Verhaltensänderung durch Schilddrüsenunterfunktion/SDU

  • ich finde den t3 und tsh etwas zu niedrig ......

    Da passt die Dosierung nicht. TSH ist viel zu hoch, nicht nur ein bisschen. Der sollte unter 0,1 liegen, eigentlich sogar unter 0,05. Hat er ne autoimmune SDU? Wenn ja würde ich mal die Antikörper nachfordern. Der T4 ist vermutlich nicht wirklich so hoch sondern deutlich niedriger. T3 kann nur steigen bei ausreichend T4. Wieviel Forthyron bekommt er denn bei welchem Gewicht?

    Ich finde die Veränderungen bei meinem Hund richtig extrem. Er frisst gerne, ist immer ansprechbar und man kann ihn runterfahren. Auch gesundheitlich (vermutlich durchs Fressen) ist er richtig toll stabil geworben.

    Das freut mich sehr für euch :)

  • angelsfire


    jetzt bin ich völlig verwirrt.

    die tierärztin sagt das das so völlig ok sei mit den werten.

    ich war vorhin am telefon so verzweifelt... hab ihr gesagt da kann was nicht stimmen... so wie sich tamilo zur zeit verhält.

    wir haben noch mal zusammen überlegt. die kastration könnte noch mal für unruhe in dem ganzen gesorgt haben... aber... der chip war zum kastrationszeitpunkt noch nicht ausgelaufen ,dürfte demnach nicht sein...

    zuletzt war sie auch ratlos,hatte keinen ansatz mehr.... denkt jetzt noch mal alles in ruhe durch .

    morgen(heute fehlte mir dafür einfach die konzentration) lese ich mich noch mal durch das buch "sr.jeckyll und mr hund" und "schilddrüse u. verhalten"von beate zimmermann.

    ich bin grad so ratlos....

    ach ja,tamilo bekommt 2x eine halbe 400er forthyron am tag bei etwa 23 kg(genau weiß ich das gewicht grad nicht)


    lg

  • Guten Morgen, hier mal meine Gedanken dazu. Ich bin wirklich kein Experte und kann nur von meinen eigenen Erfahrungen berichten. Bei meinem Hund trat die SDU mit dem Abklingen des Hormonchips hervor. Den Tipp zur Untersuchung bekam ich von meiner Hundetrainerin. Meine damalige Tierärztin wollte erst gar nicht daran glauben. Als die Blutergebnisse da waren, bekam er mit dem gleichen Gewicht wie deiner, zwei mal 650 Forthyron einschleichend. Das war vor 5 Jahren . Mittlerweile sind wir bei zwei mal 400. Ich erkenne mittlerweile am Verhalten, ob wir die Dosis wieder etwas verändern müssen, meist zwei mal 50 nach oben oder nach unten. Natürlich immer mit Absprache mit meiner Tierärztin. Wir hatten auch schon Telefontermine mit Frau Wergowski . Das hat mir allerdings nicht wirklich geholfen . Aber auch sie hat gesagt, solange es dem Hund gut geht, sind Blutwerte eher nebensächlich.

    Die Blutwerte haben eine recht hohe Referenzspanne. Generell erscheinen mir 400 am Tag für das Gewicht eher zu wenig. Da ist noch Luft nach oben.

  • wir haben noch mal zusammen überlegt. die kastration könnte noch mal für unruhe in dem ganzen gesorgt haben... aber... der chip war zum kastrationszeitpunkt noch nicht ausgelaufen ,dürfte demnach nicht sein..

    Doch natürlich. Der Chip hat nicht die gleiche Wirkung wie eine Kastration. Der Chip setzt auch das Testosteron aus den Nebennieren aus, eine Kastration nicht. Und Testosteron spielt im Hormonaushalt genauso eine Rolle wie Cortisol und hat damit ebenfalls Effekte auf die Schilddrüse.

    Genauso wie zum Beispiel eine Änderung des Futters eine Veränderung der Absorbtion des Forthyrons herbeiführen kann (Stichwort Fettgehalt bzw. generell Fette&Öle im Futter).

    Manchmal sind auch die 50er Schritte für den Individuellen Hund in der Dosisanpassung zu groß und 25er Schritte wären besser geeignet. Zum Beispiel 200 im Verhalten zu wenig, 250 zu viel.

  • ie tierärztin sagt das das so völlig ok sei mit den werten.

    Dann muss man leider sagen das sie überhaupt keine Ahnung von der Thematik hat. Ein TSH von 0,8 ist nie in Ordnung, schon gar nicht unter Substitution.

    Aber das hier:

    ach ja,tamilo bekommt 2x eine halbe 400er forthyron am tag bei etwa 23 kg(genau weiß ich das gewicht grad nicht)

    zeigt ebenfalls das kein Wissen vorhanden ist. Dazu hätte sie nur mal in den Beipackzettel schauen müssen und hätte festgestellt, dass dein Hund total unterdosiert ist. Das ist nicht mal die erste Zieldosis mit der man anfängt. Das wären bei dem Gewicht nämlich 500 ug am Tag (genau genommen 460 aber da rundet man dann auf). Die werden euch bei den Werten aber ziemlich sicher auch nicht reichen.

    Der Körper versucht zwanghaft T4 zu produzieren, daher der hohe TSH. Dadurch stimmt der gemessene T4 aber nicht und wird deutlich niedriger sein. (Wenn ich da zu früher Stunde grad was durcheinander bringe korrigiert mich bitte). Wurden jemals die Antikörper gemessen? Oder auch mal auch die fT 3 und fT4 Werte?

    Jeder Hund braucht ne andere Dosis aber mal als Beispiel:

    Sky, Rüde, kastriert, ca. 16-16,5kg: morgens 500ug Forthyron, Abends 450. Wir waren aber auch schon bei 600.

    Amy, Hündin, kastriert, ca. 17-17,5Kg: morgens und abends 300ug Forthyron.

    Beide Hunde sind leichter als Tamilo und bekommen deutlich mehr. Sky ist jetzt eher ein Beispiel wieviel so ein Hund brauchen kann aber Amy ist da relativ normal dabei mit der Dosierung.

    Schlussendlich ist es bis zu einem gewissen Punkt richtig das man keine Blutwerte sondern das Tier behandelt. Aber bei euch gibts ja deutliche Probleme und abgesehen davon hat das mit den "wir behandeln keine Blutwerte sondern das Tier" natürlich auch seine Grenzen. Zum Beispiel dann wenn die Werte gar nicht passen. Ganz allgemein gesagt.

    Zum Thema Kastration: wie waren die Werte denn vorher? TSH niedriger? Natürlich bringt eine Kastration nochmal einiges durcheinander. Das ist nicht gleichzusetzen mit dem Chip.

  • Das ist nicht mal die erste Zieldosis mit der man anfängt. Das wären bei dem Gewicht nämlich 500 ug am Tag (genau genommen 460 aber da rundet man dann auf). Die werden euch bei den Werten aber ziemlich sicher auch nicht reichen

    Im Beipackzettel steht aber auch, dass es eine Empfehlung ist und immer eine individuelle Einstellung an den Hund angepasst werden sollte. Sprich: Verhalten&Werte müssen zusammen passen.

    Weder sind die Referenzwerte der heilige Gral noch der Beipackzettel.

    Da ist einfach jeder Hund zu individuell.

    Hier liegen die Hunde je nach Hund und je nach Futter selbst unter der Einstiegsdosis. Je nach Futter gerade mal bei der Einstiegsdosis, manchmal auch nur knapp drüber, manchmal deutlich drüber. 5 SDUler insgesamt und jeder Jeck war/ist anders.

    :ka:

  • Ich war bei insgesamt 3 Tierärzten, die sich mehr oder weniger auf die Fahne geschrieben hatten, sich mit Schilddrüse auszukennen... Zu Beginn bei meiner Haustierärztin, die bereits an meinem Wunsch, die SD-Werte zu kontrollieren, zweifelte (ihrer Meinung nach untypische Symptome). Ich bestand trotzdem darauf - auch hier nochmal danke an angelsfire :applaus: - und siehe da: die Werte passten nicht. Sie waren zwar noch im vorgegebenen Rahmen, sodass meine Haustierärztin eine Behandlung gar nicht für notwendig hielt... aber auch da bestand ich drauf - dank des Inputs hier aus dem Forum :nicken:

    Anschließend war ich dann noch bei zwei weiteren Tierärzten, die sich angeblich gut mit der SD auskennen. Wieder Blutbilder, wieder Werte im offiziellen Rahmen. Wieder meinten beide, dass sie keine Notwendigkeit einer Substitution sehen und auch keinen Zusammenhang mit den Symptomen. Übrigens waren die Leute aus den Laboren (Laboklin und IDEXX) ebenfalls dieser Meinung...

    JA, ich habe natürlich auch gezweifelt - soll man einen Forum mehr glauben als drei Tierärzten...?!
    Aber ich dachte, es ist einen Versuch wert. Und gebe und dosiere bis heute auf eigene Faust das Forthyron :ka:

    Meine Haustierärztin ist zum Glück so nett und bestellt es für mich und nach meinen Rückmeldungen, wie gut es dem Hund mittlerweile wieder geht, wird sie zukünftig hoffentlich die SD auch mehr in den Fokus stellen...

    Meine Hündin, kastriert, 9 Jahre, 15kg bekommt aktuell morgens 400ug und abends 200ug.

  • Weder sind die Referenzwerte der heilige Gral noch der Beipackzettel.

    Nö aber dem Hund gehts ja offensichtlich nicht gut und einen TSH von 0,8 kann man jetzt halt auch nicht als normal ansehen zumal der T4 vermutlich falsch hoch ist.

    5 SDUler insgesamt und jeder Jeck war/ist anders.

    Das ist definitiv so. Meinte ich auch damit das man nicht die Blutwerte behandelt sondern den Hund und das halt eben jeder ne individuelle Dosis hat. Ich kenne auch Hunde die etwas weniger als die erste empfohlene Dosis bekommen. Da passen die Werte aber halt auch dazu und den Hunden gehts gut.

    JA, ich habe natürlich auch gezweifelt - soll man einen Forum mehr glauben als drei Tierärzten...?!

    Ist immer wichtig das man nicht alles ungefragt übernimmt, schon gar nicht aus einem Forum wo jeder schreiben kann. Genauso muss man halt manchmal auch bei TÄen hinterfragen. Ist ja keiner allwissend nur weil er das studiert hat. Denke da muss man einfach für sich den Mittelweg finden, je nach Situation. Es ist halt nur schade wenn einem Hund dann die Behandlung verwehrt wird weil der TA sich nicht auskennt. Schön, das es bei euch jetzt so gut klappt :)

  • Weder sind die Referenzwerte der heilige Gral noch der Beipackzettel.

    Nö aber dem Hund gehts ja offensichtlich nicht gut und einen TSH von 0,8 kann man jetzt halt auch nicht als normal ansehen.

    Jetzt lies doch bitte richtig.

    Genau das habe ich nicht geschrieben, sondern explizit das Werte und Verhalten zusammenpassen müssen und der Beipackzettel eine Dosierungsempfehlung ist.

    Nicht mehr und nicht weniger.


    Ich hab deshalb mal meine Hündin durchgerechnet - sowohl Werte als auch Verhalten passen immer. Nur die Dosisempfehlung genau nicht. |)


    Hündin, 15,7kg

    Trockenfutter und Gabe mit der Fütterung (! 40%- 50% weniger Verfügbarkeit der Dosis!):

    Ausgangagswerte wären:

    2x täglich 200µg= 13µg/Kg pro Dosis

    Bei - 40% = 8µg/ Kg pro Dosis

    Bei - 50% = 6µg/ Kg pro Dosis


    Selbst gemacht Vegetarisch, Gabe vor der Fütterung:

    2x 50µg= 3µg/ kg pro Dosis

    75 µg morgens und 50µg abends = 5µg/kg bzw. 3 µg/ kg pro Dosis


    Nur mal ein Beispiel für es müssen nicht immer mindestens 10µg/kg pro Dosis sein, weil das da so steht! !!11elf

    Bei meinem Rüden sieht es übrigens ähnlich aus bzw. Zum Teil je nach Fütterungsart noch weniger Forthyron, weil die Schilddrüse noch nicht komplett ihre Funktion eingestellt hat. ;)


    Und genau wegen solcher kleineren und anderer Besonderheiten bei meinen Hunden vertrau ich weder Werten, noch Beipackzettel än, noch anderen TÄ, noch sonst irgendwem, denn das, was ich da mit meinen Hunden habe, bespreche ich mit meiner TÄ, die die Besonderheiten meiner Hunde kennt, die weiß, dass die alles Andere als nach Lehrbuch funktionieren und man schlicht und ergreifend ganz viel danach handeln sollte, was der Hund vorgibt. :ka:

  • Und genau wegen solcher kleineren und anderer Besonderheiten bei meinen Hunden vertrau ich weder Werten, noch Beipackzettel än, noch anderen TÄ, noch sonst irgendwem, denn das, was ich da mit meinen Hunden habe, bespreche ich mit meiner TÄ, die die Besonderheiten meiner Hunde kennt, die weiß, dass die alles Andere als nach Lehrbuch funktionieren und man schlicht und ergreifend ganz viel danach handeln sollte, was der Hund vorgibt. :ka:

    Da hast du dann aber auch echt riesiges Glück mit deiner TÄ - sollte mehr davon geben :nicken: :bindafür:

    Ich gebe die Tabletten auch mit dem (Nass-)Futter, hatte ich auch vergessen zu schreiben :sweet:

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