Enni wird eingeschläfert - mitkommen oder warten?

  • hi
    also meine Enni wird eingeschläfert, weil sie verhungert und sich nur quält. Aber meine Mutter möchte nicht mitkommen, weil sie es nicht übers Herz bringt.
    Mein Problem ist folgendes: Ich versteh nicht, warum meine Mutter das so schlimm findet. Ich finde es ja auch traurig, aber wenn man nicht bis zum Ende dabei ist dann ist das doch einfach nur Feige, oder?

    Also dazu gibt es ja viele Threads, aber immer nur im Bezug darauf das man selber Angst hat. In meinem Fall ist es aber so, dass meine Mutter Angst hat und meine Schwester vorschicken will. Aber ich will auch nicht alleine mit meiner Schwester gehen wenn meine Mutter nicht mitkommt! Also entweder alle oder keiner!

    Was kann man da machen?

    MfG Cpt_Grubba

  • 1. Mein Leben dauert zehn oder zwölf Jahre

    2. Jede Trennung von dir wird für mich Leiden bedeuten

    3. Bedenke es, ehe du mich anschaffst

    4. Gib mir Zeit zu verstehen, was du von mir verlangst

    5. Pflanze Vertrauen in mich, ich lebe davon

    6. Zürne mir nie lange und sperre mich zur Strafe nie ein

    7. Du hast deine Arbeit, dein Vergnügen, deine Freunde ich habe nur dich

    8. Sprich manchmal mit mir, wenn ich auch Deine Worte nicht ganz verstehe, so doch die Stimme die sich an

    mich wendet

    9. Wisse, wie immer an mir gehandelt wird, ich vergesse nie

    10. Bedenke, ehe du mich schlägst, dass meine Kiefer mit Leichtigkeit die Knöchelchen deiner Hand zerquetschen vermögen, ich aber keinen Gebrauch davon mache

    11. Ehe du mich bei der Arbeit unwillig schiltst, mich bockig oder faul nennst, bedenke, vielleicht plagt mich ungeeignetes Futter, vielleicht war ich zu lange der Sonne ausgesetzt oder habe ein verbrauchtes Herz

    12. Kümmere dich um mich, wenn ich alt werde, auch du wirst es einmal

    13. Gehe jeden schweren Gang mit mir

    14. Sag nie: "Ich kann so was nicht sehen"

    15. Oder "Es soll in meiner Abwesenheit geschehen" alles ist leichter für mich mit dir!


    Punkte 13-15. So ein Gang is schwer, das weiß jeder. Aber der Hund sollte nicht allein gehen. Er sollte im Kreise seiner Familie gehen. Das macht es ihm auch leichter, und den Angehörigen auch!

    Wenn deine Mutter nicht dabei sein will, muß sie sich im klaren sein, das sie es danach nicht mehr ändern kann.

  • tut mir leid das ihr eurer maus gute nacht sagen müsst!

    warum streiten wer mitgeht?
    lasst den ta am besten zu euch nach hause kommen....das wäre auf jeden fall angenehmer für das tier.

    kann verstehen das deine mutter das nicht kann....
    aber irgendwer sollte schon bei dem tier bleiben...alleine zu sein wäre in der situ eine katastrophe für das tier.

    lg

  • Es tut mir sehr sehr leid, dass Dein Hund eingeschläfert werden muss.

    Als mein Sammy damals eingeschläfert werden musste, konnte ich nicht dabei sein. Meine Ma und mein Dad sind mit ihm zum TA gefahren.

    Ich denke heute noch sehr oft daran und die Schuldgefühle, dass ich ihn den Gang habe allein gehen lassen müssen, werde ich wahrscheinlich nie wieder los. Es gibt keinen Tag, an dem ich nicht sein Bild ansehe und denke "Du hast ihn im Stich gelassen" ... Klar, meine Eltern waren bei ihm, aber seine Bezugsperson war ich.

    Ich persönlich würde nie wieder eines meiner Tiere allein gehen lassen.

    Die Lösung, dass der TA zu euch nach Hause kommt, finde ich am besten.

  • Hi,

    kann mich Brinchen nur anschließen... mir ging es mit meinem ersten Hund auch so. Ich konnte nicht dabei sein und das macht mir heute noch Probleme.

    Lasst den TA zu Euch nach Hause kommen und wenn Deine/Eure Mutter es ganz und gar nicht kann, dann seid ihr bei ihr, wenn es soweit ist.

  • Hallo,

    ich gehe mal davon aus, dass deine Schwester etwas älter ist als du.
    Was spricht dagegen, dass ihr beide zusammen den letzten Weg mit eurem Hund geht?
    Den Hund einfach beim TA abliefern und fertig - das ist für euch und für euren vierbeinigen Gefährten keine gute Lösung.
    Viel besser ist es dabei zu sein, ihn zu streicheln und mit ihm zu sprechen.
    Ihr erleichtert damit euch und Enni den Abschied.
    Für eure Trauer ist das ebenfalls wichtig und hilfreich.
    Ihr fragt euch sonst immer wieder, was wohl in den Letzten Minuten eures Hunde passiert ist.

    Alles Liebe,
    Friederike

  • also ich find's erstmal super das ihr alle so schnell antwortet!

    aber ich möchte trotzdem gerne das meine Mutter mitkommt und das mit dem TA nach Hause kommen lassen geht wahrscheinlich auch nicht, da das wahrscheinlich extra kostet und wir uns das nicht leisten können.

    also den Platz zum beerdigen hab ich übrigens schon bei meinem Onkel im Garten.

  • Ich habe deinen anderen thread mitverfolgt, ich hoffe, das ist jetzt nicht die Konsequenzt, da deine Mutter kein Geld hatte, nach dem Herzstillstand zum Tierarzt zu gehen. :(
    Es tut mir leid, dass es so schlecht um eure Enni steht, aber das mindeste was ihr eurem Hund schuldig seid ist, dass ihr im auch auf seinem letzten Weg beisteht.

    Liebe Grüße,
    Nicky

  • Cpt-Grubba,

    ich finde es super toll von dir, dass du den letzten Weg mit deinem Hund gehen möchtest...in diesem Moment kann man dem Hund ein kleines bisschen von dem zurückgeben, was er einem all die Jahre geschenkt hat!

    Es wäre für den Hund am schönsten, wenn er zuhause eingeschläfert werden würde...habt ihr denn beim TA gefragt, was das kostet? Meistens nehmen TÄ nur ca 8-12 Euro für einen Hausbesuch mehr! Das ist es doch allemal wert!?

    Ansonsten geh du mit deiner Schwester mit Enni dorthin. Haltet sie im Arm und redet mit ihr. Und gebt euch gegenseitig Kraft! Wenn du nur mitgehen möchtest, wenn deine Mutter auch dabei ist, weil du es sonst vielleicht nicht erträgst, kann ich das verstehen. Aber wenn jemand absolut nicht möchte, dann sollte man ihn nicht überreden. Denn wer überredet wird und nur deswegen mitgeht, aber sich innerlich sträubt, Angst hat, unruhig ist etc., der zeigt dem Hund in diesem Moment, dass etwas nicht in Ordnung ist...das überträgt sich schnell auf das Tier und das ist in einem solchen Moment absolut nicht das, was man dem Hund in seinen letzten Minuten vermitteln möchte! Oder?
    Vielleicht geht deine Schwester ja alleine den letzten Weg mit Enni...wichtig ist, dass jemand vertrautes da ist, nicht wie viele da sind!
    Ich wünsche euch alles Gute und fühl dich gedrückt...

  • Ich würde mir niieeee verzeihen, wenn ich meinen Hund nicht auf seinem letzten Weg begleitet hätte. Ich verstehe aber auch Deine Mutter, es gibt eben Menschen, die können das einfach nicht und ich würde sie dann auch nicht dazu zwingen, feige würde ich das nicht nennen, es ist wohl einfach Angst vor diesem entscheidenden Moment. Also solltet ihr Töchter Euren Enni begleiten, lasst ihn auf keinen Fall alleine gehen. Er braucht in diesen Minuten, wo es soweit ist, Eure streichelnde Hand, sollte Eure Liebe spüren. Ich wünsche Euch viel Kraft für diesen schweren Gang.
    LG Francisca

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