Wann lässt man eine Hündin kastrieren??

  • Die Geschlechtsreife ist nicht vom Alter sonder von der Größe des Hundes abhängig.. bei kleinen eher als bei den Großen.. Deshalb werden kleine Hunde auch meist schon mit 6 Monaten das erste mal Läufig.. große dagegen so mit 10 Monaten.. Man sagt das eine Hündin nach der 2tn Läufigkeit sexuell voll ausgereift ist.. Daher sollte man zwischen 1 und 2 Läufigkeit kastrieren lassen

    Gruß
    Alexandra mit Emma

  • Hallo,

    habe meine Hündin aus dem Tierschutz übernommen und bekam gleich einen Vordruck mit, in den der TA die Kastration mit Datum bestätigen mußte. Wenn Du Dich nicht dazu verpflichtest, geben die Dir dort weder Rüden noch Hündin mit. Meine Hündin war ausgesetzt und streunte mit ihren Welpen irgendwo herum. Sprich: wird wohl eine voll ausgereifte Sexualität gehabt haben :D . Ich kann an ihr nach der Kastra keine Wesensveränderung feststellen. Sie war vorher und ist noch eher hyperaktiv, ziemlich dünn und kann ausgesprochen zickig anderen Hunden gegenüber sein. Das hat sich alles wenig verändert. Sie ist vllt. etwas weniger zickig, aber ich hoffe das ist nicht auf die Kastra, sondern auf Erziehung zurückzuführen ;) .
    Meine Schwester hat eine unkastrierte Schäferhunddame, die 14J. alt ist und fit wie ein Turnschuh. Hund stirbt offensichtlich nicht spontan an Krebs, wenn sie nicht kastriert ist. Was ich aber feststelle, es geht ihr schlecht in der Läufigkeit. Sie kriegt stumpfes Fell, frißt kaum und weint ständig. Danach wird sie Scheinträchtig und dann leidet meine Mutter, weil sie den Garten umgräbt. :^^:
    Also allein in Anbetracht der Tatsache, dass diese Hündin in der Läufigkeit 3 Wo vor sich hin leidet und meine Hündin gleichbleibend gut drauf ist, würde ich über Kastra nachdenken, wenn ich es nicht eh hätte machen müssen.

    Viele Grüße
    Claudia

  • Zitat


    Der Gedanke, dass kastrierte Tiere etwas entbehren würden, nämlich ihre Sexualität, ist eine unbegründete Vermenschlichung. Was der Hund nicht fühlt, kann er auch nicht entbehren. Im Gegenteil, er gewinnt Lebensfreude, weil die Sexualität ihm ja doch überwiegend Kummer und Frustration bringen würde. Es ist auch unlogisch gedacht, wenn ein HH sagt, sie würde ihre Hündin erst dann kastr. wenn sie sexuell ausgereift wäre.. das soll durch den Eingriff ja gerade vermieden werden.

    Bis auf den letzten Satz kann ich Dir zustimmen. Aber durch Kastration soll nicht die sexuelle Reifung verhindert werden, das ist bloss ein Nebeneffekt, wenn man es vor der ersten Läufigkeit macht. Übrigens wird sogar im Land der Babykastration, den USA, bei Hündinnen, die später arbeitsmässig verstärkt belastet werden sollen geraten, die erste Läufigkeit abzuwarten.

    Zum Wachstum: Frühkastration verhindert nicht das weitere Wachstum, sondern verlängert die Wachstumsphase, was gelegentlich zu Knochen- oder Gelenkproblemen führen kann.

  • Zitat

    Die Indikation eine Hündin kastrieren zu lassen, ist sie vor Krebs zu schützen (wird gesagt!!). Viele bekannte Hunde, ohne Kastration, haben Gebärmutterkrebs, und davor habe ich wahnsinnige Angst, habe nämlich im Januar 2007 meinen Westi an Krebs verloren.

    Das wäre eine Prävention... aber keine medizinische Indikation.

    Die Studien darüber sind auf Grund ihrer Herkunft kaum bis gar nicht aussagekräftig was die Entwicklung von Krebs betrifft.

  • Zitat

    Laut TSG ist es aber nicht legal, ohne bestimmte Gründe ein Tier zu kastrieren...
    Benutzt mal Tante G**gle und gebt Tierschutzgesetz und Kastration oder so ein dann findet ihr ein paar Stellen..

    Muß hier mal was klar stellen, ich habe meiner Tierärztin vertraut, weil ich die Frau total klasse bin, habe mich vorher genügend informiert und bei beiden bestand die medizinische Indikation. Und ich habe jetzt genau das gemacht was ich nicht wollte, mich gerechtfertigt, weil ich fand alles so in Ordnung wie ich entschieden habe und muß mich vor gar keinem rechtfertigen und das ist auch genau der Punkt warum ich in dem Forum so wenig schreibe, denn alles wird zerflückt und auseinander gerissen.
    Und eigentlich will man nur einen Ratschlag hier und keine Bewertung.
    Gruß Petra

  • Zitat


    Zum Wachstum: Frühkastration verhindert nicht das weitere Wachstum, sondern verlängert die Wachstumsphase, was gelegentlich zu Knochen- oder Gelenkproblemen führen kann.

    Komisch, daß habe ich genau anders rum gehört!! :???:

  • Zitat

    Petra, wenn dann aber bitte vorher informieren. Und zwar richtig! Nicht nur beim TA der dazu rät (tun meine übrigens nicht..), sondern sich echt hinhocken, lesen und dann entscheiden.

    Meine 2 Weiber sind ab Mittwoch auch beide kastriert. Bei beiden wurde/wird es aus medizinischen Gründen gemacht, froh bin ich darüber trotzdem nicht..

    Ich würde erstmal die erste Hitze abwarten. Und dann sieht man weiter.


    Also erst mal entschuldigung für eileen, ich hatte nicht dein Zitat gemeint, sondern den von Murmelchen, ich habe mich genügend erkundigt, und ich vertraue meiner Ärztin total, ich habe "für mich" richtig entschieden, denn bei beiden war es nur ein medizinischer Fall und kein Fall von "Ich möchte das" "Ich wollte mit einer der beiden Züchten und es hat nicht geklappt.
    Das wollte ich nur mal klar stellen hier, es hörte sich von dir an, als wenn ich hätte mich nicht informiert, "DOCH HABE ICH""
    Gruß Petra

  • Zitat

    Komisch, daß habe ich genau anders rum gehört!! :???:

    Hier mal ein Textauszug dazu:

    Zitat

    The sex hormones, by communicating with a number of other growth-related hormones, promote the closure of the growth plates at puberty (3), so the bones of dogs or bitches neutered or spayed before puberty continue to grow. Dogs that have been spayed or neutered well before puberty can frequently be identified by their longer limbs, lighter bone structure, narrow chests and narrow skulls. This abnormal growth frequently results in significant alterations in body proportions and particularly the lengths (and therefore weights) of certain bones relative to others.

    Quelle: http://www.caninesports.com/SpayNeuter.html

    Ist übrigens auch bei Pferden bekannt, dass jung kastrierte Wallache oft hochbeiniger werden als Hengste oder spät gelegte Hengste.

  • ich würde nur kastrieren lassen, wenn es aus gesundheitlichen gründen zwingend notwendig ist.
    ich mußte diesen eingriff bei meiner hündin machen lassen. ich hätte sie fast dabei verloren. wir haben nach der op gemeinsam eine sehr schwere zeit durchgemacht. niemals würde ich das noch einmal ohne grund einem tier antun.
    ich denke, dass tierärzte viel zu schnell bei der sache sind, weil es in ihrem geldbeutel klimpert.
    warum willst du sie kastrieren lassen?
    heute hat, ich glaube, es war der olli, hier einen link eingestellt. den fand ich sehr interessant. http://www.homoeotherapie.de/tiergesundheit…kastration.html
    hier kannst du mal lesen.
    überleg genau, ob du einen so schweren eingriff - nur mal so - machen lassen willst.
    gruß marion

  • Ich wage mich jetzt mal auf`s Glatteis... weil ich nicht alle Beiträge gelesen habe, sondern einfach nur mal meine Gedanken dazu schreiben möchte.


    Als ich meine Maus als Welpe im Januar 2007 bekam hatte ich mich zwar schon eingehend über die Rasse ansich informiert, nicht jedoch weiterführend darüber, ob und wann man eine Hündin kastrieren lassen sollte /muss. Das Thema kam konkret erst bei ihrer ersten Läufigkeit auf, da sie massive Probleme damit hatte. Weniger vom Wesen her, sie hatte eher mit physischen Probs zu kämpfen, sprich, eine extrem (!) geschwollene Vagina, eine ansich ungewöhnlich lange Dauer der Läufigkeit etc. Somit wurden wir bei unseren damaligen TA vorstellig, der umgehend eine Kastration empfahl. Ich habe damals vielleicht noch zu "menschlich" gedacht, aber es ging mir einfach durch den Kopf, dass diese (ihre erste) "Hitze" eben ein grundlegender und sich erst einpendelt müssender, völlig natürlicher Prozess ist. Hätte ich eine pupertierende Tochter, so würde ich ihr doch auch nicht präventiv die Gebärmutter entfernen lassen nur weil ihre Hormone aus dem Gleichgewicht sind und sie später vielleicht (!) an Gebärmutterhalskrebs o.ä. erkranken könnte. So blöd das jetzt auch klingt - es ist vom Grundgedanken her doch gleich.


    Aufgrund falscher Behandlung in anderer Sache wechselte ich den TA, kurzfristig und wirklich notgedrungen, denn meine kleine Maus stand kurz davor über die Regenbogenbrücke zu gehen. Das hatte NICHTS mit ihrer Läufigkeit zu tun, sie wurde aufgrund einer Magen-/ Darm Sache nicht.... optimal behandelt. Letzteres hat nichts mit der Thematik zu tun, somit führe ich es auch nicht weiter aus. Es war lediglich der Grund, warum ich mich nach einer zweiten tierärztlichen Meinung umgehört habe.

    Und hier nun der Gegensatz:

    Der TA, den ich als Notfall aufgesucht habe, nachdem mir am Tel. gesagt wurde beim alten TA: "...dann kommen sie halt her. Wenn die Kleine Blut kotzt und nicht mehr Fressen und Trinken will dann müssen wir das Antibiotikum eben intravenös verabreichen", sah das etwas anders. Die Maus wurde dort erstmal eingehend untersucht wo dann auch festgestellt wurde, dass ihr schwaches Immunsystem (incl. dem Magen/-Darm-Trakt) keine weiteren "Chemie-Keulen" veträgt. Sie bekam erstmal ein homäopatisches Mittel, was die Darmflora wieder kräftigt, desweiteren eine Infusion (fragt mich jetzt nicht was) und Tabletten sowie irgendwas Flüssiges in Beuteln für den Magen und eben einen Schonkost-Plan für Zuhause.

    Kurzum: Binnen 2 Wochen war die Kleine wieder Fit ! :-)

    Dann kamen noch Dinge wie die Patella-Luxation hinzu und auch das konnte ohne OP behandelt werden. Meine Maus bekommt halt täglich Tabletten (1/2 Zeel und 1/4 *muss ich erst auf die Dose gucken*) und ich soll alles tun, damit ihre Muskeln im normalen Leben aufgebaut und konstant gestärkt werden. Das mache ich auch !!!! :-)

    Falls ich es jemals schaffen sollte Euch ein Foto von der Kleinen *heute* einzustellen, wo sie sabbernd und geifernd durch tiefsten Boden hechtet... ich gäbe alles darum es mal zu zeigen ! :-) Wohlgemerkt, das sind dann Bilder von einem Hund, der wenige Monate zuvor keine 5 Schritte ohne "humpeln und Bein schonen" auf unspektakulärem Aphalt laufen konnte...

    Jetzt steckt sie bauchtief im schweren Schlamm und WEEEEEEHE man spricht ihr das Vergnügen ab ! :D Und wenn die Maus dann erstmal zum Schäfchen Hüten übergeht.... Gnade Gott dem guten Ruf der Border-Collies ! :D Sie springt übrigens auch ohne Zögern in einen eiskalten See, wenn man ein Stöckchen wirft oder wenn sich dort ein Dummy der Rettungshundestaffel tummelt.... da wird sich mal eben mit einem Labbi im Wasser geprügelt, weil er augenscheinlich das Objekt der Begierde vorbildlich zu Frauchen ans Ufer schleppt.


    Hinsichtlich der Kastration kann ich nur eins sagen, und ich habe es auch so entschieden:


    Ich habe eine intakte Hündin und so, wie ich sie niemals präventiv irgendwo operieren lassen würde, würde ich ihr auch niemals ein derzeit intaktes Organ entfernen lassen. Die "Unannehmlichkeiten" (winzige Blutflecken, was sie jedoch selbst penibel entfernt) gehören zu meinem Hund wie "meine Tage" zu mir.

    Klar, ein Hund der keine Gebärmutter mehr hat kann auch keinen Krebs mehr an eben dieser bekommen. Aber halbjährliche Untersuchungen sollten doch eh die Regel sein, dann kann man immer noch frühzeitug handeln und wenn da eben was ist.... DANN kann man es entfernen.

    Warum sollte ich meiner gesunden Hündin ein gesundes Organ (!) rausnehmen lassen...? Prophylaktisch...? Was ist mit den Risiken ? Es sterben auch massig Hündinnen/ Rüden an Krebs anderer Organe, zudem steigt ja auch die Gefahr an eben einem anderen Krebs, oder sonstigen lebenslangen Unzulänglichkeiten, zu erkranken und eben dies kann man dann nicht "so einfach" entfernen !

    Nein, meine Hündin bleibt intakt und ich bereue es keine Sekunde, dass ich sie nicht im Welpenalter habe kastrieren lassen.

    Mittlerweile hat sie ihre 3 Hitze hinter sich und nun hat es ich wohl auch eingependelt. Diese letzte Hitze verlief wie im Bilderbuch und hier zu meinen Füßen liegt eine zufrieden schnarchende Maus die jederzeit die Gewissheit haben kann, dass Frauchen erst dann handelt (aber dann auch unverzüglich) wenn es notwendig ist.


    Mein jetziger TA, also der, der meine Maus damals wieder hinbekommen hat, meint übrigens, dass man wirklich nur aufgrund einer medizinischen Indikation kastrieren sollte. Es gibt durchaus auch Nachteile, die gern unter den Tisch gekehrt werden, und eine Garantie, dass eine Hündin eben ein hohes Alter erreicht ist das eh nicht. Es gibt ebenso intakte Hündinnen in seiner Praxis, die älter geworden sind wie die kastrierten Geschwister.


    Ich glaube man kann es sehen wie man es will. Fakt ist, wenn einer Hündin die Gebärmutter entfernt wurde, dann kann sie an eben dieser auch keinen Krebs mehr bekommen, dennoch gibt es hier auch Risiken und andere negativ-Faktoren (anderweitigen Krebs bzw. der höheren Gefahr daran zu erkranken eingeschlossen), die sie ohne die OP eben nicht hätte.

    Die Frage bleibt jedoch:

    Muss ich meinem Hund präventiv ein intaktes (!) Organ entnehmen, nur damit die Maus dort keinen Krebs bekommt ? Igendwann, vielleicht und vermutlich ?

    Hat der Krebs nicht vielleicht einen ganz anderen Ursprung ? Falsche Ernährung etc... ?

    ICH kann meinem Hund in 5 Jahren die Gebärmutter entfernen lassen, falls dort etwas Auffälliges zu erkennen ist. Ich könnte jedoch niemals damit Leben, dass ein andere Krebs festgestellt wird der NICHT operativ behandelbar ist und wo sich für immer die Frage stellt:

    Wäre (!) es auch so gekommen, wenn ich in die Biologie NICHT eingegriffen hätte.


    Mein kleiner, zufriedener und kerngesunder, weißer Wolf hier unterm Schreibtisch bestätigt mich zumindest darin, dass ich bis jetzt alles richtig mache.

    Einen 2-jährigen Hund hier liegen zu haben, der aufgrund einer Kastration niemals erwachachsen werden durfte... sowas entspricht nicht der Natur und noch perfider, wiedersprüchlicher und perverser wird es, wenn ich dann noch auf "back to Nature" plädieren würde anhand BARF oder sonstiger ähnlicher Lebenseinstellungen.

    Nein, DAS hier ist die Zivilisation ! Die wenigsten Hunde haben sich ihr Zuhause und "ihren Menschen" ausgesucht... warum müssen wir stets ALLES unserer Moral und dem verlorengegangenen Verständnis für die natürlichsten Dinge ansich anpassen wollen.

    Fakt ist nämlich ebenso:

    Es sterben unkastrierte wie auch kastrierte Hündinnen an Krebs.


    Und es gibt Hündinnen, die unkastriert älter wurden als kastrierte Hündinnen.


    Was ist jetzt Richtig und was Falsch ?


    Möge es jeder selbst entscheiden...


    Liebe Grüße,

    Karin

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