Mir fehlt die Strategie
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Kurz zur Situation
Zwei Hunde im Haus. Weisser schweizer Schäferhund Rüde 6J und BC Mix Rüde 6J. Beide zusammen aufgewachsen und best Buddies.
Der WSS ist unserer und gut von mir erzogen und sozialisiert. Probleme gibt es mit ihm nicht. Der BC ist der Hund unseres Sohnes. Der BC ist leider nicht in der Hundeschule gewesen und wurde auch erziehungs- und sozialmäßig stark vernachlässigt. Da unser Sohn beruflich umzieht, übernehmen wir nun den BC und ich will mich ihm und seinen "Macken" annehmen.
Zum Problem mit dem BC
Er reagiert sehr stark auf Reize, selbst im Haus ist es echt schwierig. Sobald er ein Geräusch auf der Strasse hört rennt er zum Fenster und bellt als gebe es kein morgen. Vollkommen im Tunnel nicht mehr ansprechbar. Ähnlich verhält es sich sobalt im Fernsehn ein Hund oder ein anderes Tier auftaucht. Sobald er visuell "Feindkontakt" hat ist es aus. Ich bin mir ziemlich sicher, schlechte Sozialisierung und große Unsicherheit sind der Punkt. Körperlich und geistig wird er gut ausgelastet.
Inzwischen bekomme ich ihn einigermaßen aus dem "Tunnel", wenn ich so ein Quietschspielzeug benutze. Jedenfalls funktionirrt das drinnen ganz gut. Draussen leider bisher kaum. Und das Quietschen macht ihn zwar ansprechbar, aber der solang er den "Feind" sieht, fällt er sehr schnell zurück ins bellen oder immer wieder bis ich quietsche.
Ich müsste etwas haben/aufbauen das in konsequent vom Feind ablenkt ????Mir fehlt jetzt irgendwie die Idee wie es weiter gehen könnte. Drinnen geht ja "aus dem Auge -aus dem Sinn" ist ja aber draussen so nicht umsetzbar......
Mir fehlen aktuell weitere Ansätze
- Vor einem Moment
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Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
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Ich habe nicht ganz verstanden, worauf er alles so stark reagiert, vor allem draußen. Hunde? Andere Menschen? Fahrzeuge? etc.
Wie verhält sich der Hund draußen allgemein?
Ablenkung alleine wäre halt nur Management, mein Ziel wäre es, dass der Hund den Reiz wahrnehmen und sich damit ruhig auseinandersetzen kann, ohne auszurasten. Man könnte zB jedes Ruhiggbleibren und sich an dir orintieren clickern/markern und seehr hochwertig bestätigen - anfangs natürlich mit vieeel Distanz zwischen euch und dem Auslösereiz. Auch könnt ihr ein erwünschtes Verhalten auftrainieren, manchen Hunden gibt es zB Sicherheit, wenn man sie dann bei Fuß gehen lässt, wenn man an einem Reiz vorbeigeht.
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BC sind Im allgemeinen sehr reizoffen. Brauchen sie in ihrem Job als Hütehund.
Ich würde eine gute Hundeschule empfehlen, die mit Hütis umgehen kann.
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Ich habe nicht ganz verstanden, worauf er alles so stark reagiert, vor allem draußen. Hunde? Andere Menschen? Fahrzeuge? etc.
Wie verhält sich der Hund draußen allgemein?
Ablenkung alleine wäre halt nur Management, mein Ziel wäre es, dass der Hund den Reiz wahrnehmen und sich damit ruhig auseinandersetzen kann, ohne auszurasten. Man könnte zB jedes Ruhiggbleibren und sich an dir orintieren clickern/markern und seehr hochwertig bestätigen - anfangs natürlich mit vieeel Distanz zwischen euch und dem Auslösereiz. Auch könnt ihr ein erwünschtes Verhalten auftrainieren, manchen Hunden gibt es zB Sicherheit, wenn man sie dann bei Fuß gehen lässt, wenn man an einem Reiz vorbeigeht.
Er reagiert auf alles. Speziell Hunde, aber auch andere Tiere, Menschen. Autos sind kein Problem.
Sobalt er etwas wahrnimmt. Auch auf Distanz. Wenn er es erkennt, ALARM. So ist aktuwll nur Management möglich. Langsam ran führen ist so echt nicht einfach. Leider
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Und das Quietschen macht ihn zwar ansprechbar, aber der solang er den "Feind" sieht, fällt er sehr schnell zurück ins bellen oder immer wieder bis ich quietsche.
Das klingt für mich ehrlich gesagt nach ner astreinen Verhaltenskette, die ihr da aufgebaut habt. Und damit denkbar kontraproduktiv.
Bist du dir sicher, dass es Unsicherheit ist? Für mich klingt das im ersten Moment einfach nach einem außer Kontrolle geratenen BC, der sich ein Hobby gesucht hat und davon nun völlig drüber ist und nicht abschalten kann.
Wichtig fände ich als ersten Schritt (egal ob Unsicherheit oder sonst was), dem Hund daheim die Möglichkeit zum Runterfahren und Regenerieren zu geben. Die Frage ist halt, wie.
Hast du - zumindest im Haus - schon mal versucht, ihm einfach klar zu machen, dass jegliches Hochfahren schlicht und ergreifend verboten ist?Hast du schon mal versucht, ihm einen eigenen Ruheort, also sozusagen einen Safe Space zuzuweisen, an dem er wirklich abschalten kann und soll? Strategisch natürlich idealerweise so gelegen, dass da gar nicht so viel ist, was ihn triggern kann.
Was ich zumindest drinnen tunlichst vermeiden würde, ist, „was Besseres“ zur Ablenkung zu suchen oder die Trigger-Reize in irgendeiner Form mit Alternativverhalten und/oder „Arbeit“ für den Hund zu verknüpfen. Sonst hast du ganz schnell nen Hund, der erst nicht abschalten kann, sondern aktiv auf die Suche nach (neuen) Triggern geht.
Draußen ist das dann nochmal ein anderes Thema, aber der erste Schritt wäre für mich definitiv, Ruhe daheim zu etablieren und dann im zweiten Schritt mit einem entspannt(er)en Hund die Themen draußen anzugehen.
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Vermutlich wäre es sinnvoll, wenn sich ein Fachmann das mal komplett anschaut, weil es ehrlich gesagt nach der Spitze vom Eisberg klingt.
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Körperlich und geistig wird er gut ausgelastet.
Dazu noch: Was genau macht ihr denn?
Für einen Hund, der sich ständig sowohl draußen als auch daheim so sehr an Außenreizen hochfährt, kann gut gemeinte Auslastung ja auch schnell zu viel des Guten werden. Da kann es dann ne echte Gratwanderung sein, ein gutes Maß zwischen sinnvoller Auslastung einerseits und genug Ruhe und Entspannung andererseits zu finden.
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Das ist miteinem Spielzeug umlenken nicht getan. Dieser Hund liest sich als bringe er einen ganzen riesigen Rucksack an Themen mit.
Trainer mit viel erstand für Hütehunde wäre dringend angesagt. -
Das ist miteinem Spielzeug umlenken nicht getan. Dieser Hund liest sich als bringe er einen ganzen riesigen Rucksack an Themen mit.
Trainer mit viel erstand für Hütehunde wäre dringend angesagt.Zumal das im Haus mal klappen kann, meistens draußen gar nicht. Wenn der Reiz groß genug ist, wird es überhaupt nicht funktionieren. Das führt nicht zu einer sicheren Verhaltensänderung.
Ich sehe es wie flying-paws : einmal komplett durch einen Trainer checken lassen.
Wie lange ist der Hund bei euch? Es kann gut sein, dass sich nach "Eingewöhnung" das Verhalten weiter verschlimmert, im Sinne, dass auch Autos etc. ein Thema werden. Deshalb lieber gleich die Grundproblematik mit Unterstützung angehen.
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