Fragen, die man sonst nicht zu stellen traut .... Teil 24

  • Mein Gerechtigkeitssinn sagt:

    Du arbeitest 8 Stunden, er weniger - die Stunden, die er weniger arbeitet als Du, gehören dem Kind und dessen Pflege.

    Nach den 8 Stunden, quasi ab Deinem Feierabend, hat auch er Feierabend - ab jetzt teilt Ihr Euch die Pflege hälftig. Da ja auch noch "das bischen Haushalt" anfällt, kann der Partner, der gerade keinen "Kind-Dienst" hat, da schon mal etwas machen. Beispielsweise macht er das Kind bettgehfein und Du kochst in der Zeit Abendessen oder umgekehrt.

    Ich kenne mich mit dem Pflegegeld nicht aus - ist der Zweck des Pflegegeldes eine Entschädigung für Mindereinkommen aufgrund verminderter Stunden bei der Erwerbstätigkeit oder ist das auch für den finanziellen Aufwand an Pflegemitteln, Betreuung usw. gedacht? Im ersten Fall sehe ich das Geld dann zu 100% bei ihm (sofern er die Mindererwerbszeiten auch für die Pflege nutzt), im zweiten Fall müsste ein Teil mit den Pflegemitteln verrechnet werden.

    Was Du sonst noch erzählt hast, da würde ich auch für beispielsweise eine Supervision oder eine gemeinsame Therapie, möglicherweise auch eine gemeinsame Kur mit Kind plädieren. Worte allein können so unterschiedlich verstanden werden und dann sind Missverständnisse und auch Misstimmung vorprogrammiert und manche Menschen können ihre Gefühle nicht so gut ausdrücken. Und mal die ganz "ketzerische" Frage: Wann habt Ihr beiden denn eigentlich mal wirklich Zeit für Euch, zusammen, aber auch allein (quasi Kurzurlaub für die Seele)? Das ist doch auch so immens wichtig. Ich drück Euch auf jeden Fall die Daumen, dass es besser wird.

    Danke für deine Anregungen, die nehme ich mit.

    Zeit für uns haben wir während der Fremdbetreuung bei den Großeltern oder der Verhinderungspflege. Mein Mann ist noch in der Feuerwehr, geht viel alleine in den Garten (auch ohne dortige Arbeit). Er hat Spaß an Gartengeräten und tüddelt da viel mit rum, auch trifft er sich einmal im Monat mit guten Freunden abends. Ich habe meine Ehrenämter (ich war auch in der Feuerwehr, und im DRK/JRK) niedergelegt, weil es mir zu viel wurde, kann aber so zwei Mal im Jahr ein langes Wochenende mit meinen guten Freundinnen in Hamburg machen. Und ich habe die Hunde als "großes" Hobby. Zu Terminen bei Freundinnen habe ich das Kind oft mit, weil eben alle Kinder haben.

    Der größte Liebesbeweis meines Mannes an mich: wenn er am Wochenende da ist, darf ich ausschlafen (so lange ich möchte, da nehme ich dann einen rumpeligen Wohnraum gerne in Kauf)

  • Wieso will ich bei diesen Aktionen zu gerne dabei sein? Was sagt das über mich aus? xD

    Ich habe mich ja schon bei der Frage nach den Oblaten gefragt, was man mit solchen Sachen macht bzw. in welchem Rahmen man die nutzt. Und jetzt wieder. Magst du kurz was über den Hintergrund schreiben? Oder hab ich das irgendwann mal überlesen.

    Ich arbeite als Lehrende für Malerei in der Fakultät Kunst einer Uni. Als diese Fakultät betreiben wir ein kleines Museum mit wechselnden Ausstellungen. Zuvor habe ich da das Design für die Printprodukte gemacht, weil ich auch Design studiert habe.
    Nun ist aber der Mensch, der bei uns die Museumspädagogik/Kunstvermittlung gewuppt hat, weg. Also habe ich geswitcht, weil ich eigentlich irgendwann mal aus ganzem Herzen Kunstlehrerin war.
    Und jetzt denke ich mir ganz viel Quatsch aus für kleine wilde Workshops, die zur Ausstellung passen.
    In dieser Ausstellung geht es um Port Hamiltonian Systems, das ist Mathematik/Physik, die mir für immer verborgen bleiben wird. Aber ich verstehe immerhin, was an den ausgestellten Kunstwerken lustig ist und was Kinder vielleicht gerne machen würden.
    Der Workshop mit den Süßigkeiten-Schaltkreisen war ein voller Erfolg, glückliche Kinder, richtig coole Ergebnisse.
    Und beim nächsten werden wir Malmaschinen aus Elektroschrott usw. bauen und gucken, was die so zeichnen können. Spoiler: es werden krakelige Striche sein, aber wird bestimmt trotzdem lustig.
    Vor allem mit den ferngesteuerten Autos - ich brauche groooßes Papier! :)

  • Phonhaus deutsch wäre fein

    Uff - da fällt mir spontan nur Lacrimosa ein. Wäre aber nur etwas, wenn Du viel Pathos gut erträgst, große Anteile an orchestraler Musik und es rockiger sein darf (und Du nichts gegen die Neuapostolischen hast :smile:). Ich würde bei den früheren Sachen gucken, so bis zur „Fassade.“

    Ich geh nochmal grübelnd in mich und meine ferne WGT Vergangenheit :smile:.

    Edit: Eben Deinen Beitrag gesehen - nee, das ist was ganz Anderes. Ich überlege mal weiter.

  • Da er aber in der Pflege (exam. Pflegefachkraft) arbeitet, möchte er, sobald er nachmittags zuhause ist, selbst keine tatsächlichen, körperlichen Pflegetätigkeiten mehr ausführen, er würde das ja schon "den ganzen Tag" machen.

    Mich würde der Part am meisten stören. Das ist sein Kind! Ich kann es gerade schlecht in Worte fassen, aber ich kann doch da nicht einfach sagen: „Och nö, hab ich keinen Bock, mach ich eh den ganzen Tag.“ Ja, mag sein, vielleicht, aber wir sprechen hier vom Wickeln und Duschen - von der Basispflege - des eigenen Kindes.
    Zur Ausgangsfrage: Wer den Hauptteil der Pflege leistet, bekommt auch den Hauptteil vom Pflegegeld - so würde ich das (bei getrennten Konten) regeln und fair finden.

  • Hat jemand Erfahrungen mit Gaumensegelproblem bei "normalen" kopfformen?

    Stella ist eine Beretonenhpndin aus Spanien, 4 Jahre alt und mit sehr lockerem Bindegewebe versehen. Sie kam knapp 1 Jährig zu uns und hatte schon immer Probleme beim hastig Fressen (Husten) desweiteren neigt sie zum gelegentlichem Schnarchen.

    Laut Tierärztin (vor ca 6 Monaten) ist das Gaumensegel schuld, aber nich besorgniserregend von der Symptomatik.

    Die letzten Tage fällt mir zunehmend auf, dass sie z.b. beim zergeln kehliige laute von sich gibt, auch beim kuscheln wird das röcheln ab und an lauter.

    Bei weitem nicht so schlimm wie bei Brachis, aber schon auffälliger.

    Kennt das jemand? Ab wann sollte man das genauer in Augenschein nehmen lassen?

  • Ich habe damit keine Erfahrung, aber ich würde sagen: jetzt

    Da Dir eine Veränderung auffällt, würde ich diese Veränderung abklären lassen. 6 Monate sind ja echt nicht viel, und wenn es sich in der Zeit schon hörbar verändert hat, wer weiß, wie schlimm es in weiteren 6 Monaten ist? Aber diesbezüglich (Atemwege, Augen) würde ich mich schon als Helikopterfrauchen einschätzen.

  • Mich würde der Part am meisten stören. Das ist sein Kind! Ich kann es gerade schlecht in Worte fassen, aber ich kann doch da nicht einfach sagen: „Och nö, hab ich keinen Bock, mach ich eh den ganzen Tag.“ Ja, mag sein, vielleicht, aber wir sprechen hier vom Wickeln und Duschen - von der Basispflege - des eigenen Kindes.
    Zur Ausgangsfrage: Wer den Hauptteil der Pflege leistet, bekommt auch den Hauptteil vom Pflegegeld - so würde ich das (bei getrennten Konten) regeln und fair finden

    Pflegende Angehörige / Eltern sind unglaublich stark belastet - weil die für jeden Pillepups kämpfen müssen - alle Hilfen erstmal abgelehnt werden, jeder sich erstmal für nicht zuständig erklärt - sich alles ewig hinzieht, etc - und das kommt ja nur noch obendrauf, auf Sorgen und Ängste, die man mit einem schwerkranken Kind sowiso schon hat - dann wird so ein Kind ja auch immer größer und schwerer, irgendwann ist man auch körperlich am Limit!

    An dieser Belastung zerbrechen Beziehungen, weil dieses Hamsterrad immer läuft - 24/7 und die Gesellschaft es ja nunmal nicht einfacher macht!

    Die Pflege mit der Schieblehre aufzuteilen macht keinen Sinn!

    Landlue ihr braucht jemanden, der da mal von draußen drauf guckt - in BaWü gibt es zB die https://landesstelle-bw-wegbegleiter.de/ - das wird es ja woanders auch geben - das hilft ja nix, wenn ihr da auf dem Zahnfleisch lauft - mmtl werdet ihr ja noch länger gebrauchtr

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