HILFE - Sollte ich den Welpen lieber abgeben ??

  • Hallo !

    Ich benötige ganz dringend einen Rat. Folgende Situation:

    Seit einer Woche habe ich einen Labrador Welpen (9 Wochen). Einen Hund zu haben war seit langem mein Traum, den ich mir nun erfüllen konnte, da ich ihn mit ins Büro nehmen kann. Ich habe mich wirklich intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt, doch auf einmal sieht alles ganz anders aus........

    Schlafe nicht mehr (alle 2 Stunden raus), kann nichts mehr essen und habe einfach Angst etwas falsch zu machen und dem Welpen nicht gerecht zu werden. Zudem hat er wahnsinnige Angst vorm Auto fahren und gerade das ist wichtig, da ich oft im Aussendienst unterwegs bin. Spazieren gehen, oder auf der Wiese spielen.........Fehlanzeige..........er bewegt sich kein Stück. Durch die ganze Anstrengung (kein Schlaf, Welpen Treppe rauf und runter tragen usw.) verliere ich langsam die Geduld bzw. meine Nerven sind extrem strapaziert.

    Ich bin total überfordert und habe Angst, meinen Alltag bzw. Beruf nicht bewältigen zu können. Außerdem wünsche ich mir, dass der Hund glücklich und zufrieden ist.

    Haltet Ihr es für besser ihn wieder an den Züchter zurück zu geben ???

  • Hast du dich vorher nicht Informiert was alles auf dich zu kommt?
    Du musst dem Hund auch Zeit geben sich einzuleben.Er muss sich auch zuerst an alles gewöhnen,es ist doch noch ein baby ;)

  • Hallo

    nur nicht den Kopf hängen lassen.

    Dein Welpe ist erst 9 Wochen alt und erst seit einer Woche bei dir.
    Für ihn ist das alles neu.
    Und das Autofahren wird er, mit Geduld und Spucke auch noch lernen.

    Mein Kleiner ist auch erst 12 Wochen alt - Autofahren wollte er am Anfang auch nicht - mittlerweile klappt es super. Und das mit dem Spazierengehen - gib ihm Zeit - das ist noch ein Baby.

    LG Sandra

  • Oh weh, versuch erstmal tief durchzuatmen.

    Welpen sind immer etwas anstrengend und das ist noch kein Grund, ihn gleich wieder wegzugeben.

    Wohnst Du allein??

    Mit den zwei Stunden ist schon richtig, allerdings würde ich die Regel nicht so eng sehen.

    Schau, daß Du nach dem Fressen/trinken, spielen und schlafen raus gehst, daß können auch mal drei oder vier Stunden sein.

    Wegen dem rausgehen und auf der Wiese spielen, daß kann schon mal passieren, daß der Welpe erstmal Angst hat in der großen weiten Welt.
    Wie war denn die Prägung beim Züchter? Ist er im Haus aufgewachsen mit Garten??
    Wie wohnst Du denn in einer Wohnung oder Haus?

    Das Autofahren ist auch eine Sache, die man erst langsam beibringen muss. Hast Du eine Box für ihn??

  • Hallo Amigo :???:

    hm.... also erstmal gaaanz ruhig und beruhig dich erstmal...
    Es ist doch so. Du schreibst das Du Dich vor der Anschaffungs des kleinen ausführlich mit dem Thema Hundekauf beschäftigt hast. Also wirst Du doch bestimmte Vorstellungen gehabt haben wie Dein Alltag mit dem kleinen aussehen sollte.
    Der kleine ist jetzt seit einer Woche bei Dir und muß sich noch an Dich gewöhnen uund Vertrauen aufbauen. Das kann er in der einen Woche unmöglich. Dafür braucht er Zeit.
    Thema Autofahren... Das war bei uns genauso. Keine Lust auf´s Autofahren...mit rumheulen.... zittern.... bellen etc. Aber unsere kleine hat sich nach kurzer Zeit supi dran gewöhnt und ist nun kaum noch rauszubekommen. :headbash:

    Wir haben und bei unserer kleinen auch nen Kopp gemacht ob wir ihr gerecht werden... und wir sind die erste Zeit auch alle zwei Stunden raus gegangen wegen Pipi machen usw... das legt sich aber recht schnell. Mit drei Monaten war unsere kleine bereits stubenrein und konnte tagsüber etwa drei Stunden aushalten.
    Gebt eurer Beziehung etwas Zeit zum wachsen und bring die Geduld auf das sich Dein kleiner an Dich gewöhnen kann....

    Glaub mir... Es lohnt sich. Erst wenn Du merkst das Du Ihm auch nach längerer Zeit nicht gerecht wirst und Du keine Beziehung zu Ihm aufbauen kannst solltest Du Dir Gedanken machen was weiter mit Ihm passiert.
    Wir waren anfangs auch oft verzweifelt aber werden dafür jetzt jeden Tag von unserer kleinen belohnt.

    Liebe Grüße Bubble :reden:

  • Es ist mir klar, dass er noch ein Baby ist und ich Geduld aufbringen muss, aber es ist schwer, wenn man alleine lebt und niemanden hat, mit dem man sich z.B. nachts abwechseln kann.

    Will einfach nicht aufgeben, aber ich bin körperlich und psychisch ziemlich am Ende........

    Hat jemand von Euch Erfahrung mit dem Welpenalltag im Büro ??

  • Der Knopf ist mitten in der Prägung und alles was er nun bis zur 16 Woche kennen lernt ist gut.
    Natürlich ist erst einmal alles neu und alles gruselig für den Knopf, aber das wird sich geben. Gib ihm Zeit - in ein bis drei Wochen wird er durch die Gegend stolzieren mit dem "Was - kostet - die - Welt - Blick".

    Gebt euch etwas Zeit und erwarte nicht zu viel auf einmal. Natürlich ist der Anfang schwer und nervenaufreibend, wie bei jedem Baby.
    Schau dich nach einer guten Welpen(spiel)stunde um und du wirst sehen, dort geht/ging es andren Menschen ähnlich und ihr könnt euch austauschen und man wird dir dort auch Mut machen können und die nötige Kraft geben.

    Vielleicht noch ein Buchtipp: Das verflixte erste Hundejahr von Gerling. Das empfehle ich unseren Welpenbesitzern auch immer sich anzuschaffen und man stellt beim lesen immer wieder fest, das man das nicht alleine durchmacht.

  • Zitat

    Hallo !

    Ich benötige ganz dringend einen Rat. Folgende Situation:

    Seit einer Woche habe ich einen Labrador Welpen (9 Wochen). Einen Hund zu haben war seit langem mein Traum, den ich mir nun erfüllen konnte, da ich ihn mit ins Büro nehmen kann. Ich habe mich wirklich intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt, doch auf einmal sieht alles ganz anders aus........

    Es sieht meistens ganz anders aus, als man sich vorgestellt hat.
    Allerdings habe ich schon das Gefühl, dass du dich nicht wirklich damit auseinandergesetzt hast, wenn ich deinen nächsten Absatz lese.

    Zitat

    Schlafe nicht mehr (alle 2 Stunden raus), kann nichts mehr essen und habe einfach Angst etwas falsch zu machen und dem Welpen nicht gerecht zu werden.

    Wieso kannst du nichts mehr essen?
    Angst etwas falsch zu machen, hatten wohl die meisten, das ist normal beim ersten Hund ;)

    Zitat

    Zudem hat er wahnsinnige Angst vorm Auto fahren und gerade das ist wichtig, da ich oft im Aussendienst unterwegs bin. Spazieren gehen, oder auf der Wiese spielen.........Fehlanzeige..........er bewegt sich kein Stück.

    Kein Wunder mit 9 Wochen. Ein Welpe muß sehr langsam an alles gewöhnt werden. Autofahren ist für die meisten Hunde zu Anfang nicht besonders toll, aber man kann es ihnen schmackhaft machen. Lock ihn mit Leckerlie, streichel ihn im Auto, zeig ihm einfach, dass es nichts schlimmes ist. Das alles natürlich noch ohne zu fahren.
    Wegen des Spazierengehens: Für einen Welpen sind das alles soooo viele neue Eindrücke. Er braucht Zeit, das alles zu begreifen. Da ist Geduld und Einfühlungsvermögen gefragt.

    Zitat

    Durch die ganze Anstrengung (kein Schlaf, Welpen Treppe rauf und runter tragen usw.) verliere ich langsam die Geduld bzw. meine Nerven sind extrem strapaziert.

    Das ist normal, wenn man sich nicht wirklich vorbereitet hat.

    Zitat

    Ich bin total überfordert und habe Angst, meinen Alltag bzw. Beruf nicht bewältigen zu können.

    Hast du dir keinen Urlaub genommen für deinen Welpen????


    Zitat

    Außerdem wünsche ich mir, dass der Hund glücklich und zufrieden ist.

    Dafür muß man auch etwas tun.

    Zitat

    Haltet Ihr es für besser ihn wieder an den Züchter zurück zu geben ???

    Wenn, dann jetzt sofort, da könnte er noch rel. leicht an einen guten Platz vermittelt werden. In ein paar Wochen wird das ganze schon schwieriger.

  • Hallo amigo :smile:

    Zuerst einmal....ich kann Dich gut verstehen. Habe nun seit 4 Wochen eine Labi-Hündin. Und ich habe genau das gleiche gedacht, wein paar wenige Tage nachdem Ronja bei uns eingezogen war. ;)
    Das kann "mia-maria" (eine sehr liebe Freundin und ebenfalls Forumsmitglied hier ) bestätigen :D
    Ich kann Dir nur sagen....nicht den Mut verlieren! Es zahlt sich auf jeden Fall aus.
    Er/Sie ist ja noch ein Baby und wie bei einem Menschen-baby ist die erste Zeit wirklich anstrengend. Aber glaube mir, mit jeder Woche erkennst Du Fortschritte und wirst auch für Deine Mühe und den fehlenden Schlaf belohnt.
    Nun habe ich einige Fragen:

    -hast Du für nachts einen festen Schlafplatz für Deinen Labi?
    -bist Du alleine mit ihm/ihr?
    -besuchst Du eine Welpengruppe?

    Für mich war sehr wichtig daß ich jemanden habe bei dem ich mich "ausheulen" konnte
    Ich habe auch die erste Zeit nicht geschlafen....ich glaube das hat jeder mitgemacht der einen Welpen hatte :smile:
    Zum Schlafplatz kann ich Dir nur empfehlen wirklich einen festen Platz zu wählen. Ich habe von meiner Züchterin einen Kennel empfohlen bekommen und auch gleich bei ihr gekauft.
    Ihre Welpen kennen diese vom ersten Lebenstag an und schlafen auch mit den erwachsenen Hunden später darin.
    Ronja wollte und brauchte diesen Bereich gleich von Anfang an und nachdem wir ihr ein dickes Kuscheltier mit hinein gelegt hatten, schlief sie wie ein Engel darin. ;) Sie brauchen halt noch ganz viel Nähe.
    Auch ans Autofahren wird er/sie sich bald gewöhnen da bin ich mir ganz sicher.
    Meine Freundin empfahl mir Ronja wirklich ÜBERALL mit hin zu nehmen....(restaurants, cafes, einkaufszentren, Tiefgaragen, Aufzüge, Kirmes ect) denn Du bist ja noch in der Prägephase. Und alles was Ihr jetzt gemeinsam macht ist später kein Problem mehr.

    Alles in Allem.....versuch Dich wirklich ein wenig in Geduld zu üben.
    Es lohnt sich auf jeden Fall.
    Ist ja wirklich novh eine ganz kleine "wurst" die Du da hast

    Also....nicht den Mut verlieren.
    Du schaffst das!!!!
    Kannst Du Dir vielleicht ein paar Tage frei nehmen um mehr Zeit für Dich und Deinen Welpen zu haben?

  • :lol:
    Ich nenn das jetzt mal Wochenbett-Blues.

    Tja, man informiert sich vorher. Klärt alles ab. Liest. Läßt sich ganz viel von anderen Hundehaltern erzählen.

    Und dann ... dann wird der Traum plötzlich Realität.
    Und das is wie im richtigen Leben:

    erstens kommt es anders - und zweitens als man denkt.

    Nimms mit Humor.
    Man wächst ja an seinen Aufgaben ... und son Welpe ist definitiv ne sehr schöne und sehr anstrengende Aufgabe.

    Und Du verlangst ja auch schon ne Menge von dem Kleinen - grad mal ne Woche da und schon mit im Außendienst ... puh
    Ihr könnt das ganz gut schaffen, wenn Du dabei Humorvoll, Geduldig und Gelassen bleibst.

    viel Spass
    susa

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