Erster Hund, große Entscheidung – welche Rasse soll es werden?
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Hallo zusammen,
ich bin neu hier im Forum und hoffe, dass ich mit meinem Thema hier richtig bin.
Wir sind aktuell auf der Suche nach der passenden Hunderasse für unsere Familie und würden uns sehr über eure Erfahrungen und Einschätzungen freuen.
Zu uns:
Wir sind eine Familie mit zwei Kindern (8 und fast 10 Jahre alt) und leben in einem Zwei-Generationen-Haus mit kleinem Garten. Meine Schwiegereltern wohnen mit im Haus und haben viel Hundeerfahrung (zuletzt ein ehemaliger Straßenhund), aktuell aber keinen eigenen Hund mehr.Mein Mann und ich sind beide mit Hunden aufgewachsen, hatten bisher jedoch noch keinen eigenen Hund. Wir sind eine sportliche Familie: Joggen, Radfahren und am Wochenende oft Wandern gehören bei uns dazu.
Eine Hundeschule ist für uns selbstverständlich – auch, weil wir als Menschen lernen möchten. Außerdem haben wir bzw. ich großes Interesse an Hundesport wie Dummytraining, Mantrailing oder Rally Obedience. Welche Sparte es am Ende wird, würden wir gern vom Hund und seinen Anlagen abhängig machen.
Zur Betreuung:
Ich arbeite ab dem Sommer nur noch drei Vormittage pro Woche (ca. 8:30–13 Uhr), mein Mann im Schichtdienst. Durch meine Schwiegereltern müsste der Hund nie über längere Zeit allein bleiben.Aktuell schwanken wir zwischen Labrador, Boxer und Continental Bulldog.
Der Freund meiner Mutter hat eine Labrador-Hündin, deren Wesen uns absolut begeistert – sie ist ruhig, freundlich, sehr menschenbezogen, allerdings auch wirklich top erzogen. Eventuell plant der Züchter Ende des Jahres einen weiteren Wurf, was für uns grundsätzlich eine Option wäre.
Mein Mann ist beim Labrador etwas unsicher, da er sich auch einen Hund wünscht, der zumindest ein gewisses Maß an Wachsamkeit fürs Haus mitbringt – was beim Labrador ja eher eingeschränkt der Fall ist.
Der Boxer ist dagegen seit vielen Jahren mein absoluter Traumhund. Alle Boxer, die ich bisher kennengelernt habe, waren auf ihre ganz eigene Art besonders: dieses Clownhafte, lebensfrohe Wesen, gleichzeitig unglaublich kinderlieb. Mir ist aber bewusst, dass es sich um eine Gebrauchshunderasse handelt, und ich frage mich ehrlich, wie gut wir als Anfänger damit zurechtkämen.
Der Continental Bulldog interessiert uns ebenfalls sehr, sowohl optisch als auch vom beschriebenen Wesen, allerdings fehlen uns hier noch echte Praxiserfahrungen.
Ich habe mich bereits viel theoretisch mit Hundeerziehung beschäftigt (Bücher, Lesen, Einlesen), weiß aber natürlich, dass Theorie und Praxis zwei Paar Schuhe sind.
Was ich ganz klar sagen kann:
Ich habe große Lust, wirklich etwas mit dem Hund zu machen. Ich hatte viele Jahre Pferde und habe viel Bodenarbeit gemacht – ich liebe es, mit Tieren gemeinsam zu arbeiten. Ich wünsche mir daher einen Hund, der daran ebenfalls Freude hat.Gleichzeitig sollte der Hund gut mit Kindern klarkommen – bei uns ist es nachmittags durchaus mal etwas lauter und lebhafter, wenn alle zu Hause sind.
Uns ist bewusst, dass jeder Hund individuell ist und Erziehung, Zeit und konsequente Arbeit erfordert – wir suchen keinen „fertigen“ Hund, sondern einen passenden Rahmen, in dem sich Hund und Mensch gemeinsam entwickeln können. Gerade bei den genannten Rassen wissen wir, dass Ruhe oft erst gelernt werden muss, und sind bereit, diesen Weg bewusst mitzugehen.
Habt ihr Erfahrungen mit Labrador, Boxer oder Conti im Familienalltag?
Oder vielleicht sogar einen Vergleich bzw. eine ganz andere Rasse, die zu uns passen könnte, die ich bisher nicht auf dem Schirm hatte?Vielen Dank fürs Lesen und eure Antworten!
Liebe Grüße
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
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Also für mich schließen sich eindeutig Conti und sportliche Familie aus!
Der wäre schon körperlich gar nicht in der Lage euer Sportprogramm mitzumachen!
Ein schwarzer Labrador kann durchaus abschreckende Wirkung haben!
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Wie wichtig ist Euch das hier?
Wir sind eine sportliche Familie: Joggen, Radfahren und am Wochenende oft Wandern gehören bei uns dazu.
Außerdem haben wir bzw. ich großes Interesse an Hundesport wie Dummytraining, Mantrailing oder Rally Obedience. Welche Sparte es am Ende wird, würden wir gern vom Hund und seinen Anlagen abhängig machen.
Denn dann sehe ich absolut keinen
Continental Bulldog.
Definiere auch mal "Wachen".
Denn viele Hunde(rassen) reagieren auf Geräusche und schlagen an. Labbis können das auch.Weshalb ich das frage: manchmal hat man was anderes im Auge, und wenn man sich dann die entsprechende Rasse anschafft, wie zum Beispiel einen Deutschen Schäferhund, ist man oft "überrascht", daß man dem Hund erst noch "erklären" muß, daß dieser gefälligst andere Hunde in Ruhe lassen und keine Menschen stellen soll, vor allem nicht die eigene Familie, oder eingeladene Gäste.
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Boxer sind halt nicht grade gesund . Da muss man sich drüber bewusst sein. Krebs , Herzerkrankungen, Epilepsie, frühzeitig Spondylose , Allergien und natürlich Probleme mit Atmung und Zähnen ist das was ich da mitkriege.
Leider. Wenn man sich darüber im Klaren ist und gut schaut warum nicht.
Allerdings melden alle Labis die ich kenne.
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Wir sind eine sportliche Familie: Joggen, Radfahren und am Wochenende oft Wandern gehören bei uns dazu.
Eine Hundeschule ist für uns selbstverständlich – auch, weil wir als Menschen lernen möchten. Außerdem haben wir bzw. ich großes Interesse an Hundesport wie Dummytraining, Mantrailing oder Rally Obedience. Welche Sparte es am Ende wird, würden wir gern vom Hund und seinen Anlagen abhängig machen.
Ihr braucht einen Hund mit funktionaler Anatomie. Da fallen jegliche "Bull" Rassen raus. Ebenso Boxer. Die haben mittlerweile ein grosses Problem mit der Atmung, den Augen und dem Gehirn.
Labrador passt. Wie Deckel auf Topf. Aus einer eher leichteren Zucht, trotzdem keine Arbeitslinie. Der würde bei euch seine passende Welt finden. Familienanschluss, genug Bewegung, was für den Kopf zu tun... tip top.
Ihr braucht einen umgänglichen, alltagstauglichen Hund, der auch fremde Kinder ins Haus lässt. Wachsamkeit wird immer so schön geredet, muss aber in richtige Bahnen gelenkt werden, das hört nicht einfach so auf wenn man das gerade will. Man kann sich zusätzliche Aufgaben stellen, aber ein erster Hund ist Arbeit genug, seid euch das bewusst. Und sehr viele Hunde bellen, wenn was komisch ist auf dem Grundstück. Das muss kein expliztiter Hofhund sein um das zu erfüllen.
Auch eine leichte Golden Retriever Hündin wäre bei euch Happy. Ebenso ein Mittelpudel, ebenfalls fröhliche sportliche Hunde. Was ich mir auch vorstellen könnte ist ein Englisch Setter. Der wäre begeisterter Begleiter beim joggen und wandern, muss aber auch was zu tun bekommen. Dalmatiner allenfalls, wobei es da Exemplare gibt, die mit Fremden nicht so easy sind. Wäre ich wegen den Kindern und deren Freunden vorsichtig.
Ich würde es mir halt einfach machen. Nichts Spezielles. Nichts Exotisches. Ihr seid neu im Hundedings :-) und habt Kinder, trefft Kollegen. Da sollte der Hund möglichst easy integrierbar sein.
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Mein Mann ist beim Labrador etwas unsicher, da er sich auch einen Hund wünscht, der zumindest ein gewisses Maß an Wachsamkeit fürs Haus mitbringt – was beim Labrador ja eher eingeschränkt der Fall ist.
Gleichzeitig sollte der Hund gut mit Kindern klarkommen – bei uns ist es nachmittags durchaus mal etwas lauter und lebhafter, wenn alle zu Hause sind.
Ich finde, das sind zwei Sachen die sich widersprechen. Wenn der Hund wacht, dann wacht er auch wenn die Kinder nachmittags zu Besuch kommen und glaub mir, das willst du nicht.
Ich hatte als allererstes eine Mix Hündin die mit 40 Kg und schwarz sehr abschreckend aussah, bei "Gefahr" aber eher in Ohnmacht gefallen ist, als etwas zu machen. Absolut Top im Umgang mit meinen Kindern, aber als "Bewacher" total ungeeignet. Ihr habe ich damals beigebracht auf Kommando Aufmerksam zu schauen und da sah sie dann einfach so aus als ob sie bewacht, das bekommt ein Labbi mit links hin. Angeschlagen haben bei mir bisher alle Hunde, das funktioniert bestimmt auch bei einem Labbi.
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Labbi klingt perfekt für eure Ansprüche, Schwarz wirkt selbst dann abschreckend, wenn der Hund ein Lamm ist (wir hatten so einen). Und falls er/sie nicht von selbst anschlägt, was auch die meisten Labbis tun, bringt ihr ihm einfach bei, auf ein Zeichen kräftig zu bellen.
Das reicht im Normalfall immer, selbst bei unserem grundharmlosen und dusseligen Settermix. Grosser schwarzer Hund,der mit tiefer Stimme bellt - was dahintersteckt, probiert man lieber nicht aus.
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Ich würde auch von Boxer und Bulli abraten, wenn ihr etwas "sportliches" wollt.
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was ihr hier wieder für Contis kennt?
Meiner läuft Problemlos die Wochen endliche Jogging runde von 4km mit, wandern von 20km im Hochsommer bei 30°C ist auch absolut kein Problem. Das ist ein Hund! Sportlich schlägt der die meisten Menschen trotzdem um längen.
Fahrrad fahren findet er nicht so toll, das stimmt.
Im Hundesport wie Dummytraining oder Mantrailing habe ich auch schon viele Contis erlebt.
Ansonsten habe ich selten so Familien freundliche Hunde gesehen wie den Conti, Menschen liebt der einfach über alles.
Lass dir den Conti nicht so schlecht reden, informiere dich auch außerhalb des Forums wie es um die Gesundheit steht. Meine Erfahrungen beruhen auf ca. 20-30 Contis aus allen Altersklassen die ich bisher erleben konnte und nicht von einer Englischen Bulldogge die ich beim Tierarzt röcheln gehört habe.
Wachsamkeit fürs Haus passt allerdings nicht (zum Glück), das macht der Conti nicht. Der bellt zwar auch mal wenn ihm was komisch vorkommt sollte sich die "komischheit" allerdings bestätigen ist er unterm Tisch :)
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Der Boxer ist dagegen seit vielen Jahren mein absoluter Traumhund. Alle Boxer, die ich bisher kennengelernt habe, waren auf ihre ganz eigene Art besonders: dieses Clownhafte, lebensfrohe Wesen, gleichzeitig unglaublich kinderlieb. Mir ist aber bewusst, dass es sich um eine Gebrauchshunderasse handelt, und ich frage mich ehrlich, wie gut wir als Anfänger damit zurechtkämen.
Ich finde die Überlegungen gut und kann deine Zweifel bzgl Gebrauchshund nachvollziehen. Da es Dein absoluter Traumhund ist, lohnt es sich vielleicht, sich einmal bei der Zielgruppe zu informieren. Dort kannst Du alle Bedenken ansprechen. Ich kenne ein paar Boxer, die im IGP-Sport aktiv sind (sind idR kleinere, drahtigere und leichtere Hunde und nicht "der alte Schlag", die allerdings ordentlich Power haben).
https://www.bk-muenchen.de/verein/
Hier ein Link unter dem Du Landesgruppen, Ortsgruppen, Züchter und Sportler findest, die Dir bestimmt gerne Rede und Antwort stehen.
Wenn es um meine Rasse geht, empfehle ich immer gerne als ersten Schritt einen persönlichen Besuch in einer Ortsgruppe. Dort triffst Du Menschen, die diese Hunde - oft in unterschiedlichen Hundesportarten - selbst führen. Man kann dort auch den gesundheitlichen Aspekt ansprechen, den man sicher nicht aus dem Auge verlieren sollte.
- Vor einem Moment
- Neu
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