Wenn das Angstpipi nicht wäre...

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    Ich kann es definitiv nicht mit Bestimmtheit sagen, aber ich denke der etwas plumpe Gang und die tiefe Stimme tun wohl ihr Übriges.

    Leider kann ich so etwas nicht beeinflussen oder gar verändern.

    Klar kannst Du... :D
    Kastrieren und ihn mir ein paar Wochen als Arbeitssklaven schicken....dann ist die Stimme hell, die Statur eher schmächtig und dem Hund ist geholfen... :lachtot: (ich leiste jetzt schon Ab-Bitte bei dem wahrscheinlich total netten Kerl, aber bei so einer Steilvorlage..... :pfeif: )

    Habt Ihr denn zusätzlich zu dem "normalen" Anti-Angst-Programm auch schon mal die kleinen Helferlein versucht - z. B. passende Bachblüten, DAP-Halsband (oder nur für konkrete Situationen - Spray)? Oder so Dinge wie antrainierte Entspannungssignale, Marker-Wörter, Markergegenstände?

    Die ersetzen kein sinnvolles Ausbildungsprogramm - aber sie können oft enorm helfen.

    LG, Chris

  • Zitat


    Habt Ihr denn zusätzlich zu dem "normalen" Anti-Angst-Programm auch schon mal die kleinen Helferlein versucht - z. B. passende Bachblüten, DAP-Halsband (oder nur für konkrete Situationen - Spray)? Oder so Dinge wie antrainierte Entspannungssignale, Marker-Wörter, Markergegenstände?

    Sie bekommt regelmässig Canina Bachblütenmischung Nr. 2 Angst ( Menschen und Hände), und jetzt wo du es sagst fällt mir ein, dass sie in den letzten 14 Tagen keine mehr bekommen hat. Das Döschen ist leer, und ich habe noch kein neues gekauft.

    Vielleicht daher wieder so extrem?
    Von dem Halsband oder Spray habe ich jetzt noch nichts gehört, und mit den Entspannungssignalen habe ich mich auch noch nicht befasst.
    Wäre vielleicht wirklich eine zusätzliche Option :???:

    Zu dem Programm, das du am armen Mann planst, sag' ich mal nix :lol:

    LG Britta

  • Oh je Britta, habs eben erst gelesen. Die arme Manila. :|

    Ich hoffe, dass du mit den guten Tipps hier und von deiner HuSchu Manila die Angst nehmen kannst. :gott: Es ist furchtbar, wenn man seinen Hund so sieht. =)

    Ich drück euch Beiden die Daumen und würde mich freuen, wenn du uns hier auf dem Laufenden hälst!!

    PS: brush ist eher selten hier, wenn du mehr über sein Angsttagebuch wissen möchtest, dann schreib ihm ne PN, die liest er. ;)

  • Jiep, ich will hier auch noch mal die Klassische Homöopathie ins Spiel bringen: Mein Angsthund wird zur Zeit zB mit Pulsatilla "gedopt", das ist ihr Konstitutionsmittel. Alle paar Wochen/Monate bekommt sie ihre 3 Globuli und ist damit deutlich stabiler. Man merkt ihr an, wenn es wieder an der Zeit ist nachzudopen.

    Was die anderen Menschen angeht: Da hast du mein vollstes Mitgefühl! Uns passiert es auch so oft, dass Leute meinen, sie könnten dem Hund jetzt mal eben die Angst nehmen. Das sind mir die schlimmsten, die so als Hundeflüsterer daher kommen. Letztens wurde ich zB in einem Gartenmarkt angesprochen was ich denn mit dem Hund gemacht hätte, dass der jetzt so eine Angst hat! - Ich war völlig perplex, weil der Typ hat Joy mit seinem schepperndem Einkaufswagen fast überfahren und kommt dann mit diesem Spruch...

    Auf der anderen Seite finde ich es aber auch bewegend, wie viele Menschen eine Antenne für ängstliche Hunde bzw für Angst haben. Auch ganz Kinder halten auf ihren Rollern an und zeigen auf Joy und sagen "Angst" (und die hat Joy tatsächlich vor Kindern auf Rollern). Dieses Universelle des Angstausdrucks beeindruckt mich.
    Andere Leute hingegen erkennen es Null, manche halten ihr Ausweichen gar für Spiel.
    - Ich glaube, es ist eine Frage der Präsenz. Wer unaufmerksam ist, grabscht den Hund an, ist aber mit den Gedanken/Gefühlen woanders und merkt dann nicht, was er dem Hund gerade antut. Wäre er präsent, würde er es mitkriegen. - Nur das ist eine so grundsätzliche Sache, mit welcher Präsenz man in der Welt steht, das kann man nicht mit einer Erkärung "herbeierklären"...

    Was das Übergriffige angeht: Ich errette Joy aus diesen Situationen, indem ich "zufällig" einen Schritt zur Seite trete, dann folgt sie und "darf" sich von dem Getatsche befreien. - Das ist die elegante und sozialverträgliche Variante, wenn ich keinen Aufriss und keine Grundsatzdiskussion haben will.
    Ansonsten haben wir das Stadium erreicht, dass Joy auch gerne gezielt ängstlich tut (!) um ein Leckerli abzustauben. Ließe ich sie, würde sie zB die Wartenden an Bushaltestellen abgrasen: "Armer Hund braucht unbedingt ein Trosthäppchen von deinem Gyros/Brötchen/Schokoriegel..."

  • Vielen Dank für eure Anteilnahme und Hilfe :smile: , ganz besonders Chris für ihre umfassende Erklärung :gut: .

    Ich denke so ein Halsband wäre auch hilfreich für Manila, und vom Wirkstoff wohl zu vergleichen mit den Pheromon-Steckern für Hunde, die unter Trennungsangst und dergleichen leiden ?

    Langfristig, wenn diesbezüglich keine Besserung eintritt, werde ich mich wohl um eine Hundepsychologin bemühen müssen, oder an wen wende ich mich?
    Wir haben eine ganz in unserer Nähe, aber wer weiss schon, ob die auch gut ist? Das ist ja auch immer so eine Sache.

    Wenn ich Manila beobachte, wie sie sich zuhause mit uns schon souverän gibt, dann kann ich es immer fast nicht glauben, wenn sie in bestimmten Situationen, bei bestimmten Menschen, doch wieder so in den Angstmodus verfällt.

    Zu uns hat sie nämlich volles Vertrauen entwickelt, und sie fühlt sich sicher.

    Zitat

    Jiep, ich will hier auch noch mal die Klassische Homöopathie ins Spiel bringen: Mein Angsthund wird zur Zeit zB mit Pulsatilla "gedopt", das ist ihr Konstitutionsmittel. Alle paar Wochen/Monate bekommt sie ihre 3 Globuli und ist damit deutlich stabiler. Man merkt ihr an, wenn es wieder an der Zeit ist nachzudopen.

    Alle paar Wochen/Monate nur 3 Globuli, werden die wohl soooo sparsam dosiert?
    Von den meinigen musste ich nämlich täglich so viel verabreichen.
    Muss ich auch mal danach gockeln :D , danke dir!

    LG Britta

  • Homöopathische Behandlung wäre eine gute zusätzliche Möglichkeit.
    Gibt es in Deiner NÄhe einen guten Tierheilpraktiker?

    Es ist immer schwierig, einen vernünftigen THP oder auch Hundepsychologen zu finden, denn es gibt genügend, die nichts können :sad2:

    Zitat

    Langfristig, wenn diesbezüglich keine Besserung eintritt, werde ich mich wohl um eine Hundepsychologin bemühen müssen, oder an wen wende ich mich


    Vielleicht ein richtig guter Trainer? Oder eine Empfehlung eines Trainers.

    Ich habe unsere THP'in durch andere Hundehalter empfohlen bekommen und ich glaube, es ist wichtig darauf zu achten, dass sie diesem Heilpraktikerverband angeschlossen sind. VDT heißt dieser Verein.

  • Britta, "nur 3 Globuli alle paar Wochen": Weil die Potenz entsprechend hoch ist, da von einem HP verordnet.
    (Es gibt Tausende von homöopathischen Mitteln. Das ist schwer mit googeln... Ich suche mir zwar Bachblüten und Schüssler Salze auch selbst raus, aber an die komplexe Homöopathie geh ich nicht ran, da geh ich zum Profi. Es gibt einige wenige sg Komplexmittel, die man sich auch weitersagen kann (zB was nach Wespen-, was nach Bienenstichen, nach Bisswunden,...), aber "die wahre Heilkunst" liegt in der ganzheitlichen Sicht und die ist verdammt komplex.)

  • Kurzer Zwischenbericht...

    ich habe mir das DAP Halsband bestellt ( danke an Chris) , und Manila trägt es ab heute erstmal für 4 Wochen :smile: , mal sehen was es bringt.

    Die Angst-Globuli sind auch wieder im Vorrat.

    Eine Leine habe ich direkt am Türdrücker positioniert, sodass ich bei unerwartetem Besuch die Liesl sofort anleinen kann.
    Das kam gestern erstmals zum Tragen, als der "gefährliche" Besucher wieder unverhofft bei uns klingelte.
    Abgesehen von der Tatsache, dass Manila erstmal völlig irritiert und verunsichert war ( wird sie doch sonst nicht im Haus angeleint), hat sie doch neben meinem Stuhl irgendwann ihre Ruhe gefunden.
    Pipi hat sie keines gemacht :gut:

    LG Britta

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