Unsere Leinenrambos - Umgang, Austausch und (Erfolgs)geschichten
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Ich war vorhin mit Rocco draußen und hab mal bewusst drauf geachtet.
Es ist wirklich so dass mir manchmal die Gesichtszüge in Richtung grinsen entgleiten wenn Rocco angekläfft wird. Dann denk ich mir: Hähä, der ist ja auch nicht besser als meiner. Schön, das ich nicht mit einsamem Abstand der unfähigste Hundehalter der Welt bin oder das schrecklichste Biest im Universum erwischt habe.
Wenn Rocco mal wieder (
) der Erste ist der anfängt zu kläffen und ich mit dem Besitzer Blickkontakt habe dann ziehe ich die Mundwinkel runter und die Schultern hoch um auszudrücken dass es mir leid tut dass mein Hund seinen Hund nicht ausstehen kann und ich nicht weiß ich wie es ändern kann.Ansonsten wüsste ich nicht was ich da besser machen könnte.
Gibt es vielleicht so ne Art Knigge für solche Situationen?
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Ich komme mal von der Nichtpöbler-Seite (meine Plüschi liebe noch alle Hunde) und kann sagen, mir tun sowohl Pöbelhund und -halter eher leid, weil "oh,sie mögen uns nicht, aber das ist nicht unsere Schuld".
Wir versuchen aber auch, nicht unnötig zu provizieren, sondern Raum zu geben. Plüschi ist aber perplex, wenn sie angekläfft wird.
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Ach ja, ganz vergessen: Wir sind eben einem Hund begegnet der nur ein Drittel von Rocco's Volumen und nur drei Beine hatte. Er hat Rocco angekläfft, Rocco ist cool geblieben und ich habe die Frau angeguckt und versucht dabei ein Nicken und ein Lächeln zustande zu bringen. Keine Ahnung wie das angekommen ist. War so gemeint wie: Feiner kleiner Frechdachs.

Um das einordnen zu können sollte man noch wissen dass ich ein alter hässlicher Kerl bin und meistens schmutzige Arbeitsklamotten trage wenn ich mit dem Hund rausgehe. Also eher der dubiose Typ der alles von Autoknacker bis Bankschließfachaufbohrer sein kann.
Wenn es so ne Art Knigge gibt wie man sich am besten verhält wenn man ankläfft oder angekläfft wird dann her damit.
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Ich lächle auch, wenn mir andere Pöbler begegnen und meine das wohlwollend/verständnisvoll. Es soll dem Gegenüber sagen, dass es mich nicht stört, sie sich Zeit lassen können und mich bei Bedarf gerne als Übungsobjekt nutzen dürfen.
Hier läuft eine jüngere Frau mit sehr reaktivem Hund herum. Der rastet wirklich krass aus. Wir sind eine Zeit lang morgens kollidiert, weil wir uns die gleiche begegnungsarme Gassistrecke an einem Wanderparkplatz ausgesucht hatten. Ich bin dann langfristig woanders hin, höre den Hund aber ab und an in der Ferne bellskalieren, wenn wir zur gleichen Zeit unterwegs sind.
Ich bin den beiden neulich beim Verein begegnet. Kam gerade an und wollte den Hund ausladen, da kommen sie ebenfalls zum Parkplatz. Hund reagierte bereits auf mich spannig, also blieb ich da einfach ruhig und lächelnd stehen, schaute brav weg und blieb stumm, um den Hund nicht zu provozieren. Wartete, bis sie ihren Hund verladen hatte, dann lud ich aus. Scheint der Kniggeweg zu sein, sie hat sich bedankt, dass ich gewartet habe.
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Ich weiß gar nicht wie andere gucken, weil ich die gar nicht anschaue.
Wenn jemand nicht deutlich sprachlich mit mir beginnt zu kommunizieren, dann bin ich wohl die Kategorie "ignorant" und gucke andere Wege. Meist schaue ich auf meine Hunde. Aber ich schaue fremde Menschen generell nie ins Gesicht. -
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Ich finde ja, BesitzerInnen von eskalierenden Hunden sollten sich auf ihren Hund konzentrieren, nicht darauf, wie ich reagiere.

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Ich schaue auch meist gar nicht auf die Leute und nur kurz auf den anderen Hund um den einzuschätzen. Kommt vielleicht nicht freundlich rüber, sag dann auch oft Nix, weil ich weiß, dass damit die Stimmung kippen würde, aber ist mir egal 🤷🏻♀️
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BesitzerInnen von eskalierenden Hunden sollten sich auf ihren Hund konzentrieren
Wenn der Hund "eskaliert", ist die Nummer ja oft sowieso erstmal gelaufen. Zumindest ist das bei uns so. Das ändert sich durch mehr Konzentration auch nicht.
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Na ja, wenn ich gerade mit meinem eigenen Hund beschäftigt bin, habe ich natürlich keine Kapazitäten für besondere Kontaktaufnahme frei.
Ich finde aber durchaus, dass man das Problem nicht auf sich und seinen eigenen Hund isoliert betrachten kann. Damit ich die passende Strategie wählen kann, um ohne Eskalation vorbei zu kommen, scanne ich das Verhalten meines Gegenübers (Hund und Mensch).
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In der Stadt kann man die anderen Hundehalter manchmal nicht einfach „nicht angucken“. Die Leute laufen oft weiter auf einen zu, selbst wenn mein Hund schon beißende Loopings schlägt, oder lassen ihren eigenen Hund plötzlich frei nach dem Motto, „die regeln das schon“. Mir wurde dann schon zugerufen "lass den Hund freeeeiii."
Hier muss man schon darauf achten, was die anderen machen. Eine Mutter hat ihr Kind einmal zu meinem wild „hüpfenden“ Hund geschickt, um Hallo zu sagen. Oder andere fahren mit Husky und Fahrrad auf dem 1,5 m zugeparkten Gehweg einfach weiter auf einen zu. Da musste ich Betti auch schon schnell hochheben und in die Hecke rennen.
Da sieht man schon den Gesichtsausdruck des anderen. Aber bin zu beschäftigt, um darüber nachzudenken. Ist mir aber auch danach einfach komplett egal.
Es so wild, wie anders Dinge in der Stadt gehandhabt wird. Jedenfalls in unserer Stadt. Bin froh, dass viele andere Hundebesitzer mir ausweichen, weil sie mich (den Menschen) doof finden.

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