Alleine bleiben des Zweithundes üben

  • Ich lasse mich wahrscheinlich nur von Erfolgsmeldungen anderer Hundebesitzer a la "mein 17 Wochen alter Hund hat gerade eine dreiviertel Stunde alleine Zuhause gemütlich geschlafen" verunsichern.

    Ach Quatsch, bitte vergleiche Dich da nicht! Jeder Hund "kann" bestimmte Dinge schneller, dafür andere erst etwas später. Und Du weißt ja nicht, ob die anderen Hunde wirklich entspannt sind. Unsere Nachbarsjunghündin z.B. hat teilweise durchgekläfft. Das haben die Nachbarn halt nicht mitbekommen.

    Ein anderer Junghund aus dem Bekanntenkreis wurde für bis zu 4 Stunden in die Box gesperrt, und das schon mit drei Monaten. Der war angeblich ruhig - aber was soll er auch machen, wenn er auf 0,01 Quadratmeter eingesperrt ist.


    4 Monate finde ich persönlich auch zu jung, als dass ein Hund da wirklich schon ganze alleine und v.a. entspannt alleine bleiben kann. Auch wenn es ein paar Gegenbeispiele gibt.

  • Hunde sind Individuen und jeder lernt anders und anders schnell. Das ist auch gut so.

    Lass dich da nicht Stressen, was andere können. Lege den Fokus auf das, was gut läuft und übe das andere ohne Druck einfach weiter.


    Aus eigener Erfahrung wird das leichter, wenn sie älter werden.

    Meine jüngere Hündin war zu Anfang immer in Betreuung bei meinen Eltern. Kannte das dort von Anfang an. Irgendwann war dann der knoten geplatzt, sie wollte dort nicht bleiben und konnte plötzlich problemlos alleine zuhause warten, was vorher nie geklappt hatte, maximal für wenige Minuten.

  • Meine Erfahrung ist genau andersherum. Je länger man wartet, desto mehr hat sich das "Zusammenhocken" etabliert.


    Ich trainiere so was deshalb tatsächlich von der ersten Sekunde. Allerdings leite ich den Hund, der es lernen soll an. Deshalb beginne ich das Training, wenn ich Zuhause bin. Da ist ja schon oft der Knackpunkt, dass Hunde die Krise bekommen, wenn sie plötzlich nicht mehr auf jeden zugreifen dürfen wie es beliebt. Kannst Du die Hunde über Kommando räumlich getrennt halten? Kannst Du das auch, wenn Du Dich mit dem anderen beschäftigst?

  • Meine Erfahrung ist genau andersherum. Je länger man wartet, desto mehr hat sich das "Zusammenhocken" etabliert.


    Ich trainiere so was deshalb tatsächlich von der ersten Sekunde. Allerdings leite ich den Hund, der es lernen soll an. Deshalb beginne ich das Training, wenn ich Zuhause bin. Da ist ja schon oft der Knackpunkt, dass Hunde die Krise bekommen, wenn sie plötzlich nicht mehr auf jeden zugreifen dürfen wie es beliebt. Kannst Du die Hunde über Kommando räumlich getrennt halten? Kannst Du das auch, wenn Du Dich mit dem anderen beschäftigst?

    Deswegen habe ich gleich angefangen auch mal wegzugehen, Türen zu schließen, etc. Aber habe dabei vergessen die Hunde auch aktiv voneinander zu trennen. Beide außer Sicht wegschicken, so dass sie dann auch wegbleiben geht. Bei der kleinen ist aber noch der Automatismus da, dass sie erstmal hinterher latscht. Ich vermute allerdings, dass es nicht klappen wird, wenn ich mich mit einem aktiv beschäftige. Dann steht der andere sicher auch auf der Matte. Was ich schon mal geübt habe ist, mit einem zu tricksen und der andere ist auf seinem Platz und guckt zu. Das war für die Ersthündin OK, die kleine brauchte noch viel Bestätigung um auf ihrem Platz zu bleiben.

  • Ich denke, mit mehr Zeit geben war nicht gemeint, dass man mit dem Training warten soll, sondern dass man in so kurzer Zeit nicht zu viel erwarten soll bzw. einfach den Zielen mehr Zeit lässt :)

  • Meine Erfahrung ist genau andersherum. Je länger man wartet, desto mehr hat sich das "Zusammenhocken" etabliert.


    Ich trainiere so was deshalb tatsächlich von der ersten Sekunde. Allerdings leite ich den Hund, der es lernen soll an. Deshalb beginne ich das Training, wenn ich Zuhause bin. Da ist ja schon oft der Knackpunkt, dass Hunde die Krise bekommen, wenn sie plötzlich nicht mehr auf jeden zugreifen dürfen wie es beliebt. Kannst Du die Hunde über Kommando räumlich getrennt halten? Kannst Du das auch, wenn Du Dich mit dem anderen beschäftigst?

    Deswegen habe ich gleich angefangen auch mal wegzugehen, Türen zu schließen, etc. Aber habe dabei vergessen die Hunde auch aktiv voneinander zu trennen. Beide außer Sicht wegschicken, so dass sie dann auch wegbleiben geht. Bei der kleinen ist aber noch der Automatismus da, dass sie erstmal hinterher latscht. Ich vermute allerdings, dass es nicht klappen wird, wenn ich mich mit einem aktiv beschäftige. Dann steht der andere sicher auch auf der Matte. Was ich schon mal geübt habe ist, mit einem zu tricksen und der andere ist auf seinem Platz und guckt zu. Das war für die Ersthündin OK, die kleine brauchte noch viel Bestätigung um auf ihrem Platz zu bleiben.

    Es sollte normaler Alltag sein, dass Hunde sich nicht einmischen. Wenn ich hier irgendwen kraule und ein anderer kommt angelatscht, dann kann ich den jederzeit wegschicken und das tue ich auch immer wieder ganz bewusst und aktiv. Und zwar nicht nur kurz mal, sondern wirklich auch über einen langen Zeitraum, ohne, dass der andere auflauert. Also wirklich so üben, dass der, der nicht gefragt ist, entspannt zur Ruhe kommt, obwohl er raus ist. Nicht nur so kurz, dass er lauert bis er wieder freigegeben wird.


    Nächster Schritt ist dann mit Gittern und auch über langen Zeitraum über Gitter in der Wohnung trennen, egal,was ich mit dem anderen mache ... Wenn das noch nicht klappt, mache ich noch nirgends eine Tür zu.

  • Hi, mir scheinen für "echtes" Alleinebleiben mit 4 Monaten auch noch die Grundlagen zu fehlen. Denn klappt es nicht, bekommt das Thema schnell eine Wertigkeit, die keinem der Beteiligten gut tut.


    Hier war es so, dass ich von Anfang an die Hunde nachts getrennt habe. Der Welpe schlief bei mir, der Senior da, wo er immer schon schlief. Später habe ich die Hunde mit Kindergitter getrennt, wenn ich Videokonferenzen hatte, damit Ruhe ust und im Hintergrund nicht pünktlich zu Beginn zwei irre Terrier aufdrehen.

    Den Jungspund habe ich dann mit knapp 6 Monaten regelmäßig allein mit zur Hundeschule genommen habe, und umgekehrt hatte ich auch öfter TA Besuche mit dem Senior, wo der Jungspund anfangs mitkam, aber allein im Auto zurückblieb und später dann allein daheim blieb.


    Die ideale Zeit, einen jeweils daheim zu lassen, ist vormittags, weil da beide normalerweise schlafen. Nachmittags ist die Erwartung, dass es Gassi geht und dann Futter gibt, die Erregung ist also höher. Trotzdem habe ich diesen Sommer (der Jungspund war eineinhalb) begonnen, getrennt Gassi zu gehen, und niemand war weiter daheim. Der Zurückbleibende blieb im Garten und konnte uns sehen, wo wir hingingen, bis wir ums Eck waren. Anfangs habe ich diese getrennten Gassigänge extrem kurz gehalten und dann immer weiter ausgedehnt, bis ich jetzt beiden jeweils sagen kann "Du bleibst da!" und der jeweilige Hund weiss, jetzt bleibt er allein.


    Ich finde, man muss da auch ein bisschen gucken, was der Hund schon leisten kann. Es gibt als Welpe und Junghund immer wieder Phasen, da ist der Hund unsicher und mit sich selbst bedient, da brauch ich sowas gar nicht neu anfangen, wenn der Schuss nicht nach hinten gehen soll.

    Ist der Hund aber stabil und lernt gern Neues, warum nicht Selbständigsein in allen Facetten immer kurz üben und positiv verknüpfen? Zb wenn ein Hund aussteigt, einer bleibt im Auto, ne Handvoll Leckerli reinwerfen hat hier gut funktioniert. Oder ne Handvoll Futter hinwerfen, wenn man weggeht mit dem anderen Hund.


    Nicht zu viel zu früh wollen, aber auch keine Chancen verpassen, die Grundlagen für später zu legen, das ist tricky. Viel Erfolg! 🍀

  • Deswegen habe ich gleich angefangen auch mal wegzugehen, Türen zu schließen, etc. Aber habe dabei vergessen die Hunde auch aktiv voneinander zu trennen. Beide außer Sicht wegschicken, so dass sie dann auch wegbleiben geht. Bei der kleinen ist aber noch der Automatismus da, dass sie erstmal hinterher latscht. Ich vermute allerdings, dass es nicht klappen wird, wenn ich mich mit einem aktiv beschäftige. Dann steht der andere sicher auch auf der Matte. Was ich schon mal geübt habe ist, mit einem zu tricksen und der andere ist auf seinem Platz und guckt zu. Das war für die Ersthündin OK, die kleine brauchte noch viel Bestätigung um auf ihrem Platz zu bleiben.

    Es sollte normaler Alltag sein, dass Hunde sich nicht einmischen. Wenn ich hier irgendwen kraule und ein anderer kommt angelatscht, dann kann ich den jederzeit wegschicken und das tue ich auch immer wieder ganz bewusst und aktiv. Und zwar nicht nur kurz mal, sondern wirklich auch über einen langen Zeitraum, ohne, dass der andere auflauert. Also wirklich so üben, dass der, der nicht gefragt ist, entspannt zur Ruhe kommt, obwohl er raus ist. Nicht nur so kurz, dass er lauert bis er wieder freigegeben wird.


    Nächster Schritt ist dann mit Gittern und auch über langen Zeitraum über Gitter in der Wohnung trennen, egal,was ich mit dem anderen mache ... Wenn das noch nicht klappt, mache ich noch nirgends eine Tür zu.

    Danke für die Erläuterung, das werde ich umsetzen.


    Warum braucht es denn Gitter, wenn die Hunde doch schon über Kommando wegbleiben? Oder erhöhst du mit den Gittern dann die Dauer noch mehr?

  • Warum braucht es denn Gitter, wenn die Hunde doch schon über Kommando wegbleiben? Oder erhöhst du mit den Gittern dann die Dauer noch mehr?

    Das ist der Übergang zum Tür schließen. Ich nutze diesen Bereich dann auch um den Hund allein zu lassen, wenn der Hund komplette allein bleiben soll.

  • Nachts sind sie halb getrennt, also beide im Schlafzimmer, aber die Kleine hat ihren eigenen kleinen Bereich neben dem Bett, in dem sie schläft. Die große hat den Rest des Schlafzimmers.

    Vormittags mache ich immer Mal wieder das Welpengitter mit der Kleinen drin für ne längere Zeit zu, aber das ist im gleichen Raum wie ich, somit übt das nur das räumlich eingeschränkt sein noch ohne dabei allein zu sein.

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