ANTI-JAGD-TRAINING oder Dr. Jekyll und Mr. Hyde
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Ja, ist ja alles gut, wird ja keiner gezwungen

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Hallo liebe Anti-Jagd-Profis,
mein Hund wird nun irgendwann zwei Jahre alt und ich habe gelesen, dass das ersthafte Jagen jetzt noch kommen kann, auch wenn sich vorher nichts davon gezeigt hat.
Bisher habe ich erfolgreich das Hinstarren belohnt. Hingelaufen ist sie noch nie. (Außer Hundemeuten hinterher um diese zu maßregeln. :/ )
Leider habe ich das lange schleifen lassen, weil der Hund so zuverlässig wirkte und jetzt im Frühling sind die balzenden Vögel und die jungen Kaninchen plötzlich doch interessant.
Bin ich trotzdem noch auf dem richtigen Weg? Darf sie im Vorbeilaufen hinstarren, nachdem sie sich schon eine Belohnung für's Vorstehen abgeholt hat oder sollte ich das irgendwie unterbinden? Das wäre ja noch mal ein intensiveres Training und ich hätte gerne von euch eine Einschätzung, ob das nötig ist. Falls das so über das Internet einschätzbar ist.

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Bei uns wurde auch der Jagdtrieb erst mit ca 3 Jahren entdeckt...
Ich belohne das Hinstarren, da es eine Alternative zum Hinrennen ist. Man muss das halt dem Hund anpassen. Ich glaube meinen Hunden fällt es leichter stehen zu bleiben und hinter her zu starren als sich umzudrehen und her zu kommen.
Wir hatten heute schöne Erfolgserlebnisse!
Vor uns springt ein Reh aus dem Gebüsch, Rider sieht es zuerst und zeigt es mir an! :jg: Auch Roonie ist stehen geblieben und konnte hinterher starren. Das gleiche hat bei zwei Hasen funktioniert!

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Dass lossprinten ne tolle Sache ist, darauf kam meine Große sogar erst mit 5 Jahren :/
Ich bestätige auch jedes Glotzen/Starren und dann Umorientieren.
Klingt super,sabarta :)
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Neues Hobby vom Herrn Gold-Nase:
Vögel aufscheuchen, je grösser der Vogel, desto grösser das Vergnügen. Das darf dann gerne auch ein Rotmilan sein. Aber auch ein Schwarm Sperrlinge aufscheuchen macht anscheinend irre Spass

Mistköter

Frischer Wildgeruch ist aber immer noch das Ultimative. Hat ihn gestern aus total entspanntem "an der Leine nebenher durch den Wald latschen" subito in eine andere Umlaufbahn katapultiert.
ABER: mein leises "sitz" erreicht ihn dabei immer, darauf bin ich stolz. Die Umorientierung klappt einwandfrei - manchmal mit etwas mehr Nachdruck aber er ist ansprechbar. -
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Ich hätte da mal ne Frage zum Erfolg von Anti-Jagdtraining bei älteren Hunden. Ich würde gerne einen Hund adoptieren, oder auch einen Welpen anschaffen, je nach dem, und dabei haben es uns vor allem Jagdhunde angetan.
Persönlich gefallen uns Spinone Italiano, Cocker Spaniel und Bretone sehr gut. Der Spinone Italiano ist hier in Argentinien wenn nur als Welpe zu bekommen, Cocker und Bretone gibt es auch in der Adoption häufiger.
Aktuell habe wir z.B. einen Bretone im Auge, der wohl ca. 6 Jahre alt ist. Mein Frage wäre, ob es da überhaupt eine Aussicht auf Erfolg gibt, diesem Freilauf und Impulskontrolle beizubringen? Immerhin ist er schon deutlich älter und ich stelle es mir schwierig vor, wenn nicht von Anfang an dran gearbeitet wurde (wo von ich erstmal nicht ausgehe).
Wir leben in Buenos Aires, viel Wild gibt es also nicht, aber genug Katzen und Vögel, gerade am Flussufer und ich würde mir schon wünschen, dass mit konzentrierter Arbeit zumindest die Möglichkeit besteht den Hund mittelfristig im Freilauf zu haben?
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Ich denke das ist sehr stark davon abhängig, ob der Hund schon viele Erfolgserlebnisse beim Jagen hatte. Wenn er schon immer an der Leine geblieben ist oder nur im TH saß, dann wirst du bessere Chancen haben, als bei einem Streuner, der jahrelang nichts anderes als jagen gemacht hat.
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Hängt meiner Erfahrung nach von der genetischen Veranlagung ab.
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Beim Bretonen kann das ein sehr langer, steiniger Weg werden - ohne Erfolgsgarantie. Beim Cocker sind da die Chancen auf ein jagdlich weniger ambitioniertes Exemplar deutlich höher.
Der Spinone gehört zu den für Nichtjäger besser geeigneten Vorstehern als der Bretone. Die haben eine gute Portion Gelassenheit, und sind auch nicht so schnell auf den Beinen. Aber es sind sehr grosse, starke Hunde, das sollte man bedenken.
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Zitat
Ich hätte da mal ne Frage zum Erfolg von Anti-Jagdtraining bei älteren Hunden. Ich würde gerne einen Hund adoptieren, oder auch einen Welpen anschaffen, je nach dem, und dabei haben es uns vor allem Jagdhunde angetan.
Persönlich gefallen uns Spinone Italiano, Cocker Spaniel und Bretone sehr gut. Der Spinone Italiano ist hier in Argentinien wenn nur als Welpe zu bekommen, Cocker und Bretone gibt es auch in der Adoption häufiger.
Aktuell habe wir z.B. einen Bretone im Auge, der wohl ca. 6 Jahre alt ist. Mein Frage wäre, ob es da überhaupt eine Aussicht auf Erfolg gibt, diesem Freilauf und Impulskontrolle beizubringen? Immerhin ist er schon deutlich älter und ich stelle es mir schwierig vor, wenn nicht von Anfang an dran gearbeitet wurde (wo von ich erstmal nicht ausgehe).
Wir leben in Buenos Aires, viel Wild gibt es also nicht, aber genug Katzen und Vögel, gerade am Flussufer und ich würde mir schon wünschen, dass mit konzentrierter Arbeit zumindest die Möglichkeit besteht den Hund mittelfristig im Freilauf zu haben?
Das geht definitiv. Ich hab meinen Theo mit 7 bekommen - er läuft überall frei und ist auch vom Wild abrufbar. Allerdings... war es kein Zuckerschlecken sondern harte Arbeit etwa ein knappes Jahr lang täglich. Seitdem ist er mein Verlasshund und überall-Begleiter. Leider wird er jetzt langsam doch alt ... aber es geht in jedem Fall. Ich kenne viele Bretonen die auch als erwachsene Hunde adoptiert wurden und mit dem richtigen Training (bei dem man nicht glaubt, eine Fleischwurst wäre höherwertiger als ein Kaninchen) haben sie es fast alle geschafft, im Freilauf kontrollierbar zu sein.
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