Leinenagression wird zum Problem!
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Hallo,
Butch (kastrierter Mischling), unser Zweithund, der seit Dienstag bei uns wohnt, hat anscheinend eine ausgewachsene Leinenagression.
Wenn wir spazieren gehen und Butch einen Hund entdeckt (ich meine wirklich entdeckt, der kann noch 50 m weg sein), dann geht das Machogehabe los: Bellen (ununterbrochen), ziehen, scharren etc. Cody (kastrierter Rüde, der sich mit allem verträgt), unser Ersthund, verhält sich, wenn er ohne Leine mitläuft - während Butch den Affen macht - meist völlig ruhig.
Habe schon versucht, bei Gezetere die Richtung zu wechseln, was meistens gar nichts bringt. Butch läuft dann zwar vom Hund weg, dreht sich aber immer wieder um und bellt die ganze Zeit weiter. Natürlich wird braves Verhalten (was er aber kaum anbietet in der Situation) belohnt. Butch ist dann auch so gepusht, dass er nicht mal seine geliebten Leckerchen nimmt.
Auch an Bogen laufen ist nicht zu denken, da der Bogen ja 100 m betragen müsste und dazu müsste ich mitten durchs Feld latschen.
Gestern haben wir - um den nachbarschaftlichen Frieden zu wahren - einen Kennenlernspaziergang mit meinen zwei und der Nachbarshündin gemacht. Cody war ohne Leine, Butch und die Dackelhündin an der Leine. Am Anfang des Spaziergangs hat Butch bestimmt 5 Min. ohne Pause gebellt. Irgendwann war dann Ruhe.
Eigentlich versteht sich Butch auch gut mit anderen Hunden - vor allem Hündinnen. Er hat auf der Pflegestelle mit einer zusammen gewohnt.
Gestern hat Butch durch einen Zaun eine Colliehündin begrüßt - ohne jegliches Gebell. Heute begegnet uns die Hündin auf dem Spaziergang und Butch macht ein Theater ohne Ende. Sie war total brav, ging ganz ruhig an ihm vorbei, also er wird nicht von den anderen Hunden angestachelt.
Ich weiß grade echt nicht weiter! Bin hier erst her gezogen. Wohne in einem klitzekleinen Dorf und will nicht als die mit dem bissigen Hund verschrien sein
Bitte, bin für alle Tipps dankbar.Hilfesuchende Grüße,
LauraP.S.: Will unbedingt so schnell wie möglich in die Hundeschule mit Butch. Auf dem Land sind die Angebote aber dünn und ich hoffe, dass mir ein normaler Hundeverein mit sowas helfen kann. Und selbst dort muss ich schon fast 30 km hin fahren.
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16. August 2009 um 11:12
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Leinenagression wird zum Problem! - Vor einem Moment
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gehst du nur mit beiden oder auch mit ihm alleine? Gibt es da Unterschiede im Verhalten?
Was machst du an UO-Übungen mit ihm?
Wie beschäftigst du ihn?Ich würde die nächsten vier Wochen (Eingewöhnungszeit) nur mit ihm alleine gehen und viel mit ihm üben.
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Ich kenne das Problem. Unser 2. Hund hat sich die gleichen Marotten jetzt auch angeeignet. Sie hat es sich abgeschaut und macht jetzt auch oft so ein Theater. Also hab ich dann 2 Hunde an der Leine, die sich so aufführen. Bei mir in der Gegend gibt es leider auch keine gute Hundeschule, die mir weiterhelfen konnte. Ich hab mir in einer bekannten Hundeschule einen Intensivtag gebucht und fahre extra 300 km dahin.
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bungee: ich gehe meistens einen Spaziergang am Tag mit Butch alleine. Verhalten ist das gleiche - wie ich das beurteilen kann. Da ich mitten auf dem Land wohne, treffe ich auf vielen Spaziergängen keine Hunde, sodass sich das mit dem Üben in der Situation auch in Grenzen hält. Auch bei den gemeinsamen Spaziergängen, kann ich micht jedoch hauptsächlich auf ihn konzentrieren, da Cody sehr gut hört, und einfach ohne Leine mitläuft.
Was die UO angeht, kann er bisher kaum was. Sind grade dran das Hier und das Sitz zu üben. Angeclickert habe ich ihn auch schon.
Beschäftigung: lange Spaziergänge mit Gehorsamsübungen, Clickern.
Er ist schon älter, ca. 8, und ihm Haus ein total braver Hund, der sich ruhig verhält.Liebe Grüße,
Laura -
dann fang als erstes mit "schau" an.
Zuhause üben (kannst du auch klickern) und dann immer weiter die Zeit ausdehnen, wie er dich angucken muss.
Das schau-Kommando kannst du auch prima klickern. (10 bis 20 mal am Tag üben).Kann er schon "sitz"?
Wenn beides zuhause gut sitzt, kannst du es anfangen, draußen zu üben
Außerdem würde ich mir einen Hundeverein zum Trainieren suchen.
P.S.
Die Hund unterscheiden nach Örtlichkeiten. D.H. du musst natürlich auch gezielt gutes Verhalten von drinnen nach draußen übertragen. -
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Das mit dem "Schau" hatte ich mir auch schon vorgenommen, das zu trainieren. Es wird natürlich eine Weile dauern, bin er das auch unter Ablenkung drauf hat.
Habe gelesen, dass man Hunde beim Leinentraining aber nicht vom anderen Hund ablenken soll, sondern trainieren soll, dass der Hund den anderen wahrnimmt und trotzdem ruhig bleibt. Wie passt das dann mit der Schau-Übung zusammen?
"Sitz" kann er schon, führt es aber noch nicht immer zuverlässig aus. Sind dabei, das noch zu festigen.Grüße,
LauraP.S.: Habe gerade versucht das "Schau" zu klickern. Bin mir aber nie sicher, wann er mir wirklich ins die Augen/ das Gesicht schaut. Wann clickert man denn? Bei jeder Bewegung in Richtung Gesicht? Oder nur beim wirklichen Blick ins Gesicht?
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zum Clickern:
erstmal nur die Richtung belohnen.
später, wenn er dich richtig anschaut.Natürlich soll dein Wuffel auf lange Sicht ruhig bleiben.
Das "schau" ist erstmal ne Krücke, um ihm die Alternative zu bieten und aus alten Verhaltensmustern rauszukommen. (Wenn der Hund schon älter ist, weißt du ja nicht, was die Vorbesitzer bei ihm alles durchgehen lassen haben).
Draußen absitzen lassen und "schau" bevor er pöbelt.Das Gute an dieser Übung ist, dass du die dann später auch im Freilauf ausbauen kannst (kannst dann später auf das Absitzen auch verzichten)
Aber das hat dazu geführt, dass Bungee mich immer erstmal anschaut, ob ich die Hundebegnung auch erlaube.Timing ist natürlich wichtig: Musst diese Kommandos geben, BEVOR dein Hund in einen irgendwie geartetetn Erregungszustand verfällt. Wenn das passiert haste natürlich keine Chance.
Sobald er ruhig sitzen bleibt und dich anschaut, wenn ein fremder Hund vorbeigeht, kannst du auch anfangen, das ruhige Vorbeigehen zu trainieren.
Dafür würde ich dir dann eben nen Hundeverein empfehlen, weil du dann da auch Trainingspartner hast, wo du erstmal unter einfacheren Bedingungen das Vorbeigehen üben und festigen kannst.
Musst mal sehen, ob das bei diesem älteren Hund noch zu einem generalisierten Verhalten führt. Ansonsten muss man sich noch was anderes überlegen. Aber erstmal würde ich es auf diesem Wege versuchen. -
Bitte Hilfe:
wie mache ich das dann inzwischen bei Hundebegegnungen??? Also bis er das "Schau" dauf hat?
War grade wieder laufen und Butch hat JEDEN Hund, der uns begegnet ist, angemacht. Eine Hündin, der wir begegnet sind, wäre er sogar angegangen, wenn er gekonnt hätte!
Ich könnte grade echt heulen. Er hat auch - trotz seiner nur 13 Kilo - echt Kraft und ich kann ihn grade so halten.
Wie macht man das denn auf engen Wegen???
Bestimmt denken schon alle hier ich bin ne unfähige Hundehalterin mit zwei Biestern. Dabei wohne ich erst seit Anfang August in dem Dorf hier.
Bin in Bälde auch auf Hundesitter angewiesen, aber mit so nem Hund läuft doch keiner
Er reagiert bei anderen Hunden an der Leine wirklich auf nix!!!
Hab jetzt schon Schiss vor´m nächsten Spaziergang.
Ist das mit der Leinenagression eigentlich n Dominanzproblem? Im Haus ist er sehr brav, hört gut etc. Auch draußen klappt das "Hier" schon echt gut. Soll ich z.B. nur noch aus der Hand füttern? Priviliegien streichen? Hilft das??Verzweifelte Grüße
,
Laura -
Ich denke mir mal, dass Dir so ein Patentrezept, wie alle Privilegien streichen, nicht aufs Sofa usw........herzlich wenig nützen wird, weil von hier aus keiner beurteilen kann, weshalb Dein Hund sich draußen so aufführt.
Ich würde mir vorübergehend, sozusagen als Erste Hilfe Maßnahme, ein Halti besorgen und mir vorab aber einen Hundetrainer suchen, der Dir eine spezielle Haltiführtechnik zeigen kann. Mit dem "üblichen" festhalten am Halti, wie es meist im Zoogeschäft kurz beschrieben wird, wirst Du keinen Erfolg haben, zumindest dann nicht, wenn die Begegnungen wirklich so heftig sind, wie Du schreibst.
Thomas Baumann hat eine spezielle Haltiführtechnik entwickelt, die auch bereits einige Hundetrainer erlernt haben und beherrschen. Mit dieser Führtechnik, selbstverständlich in Kombination mit weiteren Maßnahmen, passend auf Dich und Deinen Hund abgestimmt, wirst Du das Problem sicherlich bald im Griff haben. Ich habe schon einige Hunde gesehen, die vorübergehend so geführt wurden und die Hundehalter recht schnell ihr Problem in den Griff bekamen, schon alleine aus dem Grund, weil sie selbst viel sicherer wurden und der Hund souverän geführt wurde.Oft ist nämlich schon allein die Angst vor der nächsten BEgegnung ganz unbewusst für den Hund das Startzeichen zum Angriff! Man bewegt sich dann ganz anderst, richt anderst, usw.........Hund bemerkt dies!
Gruß Fips Flocke
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Hallo,
schau doch mal hier, vielleicht hilft Dir das ja weiter
https://www.dogforum.de/ftopic61551.html.
Liebe Grüße, Jana
- Vor einem Moment
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