Einschläfern? Oder warten?
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Zitat
Ich würde mal sagen, das Forum möge entscheiden, wer sich hier mit irgendwelchen Aussagen disqualifiziert!Nach mehrmaligem Durchlesen und Erfassens des Inhaltes komme ich zum Entschluss das Du Dich hier disqualifizierst. Du ziehst hier Sätze aus dem Zusammenhang raus und bastelst Sie Dir so zusammen wie Du es haben möchtst.
Weiteres werde ich dazu nicht beitragen, damit dieser Thread streilos bleiben kann.
Die TE macht sich um ihren alternden Hund sehr viel Gedanken und es ist sehr verständlich das solche Entscheidungen immer ein Prozess des Hin- und Hergerissen werdens ist. Das weiß ich aus eigener Erfahrung.
Ich kann Dir liebe TE nur den Rat geben, versuch die Diagnosen der TÄe mit Deinen Beobachtungen und Deinem Gefühl zusammen zu fassen. Mit offenen Augen und dem Wissen der Diagnose wirst Dir Dein Hund zeigen wann es Zeit ist zu gehen. Zu Deinen weiteren Umständen vermag ich keine Ratschläge abzugeben. Hier wäre es nur "kluges Geschwätz" was Dir nicht helfen würde.
Ich drücke Euch alle Daumen das Dein Hund noch eine unbeschwerte verbleibende Zeit vor sich hat.
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Hi,
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@ onyxvl
Ich geh nur noch einmal kurz auf das ein, was du schreibst:1. du kennst meine Mutter, mich und meinen Hund nicht. Es ist so wie Pandora schrieb. Meine Mutter hat große Angst davor, den richtigen Zeitpunkt zu verpassen und zu lang zu warten. Das ist der Kern. Sie ist im Grunde nicht wütend. Sie hat Angst. deshalb hätte sie es lieber hinter sich.
Wäre sie beim Tierarzt dabei gewesen, hätte sie ihn auch nicht eingeschläfert... sie würde es nur nie zugeben.2. Meine Eltern sind beide berufstätig und ausser Haus. Das hat nichts mit höheren Aufwand scheuen zu tun.
3. Beim Zugfahren geht es nicht darum, dass ich umsteigen muss etc. Mir macht das nichts. ich will es nicht aus VERANTWORTUNG gegenüber meiner Katze. denn für ihn ist das großer Stress.
4. Das Theater ist ein Job. Es geht nicht um einen normalen Theaterbesuch.
5. Ich glaube, für einen Hund ist es ein Unterschied, ob immer jemand da ist, der auch viel mit ihm spazieren geht (mindestens 5 Stunden am Tag); und dann von einem Tag auf dem anderen niemand mehr da ist und er "nur noch" maximal eine Stunde am Tag raus geht. Zugegeben, eine Stunde ist nicht wenig, aber der Unterschied ist eben enorm.
Aber ich glaube, du hast Recht. Deine Menschenkenntnis ist wirklich nicht so gut wie du dachtest.
@ Pandora:
Das mit den Schmerzmitteln sehe ich genauso... sie lindern ja nur und zögern hinaus, aber heilen tun sie nicht.Es gibt nichts was ihn heilt.Und das habe ich mich auch gefragt: was, wenn der Moment da ist und mein Hund ist alleine zuhause. Dann hat er sehr starke Schmerzen und muss vielleicht noch vier Stunden ausharren eh es jemand merkt.
Und er wird mir unendlich fehlen. Inzwischen geht es einigermaßen, aber letzte Woche habe ich jede Nacht geheult... und auch jetzt denke ich an kaum andere Dinge.
Natürlich will ich wegen all dieser Dinge keinen Hund einschläfern, der noch leben will. Aber sie belasten mich trotzdem und gehen mir nicht aus dem Kopf.
Im Moment schläft er sehr viel. Ich wollte eben mit ihm schmusen, aber er wollte nicht.
Liebe Grüße und danke an dich!
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[quote="AnnaSophie"]@ onyxvl
Ich geh nur noch einmal kurz auf das ein, was du schreibst:Natürlich will ich wegen all dieser Dinge keinen Hund einschläfern, der noch leben will.
Dann sind wir gar nicht so weit auseinander mit unseren Auffassungen. Mit dieser Aussage machst Du mir den Eindruck, als wüsstest Du jetzt, was die richtige Entscheidung ist und von welcher Motivation die Entscheidung gelenkt werden sollte.
Aber sie belasten mich trotzdem und gehen mir nicht aus dem Kopf.
Das ist natürlich und verständlich. Insoweit tust du mir auch unendlich leid, wenn es denn soweit ist. Keiner kennt den Hund besser als Du. Wenn Du überzeugt bist, dass er Schmerzen hat, keine Lebensfreude und keinen Lebenswillen mehr hat, dann wird die Entscheidung richtig sein. Wenn Du sie dann triffst, wirst Du Dir hinterher auch keine Vorwürfe machen, dass die Entscheidung von falschen Erwägungen mit beeinflusst war.
Die Entscheidung mit der Du kämpfst, sollte immer im Interesse des Hundes getroffen werden und nicht beeinflusst werden von Familienstress und anderen äußeren Umständen. Dann kannst Du hinterher auch immer noch in den Spiegel schauen.
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Hallo Anna Sophie...Wir hatten vor einiger Zeit eine ännliche Situation...Unser Blacky war 16 Jahre alt und hatte mit den hüften...Er hatte auch einen Tumor am Hintern der sehr oft blutete....Auch im Bauch musste er was schlimmes gehabt haben denn sein Bauch war immer sehr hart und er mochte sich dort nicht mehr anfassen lassen...
Der Tierarzt sagte aber wir sollten nix mehr weiter unternehmen ausser éinwenig Schmerzmittel....Blacky war mal so mal so...Und wenn ich mit Kody mal da war alle 2 Wochen hat er sogar versucht mit Kody zu toben....Dann gab es Tage wo er nicht mal aufstehen konnte....
Wir dachten der Tierarzt würde uns sagen wann der richtige zeitpunkt wäre....Als der Tierarzt dann sagte wir sollten uns mal langsam Gedanken machen wussten wir nicht was wir machen sollten...Dann Blacky war wenn es Ihm nicht grade schlecht ging super gut drauf und wollte spielen...Also was macht man????
Wir haben gedacht ER wird uns sagen wann es soweit ist....
Und so kam es auch....2 Monate nachdem wir uns endschlossen haben Ihn nicht einzuschläfern bekam er ein zusammenbruch...Und wir hatten uns damals gesagt wenn er noch einmal zusammen bricht erlösen wir Ihn....
Der letzte zusammenbruch war auch der schlimmste....Und er hatte noch 2 wunderbare Monate....Die er nicht gehabt hätte wenn wir auf dem Tierarzt gehört hätten....Klar hat er die letzten 2 Monate viel schmerzmittel bekommen...Aber es ging ihm super Ohne schmerzen...
Ich wünsche Euch ganz viel Kraft ... :/
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onyxvl:
Also ích möchte jetzt nicht alle Abschnitte einzeln aufführen und näher darauf eingehen , da es sonst zu lang werden würde, aber wenn ich mir deine Beiträge insgesamt so anschaue, bin ich der Meinung, disqualifizierst du dich selbst (um es mit deinen Worten zu sagen!)Und zu Annasophie:
Ich weiß es nicht, aber ich kann mir vorstellen, in was für einer Zwickmühle du bist zwischen deiner Mum und deinem Hund...
Aber ganz erhrlich, bei sowas wäre mir erst mal total egal, ob meine Mutter dann sauer ist und rummeckert oder sonst was. Ich würd so handeln, wie es am Besten für den Hund ist, total unabhängig von meiner MUM.
Ich kann dir jetzt auch nur sagen, was ich an deiner Stelle machen würde...
Deinen Erzählungen nach zu urteilen, habe ich das Gefühl, dass e dem Hund noch "zu gut zum Einschläfern" geht und würde es deswegen auf keinen Fall machen. Glub mir, du merkst es ganz deutlich, wenn es wirklich so weit ist.
Und ich würde halt ALLES in Bewegung setzten, damit ich für ihn da sein kann. Ihn evtl mitnehmen, da wo du studierst, dann ist er nich so lange allein oder sonstige Lösungen finden.Will dir jetzt deine Entscheidung nicht noch schwerer machen oder dir ein schlechtes Gewisen einreden, um Gottes Willen, auf einen Fall, aber ich könnte den Hund jetzt noch nicht einschläfern und könnte es auch nicht verstehen, wenn du es tust, denn hier steht zur Entscheidung -mal abgesehen von deiner Mum- ein Leben zu beenden, oder ihm noch einen schönen Lebensabend zu bereiten. Und das könnte ich nicht mit mir vereinbaren, wenn ich des Studiums wegen, sein Leben beenden müsste-oder wegen der paar Stunden des Studiums.
Ich weiß nicht, bzw ich glaub nicht, dss ich dir damit jetzt besonders viel geholfen habe, aber ich wollte jetzt mal meine Meinung zu der Situation, wie ich sie beurteilen kann, schildern!
Es war echt nichts in dem Text böse gemeint oder irgendwas in der Art!!!
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Ja, ich würde ihn natürlich auch nicht einschläfern wegen meiner Mutter... aber es bedeutet zusätzlichen Kampf, der eigentlich nur Kraft raubt, und niemandem hilfst.
Heute hab ich das gefühl, dass es ihm nicht gut geht. er schläft sehr tief und lange (das kann auch andere Ursachen haben...altersbedingt, gerade Schmerzmittel bekommen, kampf gegen den Tumor...), und eben hat er sich an mich gekuschelt, und ich hatte den Eindruck, dass ihm die Vorderbeine wegrutschen und er gleich umkippt.
Was mir am meisten Sorge macht, ist dass er gestern den ganzen Tag nur gepinkelt hat bis zum Abend... und heute morgen wieder nicht. Ich gehe jetzt mal mit ihm spazieren und schaue ob er dann einen Haufen macht.
Mitnehmen weiss ich auch nicht ob es so gut ist. Hier hat er ein großes Haus, mehrere Wälder und wiesen in der Nähe, einen Garten, in den er gehen kann... Bei mir ist er in einer vergleichsweise kleinen Wohnung (ca 45 qm) in der stadt und muss sie sich mit einer Katze teilen... er hat zwar früher mit einer Katze zusammen gelebt, aber mein Kater nicht mit einem Hund.
Es gibt nur einen sehr kleinen Wald.
Also es ginge... aber ob es damit besser ist?Wohnen tu ich dort im 2. Stock, das würde er wohl noch hinkriegen.
Ich muss gestehen, dass ich dort noch nie beim Tierarzt war. es ist einer nicht weit weg, aber ich kenne ihn nicht. Mit meinem Kater gehe ich immer zu dem Tierarzt hier, denn er ist sehr gut.
Der Lebenswille meines Hundes war heute morgen auf jeden Fall noch ungebrochen - aber es ist kein gutes Zeichen, wenn er keinen Haufen macht...
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Hallo Anna,
meld dich mal wenn du wieder da bist. Wenn er auch auf dem langen Gassigang keinen Kot absetzen konnte, wäre wohl heute nachmittag vorsichtshalber ein Besuch beim TA angesagt.
Einfach nur, um sicher zu stellen, ob er noch kann, der Darm noch durchlässig ist, oder ob er einfach nur nicht muss.
Klar ist das Stress, der eigentlich nicht sein muss, aber ihr seid alle angespannt, traurig und auch etwas hilflos. Jeder für sich ... und Reibereien kommen da vor. Mutter fühlt sich missverstanden, dein Vater und du ebenfalls ... Ihr steck im Moment in einer sehr sensiblen und angespannten Situation ... nimm dir die Worte und auch die Schreierei deiner Mutter nicht so derbe zu Herzen. Sie ist eben auch verzweifelt und hat Angst ... im Grunde geht es dir ja nicht anders, nur das du halt etwas klarer darüber denkst.
Fühl dich mal umarmt.
Liebe Grüsse
Pandora -
Hallo, ich kann deine Situation gut verstehen, hab grad net so viel Zeit, deswegen nur kurz: war vor genau einem Jahr auch an dem Punkt. Es ging um meine Hündin die mit 10 Jahren einen Tumor an den Analdrüsen bekam, der rasend schnell wuchs... Entfernen konnte man es nicht, Chemo und andere Schmerzmittel wollte ich ihr net antun... Macht für mich keinen Sinn das Leiden nur herauszuzögern. Am Schluss war der Tumor direkt am Hintern fast Tennisballgroß, sie konnte zwar noch ihr Geschäft machen, aber ich denke schon dass sie Schmerzen hatte. Ja, sie war einigermaßen fit, hat noch gefressen, war ansprechbar, noch voll da... und trotzdem bin ich zu meinem Tierärztin gefahren und wir sind dann zu dem Entschluss gekommen sie jetz einzuschläfern. Klar is jeder Tag wertvoll aber letzendlich weiß man net wie sehr der Hund darunter leiden muss... Ich denke auch, du wirst es spüren, allerdings is die Situation mit deiner Mutter ja etwas verzwickt... Ich wünsch dir alles Gute!
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hallo anna,
ich weiss jetzt nichts mehr zu sagen,nur noch eins:ich denke an euch!
und ich glaube,das du für dich und deinen hund die beste entscheidung finden wirst.
liebe grüsse
susanne -
Ich kam eben zurück und ich hab ihm vor dem Spaziergang noch mal Nassfutter gegeben (weil das den Kot weicher macht) und das Schmerzmittel reingetan. Und er hat einen Haufen gemacht, sogar einen - im vergleich mit den letzten Tagen - ziemlich großen. Also hat er entweder nicht gemusst oder hatte zu starke Schmerzen dabei.
Jedenfalls hat er es erstmal getan und ich beobachte das nochmal weiter.
Inzwischen gehen wir nicht mehr so lange; eher 30-45 Minuten. Aber die machen ihm auch Spass. Er ist unglücklich, wenn die abendstrecke kürzer ist (ich gehe nachts nicht gerne durch den Wald)
- Vor einem Moment
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