• Hallo,


    Wir wohnen in der Nähe von einem Reitstall, unser Jack Russel liebt die Pferde. Er saust hin und her und fordert sie zum Spielen auf. Das stört die Pferde nicht, sie sind Hunde gewöhnt- aber mich. Er zwickt nicht, springt sie nicht an, er schnuppert vorsichtig, wenn eines auf ihn zukommt, nimmt dann sofort wieder Spielhaltung ein. Bisher habe ich ihn bei den Koppeln immer an der Leine. Klar kann man Grundgehorsam üben, ich hätte aber gerne einen Hund, der weiß, das Pferde keine Spielpartner sind und lässig vorbei läuft ohne „ich will doch aber so gerne“. Er ist schwer begeistert, denkt wohl, dass sind große Hunde. Hat jemand eine Idee, wie er Pferde einfach hin nimmt, so wie er auch Vögel hinnimmt, an denen er vorbeigeht, als wären sie eine Laterne 😉 geschnuppert hat er schon oft genug.

  • Puh - also den effektivsten Weg für Meideverhalten war bisher der Tag, an dem die Pferde nicht mehr so cool waren und der Hund was gebrochen hatte. Und als Ponyhofmädchen hab ich sowas leider öfter erlebt. Das abzuwarten wäre jetzt allerdings nicht so mein bevorzugter Weg…

    Lass den Hund einfach nicht mehr auf die Wiese. Erstmal mit Leine und einem stumpfen Verbot. Pferde gehen ihn nix an. Wenn er das akzeptiert, mit Schleppleine festigen. Und erst wenn du absolut sicher bist, dass dein Hund nicht mehr hin rennt kannst du ableinen. Was du da beschreibst, birgt einfach für alle ein absolut unnötiges Risiko.

  • Hört sich nach Jagdverhalten an. Er versucht sie in Bewegung zu bringen. Spätestens, wenn eins wirklich Schiss bekommt und losrennt oder eins sagt, dass es keine Lust mehr auf den Mist hat und gezielt zutritt, wird das unschön.

    Also Leine dran lassen und üben, üben, üben. Allerdings musst Du davon ausgehen, dass Beute für einen Jagdhund immer Beute bleibt. Spätestens, wenn mehr Bewegung dazu kommt, wird ihn das noch mehr reizen.

  • Lass den Hund unbedingt an der Leine! Der hat auf der Weide nichts zu suchen. Auch wenn die Pferde momentan nicht reagieren


    Ein Tritt, und er ist tot.
    Und dieser Tritt muss nicht mal ihm gelten. Wenn es blöd geht, ist er aber das schwächste Teil.

    Übrigens bist du auch in der Verantwortung, das vergessen viele. Sollte im Zusammenhang mit deinem Hund etwas auf der Weide passieren, wird auf dich Regress genommen.

    Da du eine Jagdhund hast, der offensichtlich Jagdverhalten zeigt, ist die Arbeit klar. Denn er wird das - in anderer Form vielleicht - auch in anderen Momenten zeigen.

    Ich frage mich, warum du ihn auf die Weide rennen lässt. Bist du dir der Gefahr nicht bewusst? Oder denkst du das ist lustig? Ehrliche Frage, da ich als Pferdehalter so etwas absolut nicht verstehe.

  • Hier ein schönes Video, auf dem Wölfe mit Bisons "spielen". Sieht doch wirklich freundlich aus am Anfang, oder nicht? Am Ende ist dann eins tot.

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  • Wenn Hund und Pferd sich kennen, kann tatsächlich eine Art Spiel entstehen. Mein Pony hat mit 2 Jahren mit dem Hofhund gespielt. Das war im Grunde ein jugendliches austesten. Jetzt wo er Erwachsen ist, spielt er nur noch "Nasenstupsspiele" mit den Hunden.

    Aber, das alles ist immer im Beisein von mir passiert. Ich hatte, und habe die Verantwortung, und kann eingreifen.

    Ganz im Ernst, wenn ich einen fremden Hund an meinem Pferd erwischen würde, dann würde es direkt eine Anzeige geben.

    Einmal ist ein versehentlich abhanden gekommener Hund, ein 2. mal ist grob fahrlässig.

    Woher weißt du, das nicht mal ein Pferd panisch reagiert? Im schlimmsten Fall durch den Zaun geht, und auf eine befahrene Straße rennt?

    Woher weißt du, das nicht irgendwann ein Pferd vom Hund genervt reagiert, und den Hund tötet?

    Glaub mir, 99% der Pferdetritte sind einfach antäuschen, und grob in eine Richtung hauen... aber wenn ein Pferd wirklich genervt ist, kann so ein Huf sehr Zielgenau den Kopf deines Hundes treffen.


    Entweder du leinst deinen Hund an, oder du suchst dir jemanden, mit dem du mal zusammen mit dem Hund ans Pferd gehst, und bringst dem Hund bei, einen Abstand von mindestens einem Meter zu halten.

  • Hallo,


    Wir wohnen in der Nähe von einem Reitstall, unser Jack Russel liebt die Pferde. Er saust hin und her und fordert sie zum Spielen auf. Das stört die Pferde nicht, sie sind Hunde gewöhnt- aber mich. Er zwickt nicht, springt sie nicht an, er schnuppert vorsichtig, wenn eines auf ihn zukommt, nimmt dann sofort wieder Spielhaltung ein. Bisher habe ich ihn bei den Koppeln immer an der Leine. Klar kann man Grundgehorsam üben, ich hätte aber gerne einen Hund, der weiß, das Pferde keine Spielpartner sind und lässig vorbei läuft ohne „ich will doch aber so gerne“. Er ist schwer begeistert, denkt wohl, dass sind große Hunde. Hat jemand eine Idee, wie er Pferde einfach hin nimmt, so wie er auch Vögel hinnimmt, an denen er vorbeigeht, als wären sie eine Laterne 😉 geschnuppert hat er schon oft genug.

    Meiner darf ja von Welpenalter an mit zu den Pferden. Er wollte als Welpe (Treibhund) die Pferde auch gerne zur Bewegung animieren. Hier gab es einen sehr deutlichen Abbruch von mir. Er darf sich den Pferden nähern, er darf sie gerne auch anbellen, wenn sie ihm zu nahe kommen, um zu zeigen, dass er Abstand möchte. Aber unter gar keinen Umständen darf er hinter den Pferden her! Auch wenn die selbst in Bewegung sind, weil der Übermut sie packt und sie über die Weide rennen. Das ist für Bert extrem schwer. Aber da muss er durch.


    Leine dran und nicht mehr zu den Pferden lassen.


    Und nur mal so, ich als Pferdebesitzer würde Dir auch was erzählen, wenn ich Deinen Hund dabei erwische, wie er sich den Pferden nähert. Tod kann der dabei im schlimmsten Fall bleiben :pleading_face:. Oder ein Pferd verletzt sich, weil es doch Panik bekommt.

  • An der Leine lassen! Ein blöder Tritt und der Hund kann tot sein. Hatten wir im Stall leider schon...

    Ich habe selbst Pferde und einen Jack Russell, meine jagt Pferde nicht und geht nicht dran, habe ich aber von Welpe an trainiert. Meine Pferde gehen auch i.d.R. nicht an den Hund, es gibt aber durchaus Pferde die da nicht lange fackeln und dem Hund eine verpassen, mit Vorder- oder Hinterhuf. Das ist richtig gefährlich.

    Als Pferdebesitzer würde ich aber auch nicht dulden, dass ein fremder Hund auf die Wiese geht. Daher: Leine dran!

  • geschnuppert hat er schon oft genug.

    Er saust hin und her und fordert sie zum Spielen auf.

    Sind das deine Pferde? Deine Koppeln?

    Wenn nein, hat dein Hund da weder dran zu schnuppern, noch auf die Koppel zu laufen. Völlig egal, in welcher Absicht.

    Wenn du mit Pferden üben möchtest, dann frag die Besitzer. Oder geh halt angeleint vorbei - sollte man eh immer tun, wenn man an Weidetieren vorbeigeht und der Hund nicht zuverlässig bei einem bleibt. Du riskierst auch, dass er an den Stromzaun kommt.

    Hat jemand eine Idee, wie er Pferde einfach hin nimmt, so wie er auch Vögel hinnimmt, an denen er vorbeigeht, als wären sie eine Laterne

    Hast du das mit ihm erarbeitet? Wenn ja: Dann genauso.

    Vögel sind für schlaue Hunde oft keine spannenden Jagdobjekte. Hunde sind ja nicht blöd und wissen, dass sie nicht hinterherfliegen können. Manche mögen es, Vögel aufzuscheuchen (sollte man auch nicht zulassen), aber viele finden Vögel uninteressant.

    Training - wie jedes Antijagdtraining halt, welcher Weg dir am besten gefällt. Ich würde erst mal absichern und Umorientierung belohnen.

    Aber grundsätzlich - lass die Leine erst mal dran, auch im Interesse deines HUndes.

  • Wenn du dieses Verhalten möchtest :

    ich hätte aber gerne einen Hund, der weiß, das Pferde keine Spielpartner sind und lässig vorbei läuft ohne „ich will doch aber so gerne“

    Dann verstehe ich nicht, warum du dieses Verhalten zulässt :

    Jack Russel liebt die Pferde. Er saust hin und her und fordert sie zum Spielen auf. Das stört die Pferde nicht, sie sind Hunde gewöhnt- aber mich. Er zwickt nicht, springt sie nicht an, er schnuppert vorsichtig, wenn eines auf ihn zukommt, nimmt dann sofort wieder Spielhaltung ein

    Je öfter dein Hund die Erfahrung macht, dass es cool ist, die Pferde zur Bewegung zu animieren, umso schwerer wird es, ihm das Gegenteil beizubringen.

    Dein Glück ist, das die Zossen sich bisher von deinem Hund nicht bedroht gefühlt haben. Das kann dazu führen, dass sie für ihn langweilig werden, oder aber, wenn er schlau ist, dass er kapiert, dass er seine Bemühungen intensivieren muss, und dann habt ihr ein Problem.


    Also bitte anleinen. Fremde Pferde gehen deinen Hund nichts an und basta. Wird jetzt wahrscheinlich länger dauern, da sie ja schon als interessant und spaßig kennengelernt wurden, aber es ist auch einfach ein echt schlechter Zug, seinen Hund auf Koppeln rennen zu lassen. Hätte hier im Stall eine freundliche Ansage gebracht und beim zweiten Mal Konsequenzen. Geht gar nicht, sorry, das ist so.

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