Erster Hund, große Entscheidung – welche Rasse soll es werden?
-
-
Habt ihr Erfahrungen mit Labrador, Boxer oder Conti im Familienalltag?
Ich rufe mal SavoirVivre mit dem fröhlichen Gustaf
- Vor einem Moment
- Neu
Hallo,
hast du hier Erster Hund, große Entscheidung – welche Rasse soll es werden? schon mal geschaut ?*
Dort wird jeder fündig!-
-
Der Freund meiner Mutter hat eine Labrador-Hündin, deren Wesen uns absolut begeistert – sie ist ruhig, freundlich, sehr menschenbezogen, allerdings auch wirklich top erzogen. Eventuell plant der Züchter Ende des Jahres einen weiteren Wurf, was für uns grundsätzlich eine Option wäre.
Ich finde, das klingt perfekt!
-
Labradore sind wirklich toll, allerdings würde ich darauf achten, dass es eine leichtere Linie ist. Ich weiß nicht, was „wandern“ bei euch bedeutet, aber meine Schwiegereltern haben eine recht schwere, breite Labradorhündin (fast 40 kg und nicht übergewichtig), anspruchsvollere/steile Hochgebirgstouren sind eher nix für die (aber wandern im Hügelland geht gut mit ihr).
-
Ich finde auch dass der Labrador perfekt passt. Wenn du Dummy machen möchtest dann achte darauf dass der Züchter im VDH züchtet (auch wenn du jetzt glaubst du brauchst das nicht - du wirst dich später ärgern).
Meine Labbi Hündin hat das alles was du beschreibst super mitgemacht bis ins hohe Alter (allerdings auch sportliche Linie 22kg) und war der perfekte Ersthund.
Und schwarz wirkt wirklich auf viele abschreckend.
-
Wenn ihr wirklich einen Hund möchtet, der "wacht", würde ich mal in der Sennenhund-Kategorie gucken. Wegen des Sportprogramms vmtl kein Großer Schweizer und kein Berner, aber die beiden kleineren (Entlebucher und Appenzeller) wären vielleicht was.
Aber bitte überlegt euch das, ob ihr das wollt mit dem Wachtrieb, insbesondere wenn Kinder im Haus sind.
Beim Labrador würde ich die Hündin die ihr kennt jetzt nicht als den typischen Labbi sehen. Viele sind alles Andere als ruhig und "brav".
Falls es auch eine Rasse ohne Wach- und Schutztrieb sein darf, würde ich euch sehr den English Springer Spaniel ans Herz legen. Das sind tolle, spritzige und zum Menschen sehr sanfte Hunde. Von meinen bisherigen vier Hunden (Yorkshire Terrier, Labrador, Deutsch Drahthaar) ist/war der Springer bisher der pflegeleichteste.
-
-
Nur, falls es bisher nicht wirklich klar herauskam (immer natürlich abhängig auch vom einzelnen Individuum Hund):
Ein Hund mit Wachtrieb kann noch so kinderfreundlich gegenüber den eigenen Kindern sein, aber bei fremden (Besucher-) Kindern muss man ihm deutlich erklären können, dass ihn diese nichts angehen. Sonst hat man schnell eine Situation wie:
Alle Kinder spielen im Garten, auch mal mit dem (erwachsenen oder fast erwachsenen) Hund. Eines der Besuchskinder muss mal zur Toilette und kommt nicht wieder raus aus dem Haus und der Hund ist grad spurlos verschwunden. Zu finden ist das Kind dann vermutlich im Bad mit dem zähnefletschenden Hund vor der Tür - mit Glück wurde das Kind nicht gebissen. Da ist wirklich sehr konsequente Erziehung ab Welpenalter nötig, damit man nicht in so eine Situation kommt.
Wachtrieb und Menschenfreundlichkeit (gesteuert durch den Besitzer) müssen sich nicht ausschließen, aber die Möglichkeit besteht durchaus.
Wenn Ihr auf Dauer, falls das nötig sein sollte, den Hund während der Besuchszeiten vom Besuch trennen könnt (anderes Zimmer bspw.), dann wäre das schon mal eine Möglichkeit.
-
Ich würde euch ja einen Schweizer Schäferhund empfehlen, der würde bei euch vom Programm her glücklich werden und hat einen moderaten Wachtrieb. Schlägt an, lässt sich gut lenken (mein Hund sagt erfolgreich Bescheid, ist aber kein Zaunkläffer) und versteht, dass wen wir Menschen reinlassen, auch willkommen ist. Finde diese Rasse durchaus anfängertauglich.
Einzig der Phänotyp wird euch vermutlich nicht zusagen, daher lasse ich das mit meiner Empfehlung
. -
Vielen Dank für die vielen Rückmeldungen, Perspektiven und auch die Vorschläge zu weiteren Rassen. Einige davon hatte ich tatsächlich gar nicht auf dem Schirm und werde mich dahingehend noch informieren.
Beim Boxer ist mir das Thema gesundheitliche Problematik tatsächlich schon öfter begegnet. Eine Bekannte mit einer Boxerdame aus gesunder Zucht hat mir zwar berichtet, dass es heute nicht mehr ganz so dramatisch sei, aber genau deshalb habe ich hier gefragt, um möglichst viele Erfahrungen zu sammeln.
Hundesport sehe ich eher als gemeinsames Hobby und Beschäftigung für Kopf und Körper, nicht mit dem Ziel von Wettkämpfen oder besonderen Erfolgen.
Die vielen Hinweise zum Labrador – insbesondere zu einem alltagstauglichen, leichteren Typ und keiner reinen Arbeitslinie – nehme ich sehr bewusst mit. Das deckt sich auch stark mit unserem eigenen Eindruck.
Auch eure Aussagen rund um „Wachsamkeit“ haben mir geholfen, das Thema noch einmal realistischer einzuordnen.
Vielen Dank für euren Input, ich lese weiter interessiert mit.
-
Wenn Ihr auf Dauer, falls das nötig sein sollte, den Hund während der Besuchszeiten vom Besuch trennen könnt (anderes Zimmer bspw.), dann wäre das schon mal eine Möglichkeit.
Ich wollte es gerade sagen. Meine Tante hatte in meinen Kindheitstagen einen wachenden Hund. Der musste immer, ausnahmslos, weggesperrt werden, wenn Besuch da war. Was leider mit 2 Kindern häufig vorkam. Bestimmt kann jemand mit entsprechender Expertise das besser regeln. Ich fand es damals für alle unschön.
Mein Vater hatte, als ich ein Baby war, einen Schäferhund. War toll ausgebildet. Aber hat quasi jeden zerpflücken wollen, der einen Blick in den Kinderwagen werfen wollte. Das will heute auch keiner mehr.. 😲
Das, was Menschen glauben, was ein wachsamer Hund ist, und das, was er wirklich ist, sind grundlegend unterschiedliche Dinge.
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!