Beiträge von Havländer

    Hm. Mein erster Hund war ein Münsterländer. Also, hier kennt man ja nicht die Vorgeschichte, weiß nicht, ob es vielleicht Vorbesitzer gab, die nicht vernünftig mit ihm umgegangen sind oder so, und in der Tendenz würde ich auch sagen, dass sind ganz sicher keine Anfängerhunde, wenn man dabei keine vernünftige Anleitung hat.
    Aber zurückhaltend in der Körpersprache oder schwer zu lesen fand ich meinen nie. Im Gegenteil, er war immer sehr klar. Und so eine kurze Zündschnur hatte er echt auch nicht.
    Eingebrochen wäre man bei uns besser nicht, ich bin echt nicht sicher, wie das für den Einbrecher ausgegangen wäre.
    Es gab da mal eine Situation, als Besuch bei uns war, ich mit ihm unterwegs war, er also nicht mitbekommen hatte, dass der Besuch von einem von uns 'reingelassen wurde, aus seiner Perspektive stand da also plötzlich jemand Fremdes im Flur. Da musste ich ihn echt ausbremsen, zu mir rufen und klar machen, dass alles ok ist. Den wäre er sonst ernsthaft angegangen.

    Aber das war halt für ihn jemand Fremdes...
    und so ein richtiger Modehund war der Münsterländer doch eigentlich nie, dass da drauf los vermehrt wurde wie sonstewas.

    Also irgendwie, so ganz ohne Vorwarnung und aus dem Nichts heraus und dann direkt so massiv kann ich mir hier echt nur schwer vorstellen. Ich vermute doch sehr, dass da vorher schon einiges im Argen lag.

    Um eine normale Frage zu beantworten: Mit der momentanen Hündin gehe ich je nachdem 1-3x täglich raus, ich kann auch problemlos die Tür auflassen da sie nicht abhauen würde, da geht sie auf die Terrasse pinkeln, aber bevorzugt eher die Pipimatte besonders an regnerischen Tagen oder kalten Tagen

    Sie braucht Klamotten. Einen dicken Mantel gegen die Kälte und eine Regenjacke. Sie hat keine Unterwolle und nichts, was sie draußen schützen würde. Dann klappt das auch mit dem Gassigehen. Du bist ja wahrscheinlich in den letzten Monaten auch nicht nur im T-Shirt draußen herum gerannt.
    Man lässt auch ein Kleinkind nicht irgendwo herunter fallen. Es ist schon der Job des Erwachsenen, dafür zu sorgen, dass nichts passiert.
    Die Hündin (wie heißt sie eigentlich) hat sich ja jetzt nicht ausgesucht, bei Dir zu leben. Das hast Du so entschieden.
    Da ist es dann auch einfach Dein Job, dafür zu sorgen, dass es ihr gut geht. Du wolltest das ja so, nicht sie.

    Kannst du mir zitieren wo ich schrieb dass sie nicht stubenrein ist? Ich habe ja bereits erwähnt, draußen pinkelt sie aufs Gras und ich habe ihr beigebracht drinnen auf Pipimatten zu pinkelt. Je nachdem was sie isst, oder wie viel sie trinkt, pinkelt sie in Abständen von 2-8h und sie kann die Nacht durch schlafen ohne zu pinkeln.

    Na hier - das ist die Definition von "nicht stubenrein". In Abständen von 2 h ist merkwürdig, da passt irgendwas nicht. Ich würd's echt abklären lassen. Und wenn's ne simple Blasenentzündung ist, gehört das ja auch behandelt.

    Sie ist doch noch nicht einmal stubenrein. So, und wenn sie wirklich alle 2 h muss, stimmt da irgend was gesundheitliches nicht, das gehört beim TA abgeklärt.
    Die Haarpflege sollte zumindest bis zu dem Punkt in Ruhe möglich sein, an dem Du ihr ihre Wimpern lässt. Die haben eine Schutzfunktion. Lass Dir das halt bei einem Hundefriseur in Ruhe zeigen und trainier das mit ihr, bis sie das entspannt mitmacht.
    Bis jetzt machst Du doch alles, was für Dich etwas herausfordernder ist, mit dem Holzhammer oder gar nicht.
    Da hat doch ein Zweithund echt noch nichts zu suchen, wenn es noch so große Baustellen mit dem ersten gibt.

    So, und dann hast Du da eine bewegungsfreudige Hündin, warum sollte der Zweithund eher couchpotato sein?
    Warte doch erst mal die nächsten 3 Jahre ab, wie sie sich entwickelt. Die Pubertät steht noch in's Haus, da wird sich noch einiges ändern. Schau Dir vielleicht in den nächsten 3 Jahren mal ein bißchen Lerntheorie an, schwarze Pädagogik wurde jetzt nicht grundlos abgeschafft. Ein entspanntes Hirn lernt einfach besser. Das ist Wissenschaft.

    Es liegt hier auch einfach an mir wenn er in der Hundepension beispielsweise ist für eine Woche dann sagen Sie mir immer, dass er der beste Hund ist, den sie jemals hatten, weil er einfach so ruhig liebevoll ist und keine Probleme macht und ich frage mich immer, ob die den Hund verwechseln. Aber in der zweiten Pension war es ganz genauso.

    Es wäre doch eventuell auch eine Möglichkeit, den Hund in einer der beiden Pensionen unterzubringen, während Du weiter versuchst, ihn zu vermitteln. Wenn Du die Kosten mit Deinem Ex-Partner teilst, ist das vielleicht machbar?
    Das könnte ja sogar den positiven Nebeneffekt haben, dass der Ex sich mit 'rein hängt und mithilft, einen guten Platz für den Hund zu finden.

    Was mir noch so einfällt - ich würde mal schauen, dass er auf jeden Fall auch Kontakt zu Gleichaltrigen bekommt.
    Souveräne Althunde sind zwar auch super, aber ersetzten ja nun nicht den Kindergarten, sozusagen.

    Wo würdest Du diesen Kontakt suchen? Doch in einer HuSchu/Welpen-/Junghundstunde oder eher über Bekanntschaften?

    Ach das käme halt drauf an, wie ich die Bekanntschaften und deren Hunde einschätze oder ob eine Hundeschule in der Nähe ist, die einen guten Eindruck macht.

    Du hast da ja eine gute Trainerin, so wie es bis jetzt klingt, vielleicht fragst Du einfach sie nach guten Empfehlungen?
    Gut fände ich halt, wenn da vernünftig moderiert wird und nicht die Hunde einfach wild durcheinander kugeln und alles so laufen gelassen wird. Also, dass da halt auch in der Spielzeit Augen darauf sind, wie es den Hunden geht, ob da einer schon ein paar Mal signalisiert hat, dass er nicht mehr mag, aber trotzdem von den anderen Hunden nicht in Ruhe gelassen wird, dass die Spielpaare passend ausgesucht werden, solche Sachen.

    Aber das ist auch keine Raketenwissenschaft. Falls Du nette Bekannte hast, mit einem Hund in etwa ähnlichem Alter, ähnlicher Größe und vergleichbarem Temperament (happy go lucky, nehme ich mal an), die Bekannten da jetzt weder das eine Extrem fahren "die müssen das alles unter sich regeln" noch das andere, also direkt drauflos über regulieren und die Hunde sich so gar nicht ausprobieren lassen, kann das auch wirklich gut sein.
    Sie sollten halt grün damit sind, dass man sich auch mal dazwischen stellen muss, wenn den einen zu sehr der Hafer sticht, der andere sich längst hingesetzt hat (das wäre zum Beispiel ein Zeichen, dass er zumindest mal eine Pause bräuchte) und ihn trotzdem nicht in Ruhe lässt, also im Prinzip in solchen Situationen eingreift, wo man denkt, uh, irgendwie sieht das nicht mehr danach aus, als würden beide Spaß haben.
    Oh, Spielzeug würde ich dabei erst mal außen vor lassen, das könnte Streß geben, und Leckerchen würde ich auch erst mal nicht großzügig an beide Hunde verteilen, wenn beide direkt vor mir sitzen.

    Aber im Prinzip kann beides schlecht oder gut sein.

    Und bei Leinenbegegnungen kann man oft schon auf 50 m Entfernung erkennen, ob das gut geht oder vielleicht eher nicht.
    Man bekommt mit, beide Hunde sehen sich und fangen dann aber an, irgendwo zu schnüffeln. Man sieht dann auch schon, dass das kein richtiges Schnüffeln ist sondern eher so getan als ob.
    So, und während man sich so langsam aufeinander zu bewegt, machen die Hunde halt so kleine Schlenkerbewegungen, gucken hier, da, schnüffeln dort ein bißchen, Körper bleibt weich, klar wird zwischendurch mal kurz geguckt, was der andere so macht, aber da fängt nicht der eine an, den anderen zu fixieren und lässt ihn nicht mehr aus dem Blick, noch geht er schnurstracks auf den anderen zu und macht sich dabei auch noch steif.
    Das sind so Situationen, wenn ich die Zeit habe und der andere HH auch, können die sich gern näher beschnüffeln und ein bißchen kennen lernen. Auch an der Leine. Wenn das so das Intro war, also, beide schon auf Entfernung quasi einander erzählt haben, sie haben nix böses im Sinn, hat sich das auch zuverlässig im direkten Kontakt so fortgesetzt.

    Hier gab es ja noch die Frage, woran man erkennt, ob der Hund jetzt eher unsicher ist oder eher ungeduldig oder vielleicht einfach nur Aufmerksamkeit möchte.
    Das kommt na klar halt auch wieder sehr auf den Hund an.

    Aber bei Sammy war es anfangs, als er bei mir eingezogen ist, so, dass er richtig Angst vor großen Hunden hatte.
    Ich wußte bei ihm, woran es lag, aber man konnte das auch wirklich gut sehen:
    Wenn er einen großen Hund auf größere Distanz gesehen hat, hat er angefangen, unglaublichen Alarm an der Leine zu schlagen, hatte dabei aber den Po fast auf dem Boden und sehr eindeutig einen Rückwärtsgang drin, also, er ist dabei nach hinten, weg von den anderen Hund, gegangen, rückwärts.
    Wenn wir näher an einem großen Hund waren, ist er komplett in Sitzstreik gegangen. Ich hätte ihn schon direkt an dem anderen Hund vorbei schleifen müssen. (Meine Anfangs-Therapie war da, dass ich ihn dann einfach an den anderen Hunden vorbei getragen habe. Ohne viel Aufhebens.)
    Ganz anders ist er z.B., wenn er findet, dass er gern Aufmerksamkeit von einem anderen Hund hätte.
    Da steht er dann lässig da, macht Radau, möchte dabei in der Tendenz auch zu dem anderen Hund hin und halt eben nicht weg, das Bellen klingt dabei auch anders. Das kam bei ihm als Verhalten echt später und vor allem bei Hunden, die er kennt, mag und findet, sie sollten ihn beachten. Damit geh ich dann halt auch ganz anders um. Die Distanz zum anderen Hund vergrößere ich dann,
    und ihm nötige ich dann ein ordnungsgemäßes "Fuß" ab. (Mit Geduld, gehe ich dann ein paar Schritte zurück, ohne mich auch nur im Ansatz aufzuregen, reicht ja völlig das er so aufgeregt ist, geb das Signal und wenn er dann ruhig neben mir sitzt und sein Fokus auf mir, wird sehr großzügig per Futtertube belohnt. Und das Signal hab ich natürlich vorher längst immer wieder in ruhiger Umgebung mit ihm geübt. Ich glaub früher bin ich einfach immer nur ein bißchen zurück gegangen.
    Ich hab halt dafür gesorgt, dass das Verhalten nicht noch dadurch belohnt wird, dass er dann bekommt, was er gern hätte, nämlich, den Kontakt.)
    Aber das sind dann halt keine Situationen, in denen der Hund auf den Arm müsste oder irgendwie Schutz von mir bräuchte, sondern ich ihm erkläre, was ich dann gern an Verhalten von ihm sehen würde.

    Ach genau, das ist auch ein guter Hinweisgeber: nimmt der Hund die Belohnung an, steht er zumindest nicht komplett unter Stress. Ein Hund, der richtig Angst hat, nimmt kein Futter mehr.

    https://vm.tiktok.com/ZGdupteE8/

    Wieso muss ich hier an einen Wurf Dalmi Malis denken, der hier vor ner Weile mal verlinkt wurde? |) wer das Video nicht schauen kann, hier noch mal rausgesucht


    https://www.tierhelfer-ingelheim.de/tiere/hunde/infos-anfrage/ruby-1-1

    Weiß jemand noch das Geburtsdatum der kleinen Mali-Dalmis?

    26.05.2025, wenn ich das hier richtig sehe


    (edit: zu doof zum zitieren, steht auf Seite 69 in diesem thread.)
    (und zu langsam obendrein. Herrje)

    Ach so ein Mist mal wieder. Also, dass die "Zucht" direkt für's Tierheim war, meine ich.

    Hast Du irgendwie die Möglichkeit, das Verhalten Deines Hundes auf Video aufzuzeichnen und der Trainerin zu zeigen?
    Oder alternativ, beim nächsten Termin einfach in so hundereichen Gegenden spazieren zu gehen, dass sie das Verhalten live miterlebt?
    Das ist natürlich sonst schwierig, wenn sie Deinen Hund immer nur als vorbildlichen Musterschüler erlebt, sozusagen, und gar nicht so recht wissen kann, wo genau das Problem liegt.
    Deshalb find ich das gerade auch etwas schwierig einzuschätzen - ist das jetzt nur Frust, oder doch Unsicherheit, oder...?
    Und je nachdem würde man ja anders damit umgehen.

    Was mir noch so einfällt - ich würde mal schauen, dass er auf jeden Fall auch Kontakt zu Gleichaltrigen bekommt.
    Souveräne Althunde sind zwar auch super, aber ersetzten ja nun nicht den Kindergarten, sozusagen.

    Und was auf keinen Fall schaden kann, ist Körpersprache zu lernen.
    Das ist eigentlich schon die halbe Miete, auch, wenn es darum geht, Kontakt mit einem Fremdhund zuzulassen oder halt eben nicht.

    Daher finde ich persönlich, dass kleine Hunde NULL Stadttauglich sind.

    Immer wenn's enger wird nehme ich Sammy halt auf den Arm. Persönliche Höchst-Sammy-Tragezeit bis jetzt 35 Minuten.
    Falls es in der Bahn eng werden sollte, können wir uns ziemlich klein zusammenfalten: Rucksack bliebt auf meinem Rücken, der Hund kommt auf meinen Schoß - wir belegen dann echt nur den Platz für eine Person.
    Und so winzig ist Sammy gar nicht. (Ok, ich bin eher klein und schmal)
    Also wenn man keine Probleme damit hat, 6 Kilo auch mal n bißchen länger zu tragen, ist das schon sehr praktisch und stadttauglich.

    Bei uns gibt es einen Tiertransport, der auch im Notfall dann recht zügig kommt und einen in die nächste Praxis/Tierklinik fährt...
    die Nummer hab ich eingespeichert, hoffe, sie niemals zu benötigen, aber beruhigend ist's ja doch.
    Vielleicht schaust Du, ob es bei Euch auch so etwas gibt?
    Ansonsten hatte ich mir aus dem Tierheim noch eine Empfehlung für einen Trainer mitgeben lassen, eigentlich auch nur zur Sicherheit.
    Das schadet ja nichts.
    Und nach einem guten Groomer gefragt, dort war ich auch anfangs einmal zur Beratung.

    Und vielleicht könntest Du nach Welpengruppen schauen, die gut passen könnten.

    Richtig praktisch finde ich persönlich noch diese faltbaren Trinkbehälter, so einen hab ich immer dabei. Ich selbst trinke halt auch stilles Wasser, das erspart mir die Schlepperei von zwei Flaschen. Das hat aber echt noch Zeit, so lang werdet ihr anfangs noch gar nicht
    draußen unterwegs sein.