Vernachlässigung einer alten Hündin

  • Hallo zusammen,


    kürzlich war ich bei meinen Eltern zu Besuch, deren Nachbarn (man kennt sich) eine Sheltie Hündin haben, etwa um die 13 Jahre alt. Die Hündin war ca. (geschätzt) 45min alleine dort im Garten und hatte die auch ganze Zeit, weil offenbar niemand (mehr) dort war, gebellt.


    Es war ca. 18.45 (ich habe mir die Zeiten, falls wichtig, aufgeschrieben) d.h. auch vom Wetter her nass-kalt draußen. Sie hat keinen Unterstand/Hütte draußen, ist laut Erzählung meiner Eltern auch schon fast blind und hört nicht mehr so gut. Mein Vater war 2x drüben, um 18.45 (davor hatte sie schon eine ganze Weile draußen gebellt, weil sie nicht rein konnte) und 19.04 Uhr und hat sturm geklingelt, es war definitiv niemand zu Hause.


    Von meinen Eltern habe ich erfahren, das die Besitzer gerade wohl 6 Wochen im Urlaub sind, und der Sohn der Nachbarn war gegen 17.00 kurz da, wohnt aber nicht mehr dort und ist deshalb auch kurz darauf wieder gegangen. Mein Vater hat die Terrassentür auf bekommen und so den Hund zumindest rein lassen können.


    Ich bin seitdem am Überlegen, was ich machen soll. Warum ich? Weil meine Eltern mir erzählt haben, dass das dort oft so wäre, das der Hund stundenlang alleine im Garten ist und bellt. Wohl auch selbst wenn jemand zu Hause ist, weil sich dann keiner mit dem Hund beschäftigt. Aber weder meine Eltern, noch andere Nachbarn (die nur untereinander darüber tratschen) aktiv werden. Mit den Besitzern gesprochen haben meine Eltern schon mehrfach, daher kennen sie auch die Umstände. Wieso sie nicht in einer Pension oder bei einem Hundesitter ist während dem Urlaub, weiß ich nicht.


    Mein Bauchgefühl wäre, das Vetärinäramt zu informieren, das sie vielleicht Auflagen bekommen was ihre Hundehaltung betrifft. Ich weiß aber nicht, ob das eventuell eine gleich zu harte Keule wäre, aber scheinbar scheinen Gespräche nicht anzukommen.


    Mir gehts nicht um die Besitzer, sondern um eine Vernünftige Reaktion. Klar macht mich das wütend, aber ich möchte mich auch nicht von meiner Wut leiten lassen und eventuell überreagieren. Vielleicht könnt ihr das etwas objektiver beurteilen. Sollte ich z.B. erst Mal Lösungen vorschlagen anstatt gleich zum Veterinäramt damit zu gehen?


    LG Charline.

  • Besser wäre wohl erst Mal zu dokumentieren wie oft und lange sie dort allein draußen ist, wann jemand da ist, sie mitnimmt, Gassi geht etc., damit man selbst mal einen realistischen Überblick bekommt.

  • Ich würde erst mal mit den Nachbarn reden. Man weiß nicht, was die Gründe sind.

    Eine Hundepension kennt die Hündin vielleicht nicht. Nicht alle Hunde finden es prickelnd dort.


    Natürlich muss ein Hund ordentlich versorgt werden, und was bedeutet natürlich mehr als 2x täglich Futter und pinkeln können.

    Aber man sollte schon vor einer "Keule" das Gespräch suchen.


    Unsere Nachbarn haben ihren 16-jährigen Hund (blind und taub) schlichtweg mal im Garten vergessen und sind stundenlang weg gefahren. Nicht schön. Der Arme hat gebellt wie ein Irrer. Aber es war eben ein Versehen, was natürlich nicht mehr vorkam.


    Das Meiste, was Du berichtest, weißt Du auch nur vom Hörensagen (kein Vorwurf), aber das stellt halt nicht die Gesamtsituation dar.

  • Ich würde auch mit den Nachbarn reden. Manche Nachbarn sehen mich so selten, die dachten, wir hätten den Hund „ersetzt“ statt einen zweiten dazu bekommen.

  • Ein Hund, der an der Leine, ohne Aufsicht, längere Zeit, das auch noch häufiger im Garten angebunden wird. Ist definitiv ein Fall für ne Anzeige. Möglicherweise geht der Hund auch verloren und findet eine bessere Bleibe. Scheint ja eh niemanden so wirklich zu interessieren.

  • Da stand nichts von angebundensein.




    Veterinäramt? Was sollen die tun? Der Hund wird gefüttert, ist sicher auch ein paar Stunden pro Tag drinnen und wird nicht körperlich misshandelt (wurde zumindest nichts geschrieben)

    Was ginge, wäre u.U. eine Anzeige wegen Ruhestörung. Ruhestörung beinhaltet aber eine Beeinträchtigung der Nutzung der eigenen Immobilie/Wohnung, d.h. da müssten die Anwohner/Nachbarn aktiv werden.

    Ansonsten kann gern mal während normaler Arbeitszeiten jemand zu mir kommen - meine Hunde sind auch (v.a. im Sommer oder wenn es grad aufregend ist, auch stundenlang) draußen und bellen (für meinen Geschmack immer noch zuviel, obwohl wir immer wieder üben) - egal, ob ich im Büro oder im HomeOffice bin. Und bei Spaziergängen sehe ich extrem selten andere Leute. Das sieht hier grundsätzlich also genauso aus.

  • Der Hund ist alt und wohl eher nicht mehr dazu geeignet dass man ihm umsiedelt oder kurzfristig in einer Hundepension unterbringen kann.

    Ich würde mit den Nachbarn sprechen und im Sinne des alten Hundes ihn einfach mitbetreuen. Seine Lebenszeit ist begrenzt und da würde ich das ohne wenn und aber machen!

  • Besser wäre wohl erst Mal zu dokumentieren wie oft und lange sie dort allein draußen ist,

    Das Meiste, was Du berichtest, weißt Du auch nur vom Hörensagen

    und im Sinne des alten Hundes ihn einfach mitbetreuen.


    Das ist ca. 35km entfernt, ich kann es nicht dokumentieren und mich auch nicht um den Hund kümmern. Dokumentieren könnten es allenfalls meine Eltern, das wäre für mich dann aber genau so nur Hörensagen, wie wenn sie mir erzählen was sie mitbekommen haben.


    Veterinäramt? Was sollen die tun?


    Sich als objektive und fachkundige Leute selbst einen Eindruck von der Situation machen. Wenn es nichts zu beanstanden gäbe, wäre es auch gut und falls es was zu beanstanden gäbe, würde sich das Veterinäramt um die Situation kümmern. Es geht mir nicht um Strafen oder denen den Hund wegzunehmen, sondern dass das Veterinäramt objektiver ist und das auch fachlicher u. sachlicher beurteilen kann.


    Wenn man selbst mit den Haltern redet, sollte man ja auch selbst objektiv sein, das gut genug beurteilen können (d.h. weder Übertreiben, noch etwas unterschätzen) und auch die eigenen Emotionen rauslassen können.


    Eventuell kann es dann auch einfach erfolgreicher sein, wenn das eine neutrale Person macht die weiß was man sagt, was man nicht sagt und noch dazu wenn nötig auch fachliche Ratschläge dalassen kann. Auf welche die Halter dann ggf. auch eher einlassen würden.

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