Beiträge von Die Swiffer

    Was ja wieder auf ein gewisses "Solidaritätsprinzip" hinausläuft. Es zahle ganz viele ein, auch solche, die es grad nicht brauchen, und davon können die Behandlungen derer, die es brauchen, finanziert werden.

    Warum sollte eine KV für den Hund/das Tier nicht gesetzlich für jeden Tierhalter vorgeschrieben werden

    Weil das ein Eingriff wäre, bei dem man genauer hingucken müsste.


    Für mich geht's nur darum, dass da ein ordentlicher Wettbewerb möglich ist, so dass es sich zb bei einigen wirklich überhaupt lohnt. Denn das ist bei längst nicht allen der Fall. Sprich: Bevor es überhaupt nen Gedanken nach Pflicht macht, müsste es sich für alle rechnen.

    Also ja, ich bin nach wie vor nicht bereit 6000€ KV Versicherung zu bezahlen, weil sich das hier noch nicht rechnet.

    Oder was genau soll da die Lösung sein? Tierärzte, die unter Kostendeckung arbeiten? Behandlungen, die von allen Tierhaltern mitbezahlt werden? Staatlicher Bonus? Also was genau ist hier die Lösung

    Wünschenswert?

    Ende vom Krieg, Normalisierung der Weltwirtschaft, Übergewinnbesteuererung bei so einigen Großkonzernen, die durch nicht der Situationgeschuldete Preiserhöhungen auf der Welle mitschwimmen.

    Dass die neue GOT den Wettbewerb der Tier-KV so ankurbelt, dass in absehbarer Zeit KV sich für alle rechnet, weil die Beiträge angepasst werden und auch diesen vermalledeite Kündigungsthema erledigt wird.

    Dass es keine Wette mehr zwischen Tierhalter und Versicherung mehr ist, so wie es derzeit ist. Denn das ist es noch. Man schließt eine Wette ab. Die Versicherung wettet, dass der Tierhalter mehr einzahlen wird, als verbrauchen, der Tierhalter wettet dagegen.

    So dass eben das Prinzip der Versicherung so funktioniert wie bei Privathaftpflicht und Co (die große Anzahl an Versicherungsnehmern macht es möglich, dass die Beiträge klein, die versicherte Schadensumme aber immens ist).


    Swiffer

    Ja, die Situation ist halt grad so. Was soll man sagen? "Joah, du kannst dir die 400€ für das Blutbild nicht leisten? Kein Ding, warten wir halt ab, ob sich das Problem von selbst löst - auf die ein oder andere Art

    Warum so zynisch?

    Ich bin nicht der Politiker, der irgendein Gesetz auf den Weg bringen könnte; noch gehört mir ne TK, noch ne Versicherung, noch nen Ölkonzern.

    Aber vielleicht tun mir gerade deshalb die Menschen so leid, die aufgrund der Gesamtsituation eh schon seit Monaten schlaflose Nächte haben und jetzt den nächsten Brocken schlucken müssen.

    Vielleicht mag ich deshalb dem Leid von Menschen da ungern mit Zynismus begegnen.

    Ich verstehe nicht, was es mit privilegiert zu tun hat, wenn man darauf hinweist, dass man ein Tier versorgen können sollte, wenn man sich eins holt. Und da geht es mir nicht um das Gehalt oder die Rücklagen die man hat, sondern die Optionen, die für einen in Frage kommen. Helfen Freunde und Familie aus? Super! Nimmt man sich einen Kredit? Toll! Kann man mit dem Arzt eine Ratenzahlung ausmachen? Perfekt!


    Aber eine normale Behandlung abzulehnen, weil man es sich nicht leisten kann, ist halt für mich ein No-Go

    Das Problem ist doch schlicht und ergreifend, dass die 200€, die die Menschen Januar 2022 monatlich ÜBER hatten, dachten damit sei ihr Tier im Notfall gut versorgt, die haben die 200€ nicht mehr über, weil sich bei der Gasversorgung mal eben der Preis verdreifacht hat.

    Und da kommt jetzt die GOT on Top.


    Jetzt sitzen also sehr sehr viele Menschen daheim, die rein gar nix dafür können, dass so nen Depp meint, nen Krieg anzetteln zu müssen, die Preise explodieren, die wohl kalkulierten Kosten gerade mal so gar nicht mehr hin kommen, Ängste die die Psyche ned unerheblich belasten und dann heißt es "tja, wenn du dein Tier ned mehr versorgen kannst, schaffst es halt ab, selbst schuld; wenn du es nicht mehr versorgen kannst und die 400€ für nen Blutbild nicht hinkriegst"


    ?

    Natürlich wird alles teurer, Natürlich seufzt man dann.

    Die Frage ist doch wann und vor allem was und in welchem Umfang.

    Ich hab Anfang des Jahres für 1,20€ getankt. Im September für 2,40€....


    2016 für ne Tumor OP, wo der komplette Bauchraum geöffnet wurde mit elendig langer Naht, kompliziert weil Tumor an Aorta, knapp 700€ oder so gezahlt.


    2020: für die Entfernung 2 kleiner AUSSEN liegender Knubbel, insgesamt 6-8Stiche: knapp 700€


    Unterschied:

    Da liegen Jahre dazwischen. Eine schleichende Erhöhung mit hier mal 2€mehr, mal dort. So wie bei Lebensmitteln, die mal 10cent mehr, hier mal nen bissl weniger in der Verpackung


    Das ist was völlig Anderes als wie zB derzeit, wenn die Leuts auf einen Schlag das doppelte vom Gaspreis,Benzinpreis, Lebensmittel und dann auch TA Kosten stemmen müssen.

    Persönlich in all den Jahren waren es eigentlich nie die großen OPs, die schwierig waren. Natürlich tut das Geld weh. Natürlich isses dann weg. Aber das ging immer irgendwie.


    Komplikationen nach ner Routine- OP, so wie beim Nog, wo dann am Ende nach einem Monat knapp 1000€ weg waren... da läppert sich dann der Kleinscheiß.


    Wenn ich mir aber die jetzigen Kosten beim Oppa angucke mit gut 220€/Monat an Medis und Spezialfutter, Physio kann ich zum Glück selbst machen.... Die bleiben jetzt erstmal jeden Monat so.

    :ka:

    Davon abgesehen, dass Papagei und Schildkröte als Beispiel sehr schlecht gewählt sind, da deren Lebenserwartung deutlich über der von Hunden liegt&so manches Tier seinen Halter tatsächlich ein Leben lang begleitet.....


    Es ist und bleibt individuell.

    Für den einen Besitzer ist ein Hundeleben nur lebenswert, wenn der Hund gesund ist, nicht eingeschränkt ist und vor allen ihn nicht einschränkt. Da wird dann recht schnell nach der letzten Spritze gerufen - meist unter der Argumentation, für einen von beiden (Hund oder Halter) nicht "lebenswert".


    Hatten wir das doch erst dieses (?)Jahr hier im DF, wo bei einem jungen (!)Hund die Stimmen nach Euthanasie laut wurden, weil er nach 2 Wochen noch nicht wieder richtig laufen konnte, weil Nervenschäden nun mal Zeit brauchen, um sich zu erholen...

    Auf der anderen Seite wurde Usern schon vorgeworfen, dass sie Euthanasie bei nem Hund mit nem offenen Tumor am Bauch laut aussprechen.


    Grenzen, Moral, was/wie/wo/wer.... individuell...

    dass ein Ultraschall gemacht werden soll um herauszufinden ob der potentielle Herzfehler behandlungspflichtig

    Es gibt Erkrankungen, die zB ohne Behandlung starke Leiden verursachen oder sogar tödlich verlaufen.

    Wenn du das vermeiden willst, bist halt "verpflichtet", deinen Hund zu behandeln bzw. behandeln zu lassen.

    Machst das nicht, kollidierst du eben genau genommen mit dem TschG.

    Wobei sich deine TÄ wohl eher auf die verschiedenen Herzerkrankungen bezogen, wo es verschiedene Stadien gibt- von nicht behandlungswürdig, bis zwingend Medikamente notwendig oder sogar operationspflichtig.


    =)