Leinenagression wird zum Problem!
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Hallo,
Leinanggression ist echt so ein Thema für sich

Meiner persönlichen Erfahrung nach, liegt es oft an Unterforderung des Hundes oder an den Ängsten des Halters.
Wie reagiert der Hund denn, wenn eine andere Person (anderes Familienmitglied-falls vorhanden) ihn führt?
Wie reagiert der Hund denn genau (Körperhaltung, nur Bellen?, Knurren? Fletschen?Geht der Hund nur nach vorne, oder ist er eher unsicher und geht vor und zurück? Ab welcher Distanz kannst du Veränderungen am Hund bemerken (steif werden, Bürste, fixieren etc.) ? Wie reagierst du genau?
Wie hältst du die Leine wenn du einen Hund siehst? Ab wann versteifst du dich? -
17. August 2009 um 22:01
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Leinenagression wird zum Problem! - Vor einem Moment
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LG Steffi mit Buddy
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@ Jana: Danke für den Link. Habe ich mir glaube ich schon 10 mal durchgelesen. Leider klingen die Tipps darin für mich jedoch alle leider vollkommen unausführbar.
Mein Hund kennt leider nicht das Kommando "Lass es" und ich denke auch nicht, dass er darauf hören würde in einer solchen Situation.
Zudem ist "Wohlfühlabstand" bei meinem Hund, wenn er den anderen Hund nicht sehen und nicht riechen kann!
An eine Alternativhandlung "Komm weiter" ist auch nicht zu denken.
Ich habe jetzt mal eine Hundetrainerin in Schwäbsich Hall per Mail kontaktiert.@ Charlotte: Bisher habe nur ich ihn ausgeführt. Mein Freund ist grade sehr im Stress und hat keine Zeit zum Gassigehen. Von daher weiß ich nicht, wie er bei anderen reagiert. Werde nochmal die Pflegestelle kontaktieren, wie die es immer gehandhabt haben. Wie er sich dort verhalten hat etc.
Er darf momantan noch nicht von der Leine - ich arbeite mit Schlepp. Verhalten von Butch: Er sieht den anderen Hund - fixiert - fängt an zu ziehen - ab da nehme ich ihn kurz und mache mich natürlich steif, damit ich ihn halten kann - je näher der Hund kommt, desto schlimmer - dann wird böse gebellt und nach vorne gegangen. Es ist mit Sicherheit keine Unsicherheit!Man man man, bin echt am Verzweifeln!
Grüße,
Laura -
Zitat
Meiner persönlichen Erfahrung nach, liegt es oft an Unterforderung des Hundes oder an den Ängsten des Halters.
Mich würde mal interessieren, wieviel "persönliche" Erfahrung du da hast, dass du so ein Resumé ziehst?
LittleCody
Ich habe auch einen Hund mit einer ausgewachsenen Leinenaggression. Wenn es dich interessiert, kannst du unsere Geschichte ja hier mal nachlesen: https://www.dogforum.de/ftopic74973.htmlIn unserem Fall ist Max Leinenaggressiv aus Frust. Er möchte halt gerne zu jedem Hund und spielen. Geht leider nicht, da er nicht mehr der süße Welpe ist, wo das jeder toll findet und daraus, dass wir Kontakte an der Leine unterbunden haben, erwuchs uns eine satte Leinenaggression. Anfänglich konnten wir ihn noch mit Balla oder Leckerlie ablenken aber es wurde immer schlimmer.
Wir haben dann einiges probiert ohne wirklichen Erfolg. Auch ein Halti zu dem ich dir bei einem "richtig" Leinenaggressiven Hund definitiv nicht raten möchte. Ein Halti wäre nur zu empfehlen, wenn du deinen Hund nicht halten kannst. Wir haben einen 28 kilo Berserker an der Leine und konnten ihn trotzdem halten, deswegen haben wir aufs Halti verzichtet. Es hat durchaus bis zu einer Grenze geholfen ... aber ein leinenaggressiver Hund neigt dazu plötzlich in die Leine zu steigen, wenn du dann nicht richtig reagierst, kannst du deinem Hund schwere Verletzungen zufügen. Halti ist in meinen Augen eher etwas für Hunde die nicht leinenführig sind.
Was tun. Wir haben wie gesagt vieles probiert. Irgendwann sind wir auf das Buch "Alter Angeber" von Patricia McConell gestoßen. Dort wird das "schau" beschrieben. Das ganze Buch wirkte motivierend auf uns einen neuen Versuch zu starten. Wir haben dann "schau" aufgebaut und sind auch immer noch dabei, es ist keine kurzfristige Sache, dass muss einem klar sein. Wir haben auch eine Einzelstunde bei einer Verhaltenstrainerin genommen, um zu schauen, ob wir auf dem richtigen Weg sind, diese Bestätigung haben wir erhalten. In Aktion können wir es noch nicht anwenden, womit ich zu deiner Frage komme, was du bis dahin tun kannst.
Wir laufen Schleifen, d.h. sehr aufmerksames Gassigehen .... wenn wir einen Hund sehen, dann die Ansage an den Hund "hier entlang" eine elegante Körperdrehung und ein Wechsel der Straßenseite. Wir haben Glück, dass Max nicht auf große Distanz aggressiv ist, sondern sein Wohlfühlabstand bei mittlerweile ca. 10 Meter liegt. D.h. wir können auch hinter anderen Hunden hergehen ... nur das direkte aufeinander zugehen führt zum totalen Amoklauf ;). Deswegen gehen wir Schleifen, was einen Weg durchaus mal verlängern kann.
Gestern hatten wir auch eine sehr positive Erfahrung. Wir haben unter anderem Max seinen Radius eingeschränkt, d.h. er geht, bis auf die Momente wo wir "frei" sagen bei Fuß. Er hat dadurch offensichtlich ein besseres Gefühl, denn gestern war ein Mann mit 2 kläffenden JRT´s dabei die Straße zu uns rüber zu wechseln und ich sah an Max seiner Körperhaltung, dass er gleich verspannen würde. Ich habe lediglich gesagt "nein", dann "hier entlang" und konnte mit einem etwas bockigen Hund (ohne ausflippen) den Weg in die andere Richtung fortführen. Normalerweise waren die Hunde so nah, dass er ausgeflippt wäre und vor allem haben die gekläfft, was für ihne ja eine direkte Einladung darstellt.Wichtig ist, dass du locker bist. Ich habe im Buch den Tipp gelesen zu singen ... so blöd es sich anhört ... ich habe am Anfang, wo ich Richtungwechsel geübt habe oder wenn uns ein Hund entgegenkam wirklich gesungen. Kam mir doof vor aber es hat mir geholfen. Die Leine kann kurz sein aber immer locker.
Was das Schau-Training betrifft sind wir dazu übergegangen mit dem Clicker statt mit der Stimme zu bestätigen, da die Stimme immer Emotionen transportiert ... der Clicker bestätigt nüchtern und mit einem noch besseren Timing.
Wir haben uns hier im Forum einen Trainingspartner für Direktkontakte gesucht mit dem wir uns jetzt treffen werden. Da werden wir einfach mal schauen, wie es läuft. Ist halt besser, wenn der andere weiß, dass man einen Hund hat der potentiell ausflippt.Mit all diesen Wegen sind wir jetzt soweit, dass wir die letzten 3-4 Wochen keinen einzigen Ausflipper mehr hatten und der gestrige Kontakt sagt mir, dass dies vielleicht auch positiv in weiterer Hinsicht war. Dadurch das er die letzten Woche keine Selbstbestätigung mehr durch das Aggressionsverhalten hatte ist er vielleicht selber auch entspannter ... aber das ist pure Spekulation ... ich war gestern nur sehr überrascht .... denn er ist sozusagen ein "Vorbild" an Leinenaggression (kläffen, senkrecht in die Leine steigen, auf nichts mehr reagieren, total versteifen, fixieren, sich nicht abblocken lassen, weil man vorstürmt, etc.).
Ich habe bis dato null Plan, ob das "Schau" für uns im Endeffekt die "Lösung" darstellt aber da wir zeitglich weitere Trainingsmöglichkeiten suchen, bin ich zuversichtlich, dass wir so oder so zum Ziel kommen. Am Freitag sind wir zu einem Treffen von leinenaggressiven Hunden in der HuSchu wo ich das Einzeltraining hatte, eingeladen. Das Treffen ist wohl für zukünftige Hundetrainer... es sind 4 Hunde eingeladen ... einer davon ist Max. Vielleicht kann ich von dem Treffen auch noch was positives mitnehmen, was ich dann gerne weitergebe.
Aber .... mein Weg ist im Zweifelsfall nicht dein Weg. Es gibt unzählige Tipps und Ansätze, was diese Problematik betrifft und ich denke der Beste Weg ist, wenn man einen guten Hundetrainer (sehr großes Problem) findet, der eine Beurteilung der Lage machen kann und einem Tipps geben kann. Oft ist es die eigene Körperhaltung, dass stramm nehmen der Leine, etc. aber das kann niemand beurteilen der einen nur im Internet liest.
Ich drück dir die Daumen für deinen/euren Weg!!!!!

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Also an Unterforderung...naja...nee.
An Ängsten des Halters schon eher. Belli hat das schon immer gut aufgenommen. Ich hab nen Hund gesehen und dachte natürlich gleich "Super jetzt gehts wieder los..." und schon gings auch wieder los. Je lockerer und sicherer man in die Situation reingeht, desto besser.
Was uns schon auch geholfen hat: Ganz ganz klare Regeln, die es einzuhalten gilt. Z.B. nicht aufs Bett, nicht als erster durch die Tür. Ich halte nicht allzu viel vom Dominanz-Märchen, bin aber der Meinung, dass klare Regeln einfach Sicherheit geben. -
@ Fantasmita: Vielen vielen Dank für deine ganz ausführliche Antwort. Das Problem hier in der Gegend, in der ich wie gesagt noch nicht lange wohne, ist:
1. Alle Hunde, denen wir bisher begegnet sind, waren angeleint. Ich glaube, dass Butch das auch merkt, und dass es ihn stört.
2. Es ist sehr (!!) ländlich, was heißt, dass, wenn man sich begegnet, man sich auf dem Feldweg begegnet - also direkt aufeinander zu läuft und keine Ausweichmöglichkeit hat - links und rechts sind Felder. Das macht Butch natürlich besonders "heiß". Also Straßenseite wechseln und ähnliches geht schlicht nicht. Einzige Möglichkeit wäre, umzudrehen. Aber dann bin ich natürlich unter Umständen Stunden unterwegs, wenn ich jedes Mal umdrehe, wenn ich einen Hund sehe.
Ich kann mir momentan überhaupt (!!!) nicht vorstellen, das Butch an lockerer Leine an einem anderen Hund vorbei kommt. Er ist insgesamt noch nicht so super leinenführig und hängt sich bei Hundebegegnungen erst so richtig rein. Ich MUSS ihn auch extrem kurz nehmen, da er sonst wirklich den anderen Hund angeht (heute war´s echt schon extrem knapp!).
Hoffe inständig, dass die Trainerin gut ist und ich würde mich freuen, wenn du mir weiterhin mit deinen Erfahrungen weiterhilfst.Grüße,
Laura -
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Fanta
Ich schrieb doch MEINE PERSÖNLICHE Erfahrung! Wenn du das anders siehst, bzw. andere Erfahrungen gemacht hast, ist das vollkommen in Ordnung. ICH habe diese Erfahrung öfter gemacht :/
Darf ich schon noch schreiben, oder?
Wie oft? Genau Daten darüber habe ich nicht.
Wie ich schon öfter erwähnt habe, nehme ich häufig Hunde in Urlaubspflege und habe früher auch sehr viele Gassihunde gehabt (letzteres habe ich mir "abgewöhnt", es war oft sehr ärgerlich).
Leinenaggression ist ein sehr häufig auftretendes Problem.
Zumindest erscheint es MIR so.
Ich kann aber auch damit aufhören, persönliche Erfahrungen zu schildern
@ Threadstarterin Toll, dass du einen Trainer kontaktiert hast!
Ich denke, es ist evtl. besser wenn du ersteinmal abwartest wie dieser arbeitet. Es gibt, wie Fanta schon sagte, eine Menge Ansätze. -
Vorerst würd ich an deiner Stelle trotzdem umdrehen. Ist natürlich keine Lösung für ewig (daran musst du mit dem Trainer arbeiten), aber derweil würd ichs tun - er soll ja nicht noch länger genau die Erlebnisse haben, die eigentlich nicht mehr sein sollen.
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Und nochmal eine Frage - diesmal zum Aufbau des "Schau": habe gelesen, dass man - um das ins Gesicht schauen zu provozieren - ein Leckerlie auf Augenhöhe halten soll. Besteht da dann nicht die Gefahr, dass der Hund denkt, es ist richtig, dem Leckerlie nachzuschauen und nicht, mir ins Gesicht zu schauen?
Werde ab jetzt das mit dem Umdrehen versuchen, auch wenn mich dann alle hier für verrückt und kontaktscheu halten werden (Landleben halt).
Grüße,
Laura -
Das mit dem "Schau" kann ich so, dass das Leckerli in der Hand in Kopfhöhe gehalten wird, aber mit ausgestrecktem Arm. Irgendwann schaut der Hund dich dann fragend an, dann gibts das Leckerl.
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ich les grad gespannt mit, ich hab daselbe problem bei meiner bordermixine.
versteht sich eigentlich mit allen hunden (bei hündinnen wird seit neuestem erstmal die wichtigkeit geklärt, dann paßts), aber an der leine mutiert sie zum monster.
leider nicht nur bei hunden, sondern auch bei menschen. wenn man aber auf sie zugeht und sie "gewaltsam" streichelt und sie nicht ausbüxen kann, dann isse sofort ruhig, freut sich und lässt sich gern streicheln.sie is extrem unsicher bei fremden menschen. ich hab sie in so einer situation mit fremden hunden auch schonmal abgeleint, da war sie sofort still und hat sich hinter meinen beinen versteckt.
ich verstehe dieses verhalten überhaupt nicht.
ok, fremde menschen anbellen aus unsicherheit, aber mit leine bei hunden heiserkläffen und zerren. ohne leine ne sekunde später angst?
schau kennt sie, macht sie sonst immer sofort und ist dabei richtig konzentriert, aber sobald ein hund auftaucht denkt sich nicht dran, mich anzusehen, ich bin dann luft.
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