altbekanntes Problem, das unerwünschte Bellen (Nachts)
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Entschuldigt, falls es sich wiederholt, aber manchmal lernen wir Menschen genauso wie Hunde: durch Geduld und Wiederholung. Und seid mir bitte nicht boese, wenn ich anmerke, dass ihr anscheinend noch viel ueber Hunde- bzw Welpenhaltung lernen muesst.
1. Kauft euch statt des Sprueh-Halsbandes (bitte sofort vergessen, euer armer, einsamer Baby-Hund kriegt ne ernste Macke!) ein gutes Buch ueber Welpen-Haltung und Erziehung. "Das Kosmos-Welpenbuch" ist z. B. sehr empfehlenswert.
2. Warum soll der Hund nachts nicht in den Zwinger?
Weil er noch VIEL zu jung ist!!!!Ans Alleinesein, egal ob Zwinger oder Wohnung, muss man den Hund erst langsam gewoehnen. Meiner konnte mit 6 Monaten ohne Stress ne gute Stunde alleine sein, mit einem Jahr 4-5 Stunden, ohne Sachen kaputt zu machen oder zu heulen. Das ist wie beim Kind, sie werden aelter und selbstaendiger, und man kann ihnen mit Geduld so ziemlich alles beibringen, was sie fuer spaeter brauchen. Nur eben nicht im Hauruck-Verfahren, wenn sie vom Alter her total ueberfordert sind. Spaeter, wenn der Hund aelter und reifer ist, koennt ihr ihn immer noch an den Zwinger gewoehnen, und es wird ihm und den Nachbarn viel weniger zu schaffen machen als momentan.
3. Der Hund bekommt auf die momentane Art und Weise gar nicht die Moeglichkeit, so wichtige Dinge wie Stubenreinheit und richtiges Verhalten in der Wohnung zu lernen. Nehmt ihn mit ins Haus, wischt geduldig die eine oder andere Pfuetze auf und ersetzt den einen oder anderen kaputten Gegenstand, aber vor allem: erzieht euren Hund. Ja, es macht Muehe, aber nur so kann euer Hund lernen, was er soll und was nicht. Ein so intelligenter und sozialer Hund wie der Labrador, der diese wichtige Entwicklungsphase hauptsaechlich im Zwinger verbringt, wird bestenfalls als etwas verbloedeter, unerzogener Hund enden, und das wollt ihr doch sicher nicht.
4. Du hast ein home office? Wunderbar, dann nix wie rein mit dem Hund! Meinen Hund hatte ich auch von Welpenbeinen mit im Buero dabei, und ich bin froh, dass ich ihm das so frueh beigebracht habe. Damit er lernt, beim Arbeiten Ruhe zu halten, habe ich ihn nach einer ausfuehrlichen Gassi-Runde mit einem Kauknochen in seine Transport-Box in der Naehe meines Schreibtisches gesetzt. Anfaengliches Fiepen, Kratzen etc. wurde ignoriert, ruhig bleiben gelobt. Alle 2-4 Stunden (je nach Alter) ging es fuer ne kurze Gassi-Runde raus. Heute ist er eineinhalb Jahre alt und liegt total gelassen hinter meinem Schreibtisch, egal wie lange ich arbeiten muss.
Viel Spass mit eurem Hund, und bitte nehmt euch die Ratschlaege hier zu Herzen. Es wird euch und eurem Hund viel Stress und spaetere Probleme ersparen. Viel Glueck...
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2. Juli 2010 um 12:08
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altbekanntes Problem, das unerwünschte Bellen (Nachts) - Vor einem Moment
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Sigi,
der kleine Kerl bellt nicht aus Langerweile oder weil ihm gerade mal so ist oder aus "Ungezogenheit".
Er fühlt sich verängstigt und vereinsamt und sein Bellen bedeutet "Rudel hilf, ich bin hier, wo seid ihr?"Warum darf er nicht rein? Weil ein Hund die Wohnung dreckig macht? Ein Hund will und braucht kein "eigenes Reich", dafür hat er überhaupt keinen Sinn, er will die Seinen um sich haben.
Einem Welpen seine Hilferufe mit Zwangsmethoden, pardon, "Erziehung mit Wort und Tat" auszutreiben ist der falsche Weg. Und es gibt keine richtigen Mittel wenn man sich auf dem falschen Weg befindet. Nimm ihn nachts rein, lass ihn bei euch sein, dann hört er auf zu bellen.
Gruß
Petra -
Ich seh, ich hab hier einen empfindlichen Nerv getroffen.
Und ich danke Snuggles, der mich ein wenig versteht und nicht gleich als Tierquäler hinhält.
(ps, ich bin ein er, Siegfried nämlich *grins)ich und meine Freundin sind Tierfreunde, haben auch noch 2 Katzen, meine Freundin ist mit Hund Katzen Pferde Hasen & Co aufgewachsen, deshalb auch eine starke Bindung an Hunde.
Sind zusammengezogen und jetzt haben wir uns einen Hund angeschafft.
Labi deshalb, weil er uns "vom Aussehen" am besten gefällt und eben ein familienfreundlicher Hund ist.
Ok, da widerspricht sich jetzt vielelicht mit dem Wunsch, dass der Hund über Nacht und Vormittag alleine ist, aber wir waren fest der Überzeugung, dass so ein Verhalten "jedem" Hund beibringbar ist.Bzgl. unseres Problemes werde ich wohl noch mehr Fachleute und Hundetrainer aufsuchen müssen, um eine ehrliche objektive Meinung dazu zu erhalten und keine, von tierfreundschaftlichen Gefühlen geprägte objektive Meinung.
Grüße
Sigi -
Ich kann jetzt nur für mich sprechen: Ich bin ehrlich und objektiv. Abre ich glaub dir schon, dass du es bei uns auf "Anti-Zwinger-Haltung" schiebst, es ist halt auch nicht schön, zu hören, dass man Mist gebaut hat.
ZitatOk, da widerspricht sich jetzt vielelicht mit dem Wunsch, dass der Hund über Nacht und Vormittag alleine ist, aber wir waren fest der Überzeugung, dass so ein Verhalten "jedem" Hund beibringbar ist.
Klar kann ein Hund das Lernen, das hab ich auch schon geschrieben. Aber das braucht Zeit, man kann keinen Hund - egal ob Labbi oder nicht - einfach allein lassen und hoffen, dass es funktioniert. Du sagst ja selbst, er muss es lernen. Und das dauert nun mal.Und nochmal die Frage: Wieso nimmst du ihn nicht mit ins Büro? Jetzt ist die beste Zeit, dass er das lernt?
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Ach ja, vergessen: Wenn du verrätst, wo du so ungefähr herkommst, können dir hier sicher einige gute Trainer empfohlen werden.
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Zitat
Zum Thema:
was spricht denn so dramatisch gegen das Übernachten in "seinem Zimmer im Freien"?
Dass wir ihm einen Zwinger gebaut haben liegt daran, dass wir uns wünschen, dass er eben "sein Reich" hat, in dem er eben auch alleine sein kann und soll. Ebenfalls kann er dann auch bei Bedarf selbstständig sein Geschäft verrichten und haben auch kein "Risko", dass er heimlich Sachen der Wohnung zerstörrt, oder ähnliches, wenn wir nicht da sind, oder eben schlafen.
Im Moment spricht auf jeden Fall noch sein Alter dagegen. Auch in "seinem Reich" muß er das Alleinebleiben lernen. Das kann Hund nicht einfach so. Das wird in kurzen Zeitabständen aufgebaut und kann je nach Hund schon einige Zeit lang dauern. Wenn der Hund das gut gelernt hat, spricht aus meiner Sicht nix dagegen.ZitatOk, Sammy ist noch ein kleiner Junge mit seinen 4 Monaten, mit entsprechenden Trieben, aber kann man das nicht dem Kleinen lernen? Dass er eben keine Angst haben braucht und ohne Probleme in seinen eigenen 4 Wänden bleiben und sich beschäftigen kann?
Wann sollte man dann eurer Ansicht nach das ihm beibringen?
Doch klar kann man ihm das lernen, und klar kann man jetzt schon damit beginnen. Es gehört halt einfach behutsam aufgebaut, eben damit er keine Angst/Stress damit hat. Gleich zu Beginn ganze Nächte kann so gut wie kein Hund.ZitatBzgl dem Bellhalsband:
Was macht das theoretisch für einen Unterschied, wie der Hund für sein Verhalten bestraft wird?
Ob es nun das besagte technische Gerät macht, oder der Rudelführer durch das "Nein" und Sonstiges? Beides bewirkt, dass der Hund für sein vermeidliches falsche Verhalten bestraft wird und es somit nicht mehr machen soll.
Dass er nen Schreck von dem Sprühstoß bekommt ist klar, und dass er dadurch auch eingeschüchtert wird; aber wenn der Hund von seinem Rudelführer entsprechend "zur Sau gemacht wird", ist er ja ebenfalls eingeschüchtert und/oder schreckhaft.
Ersten ist ein "nein" nicht zur Sau machen, das kann man sehr einfach positiv aufbauen und nicht durch Meideverhalten. Und der Herr Rudelführer braucht seinen Hund auch nicht einzuschüchtern
ZitatDurch unser Erziehen mit "Wort und Tat" haben wir mit ihm schon viel erreicht; bei dem Bellen funktioniert es ja auch schon leicht.
Es ist halt dabei immernoch das zeitliche Problem, dass ich eben nicht direkt bei seinem Fehlverhalten dies im zeighaft machen kann.
Galub ich Dir gerne, sowas funktioniert sehr schnell. Je nach Hund kommt die Rechnung dann einige Monate bis Jahre später.ZitatUnd laut "Anleitungen" ist bei den Geräten (wir haben uns seeeehr viele angeschaut) kein Verweis auf ein Alter, vielmehr auf Hunde/Welpengröße (Gewicht).
Blöderweise hast Du da recht.
Vielleicht informierst Du Dich mal über die verschiedenen Phasen bei Hunden, dann wirst Du (eventuell) einsehen, dass genau dieses Alter (speziell von 16-26 Wochen) überaus kritisch ist, was den Einfluss von außen angeht und Schreckreize betrifft. -
Hm, schade dass du das so siehst. Vieles, was hier gesagt wurde, ist kein "tierfreundschaftliches" Gesabbel, sondern basiert auf modernen, teils sogar wissenschaftlich abgesicherten Erkenntnissen in der Hundeerziehung, die sich bei vielen Usern hier bewaehrt haben. Und es ist eben so in diesen Foren, dass man auch mal Gegenwind bekommt und nicht immer das zu Hoeren bekommt, was einem gefaellt. Klar, wenn du dich an Leute wendest, die "traditionelle" Methoden befuerworten, bekommst du ganz andere Antworten. Ob die aber besser sind und zum erwuenschten Erfolg fuehren, bezweifle ich stark.
Was die ueberzogene Tierfreundschaft angeht, erwarte nicht zu viel.
Ehrlich gesagt, ist mir euer Hund relativ egal, ich kenne ihn ja nicht, ebensowenig wie euch. Genausowenig halte ich euch fuer Tierquaeler und denke schon, dass ihr eurem Hund nichts Schlechtes wollt. Nur halte ich euren Weg dafuer nicht geeignet und wollte dir das in aller Menschenfreundlichkeit mitteilen.Nix fuer ungut, und weiterhin ne schoene Zeit.
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Zitat
Ich seh, ich hab hier einen empfindlichen Nerv getroffen.
Und ich danke Snuggles, der mich ein wenig versteht und nicht gleich als Tierquäler hinhält.
(ps, ich bin ein er, Siegfried nämlich *grins)Ich stell dich nicht als Tierquäler hin, nur als ziemlich unwissend.
Zitat
ich und meine Freundin sind Tierfreunde, haben auch noch 2 Katzen, meine Freundin ist mit Hund Katzen Pferde Hasen & Co aufgewachsen, deshalb auch eine starke Bindung an Hunde.
Sind zusammengezogen und jetzt haben wir uns einen Hund angeschafft.
Labi deshalb, weil er uns "vom Aussehen" am besten gefällt und eben ein familienfreundlicher Hund ist.Ja nun, "familienfreundlich" sind Hunde, die in Familien gehalten werden. Eurer hockt ja nun im Zwinger und die Freundin geht Gassi.
ZitatOk, da widerspricht sich jetzt vielelicht mit dem Wunsch, dass der Hund über Nacht und Vormittag alleine ist, aber wir waren fest der Überzeugung, dass so ein Verhalten "jedem" Hund beibringbar ist.
Natürlich kann ein Hund alleine bleiben und auch mal im Zwinger sein, WENN das richtig aufgebaut wurde. Ich bin keine romantisierende Heulsuse, aber du fängst das falsch an. So machst du den Hund nur ängstlich. Einen Welpen kann man nicht alleine in die Nacht setzen, tut mir leid, geht nicht.
ZitatBzgl. unseres Problemes werde ich wohl noch mehr Fachleute und Hundetrainer aufsuchen müssen, um eine ehrliche objektive Meinung dazu zu erhalten und keine, von tierfreundschaftlichen Gefühlen geprägte objektive Meinung.
Wie viele "Fachleute" hattest du denn schon aufgesucht?
Und ein paar "tierfreundschaftliche" Gefühle find ich nicht unangebracht.
Gruß
Petra -
"Familienfreundlich" .. nun, kein Hund wird "familienfreundlich" geboren.
Familienfreundlich wird ein Hund durch das Zusammenleben mit der Familie.
Hundetrainer... hier unter Mitglieder schauen: http://www.ibh-hundeschulen.de/
Birgit
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Gegenüber haben wir hier Nachbarn, die ihre Hunde im Zwinger halten – auch die haben dort ihr "eigenes Reich". Immer, wenn wieder ein neuer Welpe eintrifft gibt es wochenlang vermehrtes Jaulen vor Einsamkeit. Irgendwann beschäftigt der sich dann aber mit sich selbst bzw. mit seinem eigen Reich, was soll er auch sonst tun. Dann schlägt er bei jeder noch so geringen Geräuschquelle an – und kann dann bis zu einer halben Stunde durchbellen – auf Lesen, Puzzeln oder andere Arten von stiller Beschäftigung ist bisher noch keiner gekommen. Vor etlichen Jahren hatte ich meine Diplomprüfungen und musste bei ähnlichem Wetter wie heute lernen. Da bin ich irgendwann rüber gegangen (im Hof kann man sein eigenes Wort nicht verstehen, so laut wird gebellt) und habe um Verständnis für meinen Prüfungsstress und um ein bisschen mehr Ruhe gebeten. Das hatten sie auch, in der nächsten Zeit war das Bellen deutlich gedämpfter. Sie hatten den Hund in die Gartenhütte gesperrt. Das war nun auch nicht das, was ich damit bezwecken wollte...
Ich kenne Eure Verhältnisse nicht, aber ich kann der Zwingerhaltung nichts abgewinnen, schon gar nicht bei Welpen. Wenn ich einen Hund nachts raussperre, wird er bellen, wenn irgendetwas ist (Marder, Katzen, Jugendliche,...) und wenn er sein Rudel sucht.
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