreht. Der Mann starrt uns an, zieht seine Kapuze über und kommt weiter auf uns zu aber direkt auf uns zu. Heißt: Ich wollte ausweichen und er weicht in die gleiche Richtung aus und das mehrmals hintereinander. Ich habe mich so unwohl gefühlt, dass ich Bert aufgewiegelt habe, geht bei ihm ja recht gut. Wir haben ein wildes Spiel angefangen. Bert hat geknurrt und alles gegeben, ist mehrmals, wie er das beim Spielen macht, an mir hoch und hat ganz sanft meinen Arm gepackt (darf er solange er das nur so sanft macht). Der Typ ist rumgedreht und ganz schnell zu seinem Auto. Ich denke, wer nicht weiß, wie Hunde abgehen können, wenn sie spielen (gerade Bert ist da doch sehr körperbetont) für den sieht es dann schon beeindruckend aus. Vielleicht sogar ein wenig so, als hätte ich die Kontrolle über den Hund verloren. Das war aber auch genau das was ich wollte.

    Keine Ahnung, ob das ein großes Missverständnis war und der Mann eigentlich ganz harmlos. Aber ich bin froh, dass Bert dabei war. Er hat mir schon in mehreren Situationen ein Gefühl der Sicherheit gegeben. Ich hoffe, so, wie ich es bei ihm versuche, wenn ihm etwas unangenehm ist.

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