Wenn das Angstpipi nicht wäre...

  • Wir haben vor einem knappen Jahr, für diejenigen die es nicht wissen, eine Hündin vom Tierschutz übernommen.
    Völlig traumatisiert in fast allen Bereichen, aber mittlerweile ist sie innerhalb ihres Zuhauses ziemlich entspannt und "mutig".
    In fremder Umgebung orientiert sie sich vermehrt an mir, und somit hat sie da auch kein grösseres Problem, sofern die fremden Menschen sie ignorieren.

    Stubenrein war sie anfangs nicht, aber auch das haben wir mittlerweile im Griff.......fast :/
    Fast deswegen, weil Manila bei einer bestimmten männlichen Person, wenn er unser Haus betritt, unter sich pinkelt.
    Dieser Mann hat ihr noch nie etwas getan, sie wird von ihm sogar, auf mein Bitten hin, ignoriert, denn
    alle Menschen, die sie ansprechen oder mit den Augen fixieren, stellen für sie leider eine potenzielle Bedrohung dar.

    Ihr bester Freund und Beschützer Bonny liebt diesen Besuch, aber auch das trägt in diesem Falle leider nicht zu ihrer Entspannung bei.
    Ein Leckerlie zur Begrüssung wird gerne entgegengenommen, aber im Anschluss daran gibt es ein Pipi auf den Teppich :/ , also "schön füttern" fällt somit auch flach.

    Ich werde morgen in der HUSchu dieses Problem auch ansprechen, aber vielleicht bekomme ich doch den ein oder anderen Ratschlag zuvor, denn mich macht das schon etwas ratlos.
    Meine laienhafte Vermutung wäre, dass sie diese Person irgendwie mit der Vergangenheit verknüpft :???:

    Es ist so jammerschade, denn im Grunde genommen hat Manila sich so enorm nach vorne entwickelt, aber das Pipiproblem ist nach wie vor ein richtiges Problem, besonders weil es sie enorm stresst.

    Ich glaube auch, dass es ihr in der Situation nicht wirklich gut geht.
    Ich bin ja nun leider kein Fachmann, und ich hoffe daher, dass ich ein paar Ratschläge bekommen werde.

    Pipi wegwischen ist für mich gar kein Problem, aber es ist für Manila und uns keine Lösung auf Dauer.
    Auch kann ich den Besuch, der mehrmals wöchentlich erscheint, nicht plötzlich ausladen.

    LG Britta

  • Es ist eben eine Vorsichtsmaßnahme...

    Begrüßen sich die beiden immer in irgendeiner Art und Weise?

    Ist sie immer da, wenn der Mann kommt? Habt Ihr es mal mit der Version probiert, dass er schon eine ganze Weile da ist und sie ersteinmal in einem anderen Raum bleibt und erst nach einer Weile man zufällig die Tür offen lässt usw...?

  • Hallo Britta,

    hat Manila eine Art Höhle als Rückzugsort?

    Leckerchen würde ich jetzt noch nicht durch diese Person geben lassen.
    Wahrscheinlich ist sie noch nicht so weit, die Pipipfütze deutet ja auf großen Stress hin.
    Der Kontakt ist vielleicht schon zu nah, zu bedrohlich (wobei eigentlich bei Stress auch nichts angenommen wird).
    Von daher würde ich diese Person eher auf Distanz halten.

    Gruß
    Leo

  • Rückzugsmöglichkeiten hat sie eigentlich genug, und anfangs hat sie sich in den Keller verkrümelt, hat aber auch da dann Pipi gemacht :/
    Manchmal läuft sie auch nach oben, legt sich in ihr Bettchen, und gut ist.
    Das aber meist nur bei anderem Besuch.

    Leo, dass Manila die Leckerchen annimmt liegt wohl daran, dass Bonny es auch tut. Sie macht ihm halt viel nach, nur das Urvertrauen kann er ihr nicht mehr vermitteln :/

    Corinna, wir haben schon alle Varianten unbewusst durchgespielt, denn der Besuch saß beispielsweise schon am Tisch, wenn ich vom Radeln wiedergekommen bin.

    Dann ist es noch schlimmer, sie gibt einen komischen "Schrei" von sich , es hört sich wirklich wie ein Schreien an, rennt aus dem Raum und macht Pipi :/

    LG Britta

  • Hallo Britta,

    Zitat

    sie gibt einen komischen "Schrei" von sich , es hört sich wirklich wie ein Schreien an, rennt aus dem Raum und macht Pipi


    das hört sich ja schlimm an. Vielleicht erinnert dieser Mann an jemandem aus ihrem Vergangenheit? vielleicht sogar an Vorbesitzer?

    Und habt ihr schon mal versucht ihm draußen vor der Tür zu begrüßen? um zu sehen wie sie draußen reagiert.

    Als ich miene Hündin geholt habe war sie auch sehr Ängstlich. Obwohl sie meine Töchter kannte und liebte, hatte hat sie jedes mal pipi gemacht wenn sie aus der Schule heim kamen. Sie hat die Beiden zwar freudig begrüßt aber es war eine verschüchterte Art von Begrüßung. Ohren ganz nach hinten, sich ducken, klein und rund machend und dann schwupp kam auch pipi raus. Ist natürlich nicht vergleichbar mit deine Hündin, aber vielleicht hilft es dir ja. Ich habe Kinder gebeten immer vorher anzurufen, dann mir 2 minuten geben damit ich sie schnell auf die Wiese ( vor dem Haustür) bringen kann damit sie sich löst und erst dann sollten sie heim kommen. Und es hat funktioniert. Lacht mich jetzt nicht aus, ich dachte halt wenn sie nichts mehr im Blase hat kann sie auch nicht pinkeln :D auf jeden Fall hat es geholfen und sie hat nach 4 Tagen keine begrüßungs Pipis gemacht.

  • Zitat


    Ein Leckerlie zur Begrüssung wird gerne entgegengenommen, aber im Anschluss daran gibt es ein Pipi auf den Teppich :/ , also "schön füttern" fällt somit auch flach.

    Schönfüttern, du gibst das Leckerlie oder der Besuch?

  • Vielleicht könnte er auch ein paar mal mit spazieren gehen, damit sie etwas schönes mit Ihm verknüpft?
    Mein Angsthase ist beim Spazierengehen zu meinem Vater ganz normal und fordert Ihn sogar zum Spielen auf.
    Leider klappt das Zuhause noch nicht so wirklich. Aber das liegt wohl an meinem Vater.:/

  • Der Besuch gibt das Leckerlie.

    Schon immer, auch als wir nur Bonny hatten, lief es in gleicher Weise ab, nämlich er kommt zur Tür rein, bedient sich an unserer Leckerliedose und verteilt ein Kekschen.
    Diese Variante fand ich jetzt allerdings in Bezug auf Manila nicht so gut, weil sie ihn als absoluten Eindringling zu sehen scheint, so wie erstmal alle fremden Menschen.
    Besser finde ich es, wenn er das Leckerlie mitbringt, also aus seiner Tasche zieht.
    Nun ja, allerdings hilft das auch nichts :| , und das, obwohl ihr der Mann schon lange nicht mehr fremd ist.

    Sie ist auf der einen Seite eine unglaublich gelehrige Hündin, aber in diesem Fall ist die Angst anscheinend größer als die durchwegs positive Erfahrung, die sie mit diesem Mann machen durfte.
    Sie setzt diese Erfahrung, im Gegensatz zu anderen täglich neuen Erfahrungen, nicht für sich um.
    Dass sie wahrscheinlich nie ein Menschenfreund werden wird, darüber bin ich mir im Klaren, und das muss sie ja auch nicht.
    Ich werde heute mal berichten, was die Hundetrainerin meint, denn auch da werden die Meinungen bestimmt auseinandergehen.

    Zitat

    Es ist eben eine Vorsichtsmaßnahme...

    Corinna, was meintest du eigentlich damit?

    LG Britta

  • also beim Rütter hatten die so ein Problem auch mal....der Rütter hat dann dem Besuch das Lieblingsspielzeug des Hundes gegeben und jedes Mal wenn der Besuch rein kam musste der das Spielzeug schmeißen...das hat dann funktioniert. Das Herrchen hatte das natürlich vorher geübt, so dass der Hund schon wenn es klingelte wusste oh da kommt immer das Spielzeug geflogen...allerdings hat sich der Hund auch nicht eingepisst...aber vielleicht hilft das

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