Entwurmung vs. Kotprobe

  • Nö, bei uns gibt's nicht einfach so eine Wurmkur - die letzte hat Zoe mit 3 Monaten bekommen. Bisher war sie bei den Tests immer frei von Parasiten (entgegen der Erwartung mancher Tierärzte. Böse Barfer! :roll: )

    Füttern aber auch ab und zu Kokosöl zu, was ja angeblich prophylaktisch wirkt.

  • Hi,

    Also ich gebe keine 10 Kotproben ab, sondern drei von drei aufeinander folgenden Tagen. Kenne das auch nicht mit 10 Proben. :???:

    Bei mir kostet die Untersuchung dieser drei Kotproben 30 € (ohne Giardien). Allerdings wird das auch ins Labor eingeschickt.

    Bei Welpen wird unter anderem auch deshalb so häufig entwurmt, weil sie
    1. den Würmern kein gut entwickeltes Immunsystem entgegensetzen können und Würmer sich deshalb besser und schneller vermehren können und
    2. empfindlicher sind und somit viel leichter schlimme Konsequenzen auftreten können.

    An die Leute die mit irgendwelchen Nahrungsergänzungen gegen Würmer vorgehen:
    Lasst ihr denn den Kot dann trotzdem noch untersuchen, oder vertraut ihr darauf, dass Kokos, Knoblauch etc. ihre Wirkung tun?

    lg,
    SuB

  • Zitat

    weil das hier schon öfter geschrieben wurde:
    Wurmbefall kann nur akut, nich prophylaktisch (!), behandelt werden.


    Mit prophylaktisch ist in dem Fall gemeint, dass man eben ohne nachgewiesenen Wurmbefall, sondern rein vorsorglich entwurmt. Es bedeutet nicht, dass man meint, es wirke wie eine Impfung, sondern dass man Prophylaxe gegen eine allfällige durch Würmer bedingte Erkrankung betreibt.

  • -- wobei ich denke, es wäre sinnvoll, das Wort in diesem Zusammenhang nicht zu benutzen, denn nicht wenige Hundehalter denken tatsächlich, es wirkt prophylaktisch gegen Würmer (ist ja auch logisch gedacht).

    Liebe Grüße
    Kay

  • Huhu zusammen,

    ich les hier zu gerne, dass ihr mit Kotproben "vorsorgt", um nicht entwurmen zu müssen.

    Ich denke, einige von euch wissen es zwar, aber andere sind eventuell unwissend.

    - Nicht alle Arten an Würmern werden über den Kot ausgeschieden
    - Nicht in alle Stadien einer Wurmentwicklung wird etwas ausgeschieden

    Und wenn dazu nen minimaler Anteil ausgeschieden wird, müsst ihr:
    - hoffen, dass es zu dem Zeitpunkt ist, wo ihr 3 Tage den Kot einsammelt
    - Glück haben, dass ihr auch genau den Teil erwischt, wo die Würmer/Eier vorhanden sind
    - euch Wünschen, dass euer TA von der mitgebrachten Probe den Teil untersucht, wo auch noch etwas auffindbar ist

    So ists leider nicht sicher, dass wirklich etwas zu finden ist, auch wenn Hund etwas hat.

    Hat mir neulich wieder der Fall bei einer Freundin gezeigt.
    Der Hund magerte ab, sie ging in die Tierklinik, Kotuntersuchung auf Würmer negativ, Blut negativ, etc. Sie wussten nicht, was los ist.

    Dann hat die Haustierärztin noch mal den Kot untersucht und sie hat dann doch Würmer gefunden.

  • Zitat

    - Nicht alle Arten an Würmern werden über den Kot ausgeschieden
    - Nicht in alle Stadien einer Wurmentwicklung wird etwas ausgeschieden

    Und wenn dazu nen minimaler Anteil ausgeschieden wird, müsst ihr:
    - hoffen, dass es zu dem Zeitpunkt ist, wo ihr 3 Tage den Kot einsammelt
    - Glück haben, dass ihr auch genau den Teil erwischt, wo die Würmer/Eier vorhanden sind
    - euch Wünschen, dass euer TA von der mitgebrachten Probe den Teil untersucht, wo auch noch etwas auffindbar ist

    So ists leider nicht sicher, dass wirklich etwas zu finden ist, auch wenn Hund etwas hat.


    Das sind die Gründe warum ich keine Kotproben abgebe.

    Man kann sich eh nicht 100 % drauf verlassen.


    Und wenn ich dann immer lese.
    Ich gebe zweimal im Jahr eine Kotprobe ab.
    Mein Hund musste seit Jahren nicht entwurmt werden.
    Da bin ich schon etwas skeptisch, ob da wirklich nie Würmer sind.

  • Hi,

    Zitat


    - Nicht alle Arten an Würmern werden über den Kot ausgeschieden
    - Nicht in alle Stadien einer Wurmentwicklung wird etwas ausgeschieden

    Das stimmt zwar, aber:
    - auch bei einer einmaligen Gabe eines Entwurmungsmittels werden nicht alle Stadien erwischt
    - nicht jedes Entwurmungsmittel hilft gegen alle Darmparasiten

    Demnach hat man die größten Kritikpunkte, die du hier äußerst, auch bei der normalen Entwurmung, also z.B. alle drei Monate eine einmalige Gabe eines üblichen Entwurmungsmittels wie Milbemax oder Drontal.

    Auch diese "prophylaktische" (ist schon klar, dass der Begriff nicht ganz passt!) chemische Entwurmung kann also einen Befall nicht verhindern, sondern nur vor starkem (und damit für den Hund schädlichem) Befall schützen, indem der eventuell vorhandene Wurmbefall eingedämmt wird.

    Genauso ist es mit der Kotprobe auch. Ist der Hund stark verwurmt, dann ist auch die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass im Kot was ausgeschieden wird, weil sehr viele Exemplare aller möglichen Stadien im Hund leben und dann immer einige gerade in der Vermehrungs-Phase sind, in der Eier ausgeschieden werden.

    Hat der Hund einen leichten Befall, kann es durchaus passieren, dass man das in der Kotprobe nicht sieht, allerdings kann es da auch mit dem chemischen Entwurmungsmittel passieren, dass man das an einem Tag gibt, an dem gerade keine für das Mittel empfindlichen Stadien da sind.

    Insofern kann ich deine Argumentation leider nicht ganz nachvollziehen :???:

    Dazu kommt dann noch, dass der Darm durch die "prophylaktische" Gabe von Entwurmungsmitteln geschwächt wird und dann anfälliger wird für Parasiten wie Giardien oder Kokzidien, die durch herkömmliche Entwurmungsmittel nicht bekämpft werden können und auch erhebliche Schäden verursachen können.

    Egal ob man chemisch entwurmt oder Kotproben untersuchen lässt, wenn der Hund Symptome zeigt, die auf einen Parasitenbefall schließen lassen könnten, muss man selbstverständlich entsprechend reagieren!

    Was ich definitiv nicht machen würde, ist sich auf irgendwelche Nahrungszusätze/selbstgebastelte Entwurmungspillen zu verlassen und weder eine Kotuntersuchung noch eine chemische Entwurmung durchzuführen.
    Das wäre mir einfach zu unsicher.

    lg,
    SuB

  • Ich entwurme auch nur nach Bedarf. Bei Pepper hat das mittlerweile einen ganz einfachen Grund: Sie wird nicht mehrmals im Jahr auf gut Glück mit Chemie zugepumpt, weil mir das zu heftig für sie ist. Außerdem fängt die sich immer wieder was ein (was am "ausschalten des Immunsystems liegt) und ich müßte fast schon monatlich entwurmen um einigermaßen sicher zu sein, sie fängt sich nichts ein (jetzt gibts halt alle Nase lang ne Kotuntersuchung).

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