Hündin kastrieren - Vor- und Nachteile?

  • Meine Hündin ist nicht kastriert und wird auch nicht kastriert wenn es nicht medizinisch notwendig.

    Warum sollte ich "einfach so" meinem Hund einen so gravierenden Eingriff antun? Was hat das für Vorteile? Sie wird nicht mehr läufig ... naja, die 20 Tage 2 mal im Jahr sind doch quasi nix oder?


    Wen es medizinisch notwendig ist steht das ausser Diskussion!

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    Warum sollte ich "einfach so" meinem Hund einen so gravierenden Eingriff antun? Was hat das für Vorteile? Sie wird nicht mehr läufig ... naja, die 20 Tage 2 mal im Jahr sind doch quasi nix oder?

    Die gesunheitlichen Vorteile wurden ja von tagakm schon aufgezählt.... ;) Aber darauf will ich jetzt mal gar nicht eingehen.

    Für manch HH sind die 2x 20 Tage oder auch mehr zu unplanbaren Zeiten nicht nix. Für mich ist es auch kein Problem, aber ich kann mir mühelos haltungsbedingte Situationen vorstellen, in denen das anders ist. Man kann doch nicht den Hund allein betrachten, sondern man muss auch das Umfeld einbeziehen. Nicht jeder HH lebt im idealen Umfeld, und nicht jeder HH entspricht den idealen DF-Kriterien. Wenn man die Gassizeiten nicht beliebig wählen kann, wenn man nicht täglich mit dem Auto in die einsame Pampa kann, wenn man 2x3 Wochen im Belagerungszustand ist, wenn man den Urlaub nicht buchen kann, weil man nicht weiss, ob Fifi dann läufig ist, usw.....

    In der realen Welt ist die Hundehaltung nicht immer ideal. Und da ist mir eine gut gehaltene, kastrierte Hündin mit entspannten Haltern deutlich lieber als eine intakte eingesperrte, deren Besitzer die Zeit als die Hölle empfinden (und ja, die gibt es).

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    Man kann doch nicht den Hund allein betrachten, sondern man muss auch das Umfeld einbeziehen. Nicht jeder HH lebt im idealen Umfeld, und nicht jeder HH entspricht den idealen DF-Kriterien. Wenn man die Gassizeiten nicht beliebig wählen kann, wenn man nicht täglich mit dem Auto in die einsame Pampa kann, wenn man 2x3 Wochen im Belagerungszustand ist, wenn man den Urlaub nicht buchen kann, weil man nicht weiss, ob Fifi dann läufig ist, usw.....

    In der realen Welt ist die Hundehaltung nicht immer ideal. Und da ist mir eine gut gehaltene, kastrierte Hündin mit entspannten Haltern deutlich lieber als eine intakte eingesperrte, deren Besitzer die Zeit als die Hölle empfinden (und ja, die gibt es).

    :2thumbs: :2thumbs:

  • Zitat

    :2thumbs: :2thumbs:

    Yes sir!! Genau so ist es.

    Und ich habe schon eine Hündin miterlebt, die nicht nur starke Regelschmerzen hatte und Scheinschwanger wurde und deswegen regelmäßig geknappt hat, sondern auch in der Zeit schlecht zu händeln war. Einfach weil ihr alles zu viel wurde und sie ständig unter stress stand. Ebenso wie wir zu diesen Zeiten...
    Von daher kenne ich beide Seiten und bin froh, das ich sowas mit meiner früh kastrierten Hündin nicht ansatzweise durchmachen muss.

    Ich sehe da garkeine Frage. Alle meine Hündinen würde ich wieder früh kastrieren. Vielleicht wirke ich deswegen egoistisch und engstirnig, aber ich habe es als die bestmögliche variante in meinem Hundealltag gesehen und sehe es nach wie vor noch so. Und wenn es mir gut geht, geht es meinem Hund umso besser. :D Das ist für mich die Hauptsache!!

    Ihr könnt das ja für euch entscheiden wie ihr wollt. Aber die Argumente

    "... Da wird dein Hund ja nicht erwachsen..." und
    "... da kommt der Hormonspiegel durcheinander..." und
    "... dein Hund ist ja dann nicht vollwertig..." und
    "... du hast deinen Hund einfach so einer gefährlichen OP unterzogen..."
    "... da hättest du dir vor dem Kauf einer Hündin Gedanken drüber machen sollen..."

    ziehen bei mir nicht!

    Jeder der solche Argumente entgegenbringt hat nicht weit genug gedacht. Denn es gibt auch was zwischen schwarz und weiß, wie naijra schon gesagt hat.

  • Tolles Post naijra und LilaLausemaus,

    ich hab auch nur diese letzten 3 Posts gelesen, weil ich diese Kastra ja oder nein Diksussionen nicht mehr lesen will.

    Es heiße ja immer man greift in die Natur ein, wenn man gesunde Hunde kastrieren lässt.
    Aber .....haben wir nicht schon lange in die Natur eingegriffen in dem wir uns Haushunde/Sofawölfe/Partner für Sport u. Freizeit/oder einfach weil wir Hunde lieben zu Hause halten?

    Der frei lebende Wolf/Hund kann seinem natürlichen Trieb nachgehen.
    Kann sich in der paarungsbereiten Zeit einen Partner zur Vermehrung suchen ...und einfach diesem natürlichen Trieb nachgehen.

    Welcher Hund kann denn noch, diesem natürlichen Trieb nachgehen?
    Wir Menschen können verhüten ...und die Hunde?
    Die werden an die Leine gehängt weil sie "nicht dürfen"
    Manche Rüden spielen völlig verrückt wenn sie eine läufige Hündin in der Nase haben ...aber das gibt sich schon wieder, und wenn er nix frisst in der Zeit, das nimmt er dann schon wieder zu. :???:
    Hündinnen werden scheinschwanger, haben Milcheinschuss, bauen sich ihr Nest ....das geht schon wieder vorbei :???:
    Wie fühlen sich da wohl unsere geliebten Fellnasen?

    Wir haben schon in die Natur eingegriffen, in dem die Hunde einen nicht wirklich natürlichen Lebensraum mehr haben.
    Ich möchte meine Hunde nicht auch noch mit ihrem natürlich einsetzenden Trieb quälen, den sie in keinster Weise nachkommen können.

    So, und nun könnt ihr mich steinigen :ducken:

  • Zitat

    Ihr könnt das ja für euch entscheiden wie ihr wollt. Aber die Argumente

    "... Da wird dein Hund ja nicht erwachsen..." und
    "... da kommt der Hormonspiegel durcheinander..." und
    "... dein Hund ist ja dann nicht vollwertig..." und
    "... du hast deinen Hund einfach so einer gefährlichen OP unterzogen..."
    "... da hättest du dir vor dem Kauf einer Hündin Gedanken drüber machen sollen..."

    ziehen bei mir nicht!

    Jeder der solche Argumente entgegenbringt hat nicht weit genug gedacht. Denn es gibt auch was zwischen schwarz und weiß, wie naijra schon gesagt hat.

    :gut: :2thumbs: :gut:

    Noch schlimmer finde ich wenn dann die Hündin mit einem 6-jährigen Mädchen verglichen wird, dem man ja auch nicht die Eierstöcke und Gebärmutter entfernt.

  • Zitat


    Jeder der solche Argumente entgegenbringt hat nicht weit genug gedacht. Denn es gibt auch was zwischen schwarz und weiß, wie naijra schon gesagt hat.

    tschuldigung aber dieser satz ist doch wircklich schubladendenken. wer sagt denn dass jemand der die gründe vorher nach und ich unterstreiche das nochmal http://monatelangen recherchieren und lesen (in büchern und netz) und mit einigen tierärzten sprechen usw. für sich als wichtige gründe festgestellt hat, tja der wird von dir einfach abgestempelt.

    der war ja doof und hat nicht weit genug gedacht :???:
    naja aber wie soll man schon gegen so eine raffinierte argumentation angehen. asche über mein Haupt :ironie:

    es gibt viele die sich nach reichlicher überlegung dagegen entscheiden, nicht weil sie irgendwie rückständig sind, sondern die beste lösung für ihre hündin suchen.
    und nur weil eine hündin gestresst bei der läufigkeit, ist sollte man das wiederum nicht auf alle hündinnen beziehen, wieder so eine verdammte verallgemeinerung.


    annia

  • Ich habe speziell von diesen oben aufgeführten Argumenten gesprochen.

    Es geht garnicht darum, das ich eure Entscheidung nicht respektiere, sondern das ihr unsere für unüberlegt gehalten habt. Und mit solch lächerlichen Argumenten unsere Kastration in Frage gestellt habt.

    Wie du schon gesagt hast geht es ja um den EINZELFALL und ein allgemeines sprechen von den oben aufgeführten Argumenten gegen eine Kastration ist einfach nicht fair!

    Abgesehen davon gibt es eigentlich garkein pro und kontra im allgemeinen, da beides vor und nachteile hat. Allerdings ist es dem Besitzer überlassen die für sich richtige Lösung zu entscheiden.

    Aber einfach alle Kastraten (ob vor oder nach der Läufigkeit kastriert) über einen Kamm zu scheren und zu sagen "da habt ihr Besitzer es euch aber einfach gemacht", oder "dann ist es keine vollwertige Hündin" oder "dann hättest du dir keine Hündin anschaffen sollen" oder dergleichen ist schlicht und ergreifend nicht fair und nicht richtig.

    Übrigens gab es früher die Aussage, das eine Hündin mindestens einmal im Leben Welpen bekommen sollte, wenn sie nicht kastriert ist.
    Wird diese Aussage heute noch als "aktuell" angesehen?? Ich glaube nicht, weil nicht jeder der eine Hündin hat auch Zeit hat Welpen zu bekommen und groß zu ziehen, mit allem was dazu gehört.

    Und da wir jetzt eh schon vom hundertsten ins tausendste Geraten sind:

    Warum gab es diese Aussage überhaupt? - Weil eine Hündin einmal im Leben als "vollwertige" Hündin (wie ihr es nennt) auch mal ihre Gefühle und Hormone als Mutter ausleben soll. - Könnt ihr mit gutem Gewissen also sagen "Ja das kann sie!" oder "Nein das kann sie nicht aber sie ist trotzdem glücklicher als ein Kastrat"?

    ... no comment...

  • Hallo,

    uff - das war jetzt fast harter Tobak diesen Thread zu lesen. Zumal ich auch überlege, ob ich meine Kleine kastrieren lasse... Wobei ich mir die Entscheidung sicher nicht leicht mache und auch noch die nächste Läufigkeit abwarten will, bevor ich ja oder nein dazu sage.

    Dass sie blutet - das ist nicht der Grund. Und zum Glück ist meine recht reinlich und blutet nicht extrem. Das bisschen Putzen und Hunde-Kissen waschen fällt nichts ins Gewicht.

    Nur die erste von mir miterlebte Läufigkeit war für meine Kleine echt hart. Zum einen ist sie bei jedem Spaziergang ganz extrem auf "Rüdensuche". Sie zieht an der Leine - was sie sonst nicht tat und wieder nachgelassen hat - sie jammert viel mehr, will ständig raus, ist unruhig... Sie scheint auch ein grösseres Fressbedürfnis zu haben. Und - sie steht nicht 3, 4, 5 oder 6 Tage. Nein - wieso auch. Viel zu wenig. Ich hätte es nicht gedacht, aber Madam stand 15 Tage wie eine Eins. Okay, 14 Tage - am 15. hat sie zwischen ich knurre und setzte mich hin und ich gehe hin und halte ihm mein Hinterteil hin gewechselt.

    Dazu haben wir hier unkastrierte Rüden (die sie einfach auch ausserhalb der Läufigkeit abgöttisch liebt) und Hundebesitzer, die "es nicht schön finden", wenn ihr kastrierter Rüde einer läufigen Emi "guten Tag" sagt und ihn lieber wegzerren. Also darf sie zu beiden dann nicht hin. Und das 4 Wochen lang.

    Erwähnt sei mal, dass meine Kleine schon Welpen hatte, als sie etwa 1 Jahr war. (Nein, nicht bei mir - sonst hätte ich jetzt wohl 3 Hunde...) Es kommt mir fast vor, als wenn sie vom ersten bis zum letzten Tag der Läufigkeit nur noch darauf hinlebt, wieder Mama zu werde. Das ist für sie wirklich Stress in der Zeit. (Und ich leide einfach mit irgendwie.)

    Das war bei meiner Hündin davor alles nicht. Und bei ihr wurde es gemacht, als sie eine echt heftige Gebärmutterentzündung/-vereiterung hatte. Das würde ich meiner gerne ersparen - dann lieber eine OP, wo sie noch jünger ist und es leichter wegsteckt, als mit 7 oder 8 Jahren. Aber entschieden ist es trotzdem noch nicht.

    Lieben Gruss


    Emi

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