Entwurmung vs. Kotprobe

  • Zitat


    Und wenn dazu nen minimaler Anteil ausgeschieden wird, müsst ihr:
    - hoffen, dass es zu dem Zeitpunkt ist, wo ihr 3 Tage den Kot einsammelt
    - Glück haben, dass ihr auch genau den Teil erwischt, wo die Würmer/Eier vorhanden sind
    - euch Wünschen, dass euer TA von der mitgebrachten Probe den Teil untersucht, wo auch noch etwas auffindbar ist

    So ists leider nicht sicher, dass wirklich etwas zu finden ist, auch wenn Hund etwas hat.

    Hat mir neulich wieder der Fall bei einer Freundin gezeigt.
    Der Hund magerte ab, sie ging in die Tierklinik, Kotuntersuchung auf Würmer negativ, Blut negativ, etc. Sie wussten nicht, was los ist.

    Dann hat die Haustierärztin noch mal den Kot untersucht und sie hat dann doch Würmer gefunden.


    Aus diesem Grund habe ich auch von 5 Tage lang von jedem Kot Proben nehmen gesprochen. Das ist das Minimum, damit die Probe auch nur einigermassen eine Aussagekraft hat. Hatten wir mal an einem Vortrag durchgesprochen. Die TA hat als Beispiel einen Fall genannt, wo alle klinischen Anzeichen auf einen ganz bestimmten Wurmbefall wiesen. Erst in der 25sten Kotprobe (!) konnte der auch nachgewiesen werden - und die wurden einzeln untersucht. Ist kein Einzelfall, wenn auch ein besonders krasser.

    Daher spare ich mir die Übung und mache lieber 1-2x jährlich Frühlingsputz im Hund.

  • Hallo ... ich finde diesen Treat sehr sehr interessant ... vielen Dank für die wirklich konstruktive Diskussion!
    :gut:

    Ich entwurme auch regelmäßig ... es ist mir einfach zu gefährlich ... wir haben so viel Wild (Wildschweine, Rehe, Füchse, Hasen, ...) und Cheyenne hat mit so vielen anderen Hunden und Kindern zu tun!
    Hier wird überall vor dem Fuchsbandwurm gewarnt ...

    Mein Stiefvater ist Jäger und er hat mir geraten, Cheyenne regelmäßig zu entwurmen.

    Schließlich lasse ich sie auch regelmäßig Impfen! Unter anderem gegen Tollwut und Boreliose ...

    Für mich gehört das zur allgemeinen Vorsorge!

    So sehr ich mich hier über die Vor- und Nachteile einer regelmäßigen Entwurmung informieren konnte, ich werde wohl doch dabei bleiben!

    Liebe Grüße und vielen Dank noch einmal dafür, Henni und Cheyenne!

    P.S. Ich werde weiter mitlesen! ;)

  • Yep, so sehe ich das auch. Kotproben sagen gar nichts aus und kosten viel Geld Bei uns wird 2x mal im Jahr Frühlingsputz gemacht.
    Ich habe meine Stute aufgrund von Wurmzysten verloren. Mit einer Kolik gings los und 1 Woche später war sie Tot. Der Darm war völig perforiert. Die Stute leidete wohl unentdeckt an einer Immunschwäche und in dem Jahr wurde statt 4x und 3x entwurmt.
    Zu locker sollte man das ganz auch nicht nehmen. Wenn die inneren Organe bereits angegriffen sind, wage ich es zu bezweifen, dass man das im Kot nachweisen kann.

  • Was bringt eine regelmäßige WK?
    Man hält den Wurmdruck nur gering, wurmfrei wird der Hund nicht.
    Wenn ich dagegen eine positive Probe finde, dann entwurme ich nach Schema und die Viecher sind erstmal weg. Naja, zumindest bis zur Neuinfektion, im ungünstigsten Fall am nächsten Tag. :hust:

    Dafür meiden wir typische Hundeklos und kalken den Garten regelmäßig.

    LG
    das Schnauzermädel

  • Zitat

    Die Wurmkur hält die Anzahl der Parasiten wenigstens in Grenzen. Das ist mir persönlich nutzen genug.

    In Grenzen hält es sich auch, wenn regelmäßige Kotproben negativ sind. Und sind sie positiv, wird vernünftig entwurmt und man hat sie los.

    LG
    das Schnauzermädel

  • mein Murphy wurde seit der 8. Woche nicht mehr entwurmt.. Ich hab mittlerweile 3 Kotproben machen lassen - und zwar direkt bei Laboklin - über 3 Tage Kot gesammelt, eingeschickt - nach 2 Tagen kam das Ergebnis - kostete mich jeweils 15 Euro.
    Ok, teuer aber - bisher immer komplett negativ, ich kann dadurch meinem Zwerg die Chemiekeule ersparen.. Künftig werde ich wohl so alle 3 Monate eine Probe einsenden (er ist jetzt knapp 1/2 Jahr alt).
    Die erste Probe war beim TA, dort wird aber nur die "einfache" Probe gemacht - weiß grad nicht wie die heißt, im Labor direkt wird alles getestet...

  • Die Problematik von Kotproben wurde ja schon angesprochen.
    Klar ist eine Entwurmung nicht prophylaktisch, aber Fakt ist,
    dass ein Wurmei bzw, eine Larve eine Zeit lang braucht, um sich
    zu einem erwachsenen Wurm zu entwickeln, der wiederum Eier
    ausscheidet. Durch eine regelmäßige Entwurmung(alle 3 Monate
    ist der beste Abstand) werden die erwachsenen Würmer und je nach
    Kur auch die Larven abgetötet. So ist der Hund nicht belastet und
    die Ansteckungsgefahr für den Menschen ist annähernd gleich Null.
    Mir ist es wirklich lieber, den Hund regelmäßig zu entwurmen, als
    eine Kotprobe abzugeben wo womöglich nichts erkannt wird, obwohl
    doch etwas da ist. Denn Würmer belasten den Hund definitiv mehr als
    eine Wurmkur, zumal diese heutzutage gut auf den Organismus
    abgestimmt ist.
    Wir Menschen pumpen uns regelmäßig mit viel schlimmeren Medikamenten
    zu...

  • Hi,

    Zitat

    Durch eine regelmäßige Entwurmung(alle 3 Monate
    ist der beste Abstand) werden die erwachsenen Würmer und je nach
    Kur auch die Larven abgetötet.

    Eben genau dieses "je nach Kur" ist das Problem!
    Die normalen töten eben nicht alle Stadien. Bei bestätigtem Befall muss man deswegen die Kur nach 2 Wochen nochmal wiederholen. Zurecht (weil zu belastend) wird das aber wirklich nur gemacht, wenn der Befall erwiesen ist.

    Mit einer normalen Wurmkur hat man also eben danach keinen garantiert wurmfreien Hund. Man kann sich nicht sicher sein, dass der Hund keine Würmer mehr hat.

    Somit hat man - ganz genau wie bei der Kotproben-Abgabe - nachher einen Hund, der vielleicht Würmer hat, vielleicht auch nicht. Sicher ist - ganz genau wie bei der Kotproben-Abgabe - dass der Hund keinen sehr starken Befall hat.

    Zitat

    Wir Menschen pumpen uns regelmäßig mit viel schlimmeren Medikamenten
    zu...

    Ich vermeide das auch bei mir selbst so weit wie möglich ;)

    lg,
    SuB

  • Stimme in allen Punkten *SuB* zu und füge noch hinzu, daß erwachsene gesunde Hunde oft eine Abwehr gegen Parasiten entwickeln (genau wie erwachsene Menschen auch) und somit tatsächlich oft wurmfrei sind.

    Letztes Jahr vom DVG ne Schulung gemacht: Endo und Exoparasiten. Der Dozent erklärte, daß man nur einen 100 % wurmfreien Hund bekommt, wenn man tatsächlich täglich entwurmt. Hast Du heute entwurmt, kann der Hund morgen mit riechen an verseuchter Kacka oder reintreten und ablecken sich schon wieder Würmer holen. Zu den verschiedenen Stadien wurde ja auch schon so einiges gesagt.

    Mit Kotprobe von 3 Tagen ist man schon auf einer recht sicheren Seite, da ja im Hund wenn Würmer diese nicht alle im gleichen Stadium stecken, sondern total unterschiedlich weit sind.

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