Hund wegen Beißen das Bett abgewöhnen

  • Ich verstehe den Schmerzverdacht total. Nur leider haben wir bereits 3 verschiedene Medikamente in unterschiedlichen Dosisanpassungen probiert

    Ich, Mensch mit Autoimmunkrankheit, die chronische Schmerzen verursacht, probiere Schmerzmittel seit 20 Jahren durch. Ich habe bestimmt schon über 20 verschiedene Mittel genommen. Weißt du, wie viele davon mir tatsächlich helfen? Genau zwei. Alle anderen helfen mir vielleicht bei Kopfschmerzen, aber nicht bei denen im Körper. Da geht's auch gar nicht um die Stärke der Schmerzmittel oder die höhe der Schmerzen. Es sind einfach die Wirkstoffe. Die meisten wirken auf diese Art Schmerzen 0,0. Egal in welcher Dosierung.

    Also ich will nicht unbedingt auf dem Schmerzthema rumreiten. Aber wollte das Mal aus meiner Erfahrung schildern, weil es ja eine Sicht aus erster Perspektive ist und ich an mir nicht in die Glaskugel gucken muss, wie man es bei einem Hund muss.

  • Aber das war und ist ja auch gar nicht mein Anliegen in dem Post gewesen.

    Es ist vermutlich verlockend, da alle Vermutungen und so aufzustellen, aber ich habe ja genau nach einer Sache gefragt.

    Es ist schon klar, dass du eine Lösung für DEIN Problem haben willst, für diese eine Situation.

    Lasse aber mal den Gedanken zu, dass man für die Lösung der Bett-Problematik einfach ganz woanders ansetzen muss, weil es für den Hund einfach schon viel, viel früher anfängt.

    Ich übertreibe mal: wenn ich meinem Hund nicht mal erklären kann, dass Sitz auch "Sitz" heißt und nicht "leg dich hin", "steh wieder auf" oder "mach was du willst", dann kann ich auch nicht erwarten, dass er auf mich hört, wenn ich ihn freundlich bitte, jetzt doch mal vom Sofa runter zu kommen, statt mich anzuknurren.

  • Es ist vermutlich verlockend, da alle Vermutungen und so aufzustellen,


    Ne, ist nicht verlockend, sondern die Konsequenz, wenn Du Fragen stellst. Dass man halt die Infos nutzt, die du uns gibst und dann halt Vermutungen anstellt. Und dass der Hund im Bett beisst ist ja nur die Spitze vom Eisberg. Also kann man dafür jetzt keine Lösung liefern, man muss das Gesamtpaket ansehen.

    Und bitte wirf einem arthrotischen Hund keine Spielzeuge. Klar, der rennt da hinterher, weil er es immer getan hat. Aber die Quittung dafür sind Schmerzen und weitere Gelenkdegenerationen.
    Meinen alten Rüden hab ich als Balljunkie übernommen, der konnte stundenlang da liegen und seinen Ball anstarren, weil er wollte, dass man den wirft. Hab ich nicht. Ich hab ihm den Ball und andere Spielzeuge, oder Dummys versteckt und er durfte die suchen. Fand der nach kurzer Zeit auch viel geiler als stumpf hinter Spielzeug her zu rennen.

  • Der Punkt ist: Euer Problem ist nicht, dass der Hund im Bett beißt. Euer Problem ist, dass der Hund schon immer beißt!

    Ja, es ist jetzt eine neue Situation, in der er die Zähne einsetzt, hinzu gekommen. Aber es ist eben nur eine weitere Situation, in der der Hund beißt.

    Da allerdings das Ganze seit 10 Jahren praktiziert wird und die Mittel für einen ordentlichen Trainer und ein ordentliches Training fehlen, ist vmtl. bei euch tatsächlich nur möglich, über Management zu arbeiten: also alle Situationen, in denen der Hund beißt zu vermeiden/so umzugestalten, dass er nicht beißen kann.

    Ich würde dringend dazu raten, dass ihr dem Hund einen gut sitzenden Maulkorb, mit dem er fressen, trinken, hecheln und gähnen kann, besorgt (so er so einen nicht bereits besitzt). Es kann sein, dass er im Alter auf immer mehr Situationen mit beißen reagiert, weil er durch die schlechter werdenden Sinne, ggf. durch Schmerzen und andre "Alterszipperlein" grundsätzlich unsicherer wird. Dann ist es wichtig, dass er es gewohnt ist, einen Maulkorb zu tragen, evtl. sogar dauerhaft.


    Edit: Sollten in eurem Haus Kinder zugegen sein, bitte den Hund unbedingt mit Maulkorb sichern! Für einen Erwachsenen ist es schon schlimm von einem Hund gebissen zu werden, für Kinder ist eine solche Erfahrung ungleich schlimmer. Außerdem ist bei Kindern aufgrund der Größenverhältnisse die Wahrscheinlichkeit auf Bissverletzungen im Gesicht deutlich erhöht.

  • Das mit den Tauschgeschäften scheint allgemein ein sehr umstrittenes Thema zu sein. Am besten ist es bei uns - wenn er knurrt weil er ein Spielzeug nicht abgeben will, wird halt dann in dem Moment nicht gespielt. Da renne ich nicht hinterher oder mache einen Aufstand - er muss die Konsequenz tragen - wenn er Spielzeuge nicht abgibt, kann ich sie nicht werfen.

    Nur, dass ich da meine Verwirrung entknoten darf: Du wirfst dem Hund aber keine Spielzeuge mehr?

    Doch schon bzw wir rollen ihn oder verstecken ihn wegen seiner Gelenke. Aber er hat mittlerweile gelernt, dass er den Ball abgeben muss, wenn er gerollt werden soll.

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