Goldie Welpe eskaliert / Ruhefindungsprobleme

  • Die Beschreibung klingt - mit Ausnahme des Bellens - sehr ähnlich wie mein Goldie-Welpe in dem Alter.

    Ich kann nur sagen: das ist alles eine Phase, es wird besser. Wann weiß ich nicht, aber es wird.

    Klingt für mich jedenfalls ziemlich normal.

    Uns hat bei Attacken auf Gegenstände geholfen, ihm sofort was anderes direkt neben dem jeweiligen Gegenstand hinzuhalten, er hat die Alternative immer gerne genommen.

    Und was uns noch geholfen hat war, den Fokus vom Welpen zu nehmen. Nicht ständig beobachten, nicht ständig ermahnen, einfach hinsetzen, langweilige Dinge tun (Handy, lesen, Rätsel lösen) und den Welpen machen lassen.

    Das schafft ihr schon, meist verwächst sich das Verhalten.

  • Ich lese sehr viel Training. Den ganzen Tag. Da ist alles voll mit Aufgaben. Selbst das Spielen ist Arbeit, so wie ihr das gestaltet. Meine daddeln sich in den Alter durch den Tag. Keine Aufgaben, vor sich hin spielen. Sind ja Babys und keine kleinen Erwachsenen.

  • Wir sind mit ihr jeden Tag mehrmals im Garten toben. Ohne Schleppleine geht allerdings leider nicht, weil der nicht komplett umzäunt ist. Unsere Leine ist 5m und wir versuchen schon ihr hinterher zu Düsen damit sie möglichst frei rennen kann.

    Wir sind mit ihr eigentlich immer so lange im Garten bis sie selbst wieder rein will. Manchmal geht sie nur pinkeln und zerrt und dann schon wieder zur Haustür.

    In ihrem Auslauf haben wir ihr schon einiges zum kaputtmachen gegeben. Neben dem normalen Kauspielzeug zb. Taschentücher, Pappschachteln usw. Das beschäftigt sie aber meistens nur kurze Zeit.

    Ja, das ist ein Problem. Ihr habt halt einen Welpen und keinen kleinen Erwachsenen oder Senior.

  • Dichtet euren Zaun ab und lasst sie selber entscheiden, wann sie schlafen möchte. Kommandos braucht sie (außer einem „Nein“) in diesem Alter noch keine. Das Nein auch nur in äußersten Notfällen, wenn es wirklich sein muss und ihr das auch durchsetzen könnt.

    Ansonsten: Lasst den Welpen Welpe sein. Alternative bieten. Nach einem Spielkumpel Ausschau halten.

    Ein Auslauf ist meistens zu klein für den Spiel- und Erforschungsdrang des Kleinen. Macht eure Wohnung welpensicher.

  • Euer Tag ist total zergliedert in Mini-Abschnitte, euer Welpe erwartet sobald er wach ist, dass ihr etwas mit ihm macht: Rausgehen (sehr kurz und an der 5 Meter Leine, ihr lauft also ständig hinterher), Trainieren (ich vermute mit Leckerlis Tricks üben?) und Spielen (darf er das alleine oder spielt ihr mit ihm?) Dazwischen 4 Mal am Tag Fressen.

    Im Prinzip lernt er, sobald ich aufwache, machen die Menschen was mit mir und das tut nicht gut.

    Ich würde das Tricks üben zur Zeit noch sein lassen, ich würde nur noch dreimal füttern (ich habe die Begründung des Tierarztes nicht verstanden) und ich würde einmal am Tag zusammen richtig raus gehen. Ins Auto und an den Waldrand oder ins Feld, wo die Leine ab kann und ihr gemütlich auch mal länger unterwegs seid. Nicht wandern! Sondern schlendern und schauen, mal nen Hang hoch, mal in eine Schneewehe rein, hier ne gefrorene Pfütze, da raschelndes Laub... Stehenbleiben und Hinsetzen sind meist doof, vor allem wenn es so kalt ist, aber man kann sich auch langsam fortbewegen. Vielleicht findet ihr auch andere Hundehalter für gemeinsame Entdeckungstouren. Sowas darf gerne mal eine Stunde dauern, aber wichtig: Lasst ihn mal machen!

    Ich mache solche Ausflüge schon sehr früh und die Welpen spielen, probieren sich aus, werden selbstbewusst und sind zufrieden.

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  • Was frisst denn euer Hund? Also welche Sorte, Zusammensetzung? Was bekommt er zu knabbern?

    Hat euer Hund Durchfälle ab und zu, würde nach Schema entwurmt?

    Kam der Hund direkt vom Züchter zu euch, oder hatte der schon Zwischenstationen?

  • Ist euch noch bewusst, wie euer Hund beim Züchter gelebt habt? Da konnte er den ganzen Tag nach Herzenslust mit seinen Geschwistern spielen.

    Und jetzt besteht sein Tag aus kurzen Ausflügen, sehr viel Training, sehr viel Zeit an der Leine, auch im Garten, und quasi gar keinem freien Spiel, vor allem nicht mit anderen Hunden. Und er soll am besten dazwischen nur rum liegen.

    Kein Wunder, dass dem Welpen die Umstellung schwer fällt.


    Ich würde den Welpen viel mehr frei vor sich hin spielen lassen, auch draußen, nach passenden Hundekumpel suchen und das Training deutlich runter fahren.

  • Dieses immer wieder etwas mit dem Hund tun macht ihn gaga!


    Die soll auch einfach mal für 3h null Input von euch bekommen und tun und lassen können was sie wil.
    Euer Problem tönt wie so oft hausgemacht. Das ist nicht böse gemeint, es ist bloss sehr oft so.

    Trennt einen Bereich ab in der Wohnung, wo sie nichts kaputt machen kann aber wo sie viel Platz hat.
    Nicht nur ein Gitter von 2 Quadratmeter. Gebt ihr 10 !


    Dass sie jetzt überdrehter ist hat zwei Gründe

    1. sie wächst und der Power nimmt im 2-Wochen Rhythmus zu

    2. ihr beschäftigt sie immer wieder, nur nicht so sinnvoll


    Dieses sich dauernd mit dem Hund abgeben schafft viele Probleme, immer wieder zu lesen hier.


    Zäunt den Garten schnellstmöglich ein. Ein Steckzaun reicht momentan noch. Dann kann sie frei herum sausen. Du unterschätzt den Wert des frei laufens im Garten. (Unter Aufsicht!! Nie einen Welpen alleine im Garten lassen)

    Aber immer mit der Schleppleine, die ja noch viel zu kurz ist, dem Hundnach rennen ist Mist.

    Toll, dass sie schon durchschlafen kann. Das ist Gold wert.
    Jetzt müsst ihr noch ein Gleichgewicht in den Tag bekommen und euch selber zurück nehmen, dann wird das auch klappen.

    Aber lasst ma das immer wieder Kommados trainieren und kuscheln undpipapo. Also alles etwas weniger, und nehmt den Hund aus dem Mittelpunkt, das tut ihr nicht gut.
    Natürlich darf ma mitdem Hund kuscheln, auch mal was spielerisch trainieren. Aber nicht immer und immer wieder.

    Die Brauchen Pausen vor uns, sonst endet es wie es jetzt ist.
    Undgeht raus, packt sie insAuto und fahrt an den Waldrand, lasst sie die Welt in Ruhe entdecken. 30min locker herum stromern. Nicht mit der Idee eines Spaziergangs. Sondern einfach sein!
    Schauen, ausprobieren.

    Die muss raus, die braucht Bewegung. Sonst fliegt sie euch in zwei Wochen um die Ohren.
    Mit11 Wichen darf die langedraussen sein. Die geht davon nicht kaputt. Dafür pennt sie danach selig.

    Vergesst bitte sofort die 5 min Regel. Die ist mittlerweile wissenschaftlich widerlegt.

    Die darf laufen, nur nicht hoch runter springe. Sie darf auch toben, aber NICHT mit grossen Hunden. Und sie darf nicht auf glatten Böden ausrutschen, das ist Gift für Gelenke.

    30-40min gemeinsam die Wt entdecken macht junge Hunde gesund und glücklich.

  • Hallo zusammen,


    Danke für all eure Antworten!
    Wir waren heute nun den zweiten Tag öfter und länger mit ihr draußen.
    Es ist schon deutlich besser geworden, sie ist viel ausgeglichener und ruhiger.

    Leider können wir unseren Garten nicht komplett einzäunen aufgrund der Grundstücksituation. Was wäre denn eine Alternative für den Anfang. Eine deutlich längere Schleppleine? Wenn ja welche Länge wäre da empfehlenswert?

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