Goldie Welpe eskaliert / Ruhefindungsprobleme

  • Der Steckzaun ist eine gute Idee, habe gleich mal einen bestellt.

    Noch eine Frage bezüglich dem Verhalten, dass die kleine manchmal nicht so wirklich raus möchte bzw. uns relativ kurz nach dem rausgehen wieder ziemlich stark zum Hauseingang zieht. Geht man dann einfach wieder rein? Oder muss man da manchmal eher etwas Überzeugungsarbeit leisten?

  • Ja, ich würde dann reingehen. Sie wird sich draußen noch nicht ganz sicher fühlen und deshalb rein wollen. Drinnen ist ihr Zuhause und da ist sie in Sicherheit. Das ist ja schon sehr gut, dass sie rein möchte. Das wird sich bestimmt bald legen und sie wird nach und nach auch draußen sicherer werden.


    Habt ihr Schnee? Du könntest draußen eine Art Schneemann bauen und sie darf den dann zerstören. Laub ist auch toll, da kann man im Laubhaufen ein Spielzeug verstecken. Lass sie zuschauen und dann danach suchen. Da fällt dir sicher noch viel mehr ein was man draußen anbieten kann.


    Gut wäre halt, wenn ihr euch ab und zu mit einem jungen Nachbarshund treffen könntet. Das Welpenspiel kann man als Mensch schlecht ersetzen. Evtl. findet ihr jemanden mit passendem Hund, wenn ihr euch draußen aufhaltet. Solche Jugendfreundschaften halten oft ein Hundeleben lang.

  • Ja wir haben reichlich Schnee, da hatte sie auch schon viel Freude dran, durch zu toben.

    Hunde haben wir schon ein paar Kennengelernt.

    Ein kleiner der mit im Haus wohnt.
    Eine Freundin hat einen ca. 1 Jahr alten Labrador.
    Und jemand aus der Familie hat einen Chihuahua.

    Leider sind bis auf den Labrador alle ziemlich ängstlich wenn unsere „Kleine“ mit ihnen spielen möchte, weil sie nun doch um einiges größer ist.

  • Da finden sich bestimmt noch andere. Schön, dass ihr aber schon Kontakt zu anderen Hunden habt. Man kann ja vielleicht auch mal zu einer Wiese laufen, wo sich die Hunde mit irgendwas beschäftigen und sich nebenbei erst einmal besser kennenlernen. Dann geht die Ängstlichkeit bald vorbei. Hunde spielen oft nicht sofort miteinander, eben weil sie sich noch nicht wirklich kennen und erst rausfinden müssen, ob der andere auch mitmachen möchte.

    Am Anfang ist ja alles spannend. Meine Hündin setzte sich als Welpe erst einmal hin, weil ein Schmetterling vorbei flog und sie den beobachten musste. Mein Rüde hatte zB Angst vor einem Mülleimer am Wegesrand. Den haben wir uns dann gemeinsam angesehen, genauso ein Trecker, den der Bauer am Feld hatte stehen lassen, da wollte mein Rüde nicht vorbei und wir haben den mehrfach umrundet. Auch eine Plastiktüte am Wegesrand kann da eine Herausforderung sein.

    Genauso im Haus, Besen, Staubsauger, das ist ja alles spannend und muss untersucht werden. Wichtig finde ich, dass man Welpen nie erschreckt, also nicht im Schlaf den Sauger anstellen, sondern immer, wenn er wach ist und das auch mitbekommt und sich am besten sogar traut sich den näher anzusehen.

  • Ich möchte darauf hinweisen, dass es keine Du gute Idee ist einen Hund dieser Größe mit einem Chihuahua oder anderem Klein Hunde spielen zu lassen. Sinnvoll ist es in so einem Fall zu üben, dass er solche Hunde nicht bespielen darf.

  • Geschadet hat es meinen früheren Hunden nicht, dass sie früh viele Signale gelernt haben. Und Hunde drehen von ein paar Minuten Training am Tag auch nicht durch - WENN halt der Rest passt. Ich denke, da hast du schon sehr gute Hinweise bekommen. Vor allem frei erkunden ist einfach mega wichtig. Und nicht alles durchplanen, einfach mal ganz entspannt leben, ohne einen Stundenplan für den Hund zu machen.

    Meine letzten beiden Welpen (aktueller Zwerg ist bald 7 Monate alt, der andere 3 Jahre und mein Assistenzhund) haben aber tatsächlich die ersten Monate gar kein Training im eigentlichen Sinne gehabt und so werde ich es auch in Zukunft immer machen. Nicht weil das schaden würde, sondern weil das einfach eine sehr niedrige Priorität hat. Mit dem Welpen Sachen erleben, erkunden und eine gute Beziehung aufbauen ist viel wichtiger. Selbstbewusstsein und Körperwahrnehmung spielerisch üben ist wichtiger. Tricks lernen kann jeder Hund in jedem Alter in kurzer Zeit, aber die beste Chance dem Hund die Welt als einen sicheren, tollen Ort zu zeigen, hat man nunmal im ersten Lebensjahr.

  • Der Spielerische Trainingsaufbau gehört bei mir schon beim Welpen dazu. Wichtig ist, dass die Erwartungshaltung passt und der Aufbau zum Entwicklungsstand.

    Bei vielen Dingen in dem Alter gilt: es nicht zu versauen sind 80% des späteren Lernerfolgs!

    Name, Abbruch, Rückruf baut sich im Alltag hervorragend ein.

    Leinenführigkeit einfach nicht kaputt“schlagen“ und korrekt anfangen sobald der Hund alt genug ist spart einem eine meeeeeenge Arbeit und Training.


    Kommandos wie Sitz, Steh und Platz, Auflösesignal lassen sich sehr spielerisch etablieren, ich nenne es immer Kinderturnen. Genauso würde ich Pflegemaßnahmen üben, Fixieren, Alleinebleiben.

    Ohne Training kommt man nicht aus. Wichtig ist aber dass die Aufzuchtgestaltung passt, dann wird so ein Welpe auch nicht bekloppt weil mit ihm getobt wird oder man mit Leckerlie mal bisschen übt!

    Es gibt wie immer auch einen Mittelweg ohne „Verbote“.

    Problematisch ist wenn der Lernplan die Reife des Hundes nicht berücksichtigt.

  • Das Problem bei all diesen Threads ist ja nie, DASS man mit dem Welpen trainiert. Sondern das WIE und das ganze Drumherum.
    Wenn man eine Neuling dann empfiehlt, lass mal das gezielte Training weg, bleibt ja immer noch genug Zeit im Alltag, wo mit dem Welpen Dinge erlernt werden. Aber halt mit weniger "Erwartungshaltung".

    Was das Ganze entspannt und meistens läuft dann ja auch besser .

    Es hat noch nie irgend jemand geschrieben, dass ein Welpe nichts lernen soll. Nur hilft es Neulingen, wenn man mal vom Dauertrainingsgedanken weg kommt. Hin zu mehr entspannt lernen in den Alltag einbauen.

  • Die Intention kann ich verstehen, aber das man ja möglichst wenig macht artet ja ebenfalls gerne aus und man braucht sich halt auch nicht direkt Stressen weil man unterwegs dann doch gerne nen Rückruf oder sowas üben möchte. Einfach altersgerecht. DAS ist aber auch mMn das was Anfänger lernen müssen, ein Gefühl für ihren Hund und den Entwicklungsstand zu bekommen.

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