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Der Weg zum Hund

  • Ich muß mich mal so richtig auskotzen.


    Wie an der ein oder anderen Stelle schon zu lesen war, bin ich seit geraumer Zeit auf der Suche nach einem Hund. Erstmal nicht dramatisch. Auf dem Weg dahin hatte ich allerdings schon einige unheimliche Begegnungen der dritten Art. Nachdem ich mir Gedanken machte, welche Rasse es denn überhaupt sein soll, stand schnell fest, daß es schon in Richtung Retriever gehen würde (gerne einen Schoko-Labrador :herzen1: ).


    Nun, das verschob sich dann immer weiter, da ein Umzug anstand und ich den möglichen neuen Hund da nicht mittendrin auch noch rumwuseln lassen wollte. Der sollte dann schon in Ruhe im neuen Heim ankommen können. Gesagt, getan.


    Ende August ging die Suche vom Neuen los.
    Also bei diversen ***-in-Not-Vereinen umgeschaut, für gut befunden, gemeldet. Diejenigen, die sich überhaupt gemeldet haben, waren dann wiederum weniger gut. In einem Fall war der Hund nicht mehr in der Nähe, sondern in einer neuen Pflegestelle rund 300km weiter weg - da könne man ja mal hin und sich den Hund angucken. Mitnehmen ginge dann aber noch nicht gleich :irre: Soviel also dazu.


    Die Nächste gestand, den Hund, trotz ebensolcher Angabe, gar nicht in meiner Stadt zu haben, sondern irgendwo in Spanien :???: Soviel also dazu.


    Na ja, wozu lebt man in ner Großstadt? Vom Traum des braunen Labradors verabschiedet und ab ins erste Tierheim. War immerhin ein Labrador, aber schwarz. Trotzdem ein süßer Kerl. Einziges Problem: Mit kleinen Hunden gibt es vielleicht Probleme. Da ich noch einen kleinen Hund hab, würde ich die gerne mal zusammenführen, sagte ich. Gegenfrage, ob ich denn auf dem Land wohnen würde. :irre: Also eigentlich war ich schon der Meinung, daß in ein Hamburger Tierheim bevorzugt Leute aus Hamburg kommen, was ja nun nicht so recht ländlich liegt, im Großen und Ganzen. Ich verneine also. Das war dann auch schon das Ende des Gespräches. Der Hund könne nur aufs Land, weil ist halt so. Begründung? Gibt's nicht. Fazit: Der Hund sitzt noch heute dort, seit Januar 2008. Also bald ein Jahr. Ich hätte ihn im September gleich mitgenommen, aber weil ich nur Parkanlagen in der Nähe habe, aber nicht auf dem Land wohne, kriege ich ihn nicht. Stattdessen sitzt er ein Jahr lang im Tierheim. Sinn? Fehlanzeige.


    Wir waren dann Wochen später nochmal dort, weil ja ständig neue Hunde dort reinkommen. Wollten mal den ein oder anderen ausführen, so wie man es uns beim ersten Besuch anbot; mit dem Hinweis, eine halbe Stunde früher zu kommen, dann könnten wir uns den Hund aussuchen, den wir ausführen wollten. Gesagt; getan. Reaktion: Wer wir denn glauben würden zu sein. Hier müsse sich schon jeder an die Spielregeln halten. Tierheim Nr. 1 war also abgehakt. Schade um die Tiere (derzeit ist wieder ein Hund dabei, der mich interessieren würde. Aber hey, ich wohn ja eh nicht auf dem Land. Das ist ja schon Voraussetzung. Wenn ich denen erzählen würde, daß ich seit über 12 Jahren einen Hund in ner Etagenwohnung halte, würden die mir sicher die Bude stürmen :irre: ).


    Tierheim Nr2. Hat man schon viel von gehört. Ist so DAS Hamburger Tierheim. Gut, der alte Vorsitzende nahm es mit dem Tierschutz nicht so genau, aber der ist jetzt ja auch schon paar Monate weg und letztendlich geht es ja um die Tiere, nicht um die Angestellten dort. Also: Tag der offenen Tür; schnell mal hin. Strömender Regen, hält uns aber nicht ab, die halbe Stunde durchs Industriegebiet zu latschen, wo man sich an düstere Zombie-Filme erinnert fühlt. Eigentlich fehlten nur die blutverschmierten Leichen und ein bißchen Gruselmusik. Irgendwann wurde es aber auch wieder netter und grüner. Ganz schöner Andrang war das. Junge Eltern mit der Frage "Wo ham sie denn die Welpen?" und noch jüngere Kinder mit dem Flehen "Och Papi, bittööö!". Ja, wir waren also wohl am Ziel. Schnell rein, Tag der offenen Tür war es wohl wirklich. Jeder durfte überall mal hin (außer in die Käfige/Zwinger). Da, der erste Kandidat, und der zweite, und der dritte. Gott, was für schöne Hunde. Und auch noch so liebe. Während der Rest der Meute tobt, sind sie ganz friedlich. Die restlichen Besucher schauen lieber nach den Sokas und Minis, das spornt mich noch mehr an, einen der "Langweiler" haben zu wollen. Ausführen? Das geht heute natürlich nicht mehr. "Wir machen ja schon in 30 Minuten zu". Ja, da geht das natürlich nicht. Nichtmal für paar Daten zu den Hunden reicht die Zeit. Also noch einen Hund vormerken lassen; DER soll es sein. Genauer gesagt "Sie". Die wollen wir ausführen und am liebsten auch mitnehmen, wenn alles passt - woran aber keiner wirkliche Zweifel hat.


    *Sprung in der Zeit nach vorne*
    Wie immer, voller Begeisterung nochmal auf die Internetseite des Tierheims schauen. Aber was ist das? Der zugesicherte Hund ist verschwunden. Ein Anruf bringt Gewissheit. Er wurde vermittelt, kurz vor meinem Termin. Man war sich ja gar nicht sicher, ob ich wiederkommen würde. Soviel also dazu.


    Welche Optionen bleiben?
    Diesmal machen wir's richtig. Gehen gleich früh hin, holen uns den, den wir haben wollen, führen ihn aus, nehmen ihn mit. Fertig. Ende. Aus! Ein Kandidat ist auch gefunden. Er ist alt. Viel zu alt. Aber auch bei unserem Besuch war er einer der Kandidaten.
    Freitag soll es soweit sein. Sollte... Inzwischen ist auch er von der Internetseite verschwunden und so schwindet auch langsam die Hoffnung, daß es überhaupt so sein soll, daß ich einem Hund ein neues Zuhause geben werde. In einer viertel Stunde beginnt die Bürozeit beim Tierheim. Ob ich mal anruf und frag, warum er verschwunden ist? Aber wozu... weg ist weg. Vielleicht ist er sogar gestorben, und das nur so kurze Zeit, bevor ich ihn rausgeholt hätte.


    So macht das irgendwie keinen Spaß mehr. Ich dachte, die Tierheime wären gewillt, die Tiere auch zu vermitteln, die sie in ihrer Obhut haben. Stattdessen arbeitet in jedem Tierheim mindestens eine Person mit Minderwertigkeitskomplexen, die sich scheinbar nicht anderweitig zu profilieren weiß, als ihre Macht über die Tiere auszudrücken - und genau an diese Person gerate ich dann. Nur so 'ne Theorie.
    Und scheinbar sind auch die Tierhilfsorgas nur bedingt gewillt, die Tiere zu vermitteln, die sie in ihrer Obhut haben.


    So langsam macht es wirklich keinen Spaß mehr. Glückwunsch an diejenigen, die bis hierhin gelesen haben.

  • Zitat von "Sreel"

    In einem Fall war der Hund nicht mehr in der Nähe, sondern in einer neuen Pflegestelle rund 300km weiter weg - da könne man ja mal hin und sich den Hund angucken.


    Ich gebe ehrlich zu, nur bis dahin intensiv alles gelesen zu haben und den Rest nur überflogen zu haben. :ops:


    Denn, die Suche nach DEM Hund ist nie leicht und braucht mal länger oder weniger Zeit, Geld und Aufwand.


    Aber die Entfernung hat bei unserer Zuckermaus keine Rolle gespielt. Wir sind liebend gerne einige Male ca. 500 km einfachen Weg hin und her gefahren, bis wir sie endlich mitnehmen durften.

    42 ist das kürzeste und bekannteste Zitat und die Antwort auf alle Fragen.

  • also ich bin für meinen woody schlappe 260km 2 mal gefahren. 1 mal besuch, 2 mal abholen. das finde ich ist normal. ich würde mich eher fragen,wenn sie mir woody direkt mitgegeben hätte. seriöse züchter gucken dich erst mal ganz genau an und überlegen es sich gut,dir einen hund zu geben. das mit dem tierheim finde ich übrigens super!!!!

    Fina, Geboren am 18. Oktober 2004, SWH/WSS

  • Also selbst wenn ich ein Auto hätte, würde ich die Strecke höchstens für die Fahrt zum Züchter fahren. Erstmal schauen, ob mir einer zusagt, und dann zum Abholen. Aber in diesem Fall ging es ja um die Tierschutzorga, die a) zu blöd ist, den Aufenthaltsort der Hunde anzuzeigen und den man sich mühselig erfragen muß und b) dann auch noch die falschen Aufenthaltsorte ansagt. Im Endeffekt wurde man vor die Wahl gestellt. "So, jetzt wollen sie einen Hund, dann fahren sie auch 300km. Oder ist es ihnen doch nicht SO ernst damit?" :irre: Könnt ihr ja gerne machen, wenn ihr so geil drauf seid. Ich jedenfalls komm mir da verarscht vor.

  • sreel,ich muss zugeben,ich seh noch nicht ganz alles auf meinem monitor. sollte cih dich angegriffen haben tut mir das leid,wollte ich nicht. wenn ich nicht gewusst hätte wo ich hinfahren soll,hätte ich mir nen anderen züchter gesucht/tierheim,oder abgeklärt was da los ist.

    Fina, Geboren am 18. Oktober 2004, SWH/WSS

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Hallo,


    Wie wäre es denn die Kleinanzeigen einmal zu durchforsten und einen Hund von privat zu übernehmen. Damit rettest Du ihn vielleicht davor überhaupt ins Tierheim zu kommen und die Leute die den Hund abgeben wissen mehr darüber zu erzählen, als Tierheimangestellte es könnten.


    Ich studiere neugieriger Weise auch immer die Kleinanzeigen in der Tageszeitung und da stehen selbst in unserem Kaff oft Hunde drin. Meistens in der Pupertät.


    Liebe Grüße
    Dana und Wauzis

    "Keine Beleidigung würde mich so hart treffen, wie ein misstrauischer Blick meiner Hunde"

  • der Hund soll dich die nächsten 10-15 Jahre deines Lebens begleiten. was sind da im Gegensatz 300 km???


    Versuchs doch mal bei kleineren Heimen, auch außerhalb Hamburgs.
    Irgendwo wird schon der richtige Hund auf dich warten. Auch wenns 500km entfernt ist :/

    lg Sabrina



    * "Es gibt keine Treue, die nicht schon gebrochen wurde, ausgenommen die, eines wahrhaft treuen Hundes" *

  • Hey Sreel,


    tut mir leid für Dich! Da bist Du echt an blöde Leute geraten :/


    Hast Du denn heute morgen noch bei dem Tierheim angerufen wegen dem Hund der auf einmal nicht mehr auf der Internet Seite war?


    Das die Tiere bei vielen Tier Orgas nicht in Deutschland sind bzw an einem ganz anderen Standort ist mir auch schon aufgefallen.


    Da muss man den Beschreibungstext ganz genau lesen und irgendwo steht dann nebenher erwähnt das sich das Tier noch im Land X befindet und vorher war davon nirgends die Rede.

    Georg und Fellnase Merlin

  • Ich empfehle dir, mal ein Jahr ehrenamtlich im örtlichen Tierheim oder in einer Tierhilfsorga mitzuarbeiten, dann sprechen wir uns nochmal !!


    Gruß, staffy - die lange an ihrem Zweithund gesucht hat


    Wenn mir ein Interessent sagen würde, daß er für nen Welpen vom Züchter, nicht aber für nen TS Hund 2 x so einen Strecke fahren würde ... ich hätte keinen Hund für den :roll:

    Begegne einer Gemeinheit mit einem Lächeln, es beschützt einen Teil deiner Seele !

  • Zitat von "Rahijana"

    Hallo,


    Wie wäre es denn die Kleinanzeigen einmal zu durchforsten und einen Hund von privat zu übernehmen. Damit rettest Du ihn vielleicht davor überhaupt ins Tierheim zu kommen und die Leute die den Hund abgeben wissen mehr darüber zu erzählen, als Tierheimangestellte es könnten.


    Ich studiere neugieriger Weise auch immer die Kleinanzeigen in der Tageszeitung und da stehen selbst in unserem Kaff oft Hunde drin. Meistens in der Pupertät.
    ...


    Genau so bin ich an meine Frau Schmitt (damals 10 Monate alt, jetzt seit 10 Wochen bei mir) gekommen. Den Stress mit Tierheimen oder irgendeiner Tierschutz-Orga hab ich mir nicht angetan.
    Und was soll ich sagen? Bei Frau Schmitt und mir war's Liebe auf den ersten Blick. :liebhab: Und sie ist der liebenswerteste und unkomplizierteste Hund, den ich je hatte.
    Einzig die Größe war so nicht angedacht. Mikrobenklein sollte mein neuer Freund nun gerade nicht sein. Aber 1. wo die Liebe hinfällt ... und 2. auf Optik lege ich bei den Auswahlkriterien den geringsten Wert.
    Von daher kann ich die Zeitung (bei mir war's die Internetausgabe des "Sperrmüll") nur wärmstens empfehlen.

    • Neu

    Welches Futter ist das beste?

    Einer meiner Hunde war Allergiker und zudem ein eher mäkeliger Esser. Jetzt habe ich einen gemütlichen Senior aus dem Tierschutz, der leicht verwertbares Futter benötigt und außerdem Nährstoffe für die arthritischen Gelenke braucht.


    Bei jedem meiner Hunde stellte sich die Frage nach dem richtigen Futter: Welches verträgt der jeweilige Nahrungsspezialist am besten? Welches wird seinen Ansprüchen gerecht und kommt seiner Gesundheit zugute?


    Es war müßig und natürlich auch teuer, für meinen Allergiker das geeignete Futter zu finden. Ich weiß nicht mehr, wie viele Hersteller und Sorten ich durchprobiert habe - es war zum Verzweifeln. Irgendwann stieß ich auf den Futtercheck Schaden kann es nichts, also versuche ich es einfach, dachte ich.


    Gesagt, getan: Details zu meinem Hund wurden abgefragt und schon einige Tage später erhielt ich kostenlose Futterproben - optimal auf die Bedürfnisse meines Sensibelchens hin ausgesucht. Es gibt bis zu fünf Proben unterschiedlicher Hersteller. Tatsächlich war genau das Richtige dabei und die lange Suche hatte endlich ein Ende.


    Ich habe natürlich nicht lange gezögert, später auch für meinen Senior gleich einen Futtercheck gemacht und dank der kostenlosen Proben schnell das für ihn beste Futter gefunden. Versucht es selbst - auch für Katzen gibt es übrigens den kostenlosen Futtercheck!


    LG Chris hugging-dog-face


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