Der "gefährliche" Hund Teil 3

  • Bindung bezieht sich in seiner eigentlichen Definition auf etwas, das ausschließlich zwischen Menschen stattfindet.

    Sogar noch genauer: die enge und emotionale Beziehung von Kindern zu ihren Eltern und anderen Bezugspersonen.

    So ist es. Aber was würden Hundetrainer nur tun, wenn sie Erziehungsprobleme nicht auf eine schlechte Bindung schieben könnten? :winking_face_with_tongue:

  • Diese nur auf Menschen definierte Bindungsfähigkeit stammt aber aus einer Zeit, als man jeglichen Tieren noch Denken und Gefühle absprach.

    Als Bindung wird eine emotionale Beziehung zwischen Lebewesen bezeichnet.

    Nicht nur gemäß Feddersen-Petersen ziehen Hunde oftmals Menschen als Beziehungspartner ihrer Artgenossen vor.

    Meine Güte, wird hier an "alten Zöpfen" festgehalten, und irgendwann mal für den Menschen zugeschnittene Definitionen als Basis zugrunde gelegt.

  • Ansonsten: Ihre Ausdrucksweise und das Abrotzen über andere Menschen sind sicher nicht zuträglich, dass ihr die zuhören, die sie ansprechen möchte. Ist schon ganz schön unterste Schublade ...

    Ich muss auch ehrlich sagen: Ich höre so jemandem dann direkt auch gar nicht erst zu. Selbst wenn derjenige das Wissen des Universums in sich vereinen würde: Wer sich nicht die Mühe macht, halbwegs zivilisiert (nach meinem empfinden) zu sprechen, der verliert mich schon dabei. Mir bereitet sowas einfach ein extremes Unwohlsein. Und wer sich schlecht fühlt, der lernt ja bekanntlich eh nicht.

  • Diese nur auf Menschen definierte Bindungsfähigkeit stammt aber aus einer Zeit, als man jeglichen Tieren noch Denken und Gefühle absprach.

    Nein, einfach nein.
    Der Zustand zwischen Kind und Eltern (ich nehme hier andere Bezugspersonen mal bewusst raus) ist im pädagogischen/ psychologischen Sinn mit nichts anderem zu vergleichen, egal, wie viel Denken und Fühlen wir Tieren jemals zusprechen werden und wie sehr Tiere und Menschen in der Lage sein werden, miteinander Beziehungen aufzubauen. Das hat nichts mit "veralteter Ansicht" zu tun.

  • So ist es. Aber was würden Hundetrainer nur tun, wenn sie Erziehungsprobleme nicht auf eine schlechte Bindung schieben könnten? :winking_face_with_tongue:

    Also mir wurde mal gesagt, dass unsere Erziehungsprobleme damit zu tun haben, dass ich eine zu enge Beziehung zu meinem Hund habe. Vielleicht wäre das ja eine gute Alternative. :rolling_on_the_floor_laughing:

  • Nein, einfach nein.
    Der Zustand zwischen Kind und Eltern (ich nehme hier andere Bezugspersonen mal bewusst raus) ist im pädagogischen/ psychologischen Sinn mit nichts anderem zu vergleichen, egal, wie viel Denken und Fühlen wir Tieren jemals zusprechen werden und wie sehr Tiere und Menschen in der Lage sein werden, miteinander Beziehungen aufzubauen. Das hat nichts mit "veralteter Ansicht" zu tun.

    Mit anderen Worten: Nur wenn man eine Bindung mit jemandem eingehen kann, die einer menschlichen Mutter-Kind-Bindung entspricht, kann man das als "Bindung" bezeichnen?

    Also sind alle anderen Beziehungen, die Menschen zu anderen Menschen aufnehmen, niemals Bindungen in dem von dir gefassten engen Sinn.

    ...............

    Es gibt viele Formen von Bindung, und auch die Stärke von Bindungen sind unterschiedlich; Tatsächlich gibt es auch Bindungen, bei denen ein Bindungspartner stärker gebunden ist, als der andere.

    V.B. spricht Hunden JEGLICHES Bindungsvermögen mit Menschen ab.

    Das ist einfach falsch.

    Diese Sichtweise erklärt aber Vieles an ihrem Verhalten und Umgang mit Hunden.

  • Das V. B. meistenteils Blödsinn redet ist unbestritten.

    Es ging rein um die ursprüngliche und native Bedeutung von dem Wort Bindung. Und die ist wie beschrieben.
    Ob da im Laufe der Zeit die Grenzen zwischen Bindung und Beziehung im allgemeinen Sprachgebrauch verwaschen wurden und fließend ineinander übergehen ist eine andere Geschichte. Ändert aber nichts an dem ursprünglichen (Fach-)Begriff.
    Und diesen einmal zu definieren und dann einfach so stehenzulassen, hat auch nichts damit zu tun, dass man nicht trotzdem der Ansicht ist, dass es natürlich Beziehungsverhalten zwischen Mensch und Tier und ganz besonders zwischen Mensch und Hund gibt.
    Ging einfach um eine bestimmte Abgrenzung was die Qualität der einzelnen "Verbindungen" angeht.
    Differenzierte Betrachtung quasi.

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