Überlegungen zur Kastration: Ja? Nein? Vielleicht?
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Ganz kurz zu Allererst: Ich wohne in der Schweiz, hier sind Kastrationen gesetzlich erlaubt.
Zur Ausgangslage: Aktuell 3,5 Jahre alte Aussiedoodle-Hündin, gerade zum fünften Mal läufig und eigentlich war ich immer der Meinung, sie nicht kastrieren zu lassen, solange sie keine Probleme hat.
Vor knapp einem Jahr habe ich sie einmal durchröntgen lassen und dabei hat sie mit ziemlicher Sicherheit auf den Wirkstoff Butorphanol mit neurologischen Problemen reagiert. Ataxie, Unruhe, Kopf wackeln. Dazu habe ich damals einen Thread eröffnet. Nach insgesamt 48 Stunden war der Spuk vorbei und hat keine Spuren hinterlassen. Mein TA hat damals aber schon gesagt, dass das Mittel bei ihr nicht mehr verwendet werden darf. Möglich wäre auch, dass sie auf alle Opiate so reagiert. Und das es beim nächsten Mal eben nicht mehr so glimpflich abläuft und entweder die neurologischen Ausfallerscheinungen bleiben oder sie eine Epilepsie entwickelt. Beides möchte ich verständlicherweise vermeiden.
Jetzt war meine Gedanke, was man dann im Fall einer Pyometra macht. Da handelt es sich ja um einen Notfall und eventuell muss man dann das Narkosemittel nehmen, was zur Verfügung steht. Daher jetzt die Überlegung, sie doch zu kastrieren. Dann könnte man es genau planen, die Medikamente besprechen und hoffentlich das Risiko minimieren. Ich werde das natürlich noch mit meinem TA besprechen und mir evtl. auch noch eine Zweitmeinung einholen, aber was würdet ihr machen?
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Wurde sie mal auf MDR 1 getestet?
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Wurde sie mal auf MDR 1 getestet?
Nein, das war damals mein erster Gedanke. Aber die Aussie-Hündin wurde getestet und ist +/+, also auch kein Träger. Meine Hündin könnte also maximal Träger sein, wenn der Pudel-Rüde, der, da Pudel, halt nicht auf MDR1 getestet wurde.
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Mein Kasper ist auch +/-, wird aber trotzdem, sicherheitshalber wie -/- behandelt. Ich würde sie testen lassen.
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Ich würde vermutlich mit meiner Praxis sprechen, ob die ein anderes Sedierungsmittel immer vorrätig haben, und das gleichzeitig vielleicht auch noch mit einer weiteren Klinik abklären. Das betrifft ja nicht nur eine mögliche Pyometra, sondern auch andere Notfälle.
Wenn Deine Hündin dann immer mit der passenden Narkose versorgt ist, gäbe es für mich erstmal keinen Grund, prophylaktisch zu kastrieren.
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Prophylaktisch kastrieren macht doch ohne Notwendigkeit keinen Sinn. Vielleicht bekommt sie nie eine Pyometra, dafür aber eine Magendrehung oder einen Tumor oder ….
Es gibt eine Studie wonach das Risiko einen Tumor zu entwickeln bei kastrierten Hunden deutlich erhöht ist (Zahlen habe ich nicht mehr im Kopf). -
Das betrifft ja nicht nur eine mögliche Pyometra, sondern auch andere Notfälle.
Da braucht es nur einen Sturz oder eine Beisserei oder einen Unfall z.B. mit Auto.
Und das kann dann auch mal im Urlaub passieren. Also in die Sedierungsmittelfrage solltest Du dann auch immer am Urlaubsort vorhandene Praxen / Kliniken einbeziehen. Und den MDR-Test würde ich auch machen - manche Träger zeigen auch Merkmale, die sonst nur bei Positiven auftreten (meine ich, irgendwo mal gelesen zu haben).
Bezüglich Kastration wäre in die Überlegung einzubeziehen, wie sie in ihrem normalen Hormonstatus ist, d.h. ist sie eine eher aggressive oder eher ängstliche Hündin? Durch die Pyo fallen ja weibliche Hormone weg bzw. werden reduziert.
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anderes Sedierungsmittel
Opioide sind keine Sedierungsmittel!
Und Ketamin müsste in jeder Praxis vorrätig sein, mMn
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Wurde sie mal auf MDR 1 getestet?
Nein, das war damals mein erster Gedanke. Aber die Aussie-Hündin wurde getestet und ist +/+, also auch kein Träger. Meine Hündin könnte also maximal Träger sein, wenn der Pudel-Rüde, der, da Pudel, halt nicht auf MDR1 getestet wurde.
Das wäre nicht der erste Hund, bei dem der Test falsch ist ... Ich würde den eigenen Hund testen lassen.
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Sambo71 hatte ich eigentlich auch vor. Und dann doch wieder vergessen. Wird jetzt aber gemacht.
tassut Ah siehst du, das hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Werde ich auf jeden Fall mit meinem TA besprechen.
pyanfar Mammatumore treten bei kastrierten Hunden praktisch nicht auf. Dafür können andere Tumore möglicherweise auftreten. Meines Wissen ist die Studienlage da aber nicht eindeutig und betrifft vorallem frühe Kastrationen, das wäre hier ja nicht der Fall.
CundC Ja, das auch Träger in seltenen Fällen Symptome zeigen können, habe ich auch gelesen. Aggressiv ist sie überhaupt nicht, eher ängstlich, aber auch dann geht sie eher nicht nach vorne. Knallgeräusche sind gerade draußen schwierig, da reagiert sie inzwischen wirklich panisch. Silvester geht aber aktuell in der Wohnung noch, sie verkriecht sich dann zwar unters Bett, ist da aber soweit ruhig.
hasilein75 Opiode werden aber oft zur Schmerzausschaltung zeitgleich gegeben. Ich muss meinen TA noch einmal genau fragen, was er vor Ort hat. Zudem haben wir zwei Kliniken in etwa 30 min Fahrzeit.
flying-paws Echt? Das wusste ich nicht.
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