Unbedarfte Welpenkäufer und "Züchter"...

  • Zitat

    Bei dieser Gelegenheit möchte ich ein "Hoch" auf alle HH hier aussprechen. KEINEM von uns könnten natürlich ähnliche Dinge passieren.

    Ich glaub, ich les im falschen Thread. Wo genau steht das?

    Zitat

    Was mögen wohl andere über unsere Beziehung zu Hunden denken und für falsch halten? Vielleicht halten sie uns einfach für Moralapostel... zum Teil wohl zu Recht.

    Oha - darf man daraus schlussfolgern, dass Du für die Abgabe von Welpen ab der fünten Woche plädierst?

  • Zitat

    Ich glaub, ich les im falschen Thread. Wo genau steht das?


    Oha - darf man daraus schlussfolgern, dass Du für die Abgabe von Welpen ab der fünten Woche plädierst?

    Das war jetzt aber billig.

  • Unsere Französiche Bully-Dame habe ich aus dem Tierschutz bekommen. Sie wurde im Alter von 3 Wochen (!!) aus Belgien gerettet. Die Mutter musste eingeschläfert werden, ebenso einige der Welpen, genauer gesagt alle bis auf 2.
    Die beiden kamen nach Deutschland und wurden aufgepäppelt und dann kam die Hündin im zarten Alter von 5 Wochen zu uns. Das ganze war eine ziemlich traurige Angelegenheit, aber in dem Fall leider nicht mehr zu vermeiden. Der Verein wollte sie nicht zusammen abgeben um zu vermeiden dass da nochmal jemand auf die Idee kommt zu "züchten".
    Wir hatten schon einen Boston Terrier. Wir wurden überprüft, also es fand eine Vorbesichtigung statt - mit der Kleinen um zu schauen wie unser Großer auf sie reagiert - tja und dann haben wir sie bekommen.
    Man merkt ihr die Defizite bis heute deutlich an! Sie war immer kerngesund (abgesehen von Atemproblemen die ja leider viele Bullys haben). Aber vom Wesen her... Sie ist total lieb und soweit auch gut sozialisiert. Soweit - sie hält sich für Hulk Hogan und wehe ihr kommt einer blöd! Oder ein fremder Hund greift einen aus "ihrem" Rudel an, da geht sie sofort dazwischen. Sie dominiert alles und jeden. Sie fängt zum Glück nie von sich an, aber wenn ihr einer blöd kommt macht sie sich gerade. Bei so einem kleinen Hund nicht grad toll wenn ein Rottweiler sie anmacht und sie dann richtig böse wird....
    Ihr fehlt überhaupt jegliches natürliches "Angstgefühl". Da muss man echt aufpassen, eine Hauptverkehrsstraße mit LKWs sind für sie kein Grund auf dem Bürgersteig zu bleiben (keine Sorge, sie bleibt angeleint!).
    Ihre größte Macke: Seit wir sie bekommen haben, pinkelt sie in ihr Körbchen. Das haben wir ihr nie abgewöhnen können. Ich hab mal gelesen, dass Welpen das oft machen um sich "sicherer" zu fühlen. Bei ihr ists nie weggegangen und man muss aufpassen - aufs Bett oder aufs Sofa darf sie nicht, denn da pinkelt sie genauso drauf. Es ist jetzt deutlich besser geworden seit unsere andere Hündin das 1. Mal läufig war. Keine Ahnung warum, aber seither passieren die Pinkelattacken nur noch selten. Bis auf die letzten 2 Tage - ich war morgens Gassi und hab es gewagt mich nochmal hinzulegen, Madame ist in der Zeit auf den Sessel und hat draufgepinkelt :motz: Jetzt kommt da abends ein Stuhl drauf... Sie weiß ja dass sie nicht drauf darf... Aber wenn ja keiner da ist....

    Und sie hat eine Art Verhaltensstörung, sie schleckt immer an allem rum. Ganz egal an was, am Körbchen, Fußboden, total egal, Hauptsache sie kann es abschlecken. Lässt man sie dann geht das die ganze Zeit so.

    Ich finde wir haben mit ihr durchaus Glück gehabt. Sie ist zu allem und jedem lieb, hat nie gebissen oder sonstwas Schlimmes angestellt.
    Trotzdem denke ich dass viele dieser Probleme nicht auftreten würden wenn sie lange genug bei ihrer Mutter und ihren Geschwistern gewesen wäre. Unsere Großen sind beide mit 9 und mit 12 Wochen zu uns gekommen und sind zum Glück wesensfest genug, dass sie sich Mikas Macken nicht abgeguckt haben.

    Allerdings hat die Hündin - sie kam mit 12 Wochen zu uns und ist sehr gut sozialisiert gewesen - viiiele Macken. Woher das kommt ist uns ein Rätsel, aber dazu eröffne ich mal ein anderes Thema *sfz* Bei ihr könnte man echt denken sie wär zu früh weg. Gut, ihre Mutter ist gestorben, da war die Kleine knapp 7 Wochen alt, ist dann aber immerhin noch bis sie 12 Wochen war mit ihren Geschwistern und dem Vater beim Züchter geblieben. Glaub also eigentlich nicht dass es daran lag...

  • Man kann es so einfach sagen "sind die Welpenkäufer dämlich" wenn es einem nicht selbst passiert ist.

    Ich mein jeder vernünftige Mensch wählt zu erst das billigere wenn angeblich das gleiche drin ist oder? Und ich denke man kann sich noch so sehr über einen Welpen informieren usw usw.
    Wenn man dann vor dem Welpen steht, dann kann man nicht nein sagen. Ist einfach so!

    Ich weiß nicht wie man da helfen kann, aber man müsste die zukünftigen Ersthundehalter aufklären, dass halt nicht immer das drin ist was drauf steht.

    Ich finds schwer darüber zu urteilen. Natürlich denk ich mir heute auch "wie kann man nur einen 6 Wochen alten Welpen zu sich nehmen? Jeder weiß doch dass das erst ab 8 Wochen gut ist" , klar das wusste ich auch. Aber dafür achten diese Leute dann auf andere Sachen. So zum Beispiel keinen Welpen zu sich zu nehmen der 3-5kg zu wenig wiegt... Die meisten handeln gegen den Verstand und das Bauchgefühl und sind nur froh dass der kleine Welpi endlich einzieht.

  • Zitat


    Oha - darf man daraus schlussfolgern, dass Du für die Abgabe von Welpen ab der fünten Woche plädierst?


    Darfst Du.
    Ganz ehrlich: Mir ist das schit egal was über die wenigen Sätze, die ich hier im Forum äußere, in Bezug auf meine Person geschlussfolgert wird.

    Ersteres übrigens ergibt sich aus dem Tenor der sich hier breit macht.

    Aus Deinem Eröffnungsthread lese ich, dass DU denjenigen dann ihre drohende Probleme erklärst und wunderst Dich das sie DIR das nicht glauben? DU bist innerlich sauer wenn sie vor Dir stehen und denkst Du kannst sie unterrichten wie jeden anderen auch, der Deinen Vorstellungen entspricht?


    Zitat

    *Augebraue-Hochzieh-Smiley-sucht* Also einfach "leben und leben lassen"? Ist das deine Meinung?


    Nein, das ist nicht meine Meinung. Meine Meinung ist viel komplexer als das man sie auf einen Satz reduzieren könnte.

    Ich lehne mich oft genug auf und "motze". Nur habe ich gelernt wann man besser seine Energie für wichtigere Dinge aufbringt. Wichtigere Dinge sind für mich die eigene Familie in die auch der Hund integriert ist.

    Dieser Thread kommt mir genauso "Moralapostelisch" vor wie der über den Fressn***
    Es gibt hier sehr viele User, die ungemein tolle Tips und Ratschläge verbreiten... ohne diesen gewissen Touch von einem "erhobenen Zeigefinger" zu haben. Nur solche Beiträge wie diesen hier kommen mir immer vor als wollen sie mit dem Zeigefinger auf die bösen HH zeigen, die nicht so gut informiert sind oder sich aus welchen Gründen auch immer einfach in die Nesseln setzen.

    Dies ist lediglich meine Meinung zu diesem Thema. Nicht mehr und nicht weniger.

  • sorry für OT aber ich muss mal was fragen =)

    Salina, haben deine 2 einen eigenen thread? wenn ja, wie heißt der? die 2 sind echt mega hübsch und ich würde gerne mehr von den beiden sehen :^^:

    mein erster hund war auch aus dem tierheim und ziemlich verstört (wurde übelst misshandelt) aber wir haben sie wieder perfekt hinbekommen =) ich war erst ein paar jahre alt und meine eltern haben sich nicht wirklich gedanken über den hund gemacht und was sie für probleme mitbringt aber ich bin so froh das wir sie damals genommen haben. sie hat noch 12 jahre bei uns gelebt und war wie neu =D

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    kein plan welche rassen in ihr waren

  • Zitat


    Aus Deinem Eröffnungsthread lese ich, dass DU denjenigen dann ihre drohende Probleme erklärst und wunderst Dich das sie DIR das nicht glauben? DU bist innerlich sauer wenn sie vor Dir stehen und denkst Du kannst sie unterrichten wie jeden anderen auch, der Deinen Vorstellungen entspricht?

    Stell Dir vor. In all den Jahren habe ich es gelernt damit umzugehen ständig vor Hundebesitzern zu stehen, die in meinen Auge ungefähr hundertausend Fehler machen. Trotzdem werde ich ihnen diese nicht (zu meiner Genugtuung) unter die Nase reiben. Ich fange an dem Punkt an, den ich persönlich am wichtigsten für den Hund halte.

    Und, wenn ich einen Welpen vor mir habe aus oben beschriebenen Umständen, stell Dir vor, dann kann ich den Besitzern ganz ohne Wut in diese Situation erklären, worauf sie zukünftig achten sollten und an welcher Stelle es zu Problemen kommen könnte und was zu tun ist. Das sehe ich ja oft relativ schnell, denn der Hund ist ja vor Ort. Und, da lasse ich mir meine Erfahrung ganz sicher nicht mehr absprechen - viele Dinge sind Vorzeichen für bestimmte Entwicklungen.

    Alternativ könnte ich die Leute auch gar nicht auf die mögliche Entwicklung (und deren noch vorhandenen Einfluss) hinweisen.

    Dann hätte ich aber wohl meinen Job verfehlt.

    Viele Grüße
    Corinna

  • Bevor wir uns Sari und Raja geholt haben, haben wir uns genau
    informiert, zig Bücher gelesen, ellenlange Gespräche mit der
    Züchterin geführt, uns die Eltern genau angeschaut, schon mal
    Hundeschulen (ohne Hund!) besucht, und und und ....

    DAS kann man aber nicht von jedem Hundehalter erwarten.
    Die am meisten tun, müssen auch nicht zwangsläufig die
    besseren Halter sein. ;)

    Grüße :)

    http://www.lhasa-apso-online.de

  • Irgendwie geht der Thread grad in eine Richtung, die ich nicht beabsichtigt hatte. Mir ging es nur einen einen ganz einfachen Fakt: Das Abgabealter eines Welpen.

    Viele Grüße
    Corinna

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