• Tja, wie formuliere ich meine Frage?


    Gibt es Unterschiede, wie ihr in eurem Haushalt euren Hund oder eure Hunde führt? Habt ihr komplett gleiche Vorstellungen von Erziehung? Oder kriegt ihr euch schonmal in die Haare wegen unterschiedlicher Erziehungsmethoden oder verschiedener Interpretationen des Begriffs "konsequent"?

    Bei uns gibt's keine Erziehungsmethoden. Die Hunde wissen ganz genau was sie bei wem machen können/dürfen/sollen. Die Katzen wissen ebenfalls zu unterscheiden.

    Ich habe zum Beispiel dieses Jahr erfahren, dass Ares meinem Partner ständig das Brot aus der Hand klauen wollte. Als er mir das erzählte konnte ich es erst nicht glauben, denn dieser Hund hat mir NOCH NIE etwas aus der Hand klauen wollen. Auch anderen nicht, wenn ich dabei war zumindest. Ich finde es bis heute amüsant darüber nachzudenken.

    Mein Partner und ich haben uns noch nie wegen der "Erziehung" der Hunde gestritten, da wir sowieso nicht extra erziehen sondern einfach genauso sind wie wir immer sind und unsere persönlichen Grenzen immer kommunizieren. Die Hunde wussten immer Bescheid, die Katzen wissens und die Kinder meines Partners können auch sehr gut unterscheiden was bei wem angebracht ist. In meiner Gegenwart fluchen die Kinder nämlich wesentlich häufiger :D Ich lasse es eben zu.

    Die gleiche Vorstellung haben wir aber schon. Im großen und ganzen soll Hund/Kind/Katze in der Lage sein selbstständig Entscheidungen zu treffen, die nicht im totalen Chaos münden. Falls es doch passiert, was ja bei Kindern und jungen Hunden öfter vorkommt, dann helfen wir, wenn nötig, aber ausbaden müssen sie es selber. Sie sollen sich ihrer Emotionen und Handlungen bewusst sein und sich nicht hilflos hochstacheln. Der einzige "Nachteil" bei unserem "Umgang" ist, dass aufbrausende Persönlichkeiten wie Eliza (Katze) natürlich ganz genau wissen wie sie wen dazu bekommt ihr Aufmerksamkeit zu schenken. Bei mir muss sie nur genug Radau "faken", irgendwann schau ich sie dann doch mal an, auch, wenn ich weiß, dass sie das grade absichtlich macht :lol: Ist halt 'ne Katze.... Die ist nicht so treudoof wie ein Hund. Hunde sind leichter zu erziehen. Eliza war als kleines Kätzchen sehr anstrengend, so viele Glasscherben und kaputte Teller.... Gebissen hat sie auch gerne und geschlagen auch, und jetzt ist sie echt süß geworden. Sie ist inzwischen vorsichtig mit unserer Haut, achtet darauf nicht zu verletzen und ist unheimlich Menschenbezogen.

  • Ist ok für ihn

    Dann ist ja gut :)

    Ich find's halt nicht so lustig, wenn mein Partner aufgrund meiner Hunde genervt ist, auch wenn er am Ende durch Inkonsequenz selbst schuld ist.

    Wir versuchen das so zu handhaben, dass wir zusammen an einem Strang ziehen. Die Hunde beobachten uns ja auch und sehen unsere eigene Reaktion darauf. Dann ist mir schon wichtig, auch hinter dem zu stehen, was er den Hunden ansagt.

    Ich glaube, jeder kennt dieses side eye zu sich, wenn der Partner was sagt und der Hund erstmal zu einem selber guckt und einschätzt, wie er sich da raus schlawienern kann (zB durch Niedlichsein).

    Meine sind da sehr gut drin im extra niedlich sein als Strategie. Inzwischen können sie in Perfektion zu dritt betteln und stehen dann da mit ihren großen Dackelaugen, leicht wedelnden Ruten und sortieren sich wie die Bremer Stadtmusikanten übereinander 😁 Schwierig da zu widerstehen.


    Ich glaube, dass durch solche Momente auch bei einigen Partnerschaften aus Genervtheit Frust entstehen kann. Was jetzt nicht auf euch bezogen ist.

  • Ich find's halt nicht so lustig, wenn mein Partner aufgrund meiner Hunde genervt ist, auch wenn er am Ende durch Inkonsequenz selbst schuld ist.

    Das kam dann vielleicht falsch rüber. Klar ist er in dem Moment mal kurz genervt, allgemein gesehen hat er aber kein Problem mit der Situation. Wenn es für ihn ernsthaft problematisch wäre würde ich da natürlich auch von mir aus eingreifen. Soll sich ja jeder Wohl fühlen.

  • Hier ists einfach: solange die tägliche Routine eingehalten wird, klappt alles bestens, die Hunde (und Rinder) wissen ja, wann sie was machen müssen. Nur der Kater würde ohne mein Einschreiten gnadenlos verfetten.
    Ansonsten profitiert der Liebste von meiner Erziehungsarbeit, die Hunde hören mit kleinen Abstrichen auch auf ihn, ich geb keine ungefragten Tipps, manche Erfahrungen muss man auch einfach selbst machen, leb es aber vor und bin jederzeit ansprechbar, wenn Hilfe benötigt wird. Die Hunde "manipulieren" ihn ganz gern mal, aber in harmlosen Dingen, da gehts um mehr Knuddeleinheiten, um mehr Kekse oder um noch eine Minute wichtig in die Gegend starren. Der Liebste ist damals von 0 auf 100 mit 13 Vierbeinern konfrontiert worden und schlägt sich wirklich gut. Mittlerweile sieht er viel mehr, auch Gesundheitliches und empfindet das Leben mit den vielen Tieren oft zwar als anstrengend, aber immer als Bereicherung. Was will eins mehr?

  • Ich kenne den Fall einer Züchterin, die sich darauf eingelassen hat, für ihre neue Liebe alle ihre Hunde bis auf den ältesten abzugeben. Er kann mit dem ganzen Hundekram nichts anfangen.

    Für sie war das bisher ihr ganzes Leben, sie arbeitet mit Hunden und hatte ein Dutzend eigener Hunde.

    Ich könnte das nicht. Wenn ich so einen Menschen kennenlerne, wo die Tiere so einen essentiellen Stellenwert haben, dann hab ich nur die Möglichkeit es entweder abzulehnen oder einzusteigen. Genauso wie bei anderen Faktoren, die das Leben maßgeblich beeinflussen... Seien es Kinder oder ein sehr intensiv ausgelebter Sport oder ein zu pflegender Elternteil, eine Selbstständigkeit oder oder oder. Da kann ich nur für mich entscheiden, ob ich das mitmachen kann. Aber den Part er dazu bringen, all das aufzugeben, fände ich nicht fair.

  • Aber den Part er dazu bringen, all das aufzugeben, fände ich nicht fair.

    Ich würde es auch gar nicht aufgeben wollen für einen möglichen Partner.
    Wenn sich während der schon existierenden Beziehung irgendetwas ereignet, was eine Reduzierung meiner Hunde, meines Hobbys etc nötig machen würde, wäre das noch was anderes, aber etwas für mich Essentielles aufgeben, weil ein zukünftiger Partner da Probleme mit hätte, würde einfach dazu führen, dass dieser dann eben nicht mein zukünftiger Partner wird.

  • aber etwas für mich Essentielles aufgeben, weil ein zukünftiger Partner da Probleme mit hätte, würde einfach dazu führen, dass dieser dann eben nicht mein zukünftiger Partner wird.

    Wäre hier auch so. Ich würde die Hunde für einen neuen Partner niemals aufgeben. Wenn er sagen würde "entweder die Hunde oder ich" müsste ich nicht mal nachdenken für wen ich mich entscheide. Das passt dann halt einfach nicht und fertig.

    Mein Exmann hat die Hunde zwar toleriert, war aber immer nur am Meckern. Hat absichtlich Nutella rumstehen lassen usw. obwohl er wusste das sie klauen und das es giftig ist. Antwort: Sie müssen ja nicht klauen, zwingt sie ja keiner dazu. Ist nur eins von vielen Dingen. Ich hab schon immer hinter ihm her geräumt bei so gefährlichen Dingen aber man ist halt auch nicht immer zuhause. Ich würde heute so eine Beziehung nicht mehr weiterführen.

  • Wir haben das mit dem Genervtsein so geregelt, dass die genervte Person die „Zuständigkeit“ abgeben darf (wenn die andere Person gerade Kapazität hat).
    Dann übernimmt die andere Person und die genervte Person ist komplett raus aus der Situation. Zb Trudy versucht von meinem Partner essen zu klauen, er will einfach nur in Ruhe essen und bekommt sie nicht „geregelt“. Er sagt Bescheid, ich übernehme und sorge dafür dass er in Ruhe essen kann. Andersherum übernimmt er die Hunde wenn ich zb überreizt bin und kurz absolute Ruhe brauche.
    Bei uns läuft das aber auch ohne Hunde so deswegen war es logisch dass auch auf das Leben mit den Hunden zu übertragen.

    Ich kenne den Fall einer Züchterin, die sich darauf eingelassen hat, für ihre neue Liebe alle ihre Hunde bis auf den ältesten abzugeben. Er kann mit dem ganzen Hundekram nichts anfangen.

    Für sie war das bisher ihr ganzes Leben, sie arbeitet mit Hunden und hatte ein Dutzend eigener Hunde.

    Ich könnte das nicht. Wenn ich so einen Menschen kennenlerne, wo die Tiere so einen essentiellen Stellenwert haben, dann hab ich nur die Möglichkeit es entweder abzulehnen oder einzusteigen. Genauso wie bei anderen Faktoren, die das Leben maßgeblich beeinflussen... Seien es Kinder oder ein sehr intensiv ausgelebter Sport oder ein zu pflegender Elternteil, eine Selbstständigkeit oder oder oder. Da kann ich nur für mich entscheiden, ob ich das mitmachen kann. Aber den Part er dazu bringen, all das aufzugeben, fände ich nicht fair.

    Wäre ein Trennungsgrund für mich.

    Die Hunde stehen an der erster Stelle, das weiß er auch. Er hat am Anfang unserer Beziehung einmal Naruto aus meinen Bett geschmissen wofür ich ihn richtig zusammen gestaucht habe. Naruto war vor ihm da, Naruto hat schon immer im Bett geschlafen, dass wird sich nicht ändern wegen ihm.

  • Er hat am Anfang unserer Beziehung einmal Naruto aus meinen Bett geschmissen wofür ich ihn richtig zusammen gestaucht habe. Naruto war vor ihm da, Naruto hat schon immer im Bett geschlafen, dass wird sich nicht ändern wegen ihm.

    Das muss jeder in seiner Beziehung klären. Hunde abgeben würde ich nicht, aber dass ein haarender, dreckiger Hund und evtl mit der ein oder anderen unentdeckten Zecke mal in seinem eigenen Bett schläft statt im gemeinsamen Bett, damit könnte ich zum Beispiel mehr als gut leben. Das sind alles Absprachesachen.

  • Er hat am Anfang unserer Beziehung einmal Naruto aus meinen Bett geschmissen wofür ich ihn richtig zusammen gestaucht habe. Naruto war vor ihm da, Naruto hat schon immer im Bett geschlafen, dass wird sich nicht ändern wegen ihm.

    Das muss jeder in seiner Beziehung klären. Hunde abgeben würde ich nicht, aber dass ein haarender, dreckiger Hund und evtl mit der ein oder anderen unentdeckten Zecke mal in seinem eigenen Bett schläft statt im gemeinsamen Bett, damit könnte ich zum Beispiel mehr als gut leben. Das sind alles Absprachesachen.

    Das stimmt, deswegen habe ich das immer schon beim kennenlernen klar gemacht.

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