Tagesablauf Welpe/Junghund
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Es klingt, als wäre der Hund draußen immer an der Leine (meistens kurze Leine) und wird zusätzlich auch noch viel im Haus angebunden.
Damit würde mein jetzt 13 Jahre alter Hund durchdrehen.
Vielleicht schaut ihr euch mal nach einem anderen Trainer um?
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Hallo,
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Mir fehlt da auch das einfach Hund sein und mal Beine strecken können.
Mein 5 Monate alter Junghund ist eigentlich schon fast unsere normalen Runden mitgegangen, also zweimal am Tag 45-60min. Dabei war er so oft es ging im Freilauf und konnte wirklich rennen und toben wie er wollte. Zuhause wurde manchmal noch mit der erwachsenen Hündin gespielt, meist war aber dann schnell auch wieder Ruhe. Trainiert haben wir da noch gar nicht viel. Mir war vor allem wichtig, dass der Alltag läuft: Pfoten abputzen können, alles am Hund anschauen dürfen, allein bleiben üben, Auto fahren und im Auto warten... was (meine) Hunde im Alltag eben so brauchen.
Damit will ich nicht sagen, dass ich das alles besser gemacht hab. Aber ich erlebe gerade auch einen jungen Hund, der nie die Möglichkeit hat zu rennen und einfach mal ein Hund zu sein und der flippt auch ziemlich aus bei allem, was in irgendeiner Weise seine Frustrationstoleranz fordert (nicht meiner!). Und bei dem frage ich mich auch immer, wann und wo der eigentlich mal ein Ventil hat.
Das sind junge Hunde, die haben Energie für 10 und wollen/sollten die auch irgendwo lassen dürfen.
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Es ist auf jeden Fall clevere Kundenbindung die der Trainer ( nicht nur der) da betreibt.
Es wird auch scheinbar gern vergessen oder sich nicht bewusst gemacht wie Welpen idR Leben bis zur Abholung der Käufer. Die haben idR ihre Geschwister dauerhaft um sich zum interagieren, Mutter, sind in Räumlichkeiten wo sie nichts zerstören können/ es egal ist und toben und schlafen nach Gusto.
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Ich kann aus ganz aktuellem Erleben berichten, dass das "durchdrehen" nach Aktivität nicht zwingend an "ups, das war jetzt zu viel" liegen muss, sondern ein ganz normaler Baustein im Erwachsenwerden ist. Mein knapp 12 Wochen alter Terrier(!)-Welpe dreht kaum auf die beschriebene Art durch. Ein paar Mal ist es passiert, führte aber, wie ich glaube, dazu, dass er nun gerade dadurch besser mit Phasen von vielen Eindrücken auf einmal klarkommt. Natürlich können wir ihn aktiv in diese hohe Erregungsphase bringen, aber von alleine katapultiert sie sich da nicht hinein, auch nicht, wenn wir ne Stunde im Wald unterwegs waren.
Voraussetzung ist, dass der Hund dann daheim auch die Möglichkeit zum Rückzug hat. Wo er sich aufhalten kann, ohne, dass man permanent nach ihm schauen und ihm vllt Dinge verbieten muss. Meine Hündin kommt wirklich am besten runter, wenn sie ein paar Minuten rumblödelt, danach geht sie eigenständig in ihr Körbchen und döst ein (ja, kann sich alles noch ändern, aber aktuell ist das einfach meine Beobachtung). -
Bin ja auch nicht Experte, aber auch zum Vergleich: mit rd 5 Monaten sind wir 2x am Tag so 2-5 km Gassi gegangen (jetzt mehr) meist Feld/Wald/Wiese, in ihrer Geschwindigkeit, an der Schlepp (wg Landstr in Sichtweite). Da kann sie schnuppern, schauen - etwas umhertoben (10-15m Schlepp). Wochenends gibts dann Freilauf mit einer älteren Hündin (wg.kontrolliertem Rückruf).
Zoomies gabs eher im Welpenalter, so ab 6 Monate hatte sich das gelegt.
Trainiert wird bei den Gassirunden nicht explizit, nur opportunistisch, also her "Vokabeltraining" (Warten an Kreuzungen, auf den Weg zurückkommen, lansamer (keine Leineziehen)). Da meine Hündin draußen auch eher nicht futterorientiert ist, gibts rein verbales Feedback und soziales Lob, wenn sie Sachen macht, die mir gefallen. Und jetzt mit fast 9 Monaten macht sie das meistens schon von allein. Das macht Gassi sehr entspannt (Stadttraining ist eine anderen Story).
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Ein Hund von 5 Monaten ist mitten im Zahnwechsel. Zum Vergleich: beim Menschen beginnt der Zahnwechsel im frühen Grundschulalter mit 6, 7 Jahren. Auch Hunde sind in diesem Alter längst keine Kleinkinder mehr, sondern sie stecken - wie jeder Erstklässler - voller Bewegungsdrang und Energie und wollen ihre Welt entdecken.
Mit meiner Kleinpudelhündin Cara war ich im selben Alter jeden Tag 2x länger draußen. meistens morgens eine Stunde, nachmittags zwei. Natürlich nicht stramm marschieren und Strecke machen! Bummeln, spielen, Welt erkunden, Ruhepausen einlegen nach Bedarf, Hunde treffen, Wasser kennenlernen, buddeln, schnüffeln, klettern. Cara war ein Sommerwelpe, da konnte man sich natürlich gut an geeignewter Stelle niederlassen und den Hund einfach mal machen lassen.
Ich habe Cara meist in den Fahrradkorb gepackt und dann sind wir in den Park oder sonstwohin ins Grüne gefahren, wo ich die Pudeline ohne Sorgen frei laufen lassen konnte. Dazwischen gab es natürlich auch mal Lernausflüge in die Fußgängerzone oder ähnliches, aber einmal am Tag auf jeden Fall einen längeren Aufenthalt draußen mit Freiauf.
Cara war, wie sich das für Pudel gehört, ein temperamentvoller Hund. Dabei aber ausgeglichen, und das schon von Anfang an.
Neben dem Kontakt zu souveränen erwachsenen Hunden finde ich auch das Spiel mit Gleichaltrigen in dem Alter wichtig. Außer Zufallskontakten hatte Cara schon als ganz junger Welpe das Glück, einen etwas älteren Zwergdackel als Freund zu gewinnen, den wir dann oft in den Kleingärten besucht haben. Die beiden lieferten sich endlose Spielrunden im Garten. Ich bin überzeugt, Cara hat diesem Dackel viel von ihrer Kompetenz im Umgang mit Artgenossen zu verdanken.
Vielleicht findet ihr ja auch entsprechende Kontakte, eventuell über Internet/Nachbarschaftsforen oder ähnliches?
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Och es gibt schon ein Patentrezept.
Klares Schwarz-weiß was kaum einer mehr hinkriegt, ne gute Prise Empathie dem Tier gegenüber und offene Augen bzw Gespür ( was hier wieder x Leute triggert) dafür die richtige Balance zu finden für den Hund.
Training ist Training für Suche/ apportieren. Würd ich nicht im Alltag unterwegs einfließen lassen.
Alltag ist genau das und da passiert das "Training" dafür nebenbei. Geht ja nicht anders.
Patentrezepte sind aus Gründen scheiße. Wenn ich meinem Husky mit "schwarz" komme, bekomme ich 2 hochgereckte Mittelfinger und ein "leck mich am Arsch, ich brauch dich nicht". Vom ersten Tag an. Wenn ich ihn nicht zwinge, gibt er mir alles, was er hat. Kannst du vielleicht bei nem Schäferhund bringen.
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Mit meinem Hund bin ich, nachdem ich ihn geholt hatte, direkt so 10 km plus täglich gelaufen. Gut, war aber auch ein schon 10 Monate alter Junghund.
Der Weg zur Arbeit waren so 8 km, davon bin ich jeweils morgens und abends circa die Hälfte gelaufen … inklusive diverser Stadteindrücke, Hauptbahnhof etc. Und bei der Arbeit gab es dann erstmal Frühstück und dann durfte er einfach ruhig dabei sein.
Morgengassi - halber Arbeitsweg (~45 Minuten)
Mittagspause - 30 Minuten
Abendgassi - halber Arbeitsweg (~45 Minuten)
(je nach Bedarf) - kurze Löserunde vorm Schlafengehen
Kontakt zu anderen Hunden hat sie leider wenig. Die, die in Frage kommen, möchten nicht spielen und sind sehr ruhig, wollen nichts mit ihr zu tun haben. Die anderen, vor allem auch die Hundewiese, kommt auf Grund eines Beissvorfalls für uns nicht mehr in Frage. Jeden Samstag Hundeschule, da üben wir zunächst und am Ende dürfen die Hunde toben.
Kontakt zu anderen Hunden hatte meiner auch wenig … so Hundewiesen habe ich gemieden und ansonsten galt eigentlich überall Leinenpflicht, an die ich mich auch gehalten habe. Mit paar Hunden aus der Nachbarschaft konnte er ab und zu im nahe gelegenen kleinen Wäldchen toben (vor allem mit dem Samojeden eines älteren Herren).
Aber was für ein Beißvorfall? Euer Hund wurde gebissen … oder hat selbst andere gebissen?
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Och es gibt schon ein Patentrezept.
Klares Schwarz-weiß was kaum einer mehr hinkriegt, ne gute Prise Empathie dem Tier gegenüber und offene Augen bzw Gespür ( was hier wieder x Leute triggert) dafür die richtige Balance zu finden für den Hund.
Training ist Training für Suche/ apportieren. Würd ich nicht im Alltag unterwegs einfließen lassen.
Alltag ist genau das und da passiert das "Training" dafür nebenbei. Geht ja nicht anders.
Patentrezepte sind aus Gründen scheiße. Wenn ich meinem Husky mit "schwarz" komme, bekomme ich 2 hochgereckte Mittelfinger und ein "leck mich am Arsch, ich brauch dich nicht". Vom ersten Tag an. Wenn ich ihn nicht zwinge, gibt er mir alles, was er hat. Kannst du vielleicht bei nem Schäferhund bringen.
Schließ doch nicht von deinen Beschränkungen auf andere .
Hat hier ( und im Bekanntenkreis , sogar mit Husky und Malamute ) mit diversen unterschiedlichen Hundetypen herausragend funktioniert und tut es immer noch.
Man muss halt sehen was individuell angemessen ist bei schwarz und weiß für das jeweilige Individuum.
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Ich hab auch so ein 5 Monate altes Untier da. Er braucht, noch viel mehr als die Großen, jeden Tag freie Erkundungs- und Schnüffelzeit. Man muss nicht übertreiben, aber 1 oder 2 Mal am Tag ist freie Bewegung ohne "Kopfarbeit" vom Menschen gemacht einfach super wichtig. Strecke ist egal, manchmal gehen wir 6 Kilometer, meistens nur 1-3 km und dann oft sogar nur die Hälfte in eine Richtung und dann wieder da zurück. Da kann er rennen, entdecken und spielen soviel er will, man kann gemeinsam laufen und über Sachen klettern und balancieren und dann ist so ein Hundekind erstmal körperlich platt und hat ganz viele Eindrücken zu verarbeiten.
Jetzt mit Hund 6 mache ich in dieser Phase sogar nur noch so 1-2 Mal pro Woche "Training" im Sinne von gezielt Signale üben. Alles andere passiert ganz nebenbei im Alltag. Mal ein kleiner Ausflug hierhin, um xy zu kaufen, mal ein bisschen da auf dem Marktplatz rumsitzen oder ins Cafe gehen. Sitz, Platz, Fuß, am besten noch auf Hundeplatzart, kann ich jedem Hund in jedem Alter in kürzester Zeit beibringen, aber die Grundlagen für ein entspanntes Leben legt man am Besten so früh wie möglich. Und dazu gehört einfach auch Bewegung und den eigenen Körper kennenlernen.
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