Entwurmung vs. Kotprobe
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Tja, und warum? Weil die Nissen (Wurmeier in Haufen) sich in den Muskeln der Hündin verkapseln, was bei Hormoneinschuß bzw. Streß aufplatzt, die Eier freigegeben werden, die Larven in den Blutkreislauf kommen und so eben auf die Welpen übertragen werden... Da sind in den seltensten Fällen Würmer im Verdauungstrakt der Hündin. Und wie weiter oben schon festgestellt haben eben Welpen keine vernünftige Darmflora, weswegen sie auch schnell mal Dünnpfiff kriegen. Deswegen können sich dort die Würmer so gut einnisten.
Leider haben auch viele Tierärzte diesbezüglich nur Halbwissen (wie auch mit der Ernährung) , aber ich denke mal ein Dozent über Endo-und Ektoparasiten sollte es wissen, oder???
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Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
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Ich gebe Dir in allen Punkten uneingeschränkt recht. Wurmbefall hat in erster Linie was mit dem Immunsystem zu tun. Ein starker Organismus kann in der Regel gut mit Parasiten umgehen.
Dein Beitrag war sehr informativ.
Mein Problem ist aber, was ist wenn das Immunsystem nicht korrekt arbeitet und der Wurmbefall spät oder gar nicht bemerkt wird ?
Und es gab eine Langzeitstudie (bei Pferden) wo nachgewiesen wurde, dass Pferde auch mit negativer Kotprobe, Wurmbefall hatten (wurden nach dem Tod endoskopiert.
Könnest Du mich aufklären wie Wurmzysten entstehen (ernst gemeint!) ?
Das ist ein Thema das mich lange beschäftigt. Aber bei google gibt es kaum Informationen. -
Quirina, ich habe so einen Hund (Immunsystem wird mit Absicht außer Kraft gesetzt). Sie wird nicht einfach so entwurmt. Allerdings wird auch nicht nur alle 3 oder 4 Monate der Kot untersucht, sondern im Grunde ständig.
Es würde bei ihr (!) einfach nichts bringen, auf gut Glück Chemie in sie zu pumpen. Der Körper ist so schon kaputt genug und ich will ihr nicht wöchentlich (oder monatlich) eine komplette Wurmkur reinhauen..
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Immunsystem und Wurmbefall:
Natürlich sollte jeder Halter seinen Hund im Auge behalten. Arbeitet das Immunsystem nicht richtig, wird der Hund ja nicht nur Würmer bekommen, sondern auch ständig andere Infekte haben. Das merkt man also auf alle Fälle. Dann kommt es auf die Würmer an. Wenn der Hund Würmer hat, wird man das in aller Regel aber auch ohne Nebeninfekte merken, wenn man seinen Hund beobachtet. Blähungen, Husten von Schleim, danach wieder Abschlucken, dicker Blähbauch, Fellprobleme, Hautprobleme, abmagern bei gutem Futter. Das sind ja alles Faktoren, wo man sowieso nach seinem Hund schaut und überlegt, wovon es kommt. So schnell richten Würmer keinen gravierenden Schaden an. Da muß der Hund schon extrem geschwächt sein und der Besitzer echt wenig aufpassen.
Bei Pferden ist die Sache ja aber ganz anders als bei einem Hund. Guck nur mal welche Massen an Kot ein Pferd über einen einzigen Tag ausscheidet. Wieviel davon willst Du testen, damit Du wirklich Eier finden kannst? Da müßte man halt auch auf alle Fälle mehrere Proben nehmen und im Grunde ganze Haufen untersuchen, weil ja auch nicht an jedem Pferdeapfel Eier hängen bleiben. Bei Hunden ist die Sache deutlich überschaubarer.

Wie genau entstehen Wurmzysten? Ehrlich gesagt, bin ich da ein wenig überfragt. Ich weiß nur soviel, daß vorallem Spulwurmlarven sich in unterschiedlichen Stadien in unterschiedlichen Körperteilen entwickeln. Die wandern ja auch in die Lunge, werden dort dann hochgehustet, abgeschluckt und kommen erst so in den Darm, wo sie sich andocken und dann erst den richtigen Wurm bilden. Es ist wohl so, daß sich eben solche Mini-Larven auch in die Muskeln vorarbeiten und dort verkapseln, praktisch ähnlich wie eine Verpuppung. Dort warten die dann auf entsprechende Gegebenheiten um wieder auszustreuen...
OT: Es gibt nen Wurm, dessen Larve von Ameisen aufgenommen wird, den Ameisen ins Gehirn krabbelt, dort einen ganz bestimmten Nervenstrang stimuliert, der die Ameisen dazu bringt, daß sie an Grashalmen so hoch wie möglich klettern, dann beißen die Larven bei den Ameisen was durch, die Kiefer der Ameisen klappen zu, verbeißen sich an dem Grashalm, die Ameisen werden von Kühen gefressen, die Larve ist in der Kuh und entwickelt sich dort zum Wurm.... Böse, oder???
(hat damals mein Biolehrer so erzählt) -
Zitat
Ich wüßte auch gerne wie du selbst nachguckst

Ich bin beim Lesen hier doch etwas nachdenklich geworden. Im Prinzip kann man diesen Thread doch teilen in Kotprobenbefürworter/Wurmkurgegner(nur bei Befall) und Kotprobengegner/Wurmkurbefürworter.
Nur mal angenommen ich entwurme meinen Hund tatsächlich 2x/Jahr um zumindest den Befall zu reduzieren. Und nur mal angenommen heute ist der Tag X wo ich entwurme bzw. mit der Wurmkur fertig bin. Dann habe ich rein theoretisch doch den Befall reduziert bzw. möglicherweise sogar einen derzeit wurmfreien Hund, oder?
Nur mal weiter angenommen ich geh morgen Gassi und Hundi nimmt einen wurmverseuchten Kothaufen auf, schnuppert dran oder wie auch immer. Und dann wird wieder ein halbes Jahr nix gemacht bis zur nächsten Wurmkur. Was passiert dann?Ich steh momentan auch vor der Überlegung was ich machen soll? Kotprobe oder Wurmkur? Weil Otto das letzte Mal im Welpenalter entwurmt wurde
Es geht ihm gut, er frißt gut, Fell sieht toll aus. Alles prima. Aber wir haben ja derzeit auch einen Welpen im Haus mit dem er spielt. Sollen jetzt sicherheitshalber beide Hunde entwurmt werden? (Wobei der Kleine vor 4 Wochen entwurmt wurde - aber der frisst alles ) -
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Zitat
Quirina, ich habe so einen Hund (Immunsystem wird mit Absicht außer Kraft gesetzt). Sie wird nicht einfach so entwurmt. Allerdings wird auch nicht nur alle 3 oder 4 Monate der Kot untersucht, sondern im Grunde ständig.
Es würde bei ihr (!) einfach nichts bringen, auf gut Glück Chemie in sie zu pumpen. Der Körper ist so schon kaputt genug und ich will ihr nicht wöchentlich (oder monatlich) eine komplette Wurmkur reinhauen..
Ich dachte dabei nicht an Autoimmun Erkrankungen, sondern eher an Infekte oder Stoffwechselerkrankungen.
Bei autoimmun Erkrankungen kann es ja bei Wurmbefall zu einer Abschwächung der Syptome kommen, da das Immunsystem was zu bekämpfen hat.
Bestimmte Wurmarten werden ja beim Mensch gezielt zur Behandlung von Morbus Crohn eingesetzt. -
Fräulein Wolle, danke für Deine Einschätzung und die informative Diskussion!
Im Grunde sehe ich es ähnlich nur eben mit dem Unterschied, dass mit Kotprobe abgeben mir persönlich zu aufwändig und zu teuer ist. Wir haben ja zwei Hunde, ein Pferd und eine Katze und für mich wäre das nicht realisierbar.
Im Grunde wird bei uns entwurmt, wenn auch ein Verdacht besteht, wenn Hundi z.B. auf dem Teppich schlittenfährt und der Appetit zu nimmt, aber die Körpermasse weniger wird.
Und alle drei Monate käme für mich eh nicht in Frage, da ich durchaus der Meinung bin, dass das Immunsystem auch was zum Arbeiten braucht (Vielleicht ist das auch der Grund der zunehmenden Lebensmittelallergien bei Hunden, wer weiß ?) -
Wenn Du Deinen Hund entwurmst und er direkt nach der Wurmkur wieder Eier aufnimmt, werden die sich eher einnisten, weil durch die Wurmkur die Darmschleimhaut mitgenommen ist und die Würmer sich besser einnisten können. wartest Du nun 1/2 Jahr, bis zu den Hund wieder entwurmst, ist das verdammt lange, Dein Hund nun wahrscheinlich extrem verwurmt und sicherlich zeigt er auch schon Probleme.
Warum ist Kotprobe zu teuer??? Wenn Dein Hund gesund, fit und symptomfrei ist, reicht es alle halbe bis 1 Jahr ne Kotprobe machen zu lassen. Das wären dann jeweils 10 Euro. Und Würmer, die das Pferd hat gehen nicht auf den Hund. Mit Katze kenne ich mich nicht aus.
Wenn Welpe im Haus (da Welpen eigentlich immer Würmer haben, siehe oben, Abkapselung in den Muskeln der Mutter usw.) würde ich sicherlich auch den Alten mit entwurmen, da durch den Streß, den so ein kleiner Wurm mit sich bringt, das Immunsystem unter Umständen auch geschwächt ist, der Alte den Kleinen sicherlich auch leckt und sauber macht und selbst wenn sich beim alten nix einnistet, er ja die vom kleinen aufgenommenen Wurmeier wieder ausscheidet und wieder an den Kleinen weitergeben kann. Würde ich wohl aber auch irgendwie von der Konstellation, dem Alten an sich und so abhängig machen.
Schlittenfahren macht Bluey auch so, aus Spaß, abends nach dem Fressen, mit nem Grinsen im Gesicht..
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