Für die Leseratten - Der Bücherthread - Band 3
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Gast41354 -
9. April 2025 um 10:57
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Happy Birthday Estandia Jawoll, gönn dir!


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17. Februar 2026 um 23:39
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Für die Leseratten - Der Bücherthread - Band 3 - Vor einem Moment
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Jessie Elland – The Ladie Upstairs
Küchengehilfin Ann verabscheut ihre Arbeit und ihr mickriges Dasein im Landsitz Ropner. Tagtäglich verrichtet sie die schmutzigsten Arbeiten und ist umgeben von den dreckigsten Bediensteten der unteren Klassen im Herrenhaus. Ann will aufsteigen und Kammerzofe der "Ladie Upstairs", Lady Charlotte, werden. Ein zufälliges Aufeinandertreffen der beiden löst in Ann das Verlangen aus, koste es was es wolle, endlich der Drecksarbeit in der Küche zu entkommen. Doch als Ann wirklich beginnt die Treppen nach oben zu besteigen, um Lady Charlotte zu dienen, muss sie festellen, dass die Schrecken "oben" schlimmer sind als jene "unten".
Die Geschichte wird aus Ann's Perspektive erzählt – subjektiv, intensiv, bisweilen unzuverlässig, wenn sie sich in ihren inneren Monologen und Sinnesbeschreibungen ergeht hat man das Gefühl einem beunruhigendem (Alb)Traum zu folgen. Beschrieben als psychologische Gothic-Horror-Geschichte, gibt es hier keinen klassischen Handlungsbogen, eher einen losen Slowburn-Übergang von Ann's bescheidenem Dasein nach oben ins bessere Leben und dann ihren Niedergang, als sie ihren Obsessionen, Ängsten und Grauen anheim fällt.
Der Debut-Roman ist sehr atmosphärisch, man bekommt ein gutes Gefühl für Orte und Texturen, für Ann's körperliche Erfahrungen. Er setzt sich außerdem mutig mit weiblichem Begehren und Gewalt auseinander. Die Struktur ist psychologisch vielschichtig, verwurzelt in einer klaustrophobischen Umgebung (Ropner Hall ist fast ein eigener Charakter) und Ann's innere Zustände verschwimmen gut mit äußeren Realitäten. Ich reihe mich allerdings auch bei den Kritikpunkten anderer Leser mit ein, die Handlung scheint hin und wieder amorph durch die starke Herausstellung der Atmosphäre. Es gibt einen relativ intensiven Fokus auf inneren Ekel und Bilder was repetitiv und durch das Verweilen darauf durch das langsame Handlungstempo überwältigend wirken kann.
Erforschte Themen: Ehrgeiz, Klassengesellschaften, Begierde und Besessenheit / Verlässlichkeit der Wahrnehmung / Körper, Verschmutzung und Reinheit / Isolation und Heimsuchung
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Ich schmeiße mal kurz eine Info rein...
bei Bookbot (Gebrauchtbörse) gibt es aktuell ein 10/10 Angebot (10 Bücher für 10€). Die Auswahl ist gar nicht so uninteressant.
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Hector Macdonald – WAHRHEIT. Was wir dafür halten und wie wir damit umgehen (Sachbuch, erschienen 2018)
Macdonald ist britischer Kommunikations- und Storytelling-Experte, in seinem Buch geht es nicht nur um die systematische Untersuchung des Begriffs selbst, sondern vor allem darum wie Wahrheit entsteht, interpretiert, benutzt und missbraucht wird. Er versteht Wahrheit nicht als starres, objektives Konzept, sondern als vielschichtiges, oft konkurrierendes Phänomen, das von Kontext, Sprache, Absicht und Wahrnehmung geprägt wird.
Zentrale Thesen und Inhalte
- Mehrere Wahrheiten statt einer einzigen objektiven Wahrheit: Aussagen, die formal „wahr“ sind, können dennoch sehr unterschiedliche Eindrücke erzeugen
- Konkurrierende Wahrheiten: mehrere wahre Aussagen über ein Thema, die miteinander konkurrieren, da verschiedene Gruppen dieselben Daten unterschiedlich interpretieren oder gewichten
- Fallbeispiele und Analyse realer Situationen: Wie Zahlen manipuliert werden können (z. B. Statistik über Vergewaltigungsraten verschiedener Länder und deren Kontext) oder wie Storytelling in Werbung oder Politik wirkt, wenn Informationen weggelassen oder betont werden. Hier geht es darum zu zeigen, dass Wahrheit oft nicht falsch ist, aber doch irreführend wirken kann.
- Kategorien der Wahrheit: Teilwahrheiten, also unvollständige oder selektive Wahrheiten / subjektive Wahrheiten, die von persönlichen Perspektiven oder Normen abhängen / unbekannte Wahrheiten, die wir (noch) nicht kennen
Stärken des Buches
- Leicht verständlich, unterhaltsam und anwendungsbezogen geschrieben. Ich war angenehm überrascht, wie zugänglich und easy es wegzulesen war.
- Aktuelle Relevanz (auch wenn es schon 2018 erschienen ist): Gerade im Zeitalter von „Fake News“, Social Media und politischer Polarisierung
- Praxisorientiert: Viele Beispiele und Denkwerkzeuge, die einem hier an die Hand gegeben werden, um selbst kritisch(er) zu denken
- Breite Anwendung: Relevanz für Journalismus, politische Bildung, Medienkonsum und Alltagskommunikation
Einer meiner Kritikpunkte
- Teils oberflächlich: ich hätte mir hier und da tiefere theoretische Grundlagen oder wissenschaftlichere Analysen gewünscht
- Ebenso soll es keine völlig neuen Erkenntnisse bieten: Kritiker bemerken, dass das Buch wenig überraschend ist – viele der Ideen sind bereits aus anderen Werken zur Kommunikation und kognitiven Verzerrung bekannt (was ich nicht wirklich beurteilen kann)
Für mich ist dieses Buch das erste seiner Art und ich fand es einen sehr guten Einstieg in das Thema!
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Ich lese aktuell "Der Tätowierer von Auschwitz" von Heather Morris. Bin erst bei Seite 90, aber ich kann jetzt schon sagen, dass mich dieses Buch auf eine ganz andere Art einnimmt als alle anderen zuvor gelesenen.
Da ich bereits viele Dokus über die Zeit des Holocausts gesehen habe, weil ich es einfach erschreckend finde was damals passiert ist und es mich persönlich auch einfach sehr berührt, weil ich weiß, wie meine Oma ihre Kindheit erlebt hat (auf der Flucht in riesengroßer Angst), ist dieses Thema für mich schon grundsätzlich hart.Ich habe auch Filme wie "Schindlers Liste" gesehen, aber ich muss sagen, so krass ich auch die Dokumentationen und Filme fand, eine Geschichte so zu erleben, die Worte des Betroffenen (durch die Autorin) zu lesen - was ja nun mal wirklich alles passiert ist und keine Fiktion ist - das macht auf einer ganz anderen Ebene was mit mir.
Ich habe das Buch begonnen zu lesen, als ich auf dem Weg zur Arbeit war und habe gemerkt, nein, das kann ich nicht einfach so nebenher lesen. Es ist keine Unterhaltungslektüre, es ist verdammt(!) schwere Kost. Schon die ersten Seiten lassen einen als Leser fassungslos zurück. Man kann nicht begreifen, dass das wirklich passiert ist, dass Menschen wie Vieh (welches das ebenso wenig verdient hat) zusammengepfercht in Waggons untergebracht und ins KZ deportiert werden, nicht zu wissen, was mit ihnen geschehen wird. Es ist so unfassbar grausam und ich musste schon ganz viele Tränen beim Lesen verdrücken.Eine große Empfehlung an dieser Stelle schon mal. Aber wirklich nur für Menschen, die diese Geschichten ertragen können. Ich weiß nicht mal, ob ich es wirklich kann. Aber da man zumindest weiß, was aus dem Tätowierer und seiner Frau (um die Geschichte der beiden geht es im Speziellen) wurde, kann man sich für die beiden zumindest auf ein Happy End einstellen. Dennoch einfach eine ganz andere Art von Lesestoff, wenn man weiß, dass es wahr ist und keine Fiktion.
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Ich werde es mir mal auf die Liste setzen Gefühl .
Meine Mama liest solche Lektüre ganz gern. Von ihr hatte ich auch ein Buch über "Wolfskinder", fand ich auch unglaublich hart, denn es ist ja wirklich passiert was da drin stand. Das konnte ich auch nur in Etappen lesen und brauchte danach was Leichtes.
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Ich lese aktuell "Der Tätowierer von Auschwitz" von Heather Morris. Bin erst bei Seite 90, aber ich kann jetzt schon sagen, dass mich dieses Buch auf eine ganz andere Art einnimmt als alle anderen zuvor gelesenen. …
Eine große Empfehlung an dieser Stelle schon mal. Aber wirklich nur für Menschen, die diese Geschichten ertragen können. Ich weiß nicht mal, ob ich es wirklich kann. Aber da man zumindest weiß, was aus dem Tätowierer und seiner Frau (um die Geschichte der beiden geht es im Speziellen) wurde, kann man sich für die beiden zumindest auf ein Happy End einstellen. Dennoch einfach eine ganz andere Art von Lesestoff, wenn man weiß, dass es wahr ist und keine Fiktion.
Wenn Du dazu noch etwas lesen möchtest - irgendwann einmal, noch ein Stück schonungsloser für mein Empfinden: Primo Levi „Ist das ein Mensch.“
Es darf einfach nicht vergessen werden.
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Danke für eure Tipps. Ich werde definitiv nicht aufhören solche Bücher zu lesen, es ist so wichtig, dass man nicht vergisst, dass das wirklich passiert ist. Und nur so versteht man auch wieso es so wichtig ist demokratische Parteien zu wählen, die so etwas nie nie wieder zulassen.
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Ich habe gerade "Lichtspiele" von Daniel Kehlmann gelesen (bzw. gehört, gelesen von Ulrich Noethen).
Ich fands toll. Ich hatte das Bedürfnis, parallel die Fakten nachzurecherchieren, ich finde Kehlmanns Fiktionalisierung realer Figuren nicht ganz unproblematisch. Es geht um den berühmten Regisseur G.W. Pabst, der, obwohl er die Möglichkeit gehabt hatte, in die USA zu emigrieren, unter den Nazis Filme inszeniert.
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Wegen meinem Geburtstag gab es einen Trip zum Buchhändler und das war die Ausbeute:
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Externer Inhalt i.ibb.coInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Außerdem hab ich Frankenstein noch nicht gelesen. Von Dracula gab's auch ne schöne Ausgabe, aber das hab ich schonmal irgendwann gelesen und es war okay

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