Wohin mit meinem bissigen Dobermann?

  • ANZEIGE:
    Nach dem Hundespaziergang BURNHARD GRILL an und den Feierabend genießen🔥*
  • So bitter das klingt: Ich würde über Einschläfern nachdenken, bevor der arme Hund nur noch draußen vor sich hin vegetiert.

    Es ist verboten, ein Wirbeltier grundlos zu töten. Der Hund scheint Potential zu haben, wenn er artgerecht gehalten und entsprechend ausgelastet wird! Wenn er über eine Dobermann Nothilfe vermittelt wird, findet sich vielleicht ein Liebhaber dieser Rasse, der mit ihm arbeiten will. Ich sehe aktuell keinen Grund, ihn zu töten. Es sind längst nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft.

    Ich würde der TE aber auch dringend raten, den Hund in jedem Fall abzugeben.

  • Es liegt hier auch einfach an mir wenn er in der Hundepension beispielsweise ist für eine Woche dann sagen Sie mir immer, dass er der beste Hund ist, den sie jemals hatten, weil er einfach so ruhig liebevoll ist und keine Probleme macht und ich frage mich immer, ob die den Hund verwechseln. Aber in der zweiten Pension war es ganz genauso.

    Es wäre doch eventuell auch eine Möglichkeit, den Hund in einer der beiden Pensionen unterzubringen, während Du weiter versuchst, ihn zu vermitteln. Wenn Du die Kosten mit Deinem Ex-Partner teilst, ist das vielleicht machbar?
    Das könnte ja sogar den positiven Nebeneffekt haben, dass der Ex sich mit 'rein hängt und mithilft, einen guten Platz für den Hund zu finden.

  • Unterbringung gegen Bezahlung finde ich auf sehr gut.

    Nur ist das realistisch betrachtet sehr teuer.
    Aber ich würde es machen, wenn ich es finanziell ohne in den Ruin zu gehen, leisten könnte.

  • Ein Gebrauchs-Hund, der ungeregelt seinen Menschen aktuell 24h am Tag zur Verfügung hat, außer wenn Besuch kommt (was logischerweise für Frust sorgt, wenn dann Besuch da ist) und ein Neugeborenes, das 24/7 Aufmerksamkeit braucht, schreit und Beute auf der Stirn geschrieben hat, passt leider so überhaupt nicht zusammen.

    Dobermann in Not oder eine andere Art der Vermittlung wäre dringend angezeigt zu kontaktieren. Ich würde alle Überlegungen, ob man das Steuer noch herumreißen kann, sein lassen und die verbleibende Zeit von vielleicht 4, 5 Monaten, bis es wirklich spannend wird, mit der Suche nach einer neuen Bleibe verbringen.

    Ein Säugling ist eine große Aufgabe, und sollte etwas sein während der Schwangerschaft, ist niemand da, der den Hund versorgen kann. Es ist nicht so selten, dass man plötzlich viel liegen muss oder aus medizinischen Gründen langsamer machen muss.


    Den Hund ausquartieren und dann paar Stunden am Tag versorgen hat mehrere Denkfehler. Erstens braucht ein Baby viel Aufmerksamkeit, vor allem wenn es ein Schreikind ist, das is einfach so. Wohin also, wenn man den Hund bespaßt und weitgehend allein versorgt, zweitens wird der Hund nicht einfacher, wenn er den Großteil des Tages sich selbst überlassen wird. Drittens ist bereits Angst vor dem Hund vorhanden, das spürt und sieht der Hund und wird darauf reagieren, und nicht unbedingt positiv. Und viertens, der nächste Winter kommt und ein Dobermann ist für so ein Wetter nicht gemacht.


    Ich würde die Abgabe schnellstmöglich vorantreiben um dem Hund eine zweite Chance woanders geben zu können und alle Überlegungen, ihn zu behalten ad Acta legen. Viel Glück und alles Gute!

  • "Ich würde der TE aber auch dringend raten, den Hund in jedem Fall abzugeben."

    Und an wen oder wohin konkret?

    Das ist doch der springende Punkt: Erziehung ist gescheitert, Hund hat inzwischen mehrfach gebissen, es findet sich niemand, der sich um einen bissigen Corona-Dobermann reißt, die Schwangerschaft wird beschwerlicher werden, das Baby kommt - also was blüht diesem armen Hund außer Wegsperren auf unbegrenzte Zeit?

  • Es bringt mMn nichts, jetzt Zeit zu verbummeln mit Überlegungen, ob und wie man den Hund behalten könnte und durch Untätigkeit wertvolle Chancen verstreichen zu lassen.

    MMn sollte alle Energie in die Vermittlung gehen. Das bedeutet wahrscheinlich erstmal viel Schriftverkehr mit Tierheimen und Orgas, die mit Gebrauchshunden zu tun haben und ehrliche Anzeigen auf Vermittlungsplattformen.


    Aber allem voran steht erstmal das Eingeständnis, dass man an seine Grenzen kommt und die Entscheidung zur Abgabe. Solange das nicht passiert ist und Überlegungen in Richtung „man bekommt das irgendwie noch hin“ weiterhin bestehen, solange wird sich nichts ändern.


    Wobei die Entscheidung an sich natürlich bei Katha_lr liegt. Ich sage nur, wie sich das für mich darstellt und ich handeln würde.

  • Und habt ihr tipps wegen dem dauerhaften bellen.

    Ich kann Dir sagen, wie ich das hier manage, aber ob das bei Dir auch funktioniert?

    Ich habe den Gartenbereich mit Sicht zum Gehweg mit Sichtschutzelementen zugemacht. Zu den Nachbarn hin habe ein Sichtschutznetzgewebe (wie es das z.B. bei Tennisplätzen auch oft gibt) an den Zaun gemacht.

    Meine Jungs sind, wenn ich im Büro bin, per zeitgesteuerter Hundeklappe erst ab ca. 4 Stunden nach meinen Losfahren im Garten. Bei Homeoffice werden sie dann über Tag reingerufen, wenn es draußen zu laut wird.

    Das ist aber nur managen. Nachhaltig ändern kannst Du das nur über Training. Bei mir ist das dann analog Begegnungen beim Spaziergang, d.h. mit Entfernung vom Reiz trainieren und die Entfernung dann verringern, wenn es funktioniert.

    Akustische Reize sind da schwieriger - einer meiner Jungs nimmt jeden bellenden Hund, auch Straßen weiter (wir wohnen hier dörflich) als Anlass, selbst schon mal ordentlich zu bellen. Er lebt nach dem Motto: Erst bellen, dann gucken (sein Wurfbruder macht es umgekehrt). Mit ihm übe ich, dass er sich ein Spieli holt, um seinen Stress etwas zu vermindern. Das funktioniert inzwischen auch zeitweise, dass er sich vom Bellreiz auf das Spieli umorientieren läßt und dann zwar noch bellt, aber mit vollem Maul und dadurch gedämpft und auch nicht mehr so mit ganzem Herzen dabei ist.

  • Es liegt hier auch einfach an mir wenn er in der Hundepension beispielsweise ist für eine Woche dann sagen Sie mir immer, dass er der beste Hund ist, den sie jemals hatten, weil er einfach so ruhig liebevoll ist und keine Probleme macht und ich frage mich immer, ob die den Hund verwechseln. Aber in der zweiten Pension war es ganz genauso. Er benimmt sich nur hier so seltsam und die letzten eineinhalb Jahre hatten wir genau die selben Probleme und trotzdem hab ich es irgendwie hinbekommen das ganze zu managen.

    Hattest du mit den Leuten der Pensionen schon über eure Probleme gesprochen und dass du überlegst ihn abzugeben ? Vielleicht können die sich ja mit umhören oder ihr könnt zusammen ne Art Übergangslösung finden?

    Ich mein du schreibst ja dass es dort bisher nie Probleme gab, birgt zwar auch das Risiko dass das denen vielleicht nicht so recht klar ist, aber das is ja erstmal etwas bei dem du weißt dass das funktioniert.

  • Ich danke euch schon mal für die ganzen Kommentare. Es ist ja nicht, so dass er einfach die ganze Zeit alleine im Garten ist. Ich bin ja im Home-Office. Dort wär er ungefähr von sechs bis 12:00 Uhr mit mir in der Wohnung. In der Zeit schläft er eigentlich auch regelmäßig. Von 12:00 Uhr bis 16:00 Uhr wäre er dann draußen. In dieser Zeit würde ich ungefähr eine halbe Stunde mit ihm schnuffel Spielchen machen, da ich von 12:00 Uhr bis 12:30 Uhr meine Mittagspause habe. Von 16:00 Uhr bis ungefähr 17:30 Uhr würde ich mich dann voll und ganz aufs Training mit ihm fokussieren. Im Winter ist das dann, so dass wir circa um 17:30 Uhr nach Hause kommen und er legt sich von selber in sein Körbchen und schläft bis abends um elf. Aktuell bin ich dabei ein großen Käfig als Kommode umzubauen, damit er auch mit im Wohnzimmer sein kann. Aber er bleibt dann in seinem Körbchen das gesichert ist in diesem Käfig, damit er sich nicht ausgegrenzt fühlt. Und wenn etwas sein sollte, gesundheitlich etc. oder ich länger mal ins Krankenhaus muss dann hab ich zwei Pensionen, die ihn spontan aufnehmen können. Ich muss halt hier realistisch denken, was ist, wenn ihm keiner nimmt und ich stand schon einmal vor dem Punkt, dass ich über ein halbes Jahr lang gesucht habe und keiner ihn genommen hatte. Es ist ja nicht, so dass ich ihn einfach vor sich vegetieren lasse. Er hat schon genug Auslastung am Tag. Den Rest Chillt er ja sowieso in meiner Wohnung auf dem Balkon oder halt eben jetzt zukünftig im Garten.

  • 4 Stunden sind bei Dauerbellern schon recht heftig für die Nachbarn. Sehe ich auch hier, auch, wenn die direkten Nachbarn sich nicht nicht so daran stören.

    Such auf jeden Fall frühzeitig den Kontakt zu den Nachbarn und sprich auch immer wieder mit denen über die Bellsituation. Und auch, wenn sie sagen, och, das ist ein Hund, der muss doch bellen, wundere Dich nicht, wenn Du irgendwann vom Ordnungsamt angeschrieben wirst (hier auch passiert).

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!