Hund wegen Beißen das Bett abgewöhnen
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Und leider fing das Verhalten mit dem Futter ja schon als Baby an.
Ich würde das mal gesondert betrachten. Natürlich wird es da Zusammenhänge geben im Sinne von "er hat gelernt, dass Beißen eine gute Lösung ist". Aber das heißt nicht, dass es nicht sein kann, dass er AUCH Schmerzen hat und das eben genau so zu lösen versucht und in diesem Kontext das Beißen ein Zeichen für bestehende Schmerzen sein könnte.
Im Grunde kann man trotzdem daran trainieren, dass Hund bei unangenehmen Sachen mindestens eher weggeht, als direkt zu beißen. Aber natürlich sollte man vorher und währenddessen auch sehr scharf darüber nachdenken, ob es eben nur um "hm, gefällt mir grad nicht so und mein Wort ist Gesetz" oder starke/chronische Schmerzen geht. Das macht mMn auch einen Unterschied darin, mit welcher Einstellung man an sowas rangeht/rangehen sollte.
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Und leider fing das Verhalten mit dem Futter ja schon als Baby an.
Ich würde das mal gesondert betrachten. Natürlich wird es da Zusammenhänge geben im Sinne von "er hat gelernt, dass Beißen eine gute Lösung ist". Aber das heißt nicht, dass es nicht sein kann, dass er AUCH Schmerzen hat und das eben genau so zu lösen versucht und in diesem Kontext das Beißen ein Zeichen für bestehende Schmerzen sein könnte.
Im Grunde kann man trotzdem daran trainieren, dass Hund bei unangenehmen Sachen mindestens eher weggeht, als direkt zu beißen. Aber natürlich sollte man vorher und währenddessen auch sehr scharf darüber nachdenken, ob es eben nur um "hm, gefällt mir grad nicht so und mein Wort ist Gesetz" oder starke/chronische Schmerzen geht. Das macht mMn auch einen Unterschied darin, mit welcher Einstellung man an sowas rangeht/rangehen sollte.
Ich dachte auch schon an so etwas wie Demenz - denn wenn er beißt, dann geht er danach zwar weg, weil wir ihn rausschicken, aber er ist 2 Sekunden später wieder wie ausgewechselt und will dann gestreichelt werden und wedelt mit dem Schwanz. Vielleicht Beschwichtigung,ich weiß es nicht. Aber er wirkt bei diesen Beißsituationen wie ein ganz anderer Hund, also würde er gar nicht realisieren, was er da tut. Aber Kopf CT oder sowas ist wieder so eine Sache in seinem Alter. Seitdem er jetzt 10 ist, habe ich auch etwas Bammel, ihn in irgendeiner Form in Narkose legen zu lassen für etwaige Untersuchungen, die am Ende vielleicht wie bisher nichts ergeben. Es ist half ein Zwiespalt und ich möchte versuchen, ihm ein angenehmes restliches Leben zu schenken, was aber auch vereinbar mit unserer Sicherheit ist. Denn wenn wir die ganze Zeit Angst haben, ist er dauerhaft gestresst. Und das ist fast noch schlimmer, als dass er jetzt nun mal anstatt im Bett auf der Couch nebenan schläft.
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Ich verstehe den Schmerzverdacht total. Nur leider haben wir bereits 3 verschiedene Medikamente in unterschiedlichen Dosisanpassungen probiert.
Dass 3 verschiedene Medikamente ausprobiert wurden, heißt leider nicht, dass Schmerzen ausgeschlossen werden können. Es kommt auch drauf an, was für Medis da erprobt wurden. Wenn ihr z.B. 3 verschiedene NSAIDs probiert habt, aber der Hund eigentlich (zusätzlich) was gegen Nervenschmerzen braucht, bringt das, wie Murmelchen schon angesprochen hat, nicht viel.
aber die Berührung bei der er zubeißt ist nur wenn er im Schlaf ist. Als würde er dann vor Schreck beißen.
Neben dem vermuteten Schmerz-Reflex kann es ja wie gesagt auch ein Schreck-Reflex sein.
Heißt der Hund reagiert gar nicht auf einen akuten Schmerzreiz, sondern einfach „nur“ mit reflexhaftem Abwehrverhalten, wenn er noch nicht ganz wach ist und die Situation dadurch nicht richtig einordnen kann.Das kann zum Beispiel vorkommen, wenn die bewusste Wahrnehmung vom Hund (z.B. durch Medikamente) verzögert ist. Dann reagiert der Körper automatisch mit Abwehrverhalten, während das Hirn noch gar nicht so weit ist, um richtig einzuordnen, was eigentlich passiert - und deshalb fehlt da in den ersten Sekunden nach dem Aufwachen die „Bremse“.
Genauso können auch andere Wahrnehmungseinschräkungen (Augen, Ohren etc.) dazu führen, dass der Hund reflexhaft reagiert, ohne wirklich zu realisieren, dass gar nichts Schlimmes passiert.
Und ebenso können auch andauernde, latente Schmerzen zu einer unwillkürlichen Abwehrreaktion führen, ohne dass da wirklich ein akuter, krasser Schmerzreiz ist.
Aber auch das muss halt alles tierärztlich abgeklärt werden und dann ggf. nochmal was an den Medis verändert werden.Ansonsten liebt er jeden Berührung, liebt Bauchkraulen und geht sogar gerne durch die Beine von Menschen.
Das hat damit leider überhaupt nichts zu tun. So ein Sleep Startle Reflex (und danach klingt es schon sehr) ist ein komplett unwillkürlicher Reflex. Das kann der Hund nicht bewusst steuern, weil sein Bewusstsein in dem Moment gar nicht da ist. Und dementsprechend kann es auch bei den freundlichsten, unkompliziertesten und verkuscheltsten Hunden vorkommen (und sich auf andere Momente ausweiten).
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Was ich leider echt nicht nachvollziehen kann… An den Schmerzmitteln zu drehen ist ja nicht nur für den Hund sinnvoller, sondern sogar für den Mensch deutlich einfacher zu bewerkstelligen als den Alltag mit einem Hund zu managen, der bei unerwarteter Berührung löchert.
Zumal sich so ein Verhalten, wenn es durch unpassende Medikation hervorgerufen wird, meiner Erfahrung nach mit der Zeit ausweitet. Dann ist es plötzlich nicht nur nachts im Bett, sondern auch beim gemeinsamen Kontaktliegen auf dem Sofa, beim Streicheln, beim Anziehen vom Halsband, generell bei Berührungen, wenn der Hund döst und man unerwartet vorbeiläuft, sich zu schnell annähert… Das kann so richtig unschön werden. Und insbesondere mit nem Hund, der nicht „nur“ abschnappt, kommt man da schnell in nen Bereich, der im normalen Alltag gar nicht mehr händelbar ist.
Deshalb, liebe @TE: Bitte nimm das Verhalten nicht einfach als gegeben hin. Management ist vorerst natürlich sinnvoll, aber das allein wird wahrscheinlich keine langfristige Lösung sein.
Ich verstehe den Schmerzverdacht total. Nur leider haben wir bereits 3 verschiedene Medikamente in unterschiedlichen Dosisanpassungen probiert.Und ehrlich gesagt wird das Ganze auch langsam sehr teuer. Ich weiß - er kann auch Schmerzen haben wenn er ansonsten wie ein junger Hund rennt und springt, aber die Berührung bei der er zubeißt ist nur wenn er im Schlaf ist. Als würde er dann vor Schreck beißen. Ansonsten liebt er jeden Berührung, liebt Bauchkraulen und geht sogar gerne durch die Beine von Menschen. Und ich finde es allgemein ziemlich unfair, mir vorzuwerfen, ich würde seine Schmerzen nicht nehmen wollen. Das ist definitiv kein vernachlässigtes Thema bei uns. Wir schauen sogar gerade nach Physiotherapie für ihn.
Er kann doch trotzdem noch Schmerzen haben, auch wenn ihr verschiedene Medikamente versucht hat.
In meinem Bekanntenkreis hat vor kurzem ein Mensch ein neues Hüftgelenk bekommen, weil er aufgrund einer Erkrankung schlimme Schmerzen in der Hüfte hatte.
Er hat (natürlich) mehrere Schmerzmittel bekommen, um die Zeit bis zur OP zu überbrücken. Aber die haben ab einem gewissen Punkt nicht mehr gewirkt.
Als Mensch konnte er halt einfach sagen, dass er trotz hoher Dosis Schmerzmittel weiterhin schmerzen hat.
Euer Hund kann das nicht sagen, der äußert das vlt anders. Eventuell durch massives beißen nachts. -
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Ich verstehe den Schmerzverdacht total. Nur leider haben wir bereits 3 verschiedene Medikamente in unterschiedlichen Dosisanpassungen probiert.Und ehrlich gesagt wird das Ganze auch langsam sehr teuer. Ich weiß - er kann auch Schmerzen haben wenn er ansonsten wie ein junger Hund rennt und springt, aber die Berührung bei der er zubeißt ist nur wenn er im Schlaf ist. Als würde er dann vor Schreck beißen. Ansonsten liebt er jeden Berührung, liebt Bauchkraulen und geht sogar gerne durch die Beine von Menschen. Und ich finde es allgemein ziemlich unfair, mir vorzuwerfen, ich würde seine Schmerzen nicht nehmen wollen. Das ist definitiv kein vernachlässigtes Thema bei uns. Wir schauen sogar gerade nach Physiotherapie für ihn.
Er kann doch trotzdem noch Schmerzen haben, auch wenn ihr verschiedene Medikamente versucht hat.
In meinem Bekanntenkreis hat vor kurzem ein Mensch ein neues Hüftgelenk bekommen, weil er aufgrund einer Erkrankung schlimme Schmerzen in der Hüfte hatte.
Er hat (natürlich) mehrere Schmerzmittel bekommen, um die Zeit bis zur OP zu überbrücken. Aber die haben ab einem gewissen Punkt nicht mehr gewirkt.
Als Mensch konnte er halt einfach sagen, dass er trotz hoher Dosis Schmerzmittel weiterhin schmerzen hat.
Euer Hund kann das nicht sagen, der äußert das vlt anders. Eventuell durch massives beißen nachts.Nur wie lassen wir das noch weiter abklären ? So lange auf Verdacht mit Medikamenten rumprobieren bis er es nicht mehr tut?
Weil untersuchungstechnisch gehen uns langsam die Möglichkeiten aus.
Hat da jemand Ideen?
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Ich verstehe den Schmerzverdacht total. Nur leider haben wir bereits 3 verschiedene Medikamente in unterschiedlichen Dosisanpassungen probiert.
Dass 3 verschiedene Medikamente ausprobiert wurden, heißt leider nicht, dass Schmerzen ausgeschlossen werden können. Es kommt auch drauf an, was für Medis da erprobt wurden. Wenn ihr z.B. 3 verschiedene NSAIDs probiert habt, aber der Hund eigentlich (zusätzlich) was gegen Nervenschmerzen braucht, bringt das, wie Murmelchen schon angesprochen hat, nicht viel.
aber die Berührung bei der er zubeißt ist nur wenn er im Schlaf ist. Als würde er dann vor Schreck beißen.
Neben dem vermuteten Schmerz-Reflex kann es ja wie gesagt auch ein Schreck-Reflex sein.
Heißt der Hund reagiert gar nicht auf einen akuten Schmerzreiz, sondern einfach „nur“ mit reflexhaftem Abwehrverhalten, wenn er noch nicht ganz wach ist und die Situation dadurch nicht richtig einordnen kann.Das kann zum Beispiel vorkommen, wenn die bewusste Wahrnehmung vom Hund (z.B. durch Medikamente) verzögert ist. Dann reagiert der Körper automatisch mit Abwehrverhalten, während das Hirn noch gar nicht so weit ist, um richtig einzuordnen, was eigentlich passiert - und deshalb fehlt da in den ersten Sekunden nach dem Aufwachen die „Bremse“.
Genauso können auch andere Wahrnehmungseinschräkungen (Augen, Ohren etc.) dazu führen, dass der Hund reflexhaft reagiert, ohne wirklich zu realisieren, dass gar nichts Schlimmes passiert.
Und ebenso können auch andauernde, latente Schmerzen zu einer unwillkürlichen Abwehrreaktion führen, ohne dass da wirklich ein akuter, krasser Schmerzreiz ist.
Aber auch das muss halt alles tierärztlich abgeklärt werden und dann ggf. nochmal was an den Medis verändert werden.Ansonsten liebt er jeden Berührung, liebt Bauchkraulen und geht sogar gerne durch die Beine von Menschen.
Das hat damit leider überhaupt nichts zu tun. So ein Sleep Startle Reflex (und danach klingt es schon sehr) ist ein komplett unwillkürlicher Reflex. Das kann der Hund nicht bewusst steuern, weil sein Bewusstsein in dem Moment gar nicht da ist. Und dementsprechend kann es auch bei den freundlichsten, unkompliziertesten und verkuscheltsten Hunden vorkommen (und sich auf andere Momente ausweiten).
Ganau.
Ein Schmerzmedikament löscht in den seltesten Fällen chronische Schmerzen komplett aus. Es veringert diese, und macht Bewegung "erträglich". Aber die Schmerzen sind nicht vollkommen weg. Tagsüber ist dann zusätzlich die Muskulatur am arbeiten, stabilisiert also betroffene Gelenke... rennen und springen ist in dieser Situation gut möglich.
Schalte ich die Muskelstabilität jetzt aus, durch langes liegen, drücken die entzündlichen Gelenkabschnitte wieder aufeinander... wache ich jetzt auf, drehe mich um 3mm habe ich unter umständen einen plötzlich stechenden Schmerz.
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Er kann doch trotzdem noch Schmerzen haben, auch wenn ihr verschiedene Medikamente versucht hat.
In meinem Bekanntenkreis hat vor kurzem ein Mensch ein neues Hüftgelenk bekommen, weil er aufgrund einer Erkrankung schlimme Schmerzen in der Hüfte hatte.
Er hat (natürlich) mehrere Schmerzmittel bekommen, um die Zeit bis zur OP zu überbrücken. Aber die haben ab einem gewissen Punkt nicht mehr gewirkt.
Als Mensch konnte er halt einfach sagen, dass er trotz hoher Dosis Schmerzmittel weiterhin schmerzen hat.
Euer Hund kann das nicht sagen, der äußert das vlt anders. Eventuell durch massives beißen nachts.Nur wie lassen wir das noch weiter abklären ? So lange auf Verdacht mit Medikamenten rumprobieren bis er es nicht mehr tut?
Weil untersuchungstechnisch gehen uns langsam die Möglichkeiten aus.
Hat da jemand Ideen?
Ich würde das mit einem guten Orthopäden besprechen.
Auch unter Benennung der Beißproblematik. -
Nur wie lassen wir das noch weiter abklären ? So lange auf Verdacht mit Medikamenten rumprobieren bis er es nicht mehr tut?
Weil untersuchungstechnisch gehen uns langsam die Möglichkeiten aus.
Hat da jemand Ideen?
Ich würde das mit einem guten Orthopäden besprechen.
Auch unter Benennung der Beißproblematik.Wir waren bereits bei 2 Orthopäden. Da wurde er auch geröntgt und uns wurde das neue Medikament angeboten, mit dem er dann auch endlich wieder richtig gut laufen konnte und nicht mehr langsam oder humpelnd unterwegs war. Ich bin echt verzweifelt. Das ist auch finanziell einfach alles sehr belastend. Ich selbst bin Studentin und habe meine Ersparnisse schon geplündert, um ihn untersuchen zu lassen. Noch einen Hundetrainer können wir uns einfach nicht mehr leisten.
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Mal eine ganz andre Frage: du hast doch geschrieben, ihr hättet mit dem Hund wg. der Futteraggression trainiert. Wie habt ihr denn bislang trainiert?
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Mal eine ganz andre Frage: du hast doch geschrieben, ihr hättet mit dem Hund wg. der Futteraggression trainiert. Wie habt ihr denn bislang trainiert?
Also zuerst haben wir feste Fütterungszeiten bzw Rituale etabliert. Wir haben da mit einer Hundeschule zusammengearbeitet und mit einem Trainer. Nach der Gassi Runde gibt es Futter. Er kriegt es an einem ruhigem, festen Ort. (Er hat auf dem Hof einen eigenen ca 12 m2 großen Raum, wo er auch schläft, wenn wir nicht da sind. Drin hat leider wegen der Katzen nie funktioniert). Wir haben viel mit positiver Verstärkung geübt, also langsam Schritt für Schritt näher kommen (stoppen wenn er Grenzen signalisiert). Das hat anfangs gut funktioniert und dann haben wir ihm ein wenig Futter nachgegeben in den Napf, damit er lernt, dass wir es nicht wegnehmen wollen sondern etwas schönes tun. Dabei kam es schon zu Bissen, als Welpe war er jedoch noch nicht so kräftig. Er hat leider nie aufgehört und nach dem ersten schlimmen Biss, haben wir es gelassen. Handfütterung haben wir auch gemacht, hat auch geklappt, wurde uns dann irgendwann aber zu unsicher aufgrund der anderen Vorfälle. Dummy Training haben wir auch gemacht. Das klappt sogar heute noch. Auch leckerlies aus der Hand füttern geht problemlos. Nur wenn er es dann hat, darf man nicht mehr in der Nähe sein bzw die Hände in seine nähe halten oder so (zB auf ein runtergefallenes Leckerlie zeigen). Wir haben auch immer versucht, ihm Ersatz anzubieten. Also zb wollte er einen Ball nicht abgeben und knurrte, haben wir getauscht. Das funktioniert auch super. Aber beim Futter war es vergebens. Der Trainer hat damals vermutet, dass die Vorbesitzer bzw halt die Menschen, wo er geboren wurde, da schon zu tief in ihm den Futterneid verankert hatten. Es waren nämlich 12 Welpen und die mussten alle aus einem großen Napf fressen. Und hatten allgemein auch alle nur wenig Spielzeug, um dass sie sich dann halt raufen mussten.
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