Schmerzen und Hundebisse

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    Wer von Euch ist eigentlich schon mal gebissen worden?
    Mir ist das schon einige Male passiert; vom Dackel in den Finger, von einem Husky in die Hand, einem Jagdhund in den Unterschenkel, von einem DSH ins Gesicht, von einem DSH ins Handgelenk, von einem Pitbull Mix in den Oberarm unsw. Es hat aber nie wirklich wehgetan. Den DSH der mich ins Gesicht gebissen hat, habe ich überhaupt nicht los gelassen und ihn mir einfach aus dem Gesicht gezogen. Als mich ein DSH (meiner) ins Hanfgelenk gebissen hatte, habe ich ihn noch in Ruhe in den Zwinger gebracht, bin ins Büro und habe Gaby- sie hatte noch ein längeres Telefonat, erstmal ausreden lassen bevor ich ihr den Arm zeigte und mich habe verbinden lassen. Auch die anderen Bisse haben mir kaum etwas ausgemacht. Ich hatte zwar ein gewisses Schmerzempfinden, aber das war immer zu vernachlässigen. Etwa mit dem Empfinden bei einem starken Muskelkater vergleichbar. Der einzige Biss der wirklich weh tat, war der des Dackels.
    Ein ernstzunehmendes Schmerzempfinden trat bei mir immer erst nach einer gewissen Zeit auf, wenn sich die Wunde zu entzünden begann oder, wie in einem Fall, ein Nerv durch die Narbenbildung beeinträchtigt wurde, oder der Biss in einer enormen Stresssituation zustande kam und der Stress sich gelegt hatte.
    Mir ist aufgefallen das ich in diesen Situationen nie Angst hatte, außer in dem Fall mit dem Dackel. Damals war ich gerade 13 oder 14 Jahre alt.
    Wenn man das Gebiss größerer oder kräftiger Hunde betrachtet und sich die Gesetzmäßigkeit von Kraft und Oberfläche vergegenwärtigt, muss man auch eigentlich zu der Schlussfolgerung kommen, dass das Hundegebiss viel zu groß und stumpf ist, um Schmerzen zu verursachen, wie sie zum Beispiel durch scharfkantige Gegenstände wie Sägen oder Stichwaffen hervorgerufen werden.
    Es ist wissenschaftlich erwiesen, das Todesangst, extremer Stress und Schockzustände durch plötzliche Verletzungen wie z.B. durch Unfälle oder Schusswaffen hervorgerufen, das Schmerzempfinden des Menschen völlig lahm legen. Verantwortlich dafür ist das Beta Endorphin (ein von einer Hirndrüse erzeugtes Endorphin, 40 X stärker als Morphium). Aber warum tritt dieser Effekt bei Hundebissen und/oder Angriffen durch Hunde nicht auf? Und das, obwohl viele Menschen bei einem Angriff durch Hunde sicher Todesangst empfinden.
    Oder ist die Angst bei Hundeattacken nur subjektiv so groß und tatsächlich nur die Angst vor dem Unbekannten, dem Unvermögen sich geeignete Gegenmaßnahmen vorstellen zu können?
    Empfinden andere (die meisten?) Leute eher als Schmerz interpretierte Angst?

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  • Ich bin bisher zum Glück erst einmal gebissen worden - mit etwa 4 Jahren in die Hand. Ich erinnere mich eher an den Schreck und das Blut als an den Schmerz.

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  • jepp, stimme ich zu !!!
    Bin auch schon einige Male geknappt und auch einmal richtig gebissen worden, jedoch, was mir in Erinnerung geblieben ist, ist nicht der Schmerz, sondern nur der Schreck!
    Blöder Vergleich, aber so ähnlich war es bei meinem ersten Sturz vom Pferd - als ich unten ankam, dachte ich nur "oh gar nicht so schmerzvoll wie ich immer dachte" vergessen habe ich allerdings nie die Angst, die ich kurz vor dem Fall hatte.
    Klar, einen Tag später merkte ich aufeinmal, wie viele Rippen und Knochen ein Mensch hat, aber das war nicht so schlimm wie der Schreck ansich!
    Grüsse
    Nina

    Liebe Grüsse
    Nina
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    mit Billy & der Schäferbande
    & Toby im Regenbogenland
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    Ein Hund ist der einzige
    Freund,
    den man kaufen kann.

  • Ich bin zweimal gebissen worden.
    Einmal von einem Dobermann in den Unterarm und einmal von einem
    Zwergpudel in die Hand.
    Hat beides eigentlich nicht besonders wehgetan, weder direkt während des Bisses, noch hinterher. Ich hab wahrscheinlich Glück gehabt und bei beiden Malen wurden Stellen erwischt, die nicht so schmerzempfindlich sind.
    Der Schock nach einem Biss ist aber nicht zu verachten. Selbst beim Zwergpudel wurden mir kurz drauf die Knie weich und ich musste mich für ein paar Minuten setzen.
    Beide Bißwunden heilten übrigens ohne irgendwelche Komplikationen wie Entzündungen ab. Vielleicht, weil ich die Bisse sofort desinfiziert habe?


    liebe Grüße
    Steffi

    Das zärtlichste aller Geschöpfe ist ein nasser Hund
    (Ambrose Bierce)

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  • Wenn ich das richtig sehe, kann bis jetzt niemand bestätigen das Hundebisse derart schmerzhaft sind, das Panikverhalten oder unkontrolliertes Handeln rechtfertigen.
    Wenn es zu Hundeangriffen kommt, warum auch immer, dann könnte man diese doch grundsätzlich abwehren, anstatt sich in völlig falschem Verhalten zu verlieren. Schwere Verletzungen könnten demnach vermieden werden.
    Lasst es mich mal sehr überspitzt am Beispiel von Angriffen durch sogenannte "Kampfhunde" darstellen, die es ja zweifellos auch gegeben hat und geben wird. "Ein AmStaff, Pitbull oder Bullterrier ist nun mal ein recht kleiner und mit durchschnittlich 30 Kg auch ein relativ leichter Hund. Zudem neigen sie dazu sich festzubeiossen. Zumindest für einen erwachsenen Menschen wäre es also in der Theorie machbar, mit dem Hund am Arm zum nächsten Baum, Laternenpfahl u.ä. zu laufen und den Hund einfach mit der Wirbelsäule davozuschlagen". Einen DSH, der ja im Regelfall immer wieder nachfasst, könnte man demnach einfach am Hals fassen und festhalten. Alternativ könnte man aber auch hundischesVerhalten imitieren und sich ergeben in dem man ruhig auf dem Rücken liegen bleibt. Wie auch immer, schwerwiegende oder Mehrfachverletzungen könnten also in den meisten Fällen vermieden werden, wäre da nicht die Angst für die es keinen "logischen" Grund gibt.


    Was ist denn aber jetzt der tatsächliche Grund für menschliches Fehlverhalten bei Hundebissen/Attacken?

  • Hallo,


    als Kleinkind bin ich mal von einer alten Cockerhündin gebissen worden. Alle haben mich nur ausgelacht, weil es angeblich nicht sein konnte. Keiner hatte zugesehen. Danach hat ich fast 35 Jahre lang Angst vor Hunden. Jetzt habe ich selber ienen und ich weiß, dass ich damals nicht gebissen wurde. Der Hund hatte lediglich geschnappt, weil ich so aufdringlich war. Und sie war alt und krank und wollte ihre Ruhe. Hätte man das mir damals erklärt, mir wäre viel erspahrt geblieben.


    An sich hat nur mein Hund schon öfters nach mir geschnappt. Besonders in der Pupertät oder bei großen Schmerzen. Aber sonst hätte ich es auch nicht gemerkt, dass was mit ihr nicht stimmt. Zähne hat man aber danach nie gesehen. Ich meine Beißspuren.Inzw. ist sie aber ganz gelassen geworden. Ansonsten wurde ich noch nie gebissen oder verletzt.


    Nur mein Hund wurde schon gebissen. Da hat sich mal eine Hündin einfach nur so im Ohr festgebissen. Das war ein echter Mist. Sie ließ nicht mehr los und hat dann auch noch den Besitzer gebissen. Na, das Ohr wurde wieder heile, aber das Ding sitzt. Sie mag seitdem nicht mehr alle Hündinnen und hat gelernt, dass man durch Beschwichtigung alleine nicht jede Beißerei verhindern kann.


    LG Kindhund

  • Hallo,


    auch ich habe bisher bei Hundebissen nicht wirklich Schmerzen gehabt.


    Der erste Biss ist in meiner Kindheit gewesen - war im Oberarm, da kann ich mich nicht wirklich erinnern aber das was an Erinnerung noch da ist, sagt mir, da waren nicht wirklich Schmerzen eher Schock.


    Dann bin ich im letzten Jahr von einem Riesenschnautzer, der eigentlich Paul angreifen wollte in die rechte Hand gebissen worden. Dabei wurden bis auf den Daumen alle Finger betroffen. Die beiden schlimmsten waren Zeigefinger und Ringfinger. Am Zeigefinger war genau das ganze Gelenk aufgerissen und der Knochen sichtbar. Auch hier habe ich nicht wirklich Schmerzen gehabt. Es war unangenehm und ich hatte einen Schock aber das wars auch schon. Nur lange hat es gedauert. Ich hatte alle vier Finger fast 6 Wochen Verbunden und der Zeigefinger war sogar 8 Wochen verbunden. Das war das Schlimmste.


    Gruß
    agil

  • Warum sollte Panik durch Schmerz verursacht werden? Die Logik verstehe ich jetzt nicht wirklich! Das Problem ist doch die ganze Situation an sich. Man rechnet nicht damit, erschreckt sich, der Körper schüttet Adrenalin aus, der Gebissene verfällt in einen Schockzustand.


    Sowas kann auch passieren, ohne daß ein Mensch überhaupt körperliche Schmerzen hat.

    Liebe Grüße
    Silvia und die Mogwais

  • Hallo,


    da gebe ich Pebbles recht. Panik kann ich auch bei einem Schiffsuntergang haben, obwohl der nicht sonderlich wehtun wird ;o))


    Gebissen wurde ich auch schon, allerdings "nur" von einem Dackel. Meinem Dackel! Und mehrfach! Als Kind! Und komischerweise hatte ich vor diesem Hund nie Angst. Ich hab eine Narbe über (!) dem Knie, da hat er mir ein Stück rausgebissen. Außerdem ist er mir im Auto ins Gesicht gegangen. Angst hatte ich nie, ich hatte nur Angst, dass meine Eltern die Nase voll haben könnten und den Hund abgeben...
    Heute weiß ich, das wir damals viel, sehr viel falsch gemacht haben mit dem Hund und er nie wusste woran er bei uns war, weil wir ihm immer wiedersprüchliche Infos rüberkommen lassen habe. Manchmal wünschte ich mir er würde noch leben und wir könnten nochmal neu anfangen, vernünftig.


    Nun, das geht nicht, aber ich werde nicht vergessen was ich dadurch gelernt hab - wenn auch leider nur im nachhinein...


    liebe Grüße


    Ella

    Trickdogging und Hunde-Spiele für Jederman

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