Schlafplatz des Hundes verändert. Er findet es nicht so toll

  • Hallo ihr Lieben,

    Ich musste zunächst zwangsweise Scotty Lieblingsschlafplatz im Schlafzimmer verändern und bin nun etwas unsicher wegen seiner Reaktion.

    Von klein auf schlief Scotty (Labi, 15 Monate) eigentlich bei mir im Bett. Aber um Weihnachten 2021 rum ist er für den Großteil der Nacht aus dem Bett ausgezogen und hat eine alte Bettdecke, die vor dem Bett lag, damit er besser raus springen kann, als seinen Hauptschlafplatz für die Nacht auserkoren. Seit einer Weile kann er jedoch morgens nicht mehr schlafen, wenn der Nachbar über uns um 05:00 aufsteht. Dann hat er angefangen seine Decke zu zerkauen. Er hat peu a peu die Bezüge aufgeknabbert, ein Loch in die Decke gekaut und die Füllung rausgezogen (an zwei Ecken). Ich wollte die Löcher eigentlich zunähen, kam aber nicht dazu und habe die Decke eines Abends kurzerhand aus dem Schlafzimmer verbannt. Meine Sorge war, dass er was von der Füllung fressen könnte.

    Stattdessen habe ich ihm ein großes schönes Körbchen an die Stelle, wo sonst die Decke lag gestellt. (Das stand vorher woanders, wurde von ihm komplett ignoriert). Zusätzlich hat er noch sein Körbchen, das seit er bei uns ist neben meinem Bett steht und eben das Bett als Schlafplatz. In das Körbchen neben dem Bett, hat er sich auch immer wieder mal im Laufe der Nacht reingelegt und morgens kam er dann zu mir ins Bett, das aber in letzter Zeit immer seltener, stattdessen kaute er lieber auf seiner Decke rum und wanderte im Schlafzimmer umher, um Unfug zu machen, wie zb eine Schublade zu öffnen und auszuräumen.


    So nun war die Decke weg und wir gehen wie jeden Abend ins Bett. Normalerweise ging er schnurstracks zur Decke und legte sich schlafen.

    Jetzt steht da aber seit zwei Nächten Körbchen. Scotty steht dann im Schlafzimmer rum weiß nicht, wo er hin soll und legt sich dann nach 1 Minute auf den blanken Boden. Dann irgendwann in der Nacht probiert er das Körbchen, geht aber direkt wieder raus. Dann irgendwann in sein anderes, dann wieder auf den blanken Boden. Und irgendwann zu mir ins Bett.


    Kurz und knapp: er wechselt viel öfter seine Schlafplätze in der Nacht, ist dafür aber morgens ruhiger und kann wieder länger schlafen.


    Ich überlege es jetzt zu lassen wie es ist, weil ich dadurch besser schlafen kann. Ich frage mich halt, ob er sich an die Umstellung gewöhnen kann, oder ob es unfair ist ihm seinen Lieblingsplatz wegzunehmen?

  • Mein Hund schlief im Bett, jahrelang. Irgendwann habe ich ihn aus dem Bett verbannt, hat ne Zeit gedauert bis er das akzeptiert hatte. Seit nun schon langer Zeit ist das Bett kein Thema mehr und er geht abends in seinen Korb als wäre das schon sein Leben lang so, ohne auch nur den Hauch von Anstalten zu machen das er aufs Bett will:D


    Ich will damit sagen : Ja er wird sich dran gewöhnen

  • Wenn er was kauen muss, um sich zu beruhigen, kann es Stress sein, oder Sodbrennen. Dann musst du was an der Fütterung und/oder an den Zeiten tun. Ein gute Nacht hupferl Toastbrot hilft vielen, das saugt Magensäure auf, wenn die Futterzeiten weit auseinander liegen. Vielleicht auch wegen dem Stress mit dem Nachbarn.

    Wenn es wegen den Nachbarn ist ... ja hm, da ist die Frage, lässt man ihm einen Schnuller oder versucht das anders zu lösen? Auf jeden Fall sollte der Schnuller dann nicht gefährlich sein. Also ... ne Kauwurzel oder ähnliches ... Er ist jetzt natürlich auf die Decke geprägt, wie eben Kinder mit ihrem Schnuller. Das wird also dauern ihn um oder es ihm abzugewöhnen.


    Als Zwischenlösung spät noch eine Runde drehen, die ihn müder macht, dass er besser durchschlafen kann. Wenn ihm das hilft.


    Und wenn er das Körbchen vorher ignoriert hat, ist es halt einfach unbequem. Ich würds verkaufen.


    Viel Erfolg beim rausfinden, was ihm hilft!

  • Danke für eure Antworten!

    Also Stress ist bei uns immer Thema an dem wir arbeiten und grundsätzlich auch Erfolge erzielen. Aber aktuell ist er gerade wieder in einem stärkeren pubertären Schub und dadurch grundsätzlich wieder gestresster. Also kann das schon gut sein.

    Ich lege jetzt mal die Kauwurzel bereit und für Abends Toast.

    Die Decke bleibt erstmal weg und das Körbchen werde ich wohl tatsächlich verkaufen.

    Er hat ja noch eins und das Bett. Da hat er sogar ne 80/200 cm Matratze nur für sich :smile: (Liegt aber meistens dann bei mir)

    Futter haben wir tatsächlich vor ein paar Wochen umgestellt auf Köbers 3M, weil er von seinem vorherigen viel aufstoßen und ziemlich dolle pupsen musste. Mal schauen wie wir da weiter machen.


    Ich beobachte jetzt mal die Tage, wie er sich verhält und teste was ihm helfen kann, wenn er es braucht.

    Und zum Umgewöhnen gebe ich ihm einfach Zeit.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Du könntest ihm auch mal versuchsweise abends Ulmenrinde geben.

    Wenn er mit Sodbrennen, oder Übersäuerung nachts zu tun hat.

    Von Ulmenrinde habe ich hier im Forum tatsächlich öfter schon gelesen, aber jetzt gar nicht mehr dran gedacht. Ich denke auch das ist ein Versuch wert.

  • Welche Form haben denn deine Körbchen?
    Manche Hunde mögen es nicht, zusammen geknuddelt zu liegen. Die Strecken sich lieber lang und alle viere von sich.
    Die Temperatur könnte auch ein Faktor sein. Vielleicht werden die Körbchen grad zu warm. Im Vergleich zur Decke oder dem blanken Boden.

    Meine Kröte liegt gerne auf einem orthopädischen Hundebett ohne Rand und macht sich da lang. Oder sie pennt auf der Couch. Und in sehr warmen Nächten irgendwo im kühlsten Zimmer auf dem Boden.
    Wandert also auch öfter.

    Wenn dein Hund wegen des Nachbarn oben drüber schon gestresst ist. Es gibt Selbstklebende Schalldämmungs Schaumstoffe, die man sich auch an die Decke kleben kann. Ich wohn derzeit in einem alten Ultra Hellhörigem Horror Haus und um hier überhaupt wohnen zu können, haben wir auch schon paar Wände mit sowas selbst Schallisolierter bekommen.
    Dein Hund kann ja auch, wenn du nicht da bist, durch den Lärm oben drüber ständig gestresst sein. Weiß man ja nicht, wenn man selbst nicht da ist und nichts mitbekommt und dem Hund noch zusätzlich der Schutz durch den Menschen fehlt :person_shrugging: .
    Kostet so nämlich nicht die Welt und erhöht die Lebensqualität deutlich.

  • Scotty ist tatsächlich ein Hund der sich gerne streckt. Die Körbchen sind so typische dicke Dinger mit Rand. Ich habe auch noch eine orthopädische Matratze, die war eigentlich für seine Rückzugsecke im Flur gedacht. Aber mit der hat er nur gekämpft. Vielleicht ist die was für seinen nächtlichen Schlafplatz.

    Das mit der Schalldämmung ist eine sehr gute Idee. Denn nicht nur der Hund wacht vom Nachbarn morgens auf :( :


    Ich probiere mich durch die Tipps durch!

    Danke für eure Beiträge

  • ich würde den Korb wehtun, den er ignoriert.

    Und stattdessen eine gepolsterte Hundematte an diese Stelle legen.

    Zusätzlich, wie schon geschrieben, was für den Magen. Und erlaubte Kausachen zum Stressabbau.

  • Hallo ihr Lieben,

    einfach mal nur ein kurzes Update, weil eure Hilfe so nett war und ich es immer schade finde, wenn man dann nicht wenigstens erzählt, wie es weiter ging.

    Das ungeliebte Körbchen ist in die Küche gezogen und wird dort endlich angenommen. Also keine 100€ umsonst ausgegeben. :tropf:

    Anstatt der Decke hat er jetzt die orthopädische Matratze vorm Bett liegen und da schläft er gerne und bis wenigstens 07:30, der Nachbar juckt ihn nicht mehr… so lange es noch so warm war, hat er sich auch erstmal weiterhin auf den blanken Boden gelegt, das fand er wohl einfach angenehmer. Aber mittlerweile legt er sich direkt auf die Matratze, wie vorher auf die Decke.


    Meine Theorie fürs Decke zerkauen: beim ersten Mal wahrscheinlich wirklich Stress und/oder Bauchweh und dann hat er einfach festgestellt, dass es Spaß macht. Denn mit dem Verschwinden der Decke, verschwand auch das Kauen. Er hätte aber theoretisch die Möglichkeit an anderer Stellen im Schlafzimmer auf Stoff zu kauen, tut und tat er aber nicht…

    Kurz und knapp: die Schlafsituation ist wieder entspannt :mrgreen-dance:


    Eine Frage hätte ich zur Ulmenrinde… die bekommt er nämlich aktuell, mag sie aber garnicht. Daher geben wir sie ihm mit einem Löffel fettarmen Joghurt. Kann man das so machen?

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