Hund sehr auf mich fixiert. Was tun?

  • Zitat

    wenn´s an´s Verteidigen geht kann ich das ja nachvollziehen, aber wo zieht Ihr denn da genau die Grenze zwischen enger Bindung und Kontrollzwang?

    Die Grenze muss man nicht ziehen, weil es immer die besser Wahl ist einen Hund mehr zu distanzieren als ihm ständig den Individualbereich des Menschen zuzugestehen.

    Viele Grüße
    Corinna, bestimmt über ihren eigenen Dunstkreis gern selbst

  • Feivel verfolgt mich desöfteren auch mal in ein anderes Zimmer, beispielsweise wenn ich in die Küche gehe. Er weiß aber, wo sein Platz ist und das er sich da hinzulegen hat, während ich in der Küche werkel. Da kann ich das nämlich nicht ab, wenn ich beim Kochen ständig aufpassen muss, dass ich den Hund nicht über den Haufen renne. Wenn ich dann irgendwann wieder ins Wohnzimmer gehe, dann kommt er meistens auch hinterher gewatschelt, aber auch da weiß er wo sein Platz ist und fordert nicht meine Aufmerksamkeit ein.
    Wenn ich mit ihm spielen will, kuscheln, Übungen machen, usw. dann gehe ich zu ihm.
    Ist am Anfang zwar hart, aber es lohnt sich!

  • Ja, das ist bei meinem auch so. Er hat mich vom ersten Tag an nie aus den Augen gelassen und wollte immer bei mir sein und das ist jetzt noch genau so geblieben! Auch er beachtet niemand, isst nichts und spielt nicht, wenn ich nicht da bin, sondern schläft bis ich wieder komme...so lange sie nicht fiepen oder weinen, sondern auch gut alleine sein können und dabei schlafen, sehe ich kein Problem dabei...

    Ich wüsste ehrlich gesagt nicht, wie ihm das abzugewöhnen...

  • Verfolgen und belagern ... ich denke belagern äußert sich durch noch mehr Dinge als nur hinter Frauen/Herrchen herlaufen! Und die kleine Maus zeigt das durch ihr fiepsen schon ganz deutlich ...

    Ich finde nicht, dass mein Hund mich belagert, weil sie gern mit mir in einem Zimmer ist ... untern Schreibtisch liegt, wenn ich arbeite ... in der Küche sitzt wenn ich koche, oder zu meinen Füßen liegt, wenn ich TV sehen!

    Das finde ich mehr als normal ... und wenn ich sie nicht gebrauchen kann (eigentlich putze ich eh nicht gern ... ich könnts auch einfach lassen :lol: ), dann bleibt sie in der Box ... aber davon mal abgesehen hört sie draußen sehr gut ... ist das denn dann eine "gute Bindung"?

    :???:

  • Hmm, also, nur als Zusammenfassung:

    Fine fiept einfach, wenn ich den Raum verlasse und sie nicht hinterher kann.

    Wenn sie mit mir sein kann, dann ist sie sehr genügsam und ist einfach froh, dass sie dabei sein kann. Also, es ist nicht so, als dass sie dann Aufmerksamkeit einfordern würde! Es wird gespielt, wenn ich spielen will und gekuschelt, wenn ich mich auf s Sofa schmeiße und ihr das Signal gebe.

    Also, ich möchte bloß nicht, dass hier ein komisches Bild entsteht.

  • Zitat

    Die Grenze muss man nicht ziehen, weil es immer die besser Wahl ist einen Hund mehr zu distanzieren als ihm ständig den Individualbereich des Menschen zuzugestehen.

    Viele Grüße
    Corinna, bestimmt über ihren eigenen Dunstkreis gern selbst

    es wäre für die TS bestimmt interessant, wie man da am besten vorgeht ;)

  • Zitat

    es wäre für die TS bestimmt interessant, wie man da am besten vorgeht ;)

    Im Moment ist die TS ja noch nicht 100% überzeugt, dass es so ist, also wäre hier vllt erstmal ein bischen Aufklärung sinnvoll.

    Ich versteh es noch nicht und würde echt gerne mehr wissen. Nehmen wir mal an der Hund verfolgt einen durchs ganzen Haus, hält aber Abstand und stellt sich einem nicht in den Weg, sondern weicht aus wenn man auf ihn zukommt. Ist das Kontrolle? Wie sieht das denn im Hunderudel aus, machen die das untereinander auch?

  • Ich kann nur aus meiner Erfahrung sprechen, je mehr ich meine Individualdistanz einforder, je mehr ich dafür sorge, mal meine Ruhe zu haben, den Hund mal NICHT im gleichen Zimmer oder auf meinen Füssen liegen habe, oder ihn seine Nase in "meine" Angelegenheiten stecken lasse, umso aufmerksamer ist er, wenns drauf ankommt ( sprich Gehorsam ) .

    Das ist einfach so. Bei uns zumindest.

  • Teilweise hört sich das hier alles recht kompliziert an :???: . Dabei - finde ich -ist es doch eigentlich ganz einfach:

    Der Hund muss "kommentarlos" also ohne Fiepen in sein Körbchen verduften und dort bleiben, wenn ich ihn hinschicke oder im anderen Zimmer bleiben, wenn ich ihm ein entsprechendes Kommando gebe. Das bedeutet ja nicht, dass er nie hinter mir herlaufen darf - nur eben bestimme ICH, wann er das darf. Ausserdem sehe ich da einen engen Zusammenhang zwischen Fiepen, wenn Du aus dem Zimmer gehst und dem Alleinebleiben. Denn ein Hund, der bereits fiept, wenn man nur das Zimmer verlässt, der kann doch wahrscheinlich schon garnicht ein paar Stunden ganz alleine bleiben ohne zu weinen. Und ob es nun Kontrolle ist oder nicht, übe doch einfach eine zeitweise Distanz zwischen Dir und Deinem Hund ein durch Ignorieren, schrittweises Alleinebleiben üben und loben und Leckerchen geben, wenn es klappt.

    LG Francisca

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