Beiträge von Cherubina

    Mit einem unsicheren Border hättest du mit sehr großer Wahrscheinlichkeit beim Mantrailing nur im Hobbybereich Spaß. Da braucht man Hunde, die ihren eigenen Kopf haben und auch gegen die Vorstellung ihres Hundeführers sicher ihrer Nase folgen, sich nicht rausbringen lassen.

    Die Ausbildung ist sehr zeitintensiv und der Weg zur Einsatzreife sehr steinig.


    Erfolgreich im Sinne von geprüft bin ich noch nicht (Ayla ist jetzt 1,5 Jahre alt) und ich würde auch sagen, dass unsere Staffel nicht die richtige wäre um sich wirklich gute Tipps zu holen, da bei uns der Freiverweis auch eher neu in der Ausbildung ist. Aber wir haben uns rangewagt.


    Ein Fallstrick ist die Umstellung von Verbeller zu Freiverweiser, da der Hund erstmal verstehen muss, dass Bellen an der VP keine Option mehr ist, nie mehr, aber prinzipiell geht das.


    Wir haben hier in der Staffel einen Border Rüden, der ab einem Alter von 1,5 Jahren in der Ausbildung zum Verbeller war. Nach zwei gescheiterten Prüfungen, viel Frust, Unsicherheit an der VP, Verlassen der VP, wenn irgendetwas nicht passt... haben wir die Reißleine gezogen.

    Es wurde eher schlechter als besser. Wir haben uns eingestanden, dass es so zum einen nie gut werden wird und wir zum anderen Hund und Hundeführer nur Stress und Misserfolge verursachen.

    Die beiden sind ein super Team und ein wichtiger Teil der Staffel, der HF ist auch mit einem anderen Hund geprüft und im Einsatz. Also haben wir den wenig erfolgversprechenden Versuch gestartet den nun schon bald 6 Jahre alten Hund auf Freiverweis umzustellen.

    Wir sind uns alle bewusst, dass es wahrscheinlich nicht zur Prüfung reichen wird. Die Zeit ist zu knapp, der Hund schon sehr aufs Bellen eingestellt, aber die andere Alternative wäre gewesen ihn komplett rauszunehmen.


    Resümee nach 3 Monaten:

    Der Hund blüht auf und genießt das Training wieder, der HF freut sich tierisch über jeden Teilerfolg, mittlerweile machen die beiden schon wieder ganz kleine Suchen mit der neuen Anzeige.

    Oft ist es so, dass Hunde Dinge, die wir so mühevoll durch Locken und Betteln ansteuern, besonders unheimlich finden. Warum sollte man um das Einsteigen so einen Aufwand betreiben, wenn es nicht total wichtig wäre?


    Wie hat er gelernt ein Halsband zu tragen? Die Züchterin/ der Züchter hat es angezogen, der Welpe hat sich ein paar Mal gekratzt und geschüttelt und dann war es einfach dran. Ja das war am Anfang doof, aber der Welpe wurde nicht gefragt, ob er bitte bitte seinen Kopf da reinsteckt.


    Hat er wirklich schon 40 kg? Dann ist die Geschichte nun natürlich echt anstrengend, aber wenn es rein technisch noch halbwegs zügig geht ihn hichzuheben und reinzusetzen, dann würde ich genau das machen.

    Und dann eben täglich zum Spaziergang ein kleines Stückchen fahren.


    Meine Welpen sind jetzt 8 Wochen alt und lassen sich durch diese kleinen Touren schon seit 2 Wochen völlig problemlos ins Auto heben, sie warten förmlich vor der Seitentür.

    Heute hat der erste alleine versucht reinzuspringen.

    Wie soll sie denn anzeigen? Für mich ist das Verbellen bei sehr unsicheren Hunden oft sehr schwierig.

    Ich habe mich bei meiner eher unsicheren Hündin von vornherein für den Freiverweis entschieden. Hierbei muss sie nie lange bei der VP bleiben. Sie macht das sehr sicher und mit vollem Elan.


    Belohnung beim Verbeller ist tatsächlich in so einem Fall aus meiner Sicht am Besten etwas was von der VP wegfliegt. Wir arbeiten da oft mit Futterdummies, die zum Hundeführer gebracht werden dürfen oder auch mit Ball.


    Der Hund muss keine Bindung zur VP aufbauen, sowas geht schlecht, wenn der Hund mal Fremdpersonen suchen soll. Es muss für den Hund berechenbar und durchweg positiv sein und da hast du eben bei sehr unsicheren Hunden schon dann ein Problem, wenn er sich füttern lassen soll. Irgendjemand fängt dann doch mal ab und will streicheln, einer beugt sich blöd nach vorne...


    Ob und wie so ein Hund tatsächlich mal ein verlässlicher Hund für den Einsatz werden kann, muss man natürlich vor Ort im Training sehen.

    Bei der UO nehme ich Futterbrocken, die schnell geschluckt sind, die sind also klein. Da müsste ich schon lange am Stück trainieren, um auf ne Tagesration zu kommen. Bei Fährte kann ich nicht mitreden.


    Das was du fürs normale Gassi beschrieben hast, ist genau das, was ich nicht will, aber das mag bei anderen Rassen besser funktionieren als beim Border. Ich will keinen Hund, der permanent mit einer Futterbelohnung rechnet, ein Hund der immer "an" ist. Das ist für meine Hunde einfach unheimlich anstrengend. Gassi bzw. Spazierengehen ist hier Freizeit.

    Das heißt nicht, dass ich nicht auch mal für den Superrückruf einen Keks springen lasse.

    Zum schon Geschriebenen ergänzend:


    - Der Hund ist von seiner Ernährungsphysiologie eigentlich nicht darauf ausgerichtet sein Futter gleichmäßig über den Tag zu sich zu nehmen. Ich denke dabei nicht nur an den permanent hochgehaltenen Blutzuckerspiegel, sondern auch an das Sättigungsgefühl, dass sich eigentlich erst einstellt, wenn eine richtige Portion im Magen ist. Manche Hunde kommen tatsächlich sogar mit nur einer Mahlzeit am besten zurecht.


    - Die gesamte Futterration über den Tag als Belohnung zu verfüttern würde bedeuten echt viel und lange zu trainieren (wenigstens bei großen Hunden) und das dann täglich? Ich mache viel lieber punktuell konzentrierte Übungseinheiten und lasse den Hund ansonsten Hund sein. Zu viel Training kann das Gegenteil von dem bringen, was man erreichen wollte.



    Auch bei mir gibt es die Hauptfutterration immer und bedingungslos aus dem Napf.

    Viel Erfolg!


    Wir haben Pause, Neuss noch und dann nur noch HZP und Brauchbarkeit.

    Wann seid ihr denn dran? Ich bin am Samstag auch in Neuss, vielleicht komme ich dich mal am Ring besuchen.


    Was meint ihr, wieviel Zeit muss ich in Neuss fürs Reinkommen einplanen? Reicht 1 Stunde?

    Bei den Border Collies sind nur 33 Hunde gemeldet, was echt nicht viel ist. Und wenn ich es richtig sehe, ist das ja outdoor, was vermutlich ab der Eingangskontrolle nicht viel ändert.


    Gesundheitszertifikat wurde vorher hochgeladen und wird vor Ort wohl nur stichprobenhaft kontrolliert.


    Ich war zuletzt in Kassel und da hat es sich ja durch die Coronakontrolle echt gezogen.


    Also was schätzt ihr?

    ähm es gibt auch Beagle die ohne Leine laufen u top erzogen sind

    Ohne Leinen laufen und top erzogen sein hat nun aber eben nicht viel mit der Präzision und Konzentration zu tun, die im Obe 3 gefordert wird.

    Ich wäre sowohl bei Beagle, als auch bei Husky ebenfalls sehr erstaunt dort einen zu sehen.


    Ausgeschlossen ist es natürlich nicht, aber ich würde auch sehr große Augen bekommen.

    Ich wollte eigentlich die Klappe halten, aber ich frage mich echt, warum die jetzt, wo die Umsetzung des Qualzuchtparagrafen in Hundesport und Züchterszene Wellen schlägt ohne Ende, so überhaupt gar kein Augenmerk darauf legen - scheinbar eher im Gegenteil:


    Gaumenspalte und Extremkleinwuchs, Taubheit bei Merlehund... Aber alle Hunde sind toll ist die einzige Messege!?


    Von Übergewicht und abgeschorenen Vibrissen fange ich jetzt gar nicht erst an.