Erfahrungen mit der Mehrhundhaltung

  • Zitat

    willste auch noch einen?

    meiner ist ganz verrückt nach anderen und lässt sich auch nicht unterbuttern.ich finde es schön,wenn er noch einen Spielkameraden hätte.Tendiere zu einer Hündin,wobei dann eine Kastration unumgänglich wäre-

    es gibt doch auch andere methoden zb die chemische kastration.

  • hm, mein Trainer sagte mir immer "Ein Hund ist wie keiner"

    inzwischen weiß ich, was er meint... vor anderthalb Jahren kam Luna mit 6 Monaten zu uns, Kira hab ich von Welpenalter an, sie war 2,5 Jahre

    nun sind anderthalb Jahre vergangen, die Mädels 2 und 4 Jahre und verstehen sich super
    sie brauchen keine anderen Hunde, sind nen super Team und spielen klasse zusammen

    klar ists stressiger, weil ich mit jedem auch mal getrennt arbeite und es ist teurer und mehr Dreck in der Wohnung, aber ich möchte sie nicht missen

    es ist mehr Leben in der Bude und vor allem draußen, meine Hunde haben Sozialkontakte und ich hab viel verschiedene Aufgaben an Beschäftigung durch die verschiedenen Charaktere

    3 Hunde wären mir allerdings zuviel
    - ein Hund ist immer außen vor
    - Auto zu klein
    - zu viel Leben in der Bude
    - man muss nicht auf ein oder 2 Hunde beim Freilauf achten, sondern auf noch einen, was mir persönlich zu stressig ist...
    - das Mitnehmen in die Eisdiele, zu Verwandten etc wird noch komplizierter

    müsst ich also nicht haben
    hab ab und zu nen 3. Hund hier und er hat mich überzeugt, dass meine beiden Hunde mir reichen ;)

  • Zitat

    willste auch noch einen?

    meiner ist ganz verrückt nach anderen und lässt sich auch nicht unterbuttern.ich finde es schön,wenn er noch einen Spielkameraden hätte.Tendiere zu einer Hündin,wobei dann eine Kastration unumgänglich wäre-


    Ja, ich will schon seit Herbst 2008 einen Zweithund. Da hatte ich Maja gerade mal 4 Monate, also ähnlich wie bei Dir. Dann kam Maja in die Pubertät und erforderte mehr Aufmerksamkeit und mehr Nerven. Ihr Verhalten anderen Hunden wurde selektiv nicht mehr so nett. Dabei war mein kleiner süßer Wuffel doch als Welpe megaumgänglich, immer freundlich, sehr souverän etc. pp. :p
    Dann mußte ich in die Klinik und da mich einige Leute haben hängen lassen, musste Maja während dieser Zeit in eine Hundepension, die ich nicht mal besichtigen konnte, da ich schon in der Klinik war. Da mußte ich mich auf andere verlassen und wurde wieder enttäuscht. Maja kam 6 Wochen wohl fast nicht raus und war die meiste Zeit in einem Zwinger. Bei der 2. Hundepension wurde die Hunde zu vielen alleine im Auslauf gelassen, wos zu Prügeleien kam.
    Ich habe also nach 4 Monaten einen mega-unsicheren Hund zurück bekommen, der sich mit allem und jedem anlegen wollte. Angriff ist schließlich die beste Verteidigung.
    Daran arbeiten wir seit nun 4 Monaten. Die Leinenaggression stellt sich zum Glück als keine richtige heraus, nur ein konsequentes anprollen von jedem und allem, ob an Leine oder ohne. Langsam bauen wir wieder Vertrauen zueinander auf.

    Hätte es also zwischen Januar und Sommer 09 mit einem der beiden Zweithunde geklappt, die ich mir rausgesucht hatte, dann wären 2 in dieser Hölle gelandet. Und ich müßte nun mit 2en wieder am Vertrauen arbeiten, mit beiden getrennt zur Hundeschule. Ich müsste gegen den Rudeltrieb ankämpfen, wo sich beide noch gegenseitig ins Prollen reinsteigern könnten. Eben kam uns ein Mann mit 2 großen Hunden entgegen, der darum bat, dass ich mich mit Maja zur Seite stellen soll, weil er sie sonst nicht halten könnte. Da ging mir ein Bild durch den Kopf, wie ich an seiner Stelle dort stehen könnte. Zum Glück hat sich Maja nur kurz hochpuschen lassen, blieb aber dann auf Kommando ruhig hinter mir sitzen. Ich hätte vor Glück heulen können. Ich möchte nicht an der Stelle dieses Mannes sein. Jeder Gassigan mit beiden zusammen (getrennt geht ja nicht immer zeitlich) muß für ihn der pure Stress und Horror sein. Der war fix und fertig, ging grob mit seinen Hunden um, konnte einfach nicht mehr.


    Was ich damit sagen will:
    Man kann alles so genau planen, wie man will (ich hatte mehrere Leute, die Maja nehmen wollten, ohne wär ich nicht in die Klinik gegangen; die haben mich alle hängen gelassen), es kann IMMER Scheiße verlaufen und zig verschiedene Dinge auftreten, mit denen man nie gerechnet hätte.
    Da sollte man wenigstens Probleme zwischen oder durch Erst- und Zweithund so gut wie möglich ausschließen können. ;)


    P.S.: Puh, ganz schön lang geworden. Aber genau zu Deinem Thema habe ich heute viel erlebt und ist mir viel durch den Kopf gegangen. Denn ich träume jeden Tag vom Zweithund, schon seit 1,5 Jahren.

  • Zuerst hatte ich Corey, als er 2 Jahre alt war, kam Mo dazu (damals 6-7 Jahre). Die Zusammenführung war äußerst schwierig für mich und sehr stressig. Sie haben sich regelmäßig gebissen. Nun ist es eine friedliche Koexistenz, im Großen und Ganzen.
    Mein Partner hat zudem 2 Hunde. Also haben wir nun 4 Rüden. Leider versteht sich mein Kleinster (8kg) absolut nicht mit den Großen (je 50kg), daran arbeiten wir noch.

    Denk daran, dass du deinen Partner (du sagtest Mann?) erst überzeugen solltest von der Idee mit dem 2.Hund. Du hast ja in dem anderen Thread geschrieben, dass er das nicht möchte.
    Es ist einfach harmonischer, wenn sich alle wohl fühlen (mal abgesehen vom Respekt gegenüber der Meinung des anderen, der mich aber nix angeht). Und, was ich stark gemerkt hab, da ich so viele Schwierigkeiten mit den Hunden durch hab, die auf meinen Armen sogar die eine oder andere dauerhafte Narbe hinterlassen haben, es kann ungemein helfen, wenn jemand hinter einem steht und unter die Arme greift.

    Zeitlich kann es unter Umständen auch knapper werden, wenn man z.B. aus gewissen Gründen einzeln mit den Hunden gehen muss.
    Auch Urlaubspflege zu finden für 2 (oder eben 4) Hunde ist schwieriger, als für einen.

    Soweit meine Erfahrungen.

  • Unsere 1. war 4Jahre und der 2. 4,5Jahre. Wir wollten sie ungefähr gleichaltrig haben und Hündin u. Rüde, da Hündin/Hündin nicht funktionierte. Unsere 1. (Bonny) hat sich Unarten von Bruno abgeguckt, zB. Radau an der Leine bei anderen Hunden (haben wir jetzt aber wieder im Griff). Undzu Anfang etwas Eifersucht, hat sich aber schnell gelegt. Dafür zieht Bonny nicht mehr wie wild zu anderen Hunden hin, sie hat ihren Kumpel ja dabei. Wir würden es immer wieder machen.

  • Zitat

    Unser ist nun etwas über 5monate und ein Rüde.Meinst du ich sollte einen älteren Hund nehmen oder wieder einen Welpen oder gleiches Alter.

    Ich würde erstmal den Hund erwachsen werden lassen und erziehen, da kommt noch eine ganze Elle ab Arbeit und Problemen auf euch zu.....

  • Zitat

    Unser ist nun etwas über 5monate und ein Rüde.Meinst du ich sollte einen älteren Hund nehmen oder wieder einen Welpen oder gleiches Alter.

    Ich würde mir zu einem so jungen Hund gar keinen zweiten dazu nehmen.
    Ich bin der Meinung ein zweiter ist erst dann sinnvoll, wenn der erste "durch" ist.

    Du hast noch die ganze Pubertät mit deinem Hund vor dir, das wird Aufgabe genug.
    Ich persönlich ziehe bei mehreren Hunden die gleichgeschlechtliche Variante vor.

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